Zu dem Streik ruft ver.di auf.
Zu dem Streik ruft ver.di auf.
Wie könnte man kulturelle Vielfalt besser feiern als mit gutem Essen? Beim Interkulturellen Abendessen könnt Ihr leckere Gerichte aus aller Welt probieren und nebenbei die Gemeinschaft genießen.
Am 26. Februar ist es wieder soweit: Das Interkulturelle Abendessen kehrt in die Mensa der RUB zurück. Zum 17. Mal findet die vom Allgemeinen Studienausschluss (AStA) und dem Autonomen AusländerInnenreferat (AAR) organisierte Veranstaltung statt. Hier bietet sich die Möglichkeit, Gerichte aus den verschiedensten Kulturen zu probieren und Euch untereinander besser kennenzulernen. Das Abendessen findet im Fastenmonat Ramadan statt, das Ereignis steht also auch im Zeichen des gemeinsamen Fastenbrechens.
Tickets bekommt Ihr zu den Öffnungszeiten im AStA-Sekretariat (SH 0/07) oder online über die AStA-Website für 9,50 Euro. Im Büro könnt Ihr jedoch momentan nur mit Bargeld zahlen. Nach dem Kauf erhaltet Ihr dann Euer Ticket als QR-Code über Eure Mailadresse, welchen Ihr am Einlass vorzeigen müsst. Bis zum 16. Februar könnt Ihr die Tickets kaufen, sie sind jedoch begrenzt verfügbar. Deshalb raten AStA und AAR, nicht zu lange mit dem Ticketkauf zu warten, da das Ereignis in den letzten Jahren immer wieder auf große Beliebtheit gestoßen ist. Eine Abendkasse wird es nicht geben.
Wann: 26. Februar 2026, Einlass ist von 16:30-17:30 Uhr (danach ist kein Einlass mehr möglich)
Wo: Mensa der RUB
Tickets: 9,50 Euro, online und im AStA-Büro zu kaufen
Echte Kuba-Vibes im KulturCafé?
Über 100 Menschen halten Mahnwache auf der Uni-Brücke.
Zwei Studierende der RUB berichten im exklusiven Gespräch mit der :bsz von ihrer Erfahrung vor Ort.
Bis Freitag, den 28.11. konnten die Studierenden der RUB das neue Studierendenparlament (StuPa) wählen – wir haben die Ergebnisse.
Die NaWi-Liste bekam rund 34% der Stimmen und somit zwölf Plätze im Parlament. Damit sind die Naturwissenschaftler*innen die stärkste Kraft – wie schon bei der letzten Wahl. Dort hatten sie noch 14 Sitze erreicht.
Die linke SDS-Liste bildet die zweitstärkste Kraft mit rund 17% der Stimmen und sechs Sitzen im Parlament. Die Liste trat nach sechs Jahren erstmalig wieder zur Wahl an.
Die Internationale Liste und die GRAS erzielten jeweils 4 Sitze im Parlament (11% der Stimmen).
Die ReWi- und die GeWi-Liste erreichten genau wie die SPD-nahen Jusos jeweils rund 6% der Stimmen. Alle drei bekommen zwei Sitze im Parlament.
Jeweils einen Platz im Parlament konnten sich die drei Parteien sichern, die sich ebenfalls an etablierten Parteien orientieren: die liberale Hochschulgruppe (FDP-orientiert), die Grüne Liste (Grüne-orientiert) und die Hochschullallianz/RCDS (CDU-nah).
Lediglich die Satire-Liste Fraktion Lückenfüller darf nicht ins Parlament einziehen.
Wie auch in den letzten Jahren ließ die Wahlbeteiligung zu wünschen übrig: Nur 3.815 Studierende gaben ihre Stimme ab – eine Beteiligung von lediglich 10,2%. An der RUB sind ca. 37.000 Studierende wahlberechtigt.
Korrektur: In einer früheren Version dieses Artikels war davon fälschlicherweise die Rede, dass die GRAS-Liste Grünen-orientiert sei. Das haben wir korrigiert. Falsch war auch, dass die Studierendenschaft den „AStA“ gewählt habe. Diesen Teil haben wir rausgenommen. Wir entschuldigen uns für die Fehler. Die :bsz-Redaktion.
