Bild: Das dreckige Dutzend: Die RedakteurInnen der Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung ­— plus Archivar., Die :bsz wünscht einen guten Start ins Wintersemester 2014/15 Karikatur: ck

Liebe neue Kommidingsbums, wir heißen Euch herzlich willkommen an der betoniertesten Universität südlich der A40, im gelobten Land der höheren Bildung. An diejenigen, die schon länger dabei sind: Willkommen zurück!

Die Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung, informiert Euch über das, was auf dem Campus, in der Stadt und darüber hinaus passiert. In dieser Sonderausgabe wollen wir vor allem denen, die neu an der RUB sind, etwas Orientierung geben – beispielsweise welche kulturellen Angebote es gibt, wie Gremien funktionieren, oder an welche nicht immer ganz ernst gemeinten Gebote man sich halten sollte (und die gelten nicht nur für Erstis!).

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Bild: Nicht nur träumen, :bsz-Wombat! Es gibt viele Möglichkeiten zur Entfaltung!, Engagiert für die Studierenden im Einsatz Foto:wikimedia commons, AlterVista CC BY-SA-3.0

Ab Ausgabe 1015 stellen wir Euch jede Woche ein Gremium an der Uni vor: Was genau habe ich von einem AStA? Was passiert, wenn ich beim Fachschaftsrat anklopfe? Wer steckt hinter der FSVK? Und wo kann ich überhaupt mitmachen und meine Studienzeit sinnvoll nutzen? Hier vorab ein Überblick!


AStA

Der AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss) ist die Vertretung der gesamten Studierendenschaft. Einmal im Jahr finden Wahlen zum StuPa (Studierendenparlament) statt, das wiederum dieses wichtige Gremium wählt. Die Studierenden im AStA sind die VermittlerInnen Deiner Anliegen an die Universitätsverwaltung sowie an das Akafö und repräsentieren auch alle Studierenden nach außen hin. Sie haben großen Einfluss auf die Gestaltung der Uni. Ohne AStA wäre das Studium um einiges weniger studierendenfreundlich und ein unschlagbar günstiges NRW-Ticket gäbe es dann auch nicht.

Die FSVK

Die FSVK (FachschaftsvertreterInnenkonferenz) ist das koordinierende Gremium, in dem sich die FSRs untereinander austauschen. Damit ist dieses Gremium stets auf dem Laufenden, was sowohl campusweit als auch in den Fakultäten und Instituten gerade im Argen liegt und kann den AStA dabei beraten. Gleichzeitig unterstützen sich die Fachschaftsräte hier gegenseitig, indem sie Projekte – auch einzelner Studierender oder von Initiativen – finanziell unterstützen.

Weitere Gremien

Weitere Gremien: Wir haben in Deutschland und besonders in NRW das Glück, als Studierende an wirklich vielen Stellen der universitären Selbstverwaltung mitmischen zu können. In den QVKs (Qualitätsverbesserungskommissionen), die wirklich viel Geld zur Verbesserung der Lehre verteilen, haben wir sogar eine Mehrheit! Es gibt studentische VertreterInnen im Senat, in den Fakultätsräten sowie in den Beiräten und Kommissionen zu einzelnen Einrichtungen der Uni. Wenn Dich interessiert, was da so gemacht wird und wie Du Dich einbringen kannst, informiere Dich einfach beim Kommilitonen Maik Wolf unter gremienberatung@rub.de.

Die Fachschaftsräte

Die Fachschaftsräte (FSRs) sind Deine erste Anlaufstelle, wenn Du Fragen zum oder Probleme mit Deinem Studienfach hast. Jedes Fach hat diese kleine Delegation aus Studis, die ihren KommilitonInnen zum Studiumsbeginn mit Rat und Tat zur Seite stehen, die mit Dozierenden in Kontakt stehen und so Einfluss auf die Gestaltung des Studiengangs nehmen können – und die berühmten Fachschaftspartys organisieren. Auf fsvkbo.de/fachschaftsraete findest Du schnell die Homepage deines FSRs, der Du entnehmen kannst, wann und wo Du vorbeischauen kannst, wenn Du ein Anliegen zum Studium hast – oder mitmachen möchtest!

