Bild: Das bunte Audimax: Auch dieses Jahr wird das Feuerwerk den Campus erleuchten. , Yippie Yippie Yeah – Spaß und Remmi Demmi auf dem Campus Foto: Alexander Schneider

Campusfest. Sommer ist nicht nur Mückenzeit, sondern auch die Zeit für Festivals, Alkohol und vor allem eine Menge Spaß. Das Sommerfest der RUB bietet am 14. Juni genau dafür die beste Anlaufstelle.

Fast so alt wie die RUB selbst ist auch das Sommerfest der Ruhr-Uni: Zum 43. Mal wird der Campus in fröhlichem Beton-Grau für einen Tag zum Partyhafen. Die letzten Jahre immer üppig besucht, hoffen die VeranstalterInnen auch dieses Jahr wieder auf eine hohe BesucherInnenzahl. Spielt das Wetter mit, werden wieder 20.000 Menschen erwartet.

Die Bühnen

Auf mehreren Bühnen wird es verschiedene – nicht nur musikalische – Dar-

stellungen geben. Auf der Hauptbühne vor dem Audimax wird um 16 Uhr der Rektor der RUB, Prof. Axel Schölmerich, den offiziellen Startschuss geben und das Sommerfest offiziell eröffnen. Im Anschluss daran wird die Bühne ein abwechslungsreiches, musikalisches Programm bieten. Bands und KünstlerInnen mit Pott-Herkunft wie ALESCA (16:15 Uhr) oder Elia (17:15 Uhr) beginnen den musikalischen Nachmittag. Der Londoner Künstler Jack Isaac schließt um 23 Uhr den Abend ab.

Derweil wird auf dem Nordforum auf der BIBRock Bühne etwas wilder hergehen.

I am Jerry (19:15 Uhr) sind dabei eines der bekannteren Exemplare. Mowah werden im Anschluss die Bühne rocken, gefolgt von why amnesia. Headliner der Bühne sind um 23:10 Uhr die Jungs von KUK.

Während woanders hart gefeiert wird, geht es im Q-West etwas ruhiger zu. Statt harten Bässen und Gitarrengeschrömmel trifft man dort auf sanftere Klänge von En route, dem Chor des Akademischen Förderungswerks (Akafö) ab 16:15 Uhr und Nadine Blida. Aber auch auf Impro-Theater des boskop-Kurses (18 Uhr) und Slam-Größen wir Marock Bierlej und Der Kowal mit ihrem Programm „Wörtwerk“ (20 Uhr). 

Fernab von den Bühnen

Doch statt nur zu den KünstlerInnen auf den Bühnen hinaufzuschauen, kann man sich auch ganz auf Augenhöhe an den zahlreichen und thematisch breit gefächerten Ständen informieren, beraten, bespaßen und verköstigen lassen. Wie schon im letzten Jahr, nur in vergrößerter Form, gibt es eine Street-Food-Meile. Burger, Burritos und vegane Leckereien werden Euch geboten. 

Fakt ist aber auch, dass es neben derlei (professioneller) Schmankerl auch Gutes für kleineres Geld gibt und Ihr nebenbei auch noch der Hochschulpolitik (HoPo) helfen könnt. Denn viele der hochschulpolitischen Listen beziehen aus dem Campusfest Einnahmen, die sie für den Wahlkampf im Winter brauchen. 

Das Nordforum ist ausschließlich Ständen mit studentischem Inhalt vorbehalten. „Es gibt bei uns auf dem Nordforum keine nicht-universitären Stände“, erklärt Nur Demir vom Referat für Kultur, Sport und Internationalismus des AStA. Für das Nordforum sind 43 Stände angemeldet. „Davon sind 17 Fachschaftsräte, acht HoPo-Listen, 16 Initiativen und zwei Autonome Referate“, so die AStA-Referentin. Erstmalig ist dieses Jahr auch Eure Lieblings-Studi-Zeitung mit einem Stand vertreten: die :bsz ist ebenfalls angemeldet!

Und woher das ganze Geld?

Finanziert wird das Sommerfest von der Uni selbst und teils vom AStA. Für den Teil, der auf dem Nordforum stattfindet, nimmt der Allgemeine Studierendenausschuss 16.000 Euro in die Hand, die aus dem AStA-Anteil des Sozialbeitrags kommen. Diese fließen sowohl in die Bühne und KünstlerInnen, als auch in den Bierwagen der dort zu finden ist. Da durch den Verkauf am Bierwagen Einnahmen getätigt werden, komme man am Ende bei +/- Null raus, so Demir. 

