Es wirkte wie ein Karnevalsstreich, doch es war keiner. Am 11. November zog die Occupy-Initiative wieder durch Bochum. Diesmal wollte sie vor und im Schauspielhaus einige Flyer verteilen. Die Initiator_innen fragten vorher beim Schauspielhaus an. Zuerst hieß es, dass eine Verteilaktion im Hause kein Problem sei, aber man wolle dies noch bestätigen. Dazu kam es gar nicht erst: Von der Polizei wurde den Aktivist_innen mitgeteilt, dass eine Fyleraktion unerwünscht sei. Die Demonstrant_innen zogen dann nur vor das Schauspielhaus. Dort zeigte sich ein bedrohliches Bild: Eine Polizeikette versperrte das Gebäude. Viele Besucher_innen des Schauspielhauses waren so eingeschüchtert, dass sie sich nicht in die Nähe der Aktivist_innen trauten. Ein paar mutige diskutierten hingegen mit den Demonstrant_innen,  einige Besucher_innen nahmen auch Flyer mit in das Foyer des Schauspielhauses. Warum nun genau die Verantwortlichen im Schauspielhaus eine so große Angst vor den Occupy-Aktivist_innen hatten, dass sie eine Polizeiblockade bestellten, ist derzeit noch unbekannt. Die Demonstration zog später weiter ins Bermuda-Dreieck, dort musste niemand durch die Polizei geschützt werden.

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