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Am 22.01 kannst Du ganz einfach neue Menschen kennenlernen – und musst dafür nicht einmal dein gewohntes Umfeld verlassen.

Du sitzt in der Bahn und schaust die ganze Fahrt gebannt auf Dein Handy? Und hast keinen Kontakt mit den anderen Menschen in der Bahn? Dann ist die neue Initiative von „Vereint Bochum“ eine ganz neue Möglichkeit für Dich. Der Verein macht es sich zum Ziel, Begegnungen zwischen Menschen zu organisieren und fördert das Knüpfen von Kontakten unter Menschen in Bochum. Er organisierte bereits eine Workshop-Reihe und einen Abend gegen Einsamkeit im Schauspielhaus Bochum – auch in Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum. Zudem arbeitet Prof. Dr. Maike Luhmann, die an der RUB psychologische Methodenlehre unterrichtet, an diesem Projekt mit und bringt ihr Fachwissen zur Einsamkeitsforschung ein.

Die neue Aktion der Initiative heißt „U35 Social Line: Raus aus dem Tunnel und Anschluss finden“. Am Donnerstag, den 22. Januar, um 17 Uhr startet die Social Line. Kern des Projekts ist das Speed-Kennenlernen mit sechs Runden, die jeweils ca. 15 Minuten dauern. Dabei sind auch Guides anwesend, die helfen, dass neue Gespräche leicht zustande kommen, und das Event moderieren.

Du möchtest teilnehmen? Dann kannst Du Dir kostenlose Slot-Tickets sichern. Es gibt auch die Möglichkeit, spontan an fast allen Stationen der U35 zuzusteigen. Die Route der U35 Social Line geht von der Haltestelle Hustadt bis zur Haltestelle Riemke Markt und umgekehrt. Die erste Fahrt beginnt um 17:07 Uhr an der Haltestelle Riemke Markt, die letzte Fahrt endet dort voraussichtlich um 19:16 Uhr. Die genauen Uhrzeiten für die sechs Fahrten, alle Haltestellen und weitere Infos zum Ablauf findest Du auf der Website von Vereint Bochum.

Das Projekt richtet sich besonders an Studierende und Auszubildene, wie an neu zugezogene Bochumer:innen. Alle Haltestellen sind barrierefrei zugänglich.

Dir reicht eine kurze Fahrt mit der U-Bahn nicht und Du möchtest mehr Zeit haben, um neue Menschen kennenzulernen? Dann bietet Vereint Bochum am 22. Januar. noch eine weitere Option an: das Deep Dive Foyer im BOGESTRA-Gebäude an der Haltestelle Oskar-Hoffmann-Straße (Universitätsstraße 58). Von 17-21 Uhr gibt es Snacks, Getränke und die Möglichkeit, neue Menschen kennenzulernen.

Mitgründer Tim Kramer, der die Idee für Vereint Bochum hatte, erzählt uns, dass die Idee für die U35 Social Line von ganz persönlichen Erfahrungen herrührt: „Ich selbst nutze [die U35] schon mein Leben lang und fand es immer faszinierend: Wir sitzen dort oft dicht an dicht, sind gedanklich aber meist weit weg und scrollen am Handy.“ Zudem habe er selbst auch die Erfahrung gemacht, dass es gar nicht so leicht ist, in einer neuen Stadt Anschluss zu finden. Wieso findet diese Aktion denn gerade in der U35 statt? „Die U35 verbindet die größten Hochschulen Bochums und ist so etwas wie die Herzschlagader unserer Stadt“, erzählt Tim.

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Innerhalb der letzten Jahre erreichte die Zahl der obdachlosen Menschen in Deutschland immer wieder neue Hochpunkte. Das Land NRW gehört zu den Bundesländern mit den meisten obdachlosen Personen. Aktuell sind ca. 122.000 Menschen in NRW wohnungs- bzw. obdachlos. Menschen, die auf der Straße leben, haben es zu jeder Jahreszeit sehr schwer, im Winter aber nochmal besonders. Hier drohen im schlimmsten Fall Kältetode. Doch mit einfachen Mitteln kannst Du ihnen helfen.

Hilfsmöglichkeiten

Hilfsorganisationen wie die Johanniter und der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) bieten Hilfe an festen Standorten in Bochum an. Die Johanniter befinden sich donnerstags von 19-21 Uhr am Hauptbahnhof, der ASB am Dienstag von 18-21 Uhr. Beide bieten von November bis März warme Mahlzeiten für hilfsbedürftige Menschen an. Der ASB gibt zudem warme Getränke, Hygiene-Artikel und Kleidung aus. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) bietet ganzjährig Hilfe an – ebenfalls am Hauptbahnhof Bochum – und versorgt bedürftige Menschen montags ab 19 Uhr mit notwendigen Ressourcen. Auch wenn die meisten hilfsbedürftigen Personen diese Möglichkeiten bereits kennen – wenn sie es aber nicht wissen, kannst Du sie darauf hinweisen, wann und wo genau diese Organisationen ihre Unterstützung anbieten.

Diese Hilfsangebote sind jedoch an einen Ort gebunden. Wenn Personen akut Unterstützung benötigen, gibt es noch andere Möglichkeiten zu helfen.

