Review. Mit seinem neuen Film „The French Dispatch“ lässt Wes Anderson die Medien verschmelzen.
Review. Mit seinem neuen Film „The French Dispatch“ lässt Wes Anderson die Medien verschmelzen.
Ein Theater-Festival mit zehn Premieren am Wochenende des 30./31. Oktobers der RuhrBühnen verteilt auf die Städte des Ruhrgebiets.
Was ist das Zehn X Freiheit Festival?
„Das ist ein besonderes Theater-Wochenende des Netzwerks der Ruhrbühnen.“ – Alessandra Carpentiere
Die Studiobühne des Musischen Zentrums hat unter dem Titel „Romeo und Julia – Eine Tragödie in Splittern“ ein Choose-Your-Own-Adventure Drama veröffentlicht.
Die Tragödie ist den meisten ein Begriff und genau darauf zielt das erste Video ab. Eine Puppe gibt den Zuschauer:innen eine Einleitung in Reimform in das Stück. Von da an geht die individuelle Reise los, denn unter dem Video findet sich eine Frage, auf die jede:r antworten kann: wie gut man mit Romeo und Julia vertraut ist. Je nachdem, was man nun anklickt, kommt man zu einem anderen Viaqdeo, welches aus über 60 Zoom- und Handyaufnahmen entstanden ist. Mal wird konkret eine Szene gespielt, wobei die Rollenverteilung eine gewisse Note in die Inszenierung und Interpretation bringt. Manche Videos sind aber auch ganz anderer Natur und nicht direkt für jede:n vielleicht klar mit Romeo und Julia verknüpfbar, doch das lässt Raum für eigene Interpretationen.
Insgesamt gibt es 19 verschiedene Videos, die zwischen ungefähr 30 Sekunden und fast 8 Minuten lang sind und die in Eigenproduktion teilweise online produziert wurden. Ihr findet alle Videos seit dem 20. Oktober 2021 auf diesem Blog: mz-ensemble.blogs.ruhr-uni-bochum.de/start/. Die Regie wurde von Karin Freymeyer, Marina Mucha und Christoph Ranft geführt.
:Lukas Simon Quentin
Review. Mit „Titane“ schafft Julia Ducournau einen wuchtigen Film, der sich problemlos zu den Klassikern des Body-Horror gesellen kann.
James Bond hat viele Generationen geprägt. Aber was hat er eigentlich aufgeprägt? Und wie sieht es heute aus?
James Bond ist Kult. Seit bald 70 Jahren rast, ballert und vögelt sich 007 zunächst auf Buchseiten, seit knapp 60 Jahren auch auf den Kino-Leinwänden beziehungsweise auf Bildschirmen, durch die Welt. Sein Schöpfer, Ian Fleming, hatte selbst zwischenzeitlich für den britischen Nachrichtendienst gearbeitet, war aber vor allem als Journalist tätig. Von 1952 an bis zu seinem krankheitsbedingten Tod 1964 schrieb er zwölf Romane und neun Kurzgeschichten über den MI6-Geheimagenten mit dem gestörten Frauenbild und einer Vorliebe für Martinis. Diese Geschichten lieferten die Vorlage für mittlerweile 24 Filme. Der neueste kam erst kürzlich in die Kinos, er soll der letzte mit Daniel Craig sein. An den Filmen mit ihm kam immer wieder die Kritik auf, dass diese den Draufgänger weniger unnahbar darstellten und zu tiefgründig seien. Über letzteres lässt sich sicherlich streiten, im Vergleich zu den älteren trifft dies aber sicherlich zu.
Dazu gehört der Versuch, seinem Charakter ein paar mehr Schichten anzumodellieren. Das hängt sicherlich auch damit zusammen, dass Bond mittlerweile seinen politischen Zweck verloren hat. Ursprünglich handelte es sich bei ihm nämlich um eine Propagandafigur des Kalten Kriegs, der alles verkörperte, wofür der freie, kapitalistische Westen stand: Teure Wagen, teure Anzüge, modernste Waffen, reichlich Alkohol, Sex mit Frauen aus aller Welt und sogar beim Morden moralisch überlegen sein und noch schick dabei aussehen. Die Feinde dagegen: Meist hässlich und bevorzugt russisch. Dr. Svenja Böhm hat zu diesen Feindbildern geforscht und RUB-News ein Interview gegeben. Dabei geht sie neben den alten Feindbildern auch auf die neueren Motive ein: In den jüngsten Filmen sei stets klar „ein Bezug zu post-9/11-Diskursen“ auszumachen. Böhm scheint der Meinung, dass die neueren Bond-Filme sogar sozialkritisch seien und zieht Parallelen zur Serie Homeland. Kritiker:innen werfen eben dieser Serie allerdings vor, zutiefst rassistisch zu sein und Feindbilder aus dem „War on Terror“ zu propagieren.
:Leon Wystrychowski
Kunstprojekt. Emily Winkelsträter lud zum kritischen Weißsein ein! In der Wuppertaler Rathausgalerie ist sie Teil eines Kunstprojekts namens: Multipliaktiv!
Musik. Die Erfolgsband des ESC meldet sich mit einer neuen Single und ausverkaufter Europa-Tournee zurück.
Kritik. Mit seiner Neuverfilmung von „Dune“ bringt Regisseur Denis Villeneuve den Beweis, dass Ernsthaftigkeit auf der großen Leinwand angebracht ist.
Review. Verführt von der Chance auf Schuldenfreiheit, wird in diesem Netflix-Hit ein gefährliches Spiel gespielt.
Reportage. Anfang September fand das ZeitZeug_Festival zum 19. mal statt – und das sogar live und in Farbe!