Hochschulpolitik. Die Proteste während der Lindner-Veranstaltung hatten Folgen: Deutschlandweite Aufmerksamkeit, ein Shitstorm für den AStA und der Rücktritt eines Referenten.
Hochschulpolitik. Die Proteste während der Lindner-Veranstaltung hatten Folgen: Deutschlandweite Aufmerksamkeit, ein Shitstorm für den AStA und der Rücktritt eines Referenten.
Politik. Am 11. Juli fand im vollen HZO 10 eine Veranstaltung zum Thema „Zukunft der Hochschulen in NRW“ mit dem FDP-Vorsitzenden Christian Lindner statt. Überschattet wurde sie von Protestierenden, die versuchten Lindners Vortrag zu stören. Lindner reagierte souverän.
Kommentar. Schlagfertig hat FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner bei seinem RUB-Auftritt die Studiengebühren für Nicht-EU-BürgerInnen verteidigt. Schlagfertig lügt er aber auch in seiner sophistischen Rede von Bildungsungerechtigkeit.
Zusammenarbeit. Die Kooperation zwischen der RUB, der Technischen Universität Dortmund und der Universität Duisburg-Essen – die Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) – feiert zehnjähriges Jubiläum.
Hochschulpolitik. Am 20. Juni wurde der neue Vorsitzende des Haushaltsausschusses (HHA) gewählt. Lennart Brinkmann (GRAS) hat neben seiner Arbeit als Gremienberater nun auch dieses Amt inne.
Der Vorsitz des HHA stand bisher unter einem schlechten Stern: Mit drei vorherigen Vorsitz-Rücktritten und der aktuellen finanziellen Umstrukturierung des AStA-Haushaltes (:bsz 1130) stellt sich
Lennart Brinkmann einer weiteren Aufgabe. „Gerade in der aktuellen Situation braucht es eine effektive Kontrolle der Haushaltsführung des AStA und dazu möchte ich meinen Beitrag leisten“, so Brinkmann.
Der HHA tagte dieses Haushaltsjahr seltener als zuvor. „Dies liegt hauptsächlich an den drei vorherigen Ausschussvorsitzenden von der Liste NAWI, die alle innerhalb kurzer Zeit zurückgetreten sind und nicht zu Sitzungen eingeladen haben“, erklärt Brinkmann. Ob die Rücktritte mit den momentanen Liquiditätsengpässen des AStA im Zusammenhang stehen, könne Brinkmann nur spekulieren.
Die Aufgabe des Haushaltsausschusses ist primär beratend. Er kontrolliert die Haushaltsführung des AStA und berät nach eingehender Prüfung das Studierendenparlament (StuPa). Der HHA kann während der Sitzung des StuPa ein Votum abgeben und, falls nötig, Änderungen vorschlagen. Eine weitere Funktion des HHA ist die Buchführungsprüfung des AStA. Einmal im Jahr werden die Ausgaben und Einnahmen gegengerechnet und überprüft. Die Mitglieder des Haushaltsausschusses dürfen nicht im AStA tätig sein. Um Mitglied im HHA zu sein, muss man nicht im StuPa sitzen und auch nicht dafür kandidiert haben.
:Sarah Tsah
Kommentar. Bei 100. Semester MZ wurde auch über den Protest gegen die Änderungen in der Fotografie und Bildenden Kunst gesprochen.
:bsz international. From Pakistan to Germany: Aasma Jabeen studies International Humanitarian Aid in Bochum. We discussed the differences between female liberty and education in both countries and the recently published equality report.
Glosse. Empörung bei den Jungliberalen: Ein fehlerhafter Haushaltsplan?! „Wenn das in meinem Unternehmen passiere, würden Köpfe rollen“.
Sommerfest. Mit etwa 20.000 GästInnen und bei strahlendem Sonnenschein feierte die Ruhr-Uni am vergangenen Mittwoch ihr alljährliches Sommerfest.
Hast Du die Musik gehört? Die Sonne auf der Haut gespürt? Das Essen gerochen? Die Cocktails geschmeckt? Und das Feuerwerk gesehen? Dann warst Du wohl beim RUB-Sommerfest, wo sich – an über 40 verschiedenen Ständen – Fachschaftsräte, Hochschulgruppen sowie weitere Institutionen präsentierten und für das Wohl der Angereisten sorgten; wo auf zahlreichen Bühnen allerlei Musik aber auch Literatur dargeboten wurde und wo es, zum krönenden Abschluss, ein riesiges Feuerwerk gab. Die :bsz war nicht nur mit einem eigenen Stand vor Ort, sondern sprach auch mit KünstlerInnen und GästInnen. Falls Ihr das Fest verpasst habt oder in Erinnerungen schwelgen wollt, lest unseren Nachbericht.
:Die Redaktion
Schaut Euch den ausführlichen Bericht samt Bildergalerie für weitere Impressionen an!
Politik. Die Aktionen der Identitären Bewegung (IB) nehmen immer extremere Formen an. Auch an der RUB ein zunehmendes Problem. Besatzung und Mission stünden bereit, nur das Schiff fehle den AktivistInnen der IB noch, um gegen angebliche Schlepperbanden – gemeint sind SeaWatch und andere NGOs – auf dem Mittelmeer aktiv zu werden. Durch Auftritte wie diese ist der IB mediale Aufmerksamkeit garantiert. Noch unauffällig, aber trotzdem kaum übersehbar versucht die extrem rechte Gruppierung auch in Bochum an Einfluss zu gewinnen. Hierbei liegt vor allem die RUB im Fokus der migrationsfeindlichen RassistInnen (siehe :bsz 1117).
Bereits 2015 fiel die Bochumer Studentenverbindung Verein Deutscher Studenten (VDSt) Breslau-Bochum durch Verbindungen zur IB auf, damals lud der westfälische Regionalverband zum Stammtisch in den Räumlichkeiten des VDSts am Nordring (siehe :bsz 1045).
Doch nicht nur stadtweit, vor allem auf dem Campus häufen sich solcherlei Vorfälle. Seit mehr als einem Jahr kursieren zahlreiche rassistische Aufkleber der IB an der Ruhr-Uni. Zuletzt posierten Mitglieder mit einem Transparent der anarchistischen Gruppe Schwarze Ruhr-Uni (SRUB), welches nach eigenen Angaben auf der alternativen Semesterparty entwendet worden sei. Auf Nachfragen bei der SRUB wurde versichert, dass das Transparent im Anschluss an die Party an der Uni-Brücke befestigt wurde und dort noch mindestens einen Tag zu sehen war.
Auf Nachfrage über die Tätigkeiten der IB auf dem Campus ließ die Kampagne „RUB bekennt Farbe“ verlauten, dass die Gruppierung bekannt sei und unter Beobachtung stehe. Allerdings spricht man auch von einem „kaum vorhandenen Aktionismus der IB an der RUB“, welcher noch keines zugeschnittenen Gegenprogramms bedürfe. Sobald notwendig, würden Gegenmaßnahmen ergriffen; man wolle der IB keine unnötige Aufmerksamkeit schenken.
Eine Stellungnahme der Verwaltung, auch bezüglich des VDSt welcher die IT-Infrastruktur der RUB nutzt, konnte bis
Redaktionsschluss nicht eingeholt werden.
:Justinian L. Mantoan