Noch bis Freitag können alle Studierenden der RUB ihr Kreuzchen setzen, um das 58. Studierendenparlament und den 10. SHK-Rat zu wählen. Wir haben die Wahlprogramme aller Listen überprüft – auf die drei Schwerpunkte Soziales & Finanzierung, Nachhaltigkeit sowie Campus für Alle.
Liste 1: REWI – Liste für Rechtswissenschaften
Die REWI setzte in vergangenen Wahlperioden einen starken Fokus auf die Vertretung von Rechtswissenschaftler:innen.
Soziales & Finanzierung:
Das Semesterticket soll laut REWI allenfalls beibehalten werden, einer Fahrradmitnahme stehen sie neutral gegenüber. Es soll die Möglichkeit eingerichtet werden, nicht für das Deutschlandticket zu zahlen, wenn eine Person es nicht nutzt. Sie setzt sich hingegen für eine Senkung des Sozialbeitrags ein, dafür sollen bestimmte Events des AStAs wieder kostenpflichtig werden.
Nachhaltigkeit:
Nachhaltigkeit soll weiterhin ein Ziel das AStA sein, aber nicht zu Lasten von Effizienz.
Campus für Alle:
Die REWI unterstützt einen Schwerpunkt auf Antidiskriminierung, um Marginalisierung zu verhindern und Dialog zu fördern.
Liste 2: Juso-Hochschulgruppe Bochum
Die SPD-nahe Juso-Gruppe legt ihren Fokus besonders auf die finanzielle Entlastung von Studierenden und der Gestaltung eines ansprechenden und sauberen Campus.
Soziales & Finanzierung:
Um Studierende zu entlasten, fordern die Jusos günstigere Mensapreise und ein qualitativ-hochwertiges Mensaessen. Darüber hinaus möchten sie neuen Wohnraum für Studierende schaffen, indem sie mit dem Bochumer Stadtrat zusammenarbeiten.
Nachhaltigkeit:
Die Juso-Gruppe setzt sich für ein Energiekonzept mit rein regenerativer Energie ein.
Campus für Alle:
Um Inklusion zu gewährleisten, möchte sich die Juso-Gruppe für einen barrierefreien Zugang zum Campus einsetzen, beispielsweise in den Parkhäusern. Des Weiteren fordert sie, die Kinderbetreuung an der RUB auszubauen und Sprachkurse zu stärken.
Liste 3: GRAS – Grüne & Alternative Student*innen Bochum – Campusgrün
Die parteiunabhängige GRAS-Liste setzt sich primär für einen intersektionalen Feminismus, Nachhaltigkeit und finanzielle Entlastung der Studierenden ein.
Soziales & Finanzierung:
Sie fordert einen transparenten Umgang mit Mensa-Preisen und einen Mietendeckel für Wohnheime vom AKAFÖ. Des Weiteren möchte sie Verhandlungen beim Semesterticket erwirken und die Mitnahme von Fahrrädern wieder ermöglichen. Für die Entlastung der Studierenden möchte die GRAS mehr Geld vom Land NRW.
Nachhaltigkeit:
Die Liste schlägt vor, Gebäudefassaden zu begrünen und die Möglichkeiten der Installation von Solarpanelen zu überprüfen. Außerdem will sie mehr Fahrradstellplätze und einen Ausbau von Radwegen. Um die nachhaltige Anreise zur Uni zu fördern, soll die U35 besser getaktet werden.
Campus für Alle:
Um mehr Inklusion auf dem Campus zu gewährleisten, schlägt die GRAS vor, Anlaufstellen gegen Diskriminierung auszubauen und ein Awareness-Referat des AStA einzurichten. Auch fordert sie All-Gender-Toiletten und eine Bereitstellung kostenloser Menstruationsartikel. Um Lehrveranstaltungen für alle leicht zugänglich zu machen, soll ein hybrides Teilnehmen möglich sein. Dazu setzen sie sich für ein barrierefreien Zugang zum Campus ein, besonders für Rollstuhlfahrende.
