Armut, Perspektivlosigkeit, Hass: Frei nach dem gleichnamigen Film feierte das Stück „Hass“ an der Rottstr5 Premiere.
Armut, Perspektivlosigkeit, Hass: Frei nach dem gleichnamigen Film feierte das Stück „Hass“ an der Rottstr5 Premiere.
Vom Bubi zum arroganten Arschloch: Mit der DDR-Komödie „Goodbye Lenin“ hat Regisseur Wolfgang Becker Daniel Brühl mit der Rolle des engagierten Sohnes zum Star gemacht. In der Lichtburg präsentierten beide ihre erste gemeinsame Zusammenarbeit seitdem: die Künstler-Komödie „Ich und Kaminski“.
Das Zeltfestival Ruhr (ZfR) hat noch bis zum 6. September seine Pforte geöffnet. Es bietet Euch ein vielseitiges Line-Up und Stände, die sich an breites Publikum richten. Clueso spielte beispielsweise am vergangenen Donnerstag und begeisterte das Zeltpublikum.
Casper zog mit seiner Open-Air-Tour durchs Land und drehte für Fans und die kommende DVD noch einmal richtig auf. Rund 15.000 ZuschauerInnen stimmten am sonnigen 22. August mit in die Lieder von AnnenMayKantereit, Bosse und denen des Main-Acts ein und waren Teil eines „ganz besonderen Abends“. Es war Caspers größte Solo-Show und ein „Special Guest“ war zum ersten Mal mit dabei.
RentnerInnen, Familien und die rote Bummelbahn bringen sich in Sicherheit, als die Tore zum Westfalenpark offenstehen, da sie die Geräuschkulisse erahnen, die den Abend dominieren wird. Denn Massen an Mädels kreischen und hüpfen vor Glück, als sie ihre Bändchen mit dem Schriftzug „#Castivals15“ am Haupteingang um ihre Handgelenke gebunden bekommen. Die BesucherInnnen des Dortmunder Westfalenparks erwartet ein würdiges Line-up: AnnenMayKantereit, Bosse und Casper. In Hannover startete die Tour und führte über Dresden, Ludwigsburg und Hamburg nun zum Finale nach Dortmund. Und im Westfalenpark konnten sich die rund 15.000 GästInnen über das Ambiente der Konzertlandschaft nicht beklagen, auch wenn die wenigen Dixis für Unbehagen sorgten. Besonders freuen konnten sich die Fans neben ihren Errungenschaften vom Merchandisestand über die kleinen Gimmicks, die für die beschworene Festivalatmosphäre sorgen sollten. Ob es die Bändchen waren oder eigens angefertigte Becher in Casper-Optik, die VeranstalterInnen und KünstlerInnen wollten, dass das Castival 2015 in Erinnerung bleibt. Und der Name schreit schon nach einer Fortsetzung.
Mit dem Acoustic-Rock von AnnenMayKantereit aus Köln begann der Sommerabend besinnlich. Doch auch bei ruhigeren Tönen wird über das Konzert hinaus von den drei Jungs noch mehr zu hören sein, wie Casper später selbst prophezeite: „Ich bin mir sicher, die werden größer, als ich es jemals sein kann.“
Bosse steigerten die Stimmung im Anschluss mit ihrem dynamischen Indiepop und sorgten für einige Kreischer des größtenteils jungen Publikums. Spätestens als der Leadsänger Axel Bosse ins Duett mit einem Mädchen aus der ersten Reihe einstieg und Wildgänse über die Zuschauermengen flogen, war ein romantischer Höhepunkt erreicht. Doch glücklicherweise kippten weniger Pubertierende um als ich erwartet hatte, denn die meisten hatten sich ihre Kräfte für ihren „Cas“ aufgespart.
Dass Casper der eigentliche Höhepunkt des Abends war, zeigte sich nicht nur am begeisterten Publikum, sondern auch an der bombastischen Effektfülle und den Showeinlagen, die nur von Casper selbst übertroffen wurden. Um die zwei Stunden gab er mit seiner Band erkennbar alles und begleitete seine Songs wie „Alaska“ mit Konfettiregen, Feuerbällen bei „Jambalaya“ und dem plötzlichen Auftritt in der Menge des Publikums.
Überzeugt hat Casper das Publikum mit seinem Festival eindeutig und mit Sicherheit auch seinen Vater. Wie Casper erzählte, war dieser nämlich extra zur größten Solo-Show seines Sohnes aus den USA angereist. Wer sich von der Show selbst überzeugen will, kann sich auf die anstehende DVD freuen.
:Alexander Schneider
Von Tschechow bis Monty Python: mit einem breiten Programm startet das Bochumer Schauspielhaus in die neue Spielzeit. Premiere feiert unter anderem der Tschechow-Klassiker „Der Kirschgarten“ und „Hiob“ nach dem Roman von Joseph Roth. Mit „Das Fleischwerk“ wird es zudem eine sozialkritische Uraufführung auf der Bühne geben. Die :bsz sprach mit dem geschäftsführenden Dramaturgen.
In Hans Drehers Inszenierung nach Motiven von Bret Easton Ellis’ „American Psycho“ eskaliert ein Wall Street-Killer als armseliger Clown.
Lost in Capitalism: Bastian Günthers Endzeit-Elegie ist eine Dystopie des Immobilienbooms, die den Zusammenbruch des Systems als seelische Post-Apokalypse seines Helden inszeniert.
In den meisten Fällen sind Filme und Serien über Hacker peinlicher Mumpitz und verursachen Fremdschämen. Ganz anders läuft es da bei der neuen US-Serie „Mr. Robot“.
Die Ruhrtriennale wurde am 15. August mit einer großen Willkommensparty in der Jahrhunderthalle feierlich eröffnet. Bekannte Musikgrößen wie The Notwist oder die Elektrocombo Caribou sorgten für ausgelassene Stimmung. Das Wetter spielte auch (fast) mit, so dass sich die Feier auf In- und Outdoorbereiche rund um die Halle verteilte. Knapp 4.000 BesucherInnen tanzten bis zum frühen Morgen. Intendant Johan Simons sprach danach von einer „einzigartigen und nie dagewesenen Veranstaltung“.
Mit neuer Intendanz und zugleich neuer Ausrichtung geht die Ruhrtriennale in seine fünfte Runde. Vom 14. August bis 26. September verspricht das größte Kulturfestival Deutschlands vor allem internationale Produktionen in gewohnt ungewohnten Spielstätten. Wagners „Rheingold“ – inszeniert vom neuen Intendanten Johan Simons – ist auf dem ersten Blick sicherlich die bekannteste Produktion, doch natürlich nicht die einzige. Für Studierende gibt es 50 Prozent Rabatt in allen Kategorien. Den Anfang macht die Eröffnungsfeier „Ritournelle“.