Ferdinand Meyers Handschuh: Der Täter kommt immer an die Tatstelle zurück.	Foto: kac

Geschmackloser Spuk

Im Juni 2014 überfiel der Sturm Ela die Stadt Bochum. Bäume wurden entwurzelt, unter anderem standen die U-Bahn-Station Oskar-Hoffmann-Straße und das Rechenzentrum der RUB unter Wasser. Mit einer Windgeschwindigkeit von 142 Kilometern pro Stunde kam es in weiten Teilen NRWs zu großen Schäden. Jetzt, neun Monate später, gibt es neue Erkenntnisse im Falle des verschollenen Hausmeisters aus dem GB.

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Leere Bänke ohne Anwesenheitspflicht? Foto: bk

Nichts Neues in Sachen Anwesenheitspflicht

Wer ein Studium beginnt, hat von dem Klischee des Studis, der sich nie im Seminarraum blicken lässt und seine Prüfungen trotzdem besteht, bestimmt schon einmal gehört. Tatsächlich besteht nicht in jeder Lehrveranstaltung an einer Uni Anwesenheitspflicht und mit dem Hochschulzukunftsgesetz (HZG; 2014) wurde diese auf dem Papier sogar komplett abgeschafft – aber ganz so einfach sieht es in der Realität dann doch nicht aus.

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Damals: Bau des Audimax, Aufnahme ’72. Foto: Universitätsarchiv Bochum, Dep. Staatl. Bauamt Bochum 02, Nr. 71.0325 (© Bau- und Liegen-schaftsbetrieb NRW)

Betonmoloch damals und heute

Als die Grüne Wiese grau wurde [Bildergalerie]

Bis in die 1960er Jahre hinein war Bochum-Querenburg eine eher landwirtschaftlich geprägte Gegend. Doch 1964 wurde hier der Grundstein gelegt für die erste Uni im Ruhrgebiet, die Ruhr-Universität Bochum. Die Eröffnung erfolgte 1965 – vor genau 50 Jahren. So ein Steinkoloss wird nicht an einem Tag erbaut: Über viele Jahre hinweg fand der Lehrbetrieb zwischen Baukränen, Baggern und einer eigenen Betonfabrik statt. Heute expandiert die RUB Richtung Innenstadt und denkt über eine grundlegende Campusmodernisierung nach.

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Maschine an und los geht’s: Motiviere Dich, die Welt zu entdecken.

Auf geht es!

Manchmal sitzt man im Studium nicht nur im Seminarraum oder Labor sondern man kann auch mal raus an die Luft. Zu verdanken ist das zum einem so mancher Studienordnung, zum anderen auch der Initiative von Lehrkräften und Fachschaftsräten. Wir haben uns umgehört, wo Ihr wart, was Ihr gemacht habt und wie Ihr es fandet.

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Sein eigenes Goethe-Beethoven-Buch: RUB-Studi Helge Kreisköther im Gespräch mit der :bsz. Foto: bent

Zwei idealistische Menschheitsverbesserer

Ein Sachbuch in drei Monaten: „Wir sind Goethhoven! Eine neue Untersuchung der Beziehung Goethe – Beethoven.“ So lautet das Buch des RUB-Studis Helge Kreisköther, das nun erschienen ist. Verfasst hat er die Abhandlung aber nicht als Arbeit für das Studium  – es zählte nur der Fun-Faktor. Zumindest mit Goethe hat Kreisköther neben der Begeisterung für`s Schreiben noch eine andere Gemeinsamkeit: Die Angst. Beim Dichter war es die Höhe, bei Kreisköther RUB-Germanistik-Prof und Goethe-Experte Benedikt Jeßing.
 
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Und, wie fandet ihr’s? Für die Karrieremesse für PhilologInnen bekam das studentische Orga-Team ein positives Feedback. Foto: Tim Mueller

Gegen die Alternativlosigkeit des Lehramts

Dem Klischee zufolge gibt es Heerscharen von TaxifahrerInnen mit abgeschlossenem Philologiestudium – und eben solche, die es mangels anderer Ideen ins Lehramt verschlagen hat. Dass es neben dieser scheinbar alternativlosen Berufsaussicht noch weitere Perspektiven für Sprach- und LiteraturwissenschaftlerInnen gibt, bewies am 26. Februar eine von Studierenden organisierte Veranstaltung im Euro-Eck im Europahaus.

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Bildunterschrift: Springtime for Religionswissenschaft: Die Krokusse blühen schon vor dem neuen RelWiss-Gebäude. Foto: mar

Religionswissenschaft bald drei Stationen weiter

Am 16. März wird ein-, um- und ausgepackt: Die Lehreinheit des Centrums für Religionswissenschaftliche Studien (CERES) zieht vom FNO neben dem IA in ein von der Ruhr-Universität angemietetes Gebäude in die Nähe der Wasserstraße. Die restlichen Bereiche des CERES folgen in den Wochen darauf. Damit soll sichergestellt werden, dass pünktlich zum Semesterbeginn der Lehrbetrieb ungestört aufgenommen werden kann.