Liste 4: GEWI – Liste der Geistes-, Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaften
Die GEWI ist eine Schwesterpartei der NAWI und versteht sich selbst als eine Liste, die einen bunten Campus und politische Bildung fördern möchte.
Soziales & Finanzierung:
Die Liste setzt sich für eine finanzielle Entlastung von Studierenden ein. Sie will unter anderem mehr Trinkwasserspender und kostenlose Teilnahmeangebote, etwa Vorträge. Zudem soll BAföG elternunabhängig werden.
Nachhaltigkeit:
Da die GEWI Initiativen der Ruhr-Universität selbst nicht als ausreichend ansieht, möchte sie einen nachhaltigen Alltag institutionalisieren und nachhaltige Angebote und Aktionen, etwa Campus Clean Ups, an der Universität verankern.
Campus für Alle:
Die GEWI setzt sich stark für weitere politische Bildung, insbesondere gegen Diskriminierung und für Solidarität, ein.
Liste 5: Hochschulallianz – RCDS
Die CDU-nahe Liste legt ihren Fokus auf eine „sparsame Haushaltsführung und eine ideologiefreie Hochschulpolitik“ sowie auf einen sicheren Campus.
Soziales & Finanzierung:
Den Semesterbeitrag möchte die Liste senken. Dazu soll „Verschwendung beendet“ werden und das Deutschland-Semesterticket zu einem günstigeren NRW-Ticket inklusive Personen- und Fahrradmitnahme umgewandelt werden – der AStA solle dazu mit BOGESTRA und dem VRR verhandeln. Unter Verschwendung versteht die Hochschulallianz beispielsweise das Verlust machende KulturCafé. Gleichzeitig sieht sie die Verstärkung kostenpflichtiger Angebote kritisch, und fordert stattdessen vom AStA, „völlig unnötige Ausgaben“ zu minimieren.
Nachhaltigkeit:
Die Liste ist dagegen, dass Forschung und Lehre grundsätzlich keine klimaschädlichen Zielrichtungen verfolgen dürfen. Es sei nicht die Aufgabe der Studierendenschaft, sich dafür einzusetzen. Die Hochschulallianz (HA) fordert zudem, dass sich die Mensa sowie die Cafeterien an der Nachfrage der Studierenden orientieren und es nicht etwa ein verpflichtendes veganes Gericht geben müsse.
Campus für Alle:
Die HA setzt sich für einen sicheren Campus ein. Sie fordert unter anderem mehr Beleuchtung an dunklen Orten, eine bessere Ausstattung des Sicherheitspersonals der Uni sowie Videokameras an Ein- und Ausgängen zur Überwachung bei Dunkelheit. Ebenso setzt sich die Partei für eine barrierefreie Infrastruktur und den Ausbau hybrider Formate ein – ist aber dagegen, dass sich die hochschulpolitische Arbeit die Sensibilisierung diverser Diskriminierungsformen als Schwerpunkt setzt.
Liste 6: NAWI – Die Liste der Naturwissenschaftler und Ingenieure an der Ruhr-Universität Bochum
Die NAWI wurde 2008 gegründet mit dem Ziel, „parteiunabhängige und studinahe Hochschulpolitik“ zu betreiben. Sie beschreibt sich selbst als pragmatische Liste, die eng mit Fachschaftsräten und Studierenden zusammenarbeitet.
Soziales & Finanzierung:
Studierende sollen laut der NAWI durch ein gleichbleibendes Niveau des Semesterticket-Preises nicht weiter finanziell belastet werden. Dazu verspricht die NAWI, Wohnheime bezahlbar zu halten und Tarifverträge für studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte einzuführen.
Nachhaltigkeit
Die NAWI verpflichtet sich in mehreren Punkten der Nachhaltigkeit am Campus. Es soll sowohl E-Mobilität ausgebaut werden, um umweltfreundliche Flexibilität und Mobilität zu fördern, als auch beispielsweise mehr Photovoltaik genutzt werden. Zudem verspricht sie, nachhaltige Angebote für Studierende – etwa das RepairCafé – weiter auszubauen.
