Unter der Leitung von Natalie Mol singen RUB-Studierende und finden dabei nebenbei eine Art zweite Familie im Akafö-Chor En Route. Am 21. Juli zeigen sie ihr Können und laden mit dem zehnten Werkstattkonzert zu einer Zeitreise ein.
Unter der Leitung von Natalie Mol singen RUB-Studierende und finden dabei nebenbei eine Art zweite Familie im Akafö-Chor En Route. Am 21. Juli zeigen sie ihr Können und laden mit dem zehnten Werkstattkonzert zu einer Zeitreise ein.
Zum fünfzehnten Mal Jahre Halden hochkraxeln, Familientreffen in schwarzen Kutten und laute NewcomerInnen: Das ist das Dong Open Air 2016, was jährlich viele BesucherInnen auf die Halde Norddeutschland lockt. Zum runden Geburtstag hat die :bsz-Redaktion Dong-LiebhaberInnen und Neulinge befragt, was das Festival für sie zum Besten der Welt macht.
Berührende Vater-Tochter-Geschichte: Maren Ades dritter Spielfilm lief nicht nur als seit acht Jahren erster deutscher Beitrag in Cannes erfolgreich, sondern begeisterte auch bei der Deutschland-Premiere in der Essener Lichtburg.
„Ich bin hier, um mit Ihnen zu verhandeln“, flüstert Ines (Sandra Hüller) Vater (Peter Simonischek). „Ich suche eine neue Tochter. Meine ist kaum noch da.“ Seichter Schabernack eines Clowns. Dumm nur, dass er es dem Chef seiner Tochter während eines Drinks nach einem Meeting erzählt. Ein Grauen, wie man es nur von peinlichen, elterlichen Witzen und Aussagen vor Freunden kennt. In Maren Ades neuem Film „Toni Erdmann“ ist es eine Art Spaß-Therapie, um die Tochter zurückzugewinnen.
Ines arbeitet erfolgreich als Unternehmensberaterin in Bukarest, ihr Zuhause hat sie hinter sich gelassen. Es geht in ihrem Leben nur noch um Karriere, Kundengewinnung und Geld. Ihrem Vater, ein Alt-68er, Pensionär mit Vorliebe für dümmliche Albernheiten, missfällt das. Spontan besucht er sie in Bukarest – jedoch als Alter Ego und Quasi-Clown „Toni Erdmann“.
Radikales Fremdschämen
Zum radikalen Fremdschämen war schon Ades Debüt „Der Wald vor lauter Bäumen“. Nach ihrem zweiten Streifen, dem intensiven Beziehungsdrama „Alle Anderen“, ist „Toni Erdmann“ sowas wie die Synthese: Eine berührende Tragikomödie, die nach Sinnsuche fragt und zugleich mit Situationskomik, Furzkissen und der wohl lustigsten Nacktszene seit Jahren das Zwerchfell strapaziert.
In Cannes sorgte der Film sogar für einen kleinen Eklat, als sich KritikerInnen darüber echauffierten, dass Ades Film – der erste deutsche Beitrag in Cannes seit acht Jahren – nicht den Hauptpreis erhielt. Verdient wäre die Auszeichnung gewesen – Maren Ades „Toni Erdmann“ ist ein Volltreffer: Selten hat es ein Film geschafft, zwischen den vielen lustigen Momenten eine solche Tragik zu entfalten – erst recht nicht im deutschen Kino.
„Toni Erdmann“ läuft ab dem 14. Juli unter anderem im Casablanca und im Metropolis.
:Benjamin Trilling
Hans Drehers Bühnenadaption bringt Humor in Manns todernsten Untergangsstoff und spitzt die Ängste um eine fremde Epidemie pointiert zu.
Öffentliche Kunst verbessert die Lebensqualität – das wissen wir aus Städtebausimulationen wie „Sim City“. Warum hat die Ruhr-Uni dann einen Ruf als hässlicher uninspirierter Betonmoloch, wenn es auf dem Campus von „Kunst am Bau“ nur so wimmelt? Aus einem kunsthistorischen Seminar entstand der Band „Für den Campus konzipiert“, in dem die SeminarteilnehmerInnen 24 Kunstwerke an der RUB vorstellen und erklären.
Heitere Zeitreise: Drei Studierende entfliehen der Semesterstart-Tristesse und begegnen bedeutenden Figuren der Geschichte. Am 7. Juli feiert das Musical von Sarah Sodke und Rico Großer Premiere. Die :bsz war für Euch exklusiv bei den Proben dabei.
In der Zeche Hannover in Bochum stießen dieses Jahr Welten aufeinander. Wenn man im Schatten der burgähnlichen Zeche einen Mittelaltermarkt entdeckt, ist man erst mal kaum überrascht.
Ein Blick auf die ausgestellten Waren macht einen dann aber schon eher stutzig: Viktorianischer Schmuck, Druckluftarmbrüste und skurrile Apparaturen gab es zu sehen. Motto der Zeche dieses Jahr: Steampunk Wunderland.
Die diesjärige Festivalsaison fällt bisher ordentlich ins Wasser. Neben Rock am Ring wurde vergangenes Wochenende auch das Southside abgebrochen. Mit einer Unwetterwarnung von Starkregen und Orkanböen hatte parallel dazu ebenfalls das Hurricane zu kämpfen. Beim Schwesterfestival in Scheeßel konnte der Betreiber FKP Scorpio neben dem Festivalfreitag zumindest den Sonntag noch komplett stattfinden lassen. Obwohl schon einige BesucherInnen des Hurricanes früh unwetterbedingt flohen, konnte das dem Großteil der optimistischen BesucherInnen nicht die Laune vermiesen.
Warum hat er mich verlassen? Warum kriege ich nie eine ab? Warum gerate ich immer an den Falschen? Soll ich sie nicht doch nochmal anrufen? – Fragen, die so oder anders sich wohl jeder und jede schon mal gestellt hat. Der Lektora-Verlag riet: „Schreiben statt jammern“ und hat ein Buch mit Einsendungen zum wohl abgedroschensten Thema der Kulturgeschichte herausgebracht. Und damit bewiesen, dass Poetry Slam besser ist als sein Ruf, denn das Buch versammelt einige frische, absurde und nachdenkliche Perspektiven zum Thema.
Seit dem 17. Juni präsentiert das Bochumer Stadtarchiv eine Ausstellung über die Gefangenen und ZwangsarbeiterInnen des ehemaligen Bochumer Straflagers Krümmede. 60 Lebensläufe standen im Zentrum des Ergebnisses der Recherche von Initiator und Seelsorger Alfons Zimmer.