Sicherheit und Auflagen

Das gesamte Sicherheitskonzept wurde von UNIversaal entworfen – einiges ist aber wie im Vorjahr, so beispielsweise „Spaß ohne Glas“. Auf dem gesamten Gelände der Universität gilt ein striktes Glasverbot. Wer an Ständen dennoch mit Glasflaschen hantieren muss, bekommt vom Veranstalter einen Glaspass. 

Als weitere Sicherheitsmaßnahme wurde aufgrund von Erfahrungen des letzten Jahres ein Mindestpreis für Cocktails und andere alkoholische Getränke eingeführt. Der AStA hat sich dazu entschieden, „da es in den letzten Jahren häufig zu übermäßigem Alkoholkonsum kam und der Rettungsdienst viele Einsätze hatte.“ Ob nach den Geschehnissen bei Rock am Ring und den jüngsten Entwicklungen in London eine Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen angestrebt ist, war bei Redaktionsschluss nicht bekannt.

Wo und was zuerst?

kann man schon mal von der Erlebnisvielfalt des Sommerfestes überwältigt sein. Es scheint wie ein wirrer Wunderladen unter freiem Himmel – jeder Stand bietet etwas Anderes, etwas Neues, etwas Besseres!

Ab 16 Uhr startet das Sommerfest offiziell. Um nicht den Durchblick zu verlieren, kommt hier eine kleine Empfehlung: Zuerst den ersten Hunger stillen – schließlich braucht man eine vernünftige Grundlage. Dazu besucht man am besten die Listen-Stände (Nummer 11 bis 18). Diese befinden sich am Anfang des Nordforums und bieten meistens was Leckeres an. Schnell noch den Unizwergen „Hallo“ sagen und noch mit halbvollem Mund zu den heimlichen Favoriten des Festes. An Stand 9 (hier mit Stern markiert) findet man mit den JournalistInnen des Campus eine tiefgründige Unterhaltung. Dazu feine Jelly-Shots und die Grundlage wird auf die Probe gestellt. Ab da die Nummern der Karte rückwärts besuchen. Zwischen den interessanten Infoständen, wie „Gemeinsam – Studierende für Flüchtlinge“ befinden sich auch große Fachschaften wie Jura und Maschinenbau, die sich es auch diesmal nicht nehmen lassen, Großes aufzutischen. 

Nun schnell durch die Massen vor der Bühne schieben, um auf die andere Seite zu gelangen. An den Ständen 43 bis 41 und 39 angekommen, findet man einige Hochschulgruppen, von derer Existenz man gar nichts wusste. Schnell Flyer eingesteckt und einige Getränke und Speisen weiter, kommen die Fachschaftsstände. Ab hier kann man mit jeder Menge Alkohol für kleines Geld rechnen. Wenn die Trink-Route vollbracht ist, sollte es so etwa 19 Uhr sein. 

Jetzt hat man Glück, wenn man noch vor dem Feuerwerk etwas zu essen und zu trinken bekommt.

Egal wie die Entscheidung ausfällt, ab spätestens 22:15 Uhr müssen die Liebsten um sich geschart, ein Aussichtsplatz evaluiert und dort gemeinsam hingegangen werden. Denn um 22:45 Uhr findet das Sommerfest sein Finale im Feuerwerk.

 

1   FS Maschinenbau
2   FS SEPM
3   Gemeinsam –  Studierende für Flüchtlinge
4   AR MBSB
5   Weitblick e.V.
6   AIESEC
7   FS Jura
8   ASR
9   :bsz
10   Unizwerge
11   Liste B.i.e.r.
12   Linke Liste
13   Liste GEWI
14   Juso HSG
15   Internationale Liste
16   Liste NAWI
17   Junge Liberale
18    Liste Gras
19   Ingenieure ohne Grenzen
20   Weißer Ring e.V.
21   Akademischer Börsenverein Bochum
22   Kofee e.V.
23   Interculturas e.V.
24   ImMigra
25   FS OAW
26   FS Ev. Theologie
27   FS Anglistik
28   FS Angewandte Informatik
29    Viva con Agua
30   FS WiWi
31   FS Bauingenieurwesen
32   FS Theaterwissenschaften
33   FS Kunstgeschichte
34   FS Sowi
35   FS Psychologie
36   FS ECUE
37   FS EELP
38   FS ET/IT & IST
39   Deutsch-Tamilische Studierende der RUB
40   FS Chemie | Bochemie
41   ESN Bochum
42   HSG UNICEF
43   Vietnamesische Studentengruppe
 

:Kendra: Smielowski & :Sarah Tsah

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:Die Redaktion

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Campus. Die Einsicht der Prüfungen steht jedem/jeder Studierenden grundsätzlich zu. Doch was, wenn DozentInnen zu knappe Einsichtszeiten veranschlagen oder mit falschen Musterlösungen korrigieren?