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Trotz aller Willkommenskultur: Absperrband im Nieselregen vor dem ehemaligen Priesterseminar. Foto: USch

Turbulente Zeiten am Kalwes

Das hatte sich die Arnsberger Bezirksregierung sicherlich einfacher vorgestellt: Um dem bereits seit Mitte 2014 verschärften Notstand bei der Unterbringung Asylsuchender zu begegnen, werden aufgrund der stark gestiegenen Zahl Flüchtender insbesondere aus dem...

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Verbannung aus dem Paradies: Centrum für Religionswissenschaftliche Studien (CERES) muss den Campus verlassen. Darstellung: mar

Wer braucht schon Geisteswissenschaften?

Obwohl die Bochumer Religionswissenschaft in der Forschung relativ gut dasteht und auch die Zahl der AbsolventInnen steigt, hält sich hartnäckig das Gerücht, dass der entsprechende Bachelorstudiengang geschlossen werden soll. Dies seien nur Gerüchte, erinnert der Fachschaftsrat RelWiss: Es gebe keinen Grund zur Panik. Ebenfalls kein Grund zur Panik, sondern für viele Studierende des Fachs ein Ärgernis: Das Centrum für Religionswissenschaftliche Studien (CERES) zieht vom Campus weg an die Universitätsstraße. Mehr dazu im Artikel "Erntegöttin mit ungewisser Zukunft".

:Die Redaktion

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Verbannung aus dem Paradies: Centrum für Religionswissenschaftliche Studien (CERES) muss den Campus verlassen. Darstellung: mar

Erntegöttin mit ungewisser Zukunft

Wer derzeit Religionswissenschaft im Bachelor an der Ruhr-Universität studiert, ist verunsichert: Gerüchte dass der B.A.-Studiengang abgeschafft werden soll, machen die Runde, Der FSR beruhigt: „Keine Panik!“ Sollte es zur Einstampfung kommen, wird es mindestens neun Semester Zeit für den Abschluss geben. Unklar sei allerdings, ob es tatsächlich so weit komme. Zumindest ist das Fach ab März weg vom Campus.

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Igitt: Die MIR war voller Keime! Illustration: kac

Es kommt aus dem All

Juniorprofessorin Katharina Stapelmann arbeitet seit diesem Wintersemester an einer Sterilisationsmethode  für Raumfahrtgegenstände. Stapelmann arbeitet mit Plasmen, die auch als vierter Aggregatzustand oder ionisiertes Gas bezeichnet werden. Was heißt das genau?

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Markus Lamprecht, AStA-Vorsitzender der Uni Duisburg-Essen, nach der VRR-Sitzung beim WDR-Interview. Foto: USch

VRR-Chef kommt nach Essen

Viele von Euch werden es bereits bei der Überweisung des um 6,30 Euro nach oben korrigierten Semesterbeitrags (siehe Seite 2) gemerkt haben: „Das VRR-Ticket wird um 4,20 Euro teurer und das NRW-Ticket um 2,10 Euro“, erläutert Leon Schmitz von der Grünen Hochschulgruppe. Ersteres entspreche einer Erhöhung von 3,8 und  letzteres von 4,5 Prozent, aber nur die Preissteigerung beim VRR-Anteil sei durch den noch aktuellen Vertrag begrenzt – nämlich auf 3,9 Prozent.

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Lethargie im Studierendenparlament: AStA-tragende Listen räumen Fehler ein. Foto: USch

Demokratie ad absurdum geführt

Wegen eines Fehlers des AStA-Finanzreferats kam es zur großer Empörung seitens der Studierenden und schließlich auf einer eigens einberufenen Doppelsitzung des Studierendenparlaments (StuPa) Anfang vergangener Woche: Finanzer Sven Heintze (ehemals...

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Sebastian vom Schwulenreferat: Schmeißt den Laden zusammen mit seinem Kollegen Dennis. Foto: USch

Konsens statt Kristallkugel

Vier AStA-unabhängige Autonome Referate (ARs) setzen sich an der Ruhr-Uni verstärkt für die Interessen gesellschaftlicher Gruppen ein, die immer noch mit Diskriminierung und mangelnder Gleichstellung zu kämpfen haben. In der letzten Ausgabe haben wir Euch bereits das Autonome AusländerInnenreferat vorgestellt. Gerade im Aufbau befindet sich zudem das neu gegründete AR für Menschen mit Behinderungen und sämtlichen Erkrankungen, während das Frauen- und Lesbenreferat gerade eine Umstrukturierung diskutiert. In den Blick nehmen möchten wir diesmal die Aktivitäten des Autonomen Schwulenreferats (ASR).

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Work prohibeted? Lesung aus CrimethInc-Buch unterbunden. - Quelle: Unrast-Verlag Münster.

Rektorat begründet Lesungsverbot mit Formalia

Am 12. Januar untersagte die Uni-Verwaltung überraschend eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung der anarchistischen Schwarzen Ruhr-Uni (siehe :bsz 1028). In einer Pressemitteilung erhoben die VeranstalterInnen daraufhin Zensurvorwürfe. Wir haben nachgehakt und das RUB-Rektorat befragt, das die Vorwürfe zurückweist und die Entscheidung nun rein formal mit haftungsrechtlichen Regelungen begründet.

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