Campus für Alle:
Neben allgemeinen Werten wie Weltoffenheit und einer Ablehnung von Diskriminierung aller Art wird auch seitens der NAWI für einen sicheren Campus geworben. Spezifischer sollen Angsträume erfasst und ausgeleuchtet werden, in Kombination mit etwa Hilfstelefonen, um Übergriffen und Angst vor diesen entgegenzuwirken.
Liste 7: IL – Internationale Liste
Die internationale Liste fokussiert sich auf Bedürfnisse von ausländischen Studierenden, Campuskultur und Umweltfreundlichkeit. Zudem partizipiert sie aktiv im Autonomen Ausländerreferat (AAR).
Soziales & Finanzierung:
Die IL plant, im Austausch mit der Universitätsverwaltung und dem akademischen Förderwerk (AKAFÖ) weitere Entlastungen und soziale Angebote für Studierende einzuführen. Semesterbeiträge sollen bestenfalls gesenkt werden.
Nachhaltigkeit:
Die IL setzt sich für einen Ausbau von Werkstätten und ein breiteres vegetarisches und veganes Angebot in der Mensa und in den Cafeterien ein. Zudem soll jedes Semester eine Green Week stattfinden, in der Vorträge, Workshops u.v.m. zu Klimaschutz angeboten werden.
Campus für Alle:
Neben allgemeiner Antidiskriminierungsarbeit fokussiert sich die IL auf Belange wie einen Gebetsraum für muslimische Studierende, Förderung und Hilfen für internationale Studierende und kulturelle Vielfalt.
Liste 8: Grüne Liste der Ruhr-Universität Bochum
Die parteiunabhängige Liste setzt sich für eine „grüne Hochschulpolitik“ ein.
Soziales & Finanzierung:
Die Grüne Liste will das Semesterticket auf 29,40€ pro Monat senken – würde aber auch einen höheren Preis „für die Rettung unseres Planeten“ in Kauf nehmen. Sie will die Fahrradmitnahme wieder ermöglichen. Der Semesterbeitrag selbst soll so günstig wie möglich gehalten werden – konkrete Vorschläge bleibt die Liste jedoch schuldig. Der Gaming Hub soll weiterhin im bisherigen Umfang unterstützt werden.
Nachhaltigkeit:
Sie spricht sich klar dafür aus, Forschung mit umweltschädigender Zielrichtung an der Universität zu untersagen. Der AStA soll der Liste zufolge klimaneutral arbeiten und sich an den Nachhaltigkeitsbericht halten. Ein stärkeres Angebot an vegetarischen und veganen Speisen fordert sie ebenso.
Campus für Alle:
Schwerpunkt der Grünen Liste ist Geschlechtergerechtigkeit, etwa durch die geschlechtsparitätische Besetzung studentischer Gremien sowie nach Geschlecht quotierte Redelisten im StuPa – damit man nicht Gefahr laufe, die Perspektive vor allem von Frauen und nicht-binären Menschen zu wenig abzubilden. Barrierefreiheit soll durch „Ausbau von hybrider Lehre, barrierefreien Zugängen und inklusiven Lernmaterialien“ gefördert werden.
Liste 9: LHG – Liberale Hochschulgruppe Bochum
Die FDP-nahe Liberale Hochschulgruppe will „gravierend Dinge verändern“ und zum Beispiel aus dem AStA ein Ehrenamt machen.
Soziales & Finanzierung:
Die LHG möchte den AStA-Beitrag senken – etwa durch die eigenständige Finanzierung des KulturCafés sowie die Umwandlung der AStA-Arbeit in ein Ehrenamt. Unentgeltliche Angebote auf dem Campus wie E-Sport sollen dabei nicht „bedeutend eingeschränkt oder abgeschafft werden“. Zudem will die LHG auf der Plattform eCampus eine RUB-interne Dating-App integrieren.
Nachhaltigkeit:
Die LHG will die Finanzpolitik des AStAs nachhaltiger machen – beispielsweise soll sich das KulturCafé selbst finanzieren. Für die „ökologische Nachhaltigkeit“ setzt die Liste vor allem auf Mobilität in Form vom Fahrrad und vom ÖPNV durch Beibehaltung des Semestertickets.
