Bild: Ein Wunsch geht in Erfüllung: Pia-Marie Droste suchte lange nach Unterstützung für ihr Projekt., Inklusives Tanzprojekt an der RUB Bild: To be: Mensch

RUB-Campus. Der AStA unterstützt ein inklusives Tanzprojekt an der RUB.

Bei To be: Mensch ist der Name Programm. Das Projekt der experimentellen Tanz- & Bewegungskunst startete dank des Engagement der jungen Studentin Pia-Marie Droste in diesem Semester zum ersten Mal und einfach mal Mensch sein steht dabei im Mittelpunkt. In Kooperation mit dem autonomen Referat für Menschen mit Behinderungen und sonstigen Beeinträchtigungen sowie Unterstützung vom AStA konnte ein offener, kreativer und wertschätzender Raum geschaffen werden, in dem jeder Mensch durch Elemente der szenischen Kunst wie zum Beispiel Tanztheater, Bewegungstherapie, zeitgenössischem und modernem Tanz die Verbindung zwischen Geist und Körper erforschen kann. „Dadurch, dass es nicht darum geht, einheitliche Schrittfolgen zu lernen oder möglichst dehnbar zu sein, sondern ganz individuelle Bewegungen zu erschaffen, muss sich niemand vergleichen und es entsteht kein Leistungsdruck, den wir im Alltag oft genug spüren“, so Pia-Marie. Langfristig solle, wenn sich alle damit wohl fühlen, eine Performance aus den verschiedenen Ideen entstehen. Die Gruppe macht in ihrer Probenbeschreibung deutlich, was draußen bleiben soll, nämlich: „jede Form von Verurteilung gegenüber Alter, Geschlecht, Herkunft, Sprache oder jede andere Kategorie die uns auseinandertreibt.“ Es solle darum gehen, Diversität zu nutzen und daraus etwas Neues zu erschaffen. Das Projekt werde gut angenommen, dennoch sorgt sich Pia-Marie, dass sich das Projekt nicht ausreichend rumspreche und die Studierenden nicht erreiche.  Die Gruppe trifft sich jeden Dienstagabend von 18 bis 20 Uhr am Hustadtring 7, in einem Jugendzentrum der AWO, dessen Türen für alle offen stehen.  

:Meike Vitzthum

Bild: Ohne Barrierefreiheit geht nichts: Das Thealozzi Theater hat jedoch schon einen Antrag zur baulichen Umsetzung bei der Stadt gestellt. , Stadt setzt notwendige Inklusion nicht um Bild: David, Flickr (CC BY 2.0); Symbolbild

Inklusion. Das Thealozzi war am Freitag, den 27. Oktober, nicht nur Ort Bochumer Kultur, sondern auch des Protests. Anlass war die durch die Politik fehlende Inklusion. 

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„Ob du behindert bist?!?“ – auch heute wird der Hinweis auf eine Beeinträchtigung leider oftmals noch als Schimpfwort gebraucht. In den letzten Jahrzehnten hat sich allerdings viel getan, um Menschen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen ein möglichst gleichberechtigtes, würdevolles und barrierefreies Leben zu ermöglichen. Um das Bewusstsein aller für Probleme und Chancen zu schärfen, riefen die Vereinten Nationen 1993 den 3. Dezember als Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung ins Leben. Ziel ist die Inklusion aller Menschen in den Alltag – das heißt auch, dass sich alle auf besondere Bedürfnisse von Einzelnen einstellen müssen, damit jeder Mensch am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann.

An der RUB gibt es übrigens das Autonome Referat für Menschen mit Behinderungen und sämtlichen Beeinträchtigungen (AR-MBSB) als Anlaufstelle für „alle Betroffenen, die auf Grund einer körperlichen oder/und chronischen Einschränkung, Erschwernissen im RUB-Unialltag ausgesetzt sind“. Weitere Infos unter: armbsb.wordpress.com              

  :lux

Bild: Bildung für alle: Plakat der Inklusions-Ringvorlesung an der RUB im WiSe 2015/16. , Ringvorlesung „Inklusion“: Auftakt am 27. Oktober im HGA 20 Quelle: PSE

Die Professional School of Education (PSE), die an der RUB für die Lehramtsausbildung zuständig ist, richtet ab kommender Woche eine Ringvorlesung zum Thema „Inklusion“  aus. Juristische und bildungspolitische Grundlagen sowie aktuelle Forschungsbefunde werden dabei ebenso beleuchtet wie auch aktuelle Beispiele aus der Schulpraxis. Die Ringvorlesung findet immer dienstags an insgesamt acht Terminen statt.

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Bild: Gewagter Vergleich: Wenn die Uni ein Pokémon wär, wäre der Hochschul­entwicklungs­plan ihr Evolutionsstein., Hochschulentwicklungsplan legt die Zukunft der RUB fest Grafik: mar

Das insbesondere vom Rektor der Ruhr-Universität, Prof. Elmar Weiler, vielbeschworene Leitbild für die Uni, „universitas“, taucht auch im Hochschulentwicklungsplan (HEP) auf. Relativ zu Beginn des Dokuments präsentiert sich dieses Konzept, das mit vollmundigen Begriffen wie „Inklusion“, „Meritokratie“ „früher wissenschaftliche Selbstständigkeit“ und „weltoffenem Miteinander und weltweiter Vernetzung“ erklärt wird. Diese Idee von „universitas“ steht für ein wissenschaftliches und menschliches Miteinander auf dem Campus (der immer mehr in die Bochumer Innenstadt ausgelagert wird). Konkret hat das u. a. Auswirkungen auf die internationale Ausrichtung der Uni, auf die Personalpolitik insbesondere in Geschlechterfragen, aber auch auf die Integration behinderter Studierender. Darüber hinaus legt der Plan auch die Prinzipien der Campusmodernisierung und der Förderung wissenschaftlichen (elitären) Nachwuchses fest.

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Bild: Komplizierter Urnengang: Nicht alle, die wählen können, wollen es; nicht alle, die es wollen, können es., Ein inklusives Filmprojekt für Menschen mit Beeinträchtigung will mobilisieren Karikatur: Michael Holtschulte

„Wählen darf man, wenn man über 18 Jahre alt ist und wenn man ein deutscher Bürger ist“, stellt der Sprecher im Film „Politik geht uns alle etwas an“ schon früh klar. Dieses Recht gilt auch für die meisten Menschen mit einer sogenannten geistigen Behinderung und erst recht für jene mit Lernschwierigkeiten. Folgerichtig erhalten sie in Wahljahren auch ihre Wahlbenachrichtigung. Trotzdem gehen viele der Betroffenen nicht zur Urne. Denn mit einem formellen Brief in bestem Amtsdeutsch im Postkasten ist die Aufklärungsarbeit noch nicht getan.

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