Fragwürdige Bezeichnung: Die Polizei NRW erntet für ihr Kürzel „Nafri“ berechtigte Kritik. Karikatur: Akl - Jens Eike Krüger

Kommentar: Aus der Vergangenheit lernen – Schlüsse verkennen

Die Erinnerungen an die Silvesternacht des Vorjahres hinter-​ließen einen bitteren Beigeschmack. In ihrer Pressemitteilung vom 2. Januar 2016 trifft die Polizei Köln erstmals eine phänotypische Einordnung: „nordafrikanisch Aussehende“ wurden im Bericht erwähnt. Die Diskussion um die Kölner Silvesternacht verlor bald jeglichen sachlichen Bezug und avancierte zum Inbegriff für Instrumentalisierung: Frauen im Islam, Flüchtlingskrise, Lügenpresse. 

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JägerInnen sind nicht bloß MörderInnen: In den Wäldern muss die Populationsdichte kontrolliert werden. Bearbeitung: kac

Kommentar: Ignorance is bliss

Das Meinungsforschungsinstitut forsa hat herausgefunden, dass 83 Prozent der deutschen Bevölkerung mehrmals die Woche Fleisch essen. Der Scheuklappen-Gesellschaft wird Fleisch wie ein Netz Orangen angeboten. Fleischkonsumierende beschäftigen sich kaum damit, wie das Schnitzel in den Supermarkt kommt. Meiner Meinung nach gäbe es mehr VegetarierInnen, wenn jedeR FleischliebhaberIn einmal selbst die Erfahrung einer Jagd machen würde. (Dieser Kommentar wird nicht die Perversion des Jagens für Trophäen einbeziehen.)

 
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Im Regen stehen kein Problem: Für wen es Scheine regnet, der/die hat wie Justus-Aurelius ausgesorgt. Foto: Gemeinfrei

Das Pipi-Langstrumpf-Syndrom

Der Habitus der GroßbürgerInnen ist bekannt: Sie wohnen in schmucken Villen, fahren Porsche, Jaguar oder Humvee und kleiden sich wie englische Landadelige. Doch wie sie die Welt um sich herum wahrnehmen, blieb rätselhaft – bis jetzt. Die :bsz konnte einen von ihnen ermuntern, diesen exklusiven Erfahrungsbericht zu schreiben.

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Blöd, wenn man es dazu sagen muss: Aufreizende Verkleidungen heißen nicht, dass man sexuellen Handlungen zustimmt – also die Dame bitte nicht angrapschen! Foto: Miguel Discart/Wikimedia Commons CC-BY-SA-2.0

Kommentar: Vergewaltigungen sind falsch – oder?

In einer EU-Studie zu geschlechtsspezifischer Gewalt findet sich eine verstörende Statistik: JedeR vierte Befragte meint, dass „Geschlechtsverkehr ohne Einwilligung“ unter bestimmten Umständen gerechtfertigt sein kann. Und vermutlich sogar vom Opfer provoziert – so fast ein Fünftel der Deutschen. Immerhin befindet sich Deutschland im europäischen Vergleich im soliden Mittelfeld. Beruhigend – nicht wahr?

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Food-Recycling

Food-Recycling

Rund 40 StudentInnen organisierten in Freiburg das „Bändern“, um auf die Wegwerfgesellschaft aufmerksam zu machen. Sie nahmen sich die teilweise noch halbvollen Teller vom Rückgabeband in den Mensen, statt sich frisches Essen zu kaufen. Das Studierenden​werk Freiburg hat das nun – aus hygienischen Gründen – mit einer Absperrung unterbunden. Klar, wer jeden Tag mit dem ÖPNV fährt, angeniest und -gehustet wird, der wird sich bestimmt beim Restefuttern in der Mensa die Pestilenz einfangen.

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Spannendes Vorlesen: Helge Salnikau haucht den Figuren aus „Der letzte Granatapfel“ mit Stimme, Gestik und Mimik Leben ein. Foto: lor

Gesichter einer Tragödie

Es war einmal ein Mann, der sich nach 21 Jahren Haft auf die Suche nach seinem Sohn gemacht hat. Letzterer kann daran erkannt werden, dass er einen gläsernen Granatapfel besitzt. Aus der Suche nach dem Sohn wird eine Begegnung mit einer irakisch-kurdischen...