Das Deutsche Rote Kreuz ist von Oktober bis März mit einem Kältebus unterwegs, sobald die Temperaturen Minusgrade erreichen. Kältebusse können warme Mahlzeiten und Schlafsäcke austeilen und, falls nötig, Menschen in Notunterkünfte bringen. Das DRK bietet die Möglichkeit an, hilfsbedürftige Personen bei dem DRK-Kältebus zu melden. Siehst Du also eine Person bei kalten Temperaturen auf der Straße übernachten, melde diese unter der Kältebus-Hotline (0163 3375402). Auch wenn eine obdachlose Person nicht akut gefährdet scheinen mag, kann sie es dennoch sein. Hilfe können obdachlose Menschen immer gebrauchen – erst recht zu kalten Jahreszeiten.

Wenn Du selbst tätig werden willst, gibt es zahlreiche Möglichkeiten dies zu tun, auch ohne viel Aufwand. Hilfsorganisationen wie die Johanniter, das DRK und der ASB arbeiten ehrenamtlich und sind auf Spenden angewiesen. Ehrenamt lebt besonders von Unterstützung und solche Organisationen suchen oft weitere ehrenamtliche Mitarbeiter:innen. Auf den Websites der Hilfsorganisationen findest Du entsprechende Informationen, Kontaktmöglichkeiten und Spendenlinks. Auch Sachspenden, wie Schlafsäcke, warme Kleidung und Schals und Mützen kannst Du beim DRK abgeben. Das kannst du am besten bei den örtlichen DRK-Stellen machen; in Bochum befindet sich der DRK-Kreisverband an der Adresse „An der Holtbrügge 8“.

Begegnest Du selbst einem obdachlosen Menschen, welcher bei kaltem Wetter auf der Straße lebt, kannst Du ihm auch direkt helfen, empfiehlt die Diakonie. Jedoch sollte man grundlegende Prinzipien beachten. Es ist wichtig, hilfsbedürftigen Menschen mit Respekt und Verständnis zu begegnen und diese auf keinen Fall zu verurteilen. Frag die Person lieber zuerst, ob sie Hilfe braucht und wenn ja, was sie gerade am meisten braucht – vielleicht ist das etwas anderes, als Du denkst. Begegnest Du einer Person, die auf Ansprache nicht reagiert und sich nicht oder nur kaum rührt, dann zögere nicht, die 112 zu wählen.

Zu guter Letzt noch eine Sache, die das ganze Jahr über gilt, aber nicht oft genug gesagt werden kann: Pfandflaschen gehören neben den Mülleimer. Besonders hier auf dem Campus gibt es viele Menschen, die Pfandflaschen sammeln, deren Leben Du einfacher machen kannst.

Zusammenfassung der Angebote von Hilfsorganisationen

Am Hauptbahnhof

Montag ab 19 Uhr – DRK

Dienstag 18-21 Uhr – ABS

Donnerstag 19-21 Uhr – Johanniter

Kontaktmöglichkeiten

DRK – Kältebus Hotline: 0163-3375402

Deutsches Rotes Kreuz Kältehilfe: https://www.drk-bochum.de/angebote/hilfe-in-der-not/kaeltehilfe.html

Arbeiter-Samariter-Bund Kältehilfe: https://www.asb-bochum.de/kaeltehilfe/

Johanniter Bochum Kältehilfe: https://www.johanniter.de/dienste-leistungen/angebote-fuer-privatpersonen/lokale-angebote/dienstleistung/kaeltehilfe-5887/

DRK Kreisverband Bochum: An der Holtbrügge 8

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Bis Freitag, den 28.11. konnten die Studierenden der RUB das neue Studierendenparlament (StuPa) wählen – wir haben die Ergebnisse.

Die NaWi-Liste bekam rund 34% der Stimmen und somit zwölf Plätze im Parlament. Damit sind die Naturwissenschaftler*innen die stärkste Kraft – wie schon bei der letzten Wahl. Dort hatten sie noch 14 Sitze erreicht.

Die linke SDS-Liste bildet die zweitstärkste Kraft mit rund 17% der Stimmen und sechs Sitzen im Parlament. Die Liste trat nach sechs Jahren erstmalig wieder zur Wahl an.

Die Internationale Liste und die GRAS erzielten jeweils 4 Sitze im Parlament (11% der Stimmen).

Die ReWi- und die GeWi-Liste erreichten genau wie die SPD-nahen Jusos jeweils rund 6% der Stimmen. Alle drei bekommen zwei Sitze im Parlament.

Jeweils einen Platz im Parlament konnten sich die drei Parteien sichern, die sich ebenfalls an etablierten Parteien orientieren:  die liberale Hochschulgruppe (FDP-orientiert), die Grüne Liste (Grüne-orientiert) und die Hochschullallianz/RCDS (CDU-nah).

Lediglich die Satire-Liste Fraktion Lückenfüller darf nicht ins Parlament einziehen.

Wie auch in den letzten Jahren ließ die Wahlbeteiligung zu wünschen übrig: Nur 3.815 Studierende gaben ihre Stimme ab – eine Beteiligung von lediglich 10,2%. An der RUB sind ca. 37.000 Studierende wahlberechtigt.

Korrektur: In einer früheren Version dieses Artikels war davon fälschlicherweise die Rede, dass die GRAS-Liste Grünen-orientiert sei. Das haben wir korrigiert. Falsch war auch, dass die Studierendenschaft den „AStA“ gewählt habe. Diesen Teil haben wir rausgenommen. Wir entschuldigen uns für die Fehler. Die :bsz-Redaktion.