Campus für Alle:
Oberstes Ziel der Liste ist es, Chancengleichheit zu ermöglichen, sowohl beim Zugang zur universitären Bildung als auch bei der studentischen Mitbestimmung – wie sie das erreichen will, bleibt unklar. Quoten bei der Besetzung von Ämtern will die LHG nicht, vielmehr solle Kompetenz entscheiden. Den Campus als Ort will die Liste sicherer machen.
Liste 10: Fraktion Lückenfüller (FraLü)
Die satirische Liste setzt auf „Rückgrat und Humor“, hat aber ebenso ernstgemeinte Lösungsansätze für eine ökologische und soziale Uni.
Soziales & Finanzierung:
Die Fraktion Lückenfüller sieht keine Möglichkeiten, das Semesterticket ohne Qualitätseinbußen an anderen Stellen zu vergünstigen. Den Bedarf für die Fahrradmitnahme will die Liste zunächst in einer Abstimmung unter den Studierenden ermitteln. Sie schlägt vor, dem Gaming Hub Gelder zu entziehen – und will gewährleisten, dass veganes Essen nicht teurer sei als nichtveganes. In ein besseres Eduroam soll auch investiert werden.
Nachhaltigkeit:
Die Fraktion Lückenfüller will die Uni „grüner“ machen – zum Beispiel mit neuen Bänken und Blumenbeeten auf der Uni-Brücke sowie Insektenhotels auf dem Campus. Neben dem Ausbau von Photovoltaik pocht die Liste darauf, Dächer und Fassaden zu begrünen. Dies solle die Erhitzung des Betons abmildern und gleichzeitig Heiz- und Kühlkosten sparen.
Campus für Alle:
Die FraLü möchte die Uni inklusiver gestalten: mit mehr genderfreien Toiletten, der Abschaffung von Anwesenheitspflichten sowie Untertiteln für Vorlesungsaufzeichnungen. Außerdem: „adäquaten Rampen“ und leichteren Türen. Keine Form von gruppenbezogener Diskriminierung solle in der Uni geduldet werden, mehr Bildungsveranstaltungen dazu sollen sensibilisieren.
Liste 11: SDS – Sozialistisch-demokratischer Studierendenverband Bochum
Der zur Linkspartei gehörende SDS legt seinen Fokus darauf, dass die RUB sich vom Rechtsruck distanziert und wünscht sich Studieren für alle.
Soziales & Finanzierung: Um finanzielle Entlastung der Studierenden zu gewährleisten, fordert der SDS niedrigere Mensapreise und mehr bezahlbare Wohnheime. Darüber hinaus wünscht er sich eine Grundversorgung, welche nicht profitorientiert ist. Die Verantwortung für finanzielle Entlastung der Studierenden sieht der SDS beim AKAFÖ.
Nachhaltigkeit:
Der SDS wünscht sich einen bewussten und fairen Umgang mit Ressourcen. Dazu zählt die Liste mehr Begrünung am Campus, eine fair organisierte Grundversorgung und ein vielfältiges veganes Angebot der Mensa.
Campus für Alle:
Die Liste setzt sich für einen barrierefreien Campus und eine besser ausgebaute Infrastruktur (z. B. Wasserspender, hybride Lehrveranstaltungen) ein. Des Weiteren fordert sie mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten für Studierende und Platz für politische und gesellschaftliche Anliegen an der Uni. In Bezug auf den oben genannten Rechtsruck sehen sie die Verantwortung bei der studentischen Selbstverwaltung, konkrete Maßnahmen nennen sie nicht.
Disclaimer: Die Informationen stammen aus den im Netz verfügbaren Wahlprogrammen der Listen, ihren Internetauftritten, dem StuPa-Check sowie aus Antworten auf eine Rundmail an alle Listen. Eine Redakteurin, die an diesem Check mitgearbeitet hat, kandidiert bei der Wahl für die GRAS – das Programm ihrer Liste hat ein anderes Redaktionsmitglied dargestellt.