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Die Menschen hinter dem Projekt: Geflüchtete werden im Workshop zu Film und Video geschult. Foto: Re:Speech, MFH (Facebook)

Die andere Seite der Medaille

In der medialen Berichterstattung dominiert nach wie vor der gespaltene gesellschaftliche Diskurs zum Flüchtlingsthema. Jedoch wird oft vergessen, dass die Menschen, um die es geht, kaum zu Wort kommen. Mit dem Projekt „Re:Speech“ der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum (MFH)  wird Geflüchteten im Ruhrgebiet die Möglichkeit gegeben, sich im flüchtlingspolitischen Diskurs medial äußern zu können, um so auf ihre Sorgen, ihre Nöte und ihre Kritik an der deutschen Politik aufmerksam zu machen.

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Scheiß auf Windeln! Statt ’nen wunden Hintern zu riskieren, einfach den Zockerplatz verlegen! Foto: ken

Kein Arsch wird trocken bleiben

„Outlast 2“ ist unterwegs! Im März 2017 soll Release sein, erste Demos sind verfügbar und auch auf der Videospielemesse E3 konnte das zweite Horror-Game von Red Barrels angezockt werden. Das Resultat ist – gemessen an dem Genre indem sich das Spiel bewegt – durchaus positiv: Die Schlüppis werden nass und das nicht vor Vorfreude. Um dem ebenso erwarteten wie erhofften Shitstorm (höhö) vorzubeugen, steigt der kanadische Spielentwickler – mit seinen Underscares – in die Windelindustrie ein und das völlig zu Recht!

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Studidorf: Noch luftig begehbar.   Foto: kac

Abgrenzung?

Das Akafö ist zurzeit dabei, einen Zaun um das Studidorf an der Laerholzstraße 7-13b zu errichten. Künftig wird die Wohnanlage komplett umzäunt sein. Grund dafür ist ein Spanner, der seit 2015 die Studentinnen beobachtet und teilweise filmt. Ist das die richtige Vorgehensweise?

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Spaßparolen sind von gestern

Spaßparolen sind von gestern

Für die kommende StuPa-Wahl haben sich zehn Listen zur Wahl gestellt. Darunter mal wieder eine Satire-Partei: Die Trumpycats. In nunmehr 50 Jahren gab es genügend Listen, vom Schwarzen Ritter bis zur Liste B.I.E.R, die das bestehende „Establishment“ mit Ironie und Sarkasmus bekämpfen wollten. Auf der größeren politischen Bühne gibt’s ja auch den großen Bruder in Form von Die Partei. Doch ist in Zeiten von Rechtsruck, Terrorismus und Kriegstreiberei eine solche Herangehensweise noch sinnvoll, wenn nicht sogar unangebracht?

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Frisch ins US-PräsidentInnen-Amt gewählt: Gegen sexistische PopulistInnen wie Trump ist der Gender-Mainstream nicht gewachsen. Fotos: kac

Kommentar: Die Geister, die wir riefen?

Die Stellungnahme des Fachschaftsrats Gender Studies zu dem :bsz-Artikel „Gender mich nicht voll“ (Semesterstartausgabe, :bsz 1100) wirft auch Fragen über die eigene Disziplin auf: Die gendergerechte Sprache wird verteidigt, als gehe es dabei um konkrete, gesellschaftliche Emanzipation. Wenn ein unverhohlener Sexist zum US-Präsidenten werden kann,  dann ist die Genderforschung nicht daran Schuld, trotzdem muss sie ihre politische Ausrichtung überdenken und radikaler auftreten.

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Merkel’s political and humanitarian statement: One of the few times the chancellor actually stepped out of her comfort zone. Foto: Tobias Kleinschmidt, Bearbeitung: tom

:bsz International: She’s doing it again!

Angela Merkel, from the Christian Democratic Union (CDU), stated last Sunday that she will run for re-election in 2017. She has always emphasised that party chairmanship and chancellorship are supposed to be executed in a personal union. Thus, this announcement does not come as a surprise. But taking into consideration the recent federal state elections – with a CDU that lost a decent amount of percentage points in five federate states – winning while at the same time keeping the CDU on its conservative course seems like a daunting task.

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