Literarisches

Du schreibst gerne? Gedichte, Kurzgeschichten, Romane? Dann bist Du an der RUB richtig! Neben den erwähnten boskop-Kursen tummelt sich in Bochum viel Literarisches: Die studentische Initiative Treibgut – Literatur von der Ruhr versammelt junge AutorInnen, die sich über ihre Werke austauschen, und organisiert regelmäßig Lesungen, teils auch mit offener Bühne. Der AStA lädt regelmäßig Sebastian 23 ein, den CampusSlam zu moderieren, der immer für ein proppenvolles KulturCafé sorgt. Ohne Wettbewerb, dafür mit mehr Bier bringt die offene Lesebühne „Sommerlesung Wiesensturm“ des FSR Germanistik Leben auf die Wiese vorm TUZ.

Studienkreis Film

Der Studienkreis Film (SKF) ist schon eine feste Institution an der Uni. Ohne das Campuskino im Hörsaal HZO 20 wäre die RUB nicht mehr dieselbe. Zweimal die Woche präsentiert der Filmclub, bei dem jedeR mitmachen darf, aktuelles Hollywoodkino, vergessene Perlen und kultige Klassiker. Dabei bewahren sie dankenswerterweise die Tradition des Vorfilms.

boskop

Das Kulturbüro des Akafö, boskop, bietet in jedem Semester Kurse an, die Deinen Unialltag sicherlich bereichern werden. Egal ob Du Pole Dance ausprobieren möchtest, Schwertkampf (mittelalterlich und japanisch) erlernen willst, wie man beim Weintrinken so richtig geschwollen – aber mit Ahnung – daherreden kann, oder ob Du Deine Kreativität mit Worten, Bildern oder Tönen ausleben willst: Bei den zahlreichen Kursen und Workshops kannst Du Deinen Hobbys nachgehen – oder neue entdecken!

Wenn Ihr diese Zeilen lest, habt Ihr ihn vermutlich schon an die Uni überwiesen – wenn nicht, müsst Ihr das in jedem Fall noch tun. Für einige von Euch wird es das erste Mal sein, anderen ist er schon vertraut. Die Rede ist vom Semesterbeitrag. Im Wintersemester 2014/15 beträgt er genau 267, 66 Euro. Wir schauen uns mal genauer an, was mit dem Geld eigentlich bezahlt wird.

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Bild: Haltung bewahren: Treibt die RUB Studis in den Freitod? , Der Mythos der Selbstmorduni Zeichnung: Klaus Pitter; Quelle: :bsz-Archiv

Viele Erstis haben schon vom ihm gehört – dem Mythos der Bochumer Selbstmorduni. Kaum jemand weiß jedoch, wie er entstand und ob er überhaupt wahr ist. Denn auch an anderen Universitäten geschehen Selbstmorde, doch nur an der RUB werden Statistiken geführt. Klar ist: Auf den ersten Blick hinterlässt die Ruhr-Uni keinen positiven Eindruck. Zu viel Grau, zu viel Beton; das bemerkte auch schon Mitte der 1970er Jahre „Die Zeit“: „Festgefroren auf der grünen Woge der Ruhrberge droht die Ruhr Universität Bochum. 13 Gebäude mit Balkons, die niemand betritt. Fenster, die niemand wäscht. Professoren, die keiner kennt. 19.600 Studenten, die niemand tröstet“ („Zeitzeichen“, WDR).

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Bild: Studentische Kunst beim Zeitzeug-Festival, Studentisches Kunstfestival Zeitzeug_ sucht Kunstschaffende und HelferInnen

Erstmals geht das Bochumer Nachwuchsfestival im Herbst an den Start. Das bedeutet, dass beim diesjährigen Zeitzeug_-Festival die Spielstätten sich alle innerhalb von vier Wänden befinden. Ansonsten sind der Kunst auch diesmal keine Grenzen gesetzt – wer der Welt also etwas präsentieren möchte, folge dem call for entries!