Klausuren sind ein heikles Thema – immer wieder gibt es Probleme und am Ende stehen nur zwei Fragen. Hab ich bestanden? Wie ist meine Note? Doch mit dem Warten auf das Klausurergebnis muss der Kampf nicht vorbei sein. Auch DozentInnen machen Fehler. Oder nicht? Um genau das zu überprüfen und aus den gemachten Fehlern für die nächste Prüfung zu lernen, steht jedem/jeder Studierenden das Recht zu, seine/ihre Klausur einzusehen. Über den zeitlichen Rahmen der Einsichtnahme gibt es keine Regelungen. Die Hochschulgesetze sind Ländersache, im Hochschulzukunftsgesetz NRW (HZG) wird kein zeitlicher Rahmen gesteckt, sondern auf die Prüfungsordnungen verwiesen. Eine „Mindest-Einsichtszeit“ für die Prüfungen ist nirgends festgelegt. Und so werden an der Uni Duisburg-Essen daher Klausureinsichten in der BWL auf sieben Minuten angesetzt. An der RUB sind Fälle von zweiminütiger Klausureinsicht an Beratungsstellen herangetragen worden, so Sebastian Flack von der Lebensberatung des AStA.

Von 2,7 auf 1,0 in 30 Minuten

Eine Studentin von der Uni DuE erzählt von einem Fall der Fakultät Chemie, bei dem eine Kommilitonin von 2,7 auf 1,0 gestiegen sei. „Sie hat sich bei der Einsicht mit dem Prof angelegt“, so die 21-Jährige. „Am Ende stellte sich heraus, dass die Musterlösung, mit der die Klausuren korrigiert wurden, fehlerhaft war“. Doch das Schlimmste sei eigentlich, dass nicht alle Klausuren neu geprüft worden seien, sondern nur die von denjenigen Leuten, die bei der Einsicht da waren, so die Lehramtsstudentin.

Selbst, wenn es kein derart gravierender Fehler war, wie er in Duisburg-Essen vorgekommen ist: Wie soll man als Studi in sieben oder gar nur zwei Minuten seine Antworten sichten, die Anmerkungen verstehen, die Korrekturen nachvollziehen und womöglich auch noch die Punkte zusammenrechnen? Denn auch so kann man Punkte ergattern: Ein SoWi-Student der RUB, der namentlich ungenannt bleiben möchte, erzählt, dass Punkte oder gar ganze Aufgaben übersehen würden.

 :Kendra Smielowski

Bild: Der Hafen des Wissens: Im Zentrum die Musikalische Muschel, das Audimax, umliegend die Fakultäts-Frachter. , Leck geschlagen? Gestrandet an der RUB Illustration: kac

Hafenplan. Ahoi, ihr Landratten! Möge das Licht des Optimismusleuchturms Euch auf allen Wegen die Richtung weisen, damit Ihr nicht im Bermuda3Eck verschollen bleibt. Arrr.

Das Einschreibungs-Riff ist umschifft, der Kompass gen Noten gerichtet, die Wissensschiffe liegen im Hafen vor Anker. Die Crew jedes einzelnen Kahns hochmotiviert, die Bib zu plündern und den Büchern das Wissen zu rauben. Mit viel Grog kann abends in der 

KuCaf-Kombüse der erfolgreiche Raubzug begossen werden. Willkommen im Tortuga des Ruhrgebiets, willkommen an der RUB, dem Hafen des Wissens, lieber Ersti. Willkommen zurück, Ihr andern Verfluchten!  Möge es uns allen erspart bleiben, in den Wellen des Leistungs- und Erwartungsdrucks zu zerschellen!  

:Die Redaktion

Gewinn:Spiel 

Wir haben zwei Gewinnspiele an Land geholt! Lest dazu den Artikel über LOCKED und ArrowTag

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Bild: Die Folgen von VG Wort: Zwietracht in digitaler und realer Welt. , Rahmenvertrag: Studierende wollen Protest formen Bild: tom

Lehre. Die Übergangsregelung der Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) für die Vergütung urheberrechtlich geschützter Texte endet im September und wird dann wieder Thema. In Frankfurt nimmt ein Protest schon jetzt Gestalt an.

