Nachdem der SPD-Unterbezirk Bochum im April den Parteiausschluss Clements forderte, möchte das Schiedsgericht der NRW-SPD ihn nun tatsächlich nach 39 Jahren vor die Tür setzen. Während des Landtagswahlkampfs in Hessen äußerte sich der frühere Ministerpräsident Clement, der heute dem Aufsichtsrat des Energieriesen RWE angehört, kritisch über die Umweltpolitik der hessischen SPD und riet den Wählerinnen und Wählern davon ab, seiner eigenen Partei die Stimme zu geben. Damit habe er der Atomlobby (zu der auch der RWE-Konzern zählt) in die Hände gespielt und der Partei geschadet, so die SPD in Bochum. Diese Ansicht vertrat auch das Schiedsgericht und entzieht somit erstmals einem ehemaligen Ministerpräsidenten und Bundesminister das Parteibuch. Clements Anwalt Otto Schily kündigte Revision an, das letzte Wort über den Ausschluss Clements ist also noch nicht gesprochen.
jk

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