Unterhalb der Universitätsbibliothek, hinter großen Glasfenstern, versteckt sich ein besonderer Ort, der Vergangenheit und Gegenwart auf faszinierende Weise verbindet: Die Kunstsammlungen. Seit 1975 ist das Campusmuseum mehr als nur ein Ort, an dem Kunst präsentiert wird. Eine aktuelle Ausstellung zeigt, dass Kunst hier nicht nur präsentiert wird, sondern auch gelehrt und studiert wird.
In den Gängen der Kunstsammlungen verstecken sich viele geschichtsträchtige Schätze. Zwischen alten Münzsammlungen und antiken menschlichen Kreationen wie zum Beispiel Lampen und Vasen finden sich Gemälde und Konstruktionen, die eher der Gegenwart zugeordnet werden können. Dabei ist gerade die Sammlung der Moderne etwas Besonderes, denn ihr Ursprung liegt in einer Stiftung des Bochumer Kunstkritikers Albert Schulze Vellinghausen, die später durch den Kunsthistoriker Max Imdahl um weitere Kunstwerke erweitert wurde.
Max Imdahls Verbindung zur Ruhr Universität Bochum ist tief. Als erster Professor für Kunstgeschichte an der RUB brachte er den Studierenden nicht nur die Kunst näher, sondern legte auch die Grundlage für die Zukunft des kunsthistorischen Lehrstuhls in Bochum. Seine Mitarbeit an den Kunstsammlungen ermöglichte es ihm, die eigenen Lehren auf direktem Wege mit der Kunst der Gegenwart (ab ca. 1945) zu verbinden. So wurde er schließlich zu einem der wichtigsten Mitgestalter des Campusmuseums und verhalf diesem zu neuer Größe. Das wirkte sich positiv auf das Image der damals noch jungen Ruhr-Uni aus. Die Konfrontation von Moderner Kunst mit Antiker wurde immer deutlicher, bis sie schließlich zum Konzept der Kunstsammlungen heranwuchs.
Im Rahmen des 100. Geburtstages Max Imdahls und dem 50-jährigen Bestehen des Museums findet seit dem 5. Juni 2025 eine kostenlose Ausstellung statt, die Ihr bis zum 11. Januar 2026 besuchen könnt: „Vergangene Gegenwart. Max Imdahl und die Kunstsammlungen moderne und zeitgenössische Kunst.“
Das Jubiläum stellt auch die Frage nach der Bedeutung dieser gesammelten Kunstwerke für unser Hier und Jetzt.
Zwischen den Stücken der Dauerausstellung kann man verschiedene Werke der Ausstellung entdecken, die Vellinghausen und Imdahl im Laufe vieler Jahrzehnte zusammengetragen haben. So zum Beispiel Josef Albers Hommage to the Square – eine Sammlung von Gemälden, die verschachtelt Quadrate in ihrer Farbvielfalt porträtieren und häufig mit Ölfarben gemalt wurden. Rechtecke und Farben aus Acryl findet man auf den Bildern von Camille Graeser.
Geometrische Formen und farbliche Buntheit dominieren die Leinwände der Ausstellung und lassen uns in eine andere Welt abtauchen. Die Kunstsammlungen zeigen dabei, dass sich Moderne Kunst nicht allein auf Papier, sondern ebenfalls in Skulpturen ausdrücken kann. Adolf Luthers Hohlspiegelobjekt Licht und Materie – eine Wandskulptur aus einem Hohlspiegel, Holz und Aluminium – aus dem Jahr 1965 lehrt uns auf eindrucksvolle Weise, dass Licht mehr als ein einfaches physikalisches Phänomen ist. Die spiegelnden Flächen machen es als künstlerisches Ausdrucksmittel erfahrbar und ziehen den/die Betrachter:in aktiv ins Werk hinein, in dem sie mit dem Sinn des Sehens spielen.
Dem Spiel mit den Augen scheint sich auch François Morellet zu widmen. Sein Trois Grilles se déformantes von 1975 aus Motoren und Alluminium vereint mit seinen geometrischen Gittern und der maschinellen Komponente Dynamik und Zeitgeist. Morellet fordert mit seinem Kunstwerk die Wahrnehmung heraus und kommentiert sie gleichzeitig auf ironische Weise, in dem er die strengen mathematischen Formen der Gitter in Bewegung versetzt.
