Finde dein Kastenwesen: Beim Zeitzeug_ Festival durften BesucherInnen im Kreativraum „Brutkasten“ ihr eigenes Kubusgeschöpf erschaffen. Fotos: mar

„Wir stehen auf revolutionäres Gefummel“

„Zeit, was ist das für ein Zeug?“, fragte ein junger Künstler im „Brutkasten“, dem Raum, in dem die Kastenwesen entstehen. Indem er allerhand Zeug lyrisch in Kästen steckte, verknüpfte er den Mitmachkreativprozess der Kastenwesen mit dem studentischen Kunstfestival Zeitzeug_, das am vergangenen Wochenende Bochum wieder ein wenig hinguckenswerter machte.

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Geschichten über Mayakönige, sibirische Schamanen und heutige Junkies: „Rauschpilze. Märchen – Mythen – Erfahrungen“ Cover: Nachtschatten-Verlag

Gottes Penis und Rabenbrot

Knallrot und auffallend: Der Fliegenpilz. Auf wen übt Amanita muscaria bei jedem Waldspaziergang nicht diese gewisse Faszination aus? Dass sie sich aber durch viele Kulturen zieht und dass den rotweißen (und anderen) Schwämmen bisweilen göttlicher Ursprung zugeschrieben wird, ist vielseitig nachzulesen im Sammelband „Rauschpilze“, der kürzlich im Nachtschatten-Verlag erschienen ist. Der Titel verrät, dass Pilzkulte aber nicht allein durch das Aussehen der Sporenträger begründet sind …

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Ganz entspannt: Sebastian 23 lauscht Sulaiman Masomis „Untergang des Abendlandes“. Foto: alx

Rekord-Slam im Audimax

Das Audimax platzte aus allen Nähten: Mit rund 1.300 BesucherInnen kamen am 28. Oktober so viele ZuschauerInnen wie noch nie zum schon 10. Jubiläum des RUB-Campus-Slams  im größten und ausverkauften Hörsaal. Dort, wo normalerweise BWL-Vorlesungen stattfinden, gewann der amtierende NRW-Meister, Jason Bartsch, im Poetry Slam gegen Größen des Genres wie Andy Strauß oder Sulaiman Masomi.

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Fahrradfahren für den Klimaschutz: Das 10. Fahrrad-Film-Festival in Herne lieferte neben tollen Filmen auch lustige Mitmachaktionen für die ZuschauerInnen. Foto: tims

Fahrradfahren ist notwendig!

Die Flottmann-Hallen in Herne waren am Wochenende wieder einmal ein angemessener Ort, um den ZuschauerInnen insgesamt 16 Fahrrad-Filme im Kampf um die Goldene Kurbel  zu präsentieren. Zwischen GoPro-Produktionen, wirklichen Spielfilmen in Kurzfilmlänge, Comics im RedBull-Werbe-Design oder lustigen Dokus wurde ein abwechslungsreiches Programm garantiert. Das Publikum durfte sogar abstimmen.

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Wie geht ein Vater damit um, dass seine Tochter das Down-Syndrom hat? Damit befasst sich Fabien Toulmé in seiner Graphic Novel. Foto-Quelle: avant-Verlag

Kacke, meine Tochter hat das Down-Syndrom!

Stell dir vor, du erwartest ein Kind. Und trotz aller moderner Voruntersuchungen diagnostizieren die Ärzte und Ärztinnen erst nach der Geburt: „Ihr Kind hat Trisomie 21.“ Für viele ist ein behindertes Kind ein Albtraum – so auch für Fabien Toulmé, der aus seiner Vaterschaft eine wundervolle graphic novel gemacht hat, die man beim Lesen gar nicht aus der Hand legen möchte: „Dich hatte ich mir anders vorgestellt …“

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Wird im KulturCafé angespült: Autor Frank Goosen gibt Gastspiel bei Treibgut. Bild: Treibgut

Fußball ist nun auch Literatur

Nächste Woche ist es wieder so weit: Die studentische Literaturinitiative Treibgut veranstaltet eine Lesung mit dem Ruhrgebietssatiriker Frank Goosen. Von den Uni-LiteratInnen werden Ulrich Schröder, Philipp Dorok (Moderation), Felicitas Friedrich, Caroline Königs und Antonia Stoodt  im KulturCafé (KuCaf) dabei sein. 