Bereits im Januar wandte sich die Fachschaft 4 der FRA-UAS (Frankfurt University of Applied Sciences) bundesweit an Fachschaften und FSVKs (FachschaftsvertreterInnenkonferenzen), um einen Protest gegen die in einem Rahmenvertrag zwischen der VG Wort, welche die Rechte von AutorInnen vertritt, und der KMK (Kultusministerkonferenz) festgehaltenen neuen Vergütungsregelungen zu organisieren (:bsz 1111). Diese beinhalten keine geregelte Pauschalvergütung mehr für AutorInnen, sondern eine Einzelmeldung pro Werk. KritikerInnen werfen ein, dass dies für das Lehrpersonal unzumutbar und nicht praktikabel sei (:bsz 1108).

Damit das Thema nicht in Vergessenheit gerät, organisiert die Frankfurter Fachschaft 4 gemeinsam mit dem zuständigen AStA einen Protest. Dieser sei bisher nicht angemeldet und eine TeilnehmerInnenzahl nur schwer abzuschätzen, erklärt Mitorganisatorin Eva Slawik. Aber das Ziel bestehe zunächst darin, ebendiese Anmeldung durchzuführen, um sodann dafür zu werben und „möglichst viele Menschen zu erreichen“. Ebenso soll zusätzlich eine Vollversammlung stattfinden, auf der noch einmal über das Thema aufgeklärt wird. „Leider hat ein großer Teil der Studierenden immer noch nichts von den vergangenen und zukünftigen Verhandlungen der VG Wort mitbekommen und weiß überhaupt nicht, wie der Hintergrund ist“, erklärt Slawik. 

Was sagt die Bochumer FSVK?

RUB-FSVK-Sprecher Marco Scheidereit geht davon aus, dass innerhalb der ersten Sitzungen in der anstehenden Vorlesungszeit über eine Beteiligung gesprochen wird. Zwei Positionen seien diesbezüglich derzeit dominant. Die FSRe, die nicht an einer Demo teilnehmen wollen, begründen dies damit, dass derzeit Kompromisse ausgehandelt würden und sie einen Protest daher als sinnlos erachten. Die anderen FSRe sind der Auffassung, dass es aus diesem Grund genau jetzt wichtig sei, „die Meinung der Studierenden kundzutun und so zu verhindern, dass eine unpraktikable (um es diplomatisch auszudrücken) Lösung dabei herauskommt.“ 

Scheidereit weiter: „Wir als FSVK-SprecherInnen würden uns in einer Diskussion letzterer Position anschließen, denn wir finden es wichtig, dass Studierende sich geschlossen gegen die geplante VG-Wort-Regelung oder ähnliche Ergebnisse aussprechen.“

Und unser AStA?

Simon Paul, stellvertretender RUB-AStA-Vorsitz, meint: „Die Ideen der Frankfurter Fachschaft dazu sind womöglich gut gemeint, aber leider nicht gut gemacht.“ Er kritisiert, der Aktion mangele es an Stärke, da in der Facebookgruppe niemand mit landes- oder bundesweiter Vernetzung zu finden sei. Aus seiner Sicht laufe diese Form des dezentralen Protests einem gemeinsamen Vorgehen zuwider. „Allgemein möchte ich aber auch nicht die Anstrengungen dieser Fachschaft schlecht reden, schöner aber ist es, wenn solche Dinge in Abstimmung mit vielen anderen vorbereitet worden wären.“ Der AStA habe sich des Themas sowohl hochschul- als auch bildungspolitisch angenommen und werde sich über das LandesAstenTreffen weiter vernetzen und nötige Maßnahmen wie Proteste ergreifen.

„Vernünftige Bedingungen für die Studierenden zu schaffen, das können wir nur gemeinsam. Daher haben wir ja bereits von Bremen bis Tübingen Mitstreiter_innen mobilisiert und planen jetzt unseren gemeinsamen Protest – dazu sind alle ganz herzlich eingeladen, sich zu beteiligen!“, sind sich Fachschaft 4 und AStA der Frankfurt University einig. „Zahlreiche ASten haben sich bereits angeschlossen, Bochum leider noch nicht. Bei Interesse sind alle herzlich eingeladen, der Gruppe beizutreten: https://www.facebook.com/groups/302298830171564/.“

            :Tobias Möller