Für Max Imdahl nimmt das Sehen bei Betrachten von Kunst eine zentrale Rolle ein. Es wird für Imdahl zu einem aktiven Prozess der Erkenntnis, der über das Sehen als passiven Sinnesvorgang hinaus geht.
Imdahl spricht von einem „sehenden Sehen“, das der als Methode im Zentrum seiner bildimmanenten Kunstinterpretation steht. Kunstobjekte werden dabei konzentriert in ihrer reinen Form betrachtet. Farben, Formen, Struktur und Komposition – also die Art, wie es sie gestaltet ist sind , erzählen oder viel mehr zeigen dem/der Betrachter:in ihre Geschichte und Bedeutung. Dabei wird bewusst darauf verzichtet, einen Kontext in Form von historischen Markern oder der Künstler:inbiografie miteinzubeziehen. Später entwickelt er daraus das Konzept der „Ikonik“.
Das Sehen wird für Imdahl zu einem aktiven Prozess der Erkenntnis, der über das Sehen als passiven Sinnesvorgang hinaus geht. Die Ausstellung rückt durch die Auswahl der Werke seinen interpretatorischen Ansatz in den Mittelpunkt.
Neben den Kunstobjekten finden sich auch Materialien aus dem Archiv, die über Max Imdahls Tätigkeit an der Ruhr-Uni erzählen. Dadurch können wir Einblicke in seine Aufzeichnungen und Erläuterungen erhaschen, die Aufschluss über seine Arbeit und seine Denkweise geben.
Ein kleines Quiz rund um die Ausstellung und ihre Hintergründe bietet die Möglichkeit, das eigene Wissen auf spielerische Weise zu festigen und sich intensiver mit der Kunstausstellung auseinanderzusetzen. Es beinhaltet zehn Fragen, die sich mit Imdahl und den Ursprüngen der Kunstsammlungen beschäftigt. Daneben habt Ihr auch die Chance, eine Kleinigkeit zu gewinnen, wenn Ihr alles korrekt beantwortet habt.
Begleitend zur Ausstellung haben Kunststudent:innen der RUB ein Heft erstellt. Das Begleitheft enthält Beiträge, die sich mit Max Imdahl und seinem wissenschaftlichen Nachlass befassen und einzelne Manuskripte und Dokumente kommentieren.
In der Universitätsbibliothek können Interessierte in der Max Imdahl-Lounge weitere Texte des Kunsthistorikers finden. Die Lounge ist zu den während der Öffnungszeiten der UB zugänglich und richtet sich an den nach dem Zeitraum der Ausstellung in den Kunstsammlungen.
Ob Kunstliebhaber:in oder nicht – die Ausstellung anlässlich der beiden Jubiläen bietet für alle Besuchenden einen faszinierenden Einblick in die Geschichte der Kunst an der RUB und der Gedankenwelt eines ihrer wichtigsten Mitbegründer: Kunsthistoriker Max Imdahl. Sie lädt dazu ein, die Entwicklung der modernen Kunst hautnah zu erleben und das Sehen als sinnlichen, reflektierten Prozess neu zu entdecken.
:Alina Nougmanov
Zwischen Cocktailkurs und Cranger Kirmes: So wird der Sommer im Pott nicht öde
Am 18. Juli 2025 fand erneut zum Semesterende die studentische Werkschau der Theaterwissenschaft und Szenischen Forschung im Blue Square statt – das Podest. Ab 16 Uhr erwartete die Besuchenden Programm, Getränke, Snacks, Impressionen und gleichgesinnte Gesprächspartner:innen.