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Musik verleiht Flügel: Julian schwebt mit den Fingern in seiner Freizeit über die Tasten. Foto: kac

Kunst an der Uni in allen Bereichen

Wo könnt Ihr Euch an der RUB entspannen? Klar, einerseits in einem der zahlreichen Cafés, aber wie wäre es mit etwas Kultur? Ganz am Anfang der Uni-Brücke steht das Musische Zentrum. Der Dreh- und Angelpunkt für alle KünstlerInnen und Kreativen der RUB sticht als das kleine Paris Bochums aus der grauen Betonmasse der Uni heraus.

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Semesterprogramm: Das MZ unterhält Erstis mit Musik und Schauspiel auf der Unibrücke. Foto: kac

Vorhang auf

Die Vorlesungszeit im Wintersemester 2015/2016 hat begonnen und somit auch verstärkt die Treffen der studentischen Theatergruppen, um zu proben und für die Aufführungen bereit zu sein.
Was erwartet uns in der ersten Hälfte des Semesters im Musischen Zentrum? Wir haben nachgeschaut.
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Was war los im indonesischen Unabhängigkeitskrieg? „Rampokan“ spielt in Niederländisch-Ostindien Ende der 1940er Jahre. Cover: Avant-Verlag

Das Inselreich des Dazwischen

Wenig weiß man hierzulande über die Nation der 17.000 Inseln zwischen dem Indischen und dem Pazifischen Ozean. Umso wertvoller ist die Gelegenheit, Indonesien als diesjähriges Gastland auf der Frankfurter Buchmesse (siehe Schwer:Punkt auf Seite 8) kennenlernen zu können. Aus diesem Anlass macht der Avant-Verlag auf den bereits 2008/09 erschienenen Comic „Rampokan“ aufmerksam.

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Traditionelle Rhythmen: Indonesische Tänzerinnen begrüßen das Publikum auf der Frankfurter Buchmesse. Foto: bk

„Man wird nicht einfach über Nacht demokratisch“

Mit wohlriechenden Gewürzen, traditionell gekleideten TänzerInnen und dem Schattentheater – einer Kunst, für die das Land berühmt ist – stellte sich die diesjährige Gastnation Indonesien auf der Frankfurter Buchmesse vor. Natürlich stand vor allem die Literatur des Landes im Mittelpunkt, die sich erst seit einigen Jahren mit den bisher verdrängten Kapiteln der indonesischen Geschichte befasst. Dass es dort einiges aufzuarbeiten gibt, verraten die Autorinnen Leila Chudori und Laksmi Pamuntjak. 

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Aus dem Leben gegriffen: Die Graphic Diaries von Tita Larasati geben die alltäglichen Gedanken der Zeichnerin wieder. Foto: bk

Der Alltag als Comic

Kinder, die statt eines nahrhaften Mittagessens lieber gleich den süßen Nachtisch hätten, Eltern, die mit den kleinen Tücken des Alltags zu kämpfen haben – die indonesischen Graphic Diaries sind Comics der besonderen Art. Statt SuperheldInnen und Monster bilden die Zeichnungen kleine Szenen des alltäglichen Lebens ab. Zwei Vertreterinnen des in Indonesien sehr populären Genres stellten ihre Werke am Sonntag auf der Frankfurter Buchmesse vor. 

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 Nein, der Poltergeist bleibt auf der Leinwand: Trotz chaotischer Butze kann uns Lioba Reul vom SKF das gruselige Horror-Auftaktprogramm präsentieren. Foto: bent

Nächte der langen Messer im HZO 10

Von „Blutgericht in Texas“ bis „Batman hält die Welt in Atem“: Neben Blockbuster-Hits des vergangenen Sommers zeigt der Studienkreis Film (SKF) im Wintersemester aktuelle Streifen und Klassiker des gepflegten Horror-Genres. Freuen kann man sich auch schon jetzt auf den Weihnachts- und SKF-Wunschfilm, wie uns RUB-Studentin Lioba Reul vom SKF versicherte.

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Dröhnen aus der Dunkelheit: Nur ein kleiner Lichtschein für die Effektgeräte skizzierte das Antlitz der Musiker aus NRW. Foto: mb

Surround-Sound in der Christuskirche

Wer braucht schon eine voll besetzte Band, wenn ein Kreis aus 15 Verstärkern darauf wartet, angespielt zu werden? Zwei Bassisten und ein Gitarrist bewiesen vergangenes Wochenende in der Christuskirche, dass kreative musikalische Experimente atmosphärischer sein können, als man denken würde.

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