Bild: Wut und bunte Plakate: Jedes Jahr protestieren AntisexistInnen beim Internationalen Weltfrauenkampftag. , Hinaus zum Internationalen Frauen*kampftag! Bild: Mike-Herbst-flickr-CC BY-NC 2.0

Protest. Wie in jedem Jahr rufen Organisationen rund um den 8. März zu Aktionen zum Internationalen Frauenkampftag auf. Ein Bündnis verschiedenen Organisationen mobilisiert zur Demonstrationen in Düsseldorf. 

100 Jahre ist es her, da wurde in Deutschland das Frauenwahlrecht eingeführt. Ein Jahr zuvor streikten Bewohnerinnen in armen Stadtviertel Petrograds. Es war der Auftakt der Februarrevolution in Russland. 

Seit diesen Ereignissen gehen AktivistInnen am 8. März auf die Straße. Traditionell wird am Internationalen Weltfrauenkampftag an Errungenschaften erinnert und gegen Missstände gekämpft. „Wir sind stolz darauf, in der Tradition von kämpferischen Frauen  weltweit zu stehen, die in der Vergangenheit immer wieder für die  Rechte aller Frauen eingetreten sind und viele Errungenschaften  erkämpft haben“, sagt Carina Schulz, Sprecherin des Bündnisses Frauenkampftag, das zur Demo in Düsseldorf mobilisiert. „Von einer echten Gleichstellung sind wir aber leider trotzdem noch meilenweit entfernt.“

Die Kritik vieler FeministInnen: Noch immer werden Frauen auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt, der Lohn falle oft deutlich geringer aus als der von männlichen Arbeitskollegen. Besonders Gewerkschaften beklagen Missstände in Bereichen wie Care-Arbeit, Erziehung oder Alten- und Krankenpflege, in den oft Frauen prekär beschäftigt sind. 

Widerstand gegen AfD 

Das Bündnis Frauenkampftag aus Parteien, feministischen Gruppen und linken Organisationen erwartet beim Protestzug am 10. März in Düsseldorf hunderte TeilnehmerInnen. Entsprechend vielfältig seien die Themen, Forderungen und Kämpfe, die auf die Straße getragen werden, wie Schulz erklärt: „Wir demonstrieren für die rechtliche, kulturelle und wirtschaftliche  Gleichstellung von Frauen, für das Selbstbestimmungsrecht über den  eigenen Körper, gegen traditionelle Rollenvorstellungen und  sexualisierte Gewalt.“

Ein Thema wird der rechtspopulistische Gegenwind sein. Etwa durch die AfD, so Schulz: „Gleichstellungsbeauftragte und wichtige  Forschungsschwerpunkte wie Gender-Studies sollen abgeschafft werden, Frauen sollen nicht selbst über ihre eigenen Körper und ihr eigenes  Leben entscheiden dürfen“, kritisiert die 25-Jährige.  

Die AfD tritt für eine Rückkehr zur klassischen Familie mit Vater, Mutter und Kind ein, in der die wichtigste Aufgabe von Frauen der „Erhalt des Volkes“ sei. Schulz: „Wenn die wirklich glauben, wir würden uns zu Gebärmaschinen in ihrem  völkischen und rassistischen Weltbild degradieren lassen, dann haben  AfD und Co nicht mit uns gerechnet!“ 

     :Benjamin Trilling

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