Los ging es mit dem Dokumentarfilm „Onkel Rudi“ von Katharina Fröhlich um 16:15 Uhr in Studio 3. Die Künstlerin selbst sagt über ihr Werk, dass sie sich darin mit ihrer Familiengeschichte in der NS-Zeit auseinandersetzt, da ihr Großonkel früh freiwillig zur Deutschen Luftwaffe ging und im Spanischen Bürgerkrieg Kriegsverbrechen beging. Gegenüber von Studio 3 konnte man sich die ganze Veranstaltung über mit Emrys Perera einen Timeslot buchen – zum Vorlesen. Weiter ging es im Zeitplan um 17:45 Uhr im Studio 5 mit Alyssa Leuschner und ihren „Vienna Diaries“, in denen sie ihr Auslandssemester in Wien rekapituliert. Sie kündigte ihre Lesung als „emotionale Achterbahnfahrt zwischen Höhen und Tiefen“ an, und das waren ihre Erfahrungen auch: die komplette Gefühlspalette zwischen Ekel, Trauer, Aufregung und Inspiration. Chaos und Unerwartetes, Alltagsanekdoten, Probleme, Vanillesirup zu finden. Sich im teuren Wien ohne das Benutzen der ekligen WG-Küche versorgen, von fremden Mitbewohnern angebaggert werden. Mangelernährung, Stress, emotionale Belastung, der Tod vom Opa in Deutschland und das Hin- und Herfliegen.
Die beim Podest ebenfalls gezeigte interaktive und erprobende Darbietung „On/Off“ von F* Kemmether war aufgeteilt in zwei Timeslots: Beim ersten Teil um 18:30 in Studio 3 wurden die Partizipierenden im abgedunkelten Raum dazu aufgefordert, mit der Künstlerin zu interagieren, die ihre Augen verbunden hatte. In der Beschreibung des Projekts hieß es, „dabei den Prozessen des Begegnens nachzugehen, zu zweit und in der Gruppe. Begegnungen, die solcherart womöglich nur in der merkwürdig ´fremden Nähe´ einer öffentlichen Veranstaltung zustande kommen können.“ Mit einem starken Kontrast zur Dunkelheit und Stille ging es um 19 Uhr in Studio 5 weiter: Vor voll belegten Plätzen zeigte uns Kerem „Bolano“ Gülan seine Darbietung von Tanzperformances zu verschiedenen Songs von Michael Jackson, inklusive passender Verkleidung und kurzen Satzeinschüben zwischen den Songs, die von einem kleinen Jungen erzählen, der lieber tanzen als Hausaufgaben machen wollte, der unter der Dusche tagträumte, der weitertanzte, immer wieder, auch als es ihm schlecht ging.
In „Wir. Unangenehm!“ Von Selma und Flynn, das um 20:10 Uhr in Studio 3 stattfand, wurden die Zuschauenden ebenfalls eingebunden und aufgefordert, den beiden Künstler:innen auf Zettel zu schreiben, was sie bestimmt oft hören. Damit sollten bewusst Schubladendenken, Klischees, Beleidigungen und Vorurteile entlarvt und entlockt werden, um danach gemeinsam darüber nachzudenken – in bewusst erzeugter unangenehmer Atmosphäre, in der Selma und Flynn spontan, sarkastisch und humorvoll auf die Aussagen antworteten und sie oft in einem Eimer Wasser „ertränkten“.
Was auf Etage 5 noch zu entdecken war, waren Gemälde von Elisavet Kenanoglou und eine Gedichtwand von Alyssa Leuschner, an der partizipativ an gemeinschaftlichen Gedichten mitgewirkt werden konnte. Auf Etage 3 lief der Kurzfilm „Apfelkuchen“ von Judith Grytzka – dokumentarisch und experimentell, in dem unter anderem Alltag, Rituale und das elterliche Zuhause gezeigt werden, und das vermeintlich Banale thematisiert und sichtbar wird im Kontext von Fürsorge, Vergänglichkeit und Zugehörigkeit – Was bleibt, wenn Handlungen vorbei sind? Die Künstlerin zeigt das Zuhause als Spur von Nähe, Erinnerung und Zustand. Wie immer wurden beim Podest auch ein Buffet mit Snacks und kostenlose Getränke angeboten – und die angeregte Stimmung zeigte, dass die Werkschau immer wieder ein kurzweiliges und interessantes Event ist, um das Semester abzuschließen und bekannte Gesichter noch einmal zu sehen.
:Maja Hoffmann