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Bild: Wankas verspätete Finanzspritze: Seit 2010 hat sich beim Bafög nichts mehr getan., Nach dem Reformstau: Mehr Geld für die Studierenden? Karikatur: ck

Ganze sieben Prozent mehr Bafög soll es ab dem Wintersemester 2016/17 für die Studierenden geben. Ende Juli konnte sich die Bundesregierung auf eine Novellierung des Bafög-Gesetzes einigen. Nach jahrelangem Hick-Hack und anhaltenden Blockaden durch den Bundesrat brachte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka nun eine Bafög-Reform auf den Weg, die viel zu spät kommt.

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Bild: Finanzen aufgedeckt: Das Akafö 2013 in Zahlen., Studierendenwerk zieht positive Bilanz aus 2013 – Doppeljahrgang gemeistert, viel geleistet Grafik: :bsz

Das Akademische Förderungswerk (Akafö) hat Ende Juli seinen Geschäftsbericht für das Jahr 2013 veröffentlicht. Das Jahr stand ganz im Zeichen des doppelten Abiturjahrgangs, auf dessen „Ansturm“ laut Akafö-Geschäftsführer Jörg Lüken die einzelnen Bereiche des Studierendenwerks gut vorbereitet waren. Neben einem umfassenden Überblick über die vielfältige Arbeit des Unternehmens offenbart der Bericht aber auch: Das Essen an der Uni wird teurer.

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Bild: Trotz Durchfahrtsverbot am metropolradruhr-Ständer im Uni-Center gibt es bald mehr von diesen Dingern - von den Ständern., Wohnheime kriegen endlich Metropolradruhr-Anschluss – auch in der Stadt tut sich bald was Foto: USch

Vor knapp einem Monat war noch Thema im AStA, dass das metropolradruhr-Netz nicht wie vereinbart ausgebaut wird und die Studierenden nun weniger für den Dienst zahlen müssen (siehe auch :bsz 1007). Nun tut sich was: Das Netz auf dem Campus ist fast vollständig ausgebaut, drei Wohnheime bekommen den Anschluss und die Radstationen an den U35-Haltestellen gehen in die heiße Planungsphase.

Das Mobilitätskonzept MOVE.2013 der RUB will, dass mehr Universitätsangehörige mit dem Rad zur Uni kommen. Deshalb finanzierte die Uni neun Metropolradruhr-Stationen, von denen die letzten zwei an den Gebäuden IC und ID seit zwei Wochen betriebsbereit sind. Damit gibt es jetzt allein auf dem Campus 16 Stationen, die es etwa erlauben, in wenigen Minuten vom abgelegenen Parkhaus P36 nach ID zu gelangen.

Kalwes, Grunewald und Girondelle bald erstrampelbar

Die Akafö-Wohnheime Grunewald, Girondelle und Auf dem Kalwes erhalten spätestens zum 13. Juli ihre Fahrradständer. Weitere Wohnheime sollen bald folgen. Akafö-Pressesprecher Peter van Dyk erklärte gegenüber der :bsz, es sei geplant, dass „jedes unserer Wohnheime eine Fahrradstation hat, die bequem zu Fuß zu erreichen ist.“ Indes laufen laut Pressemitteilung der RUB konkrete Planungen in der Stadt, an jeder „CampusLinie“-U35-Haltestelle von Hustadt bis Hbf ebenfalls Verleihstationen aufzubauen.

:bsz-Info

JedeR Angehörige der RUB kann nach einmaliger Anmeldung das Leihfahrradsystem der Firma nextbike umsonst nutzen, mit dem es sich z. B. bequem von der Uni zum Hauptbahnhof radelt.

Ausleihen bis zu 60 Minuten – beliebig oft am Tag – sind kostenlos, jede weitere halbe Stunde kostet 50 Cent.

Im Juli 2014 haben knapp 4.000 RUB-Angehörige mehr als 8.500 Ausleihen vorgenommen – Tendenz steigend.
 

Die Pforte zur Hochschullandschaft öffnete sich am 1. August ein Stück weiter für alle. Der Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: Offene Hochschulen“ fördert Projekte, die zur berufsorientierten Weiterbildung dienen und sich vor allem an Menschen ohne Hochschulreife richten.

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