In Zusammenarbeit mit dem AStA veröffentlichte die Ruhr-Uni im November 2025 eine Umfrage. Mit dieser, so schrieb der AStA, wollte man herausfinden, „wie drei alternative Logo-Entwürfe der Ruhr-Universität Bochum von Studierenden wahrgenommen werden.“ Dem einen oder der anderen unter uns Studierenden bereitete das durchaus eine kleine Sorge: Müssen wir uns jetzt von unserem geliebten RUB-Logo mit dem weißen Schriftzug auf blauem Hintergrund verabschieden?

Die :bsz hat nachgehakt und mit Sonja Israel gesprochen. Sie leitet das Projekt „Neues Corporate Design für die RUB“ und kann Entwarnung geben:

„Ein ganz ‚neues Logo‘ wird es nicht geben. Hier hat die RUB klar signalisiert, dass dies nicht der richtige Weg ist.“

Die Umfrage-Ergebnisse hätten eindeutig gezeigt, dass das bestehende RUB-Logo klar favorisiert wird.

Die AStA-Umfrage habe das Projektteam nur initiiert, weil die Ergebnisse des Logo-Entwurfs in einer früheren Befragung so kritisch gewesen seien, dass sie sich dazu entschieden, eine größere Gruppe zu befragen. Die erste Befragung führte das Projektteam im Februar 2025 durch.

Nun, ein Jahr später ist also klar: Ein komplett neues Logo ist vom Tisch. Doch kleinere Anpassungen sind geplant. Denn das aktuelle Logo bringe einige funktionale Schwierigkeiten mit, erklärt Israel. So sei etwa eine verkleinerte Abbildung schwierig. Diese brauche es aber in vielen digitalen Kanälen für Profilbilder. „Wir haben diese funktionalen Hürden gesammelt und überarbeiten das aktuelle Logo nun so, dass es funktionaler wird und im digitalen Raum besser genutzt werden kann, während wir weiterhin den Eindruck des aktuellen Labels beibehalten“, verspricht Israel. Was genau das heißt und wie umfangreich die Anpassungen sein werden, bleibt abzuwarten.

Die Umfrage war Teil einer umfassenden Bedarfsanalyse. Auf dieser Grundlage überarbeitet das Projektteam nun in Zusammenarbeit mit der Branding Agentur Radikant das Corporate Design, so Israel. Dass sich dieses insgesamt ändern wird, ist längst beschlossene Sache.

Denn das aktuelle Corporate Design ist bereits 15 Jahre alt. Nun sei es an der Zeit, das Design digitaler, moderner und barrierefreier zu gestalten, so Israel. Laut Projekt-Website arbeite das Team an einem erweiterten Farbspektrum, der Schrift und einer neuen „Form- und Bildsprache“. Noch im Frühjahr soll es veröffentlicht werden.

Entwarnung kann Projektleiterin Israel schließlich noch an anderer Stelle geben. „Das heißt nicht, dass die RUB von einem Tag auf den anderen alles umstellt“, sagt sie. Ältere Produkte wie Flyer sollen dementsprechend auch nicht direkt entsorgt werden müssen. Bis ohnehin neue Materialien erstellt werden müssten, empfiehlt das Projektteam, die alten Drucke weiter zu nutzen – um Ressourcen zu schonen. Sie sagt: „Das aktuelle und das künftige Design können in einer Übergangsphase durchaus koexistieren.“