Mythos und Vertrag: Der legendäre König Gambrinus brachte der Welt das Bier, die bayerischen Herzöge sorgten dafür, dass es rein bleibt. Illustration: mar; Quelle: Wikimedia Commons / clusternote

Dreiklang der Qualität: Hopfen, Gerste und Malz

Deutschland feiert am 23. April den 500. Geburtstag des Reinheitsgebots. Aber warum heißt es eigentlich Reinheitsgebot und wie ist es entstanden? In Zeiten von Internationalisierung, Globalisierung und Craft-Beer-Brauereien fragen sich auch die Studis: Brauchen wir diesen Protektionismus und den Dreiklang der Zutaten überhaupt noch oder ist es ein Relikt aus einer schon längst vergangenen Zeit? 

mehr lesen...
Die Gegend um die baden-württembergische Stadt Tettnang ist für ihren Hopfen berühmt: In der Folklore manifestiert sich das im Hopfennarren. Foto: mar

Drei Zutaten, unendliche Möglichkeiten

Es ist nach eigenen Angaben die einzige Ausstellung in Deutschland, die das Reinheitsjubiläum nicht bloß historisch feiert, sondern sich auch der Kunst öffnet. Wie vom Dortmunder U gewohnt, beleuchtet „Dortmunder Neu Gold. Kunst – Bier – Alchemie“ ein Thema geschichtlich und zeitgenössisch, pop- und hochkulturell, international und vielseitig. Noch bis zum 1. Mai kann man sich davon überzeugen, wie inspirierend Bier sein kann.

mehr lesen...
„Ich bin nicht der Messias! Verzieht Euch!“, ruft Brian im Film seinen Jüngern zu – und wer den Film an Karfreitag guckt, möchte rufen: „Ich bin nicht der Antichrist! Verzieht Euch!“ Illustration: mar; Bildquelle: Youtube

Gottes­furcht anzuerziehen ist noch immer Landessache

„Ehrfurcht vor Gott (…) zu wecken, ist vornehmstes Ziel der Erziehung.“ Aus welchem rückständigen SchurkInnenstaat mag dieses Gesetz wohl stammen? Kaum zu glauben, aber es ist die Verfassung des Landes Nordrhein-Westfalen (Art. 7 Abs. 1). So viel zur Trennung von Staat und Kirche. Die Diskussion um den Einfluss der christlichen Kirchen auf Gesetze und unseren Alltag war an Ostern wieder besonders groß; von Jahr zu Jahr scheint die Diskussion über das „Tanzverbot“ an Karfreitag lauter zu werden. Provokant hat der Verein Religionsfrei im Revier e. V. zum vierten Mal den an den stillen Feiertagen verbotenen Satirefilm „Das Leben des Brian“ gezeigt – parallel dazu ist das Verfahren wegen der Aufführung vom letzten Jahr auf dem Weg zum Bundesverfassungsgericht (BVG).

mehr lesen...
Spaß mit der Zentrifugalkraft: Blick auf das Kettenkarussel vom historischen Riesenrad. Foto: kac

Herzblut hält Maschinen am Laufen

Der Historische Jahrmarkt ist in vielerlei Hinsicht eine Zeitreise. Während die einen im Stil der 50er zu Rock’n’Roll Karussell fahren und sich andere in altmodische Science-Fiction-Welten träumen, ist die Veranstaltung für viele SchaustellerInnen eine ganz persönliche Angelegenheit: Eine Fahrt in die eigene Familiengeschichte.

mehr lesen...
Elegant auf dem Holzpferdchen: Sich einmal jung wie in den 50ern fühlen. Foto: kac

Grease lässt grüßen

John Travolta und Olivia Newton-John haben es in der Schlussszene des Musical-Films „Grease“ vorgemacht: Bei den Herren wurden die Haare zu einer Tolle nach hinten geschmiert und die Damen zogen ihre Petticoats unter ihre Kleider, um schick auf der Kirmes zu sein.

mehr lesen...
Nicht nur die historischen Fahrgeschäfte waren ein Hingucker: Auch viele Steampunks wie hier Julia und Pierre Leszczyk waren ständig im Fokus der Kameras. Foto: kac

Anachronistischer Karneval

Korsetts und Zylinder, dazu Zahnräder und jede Menge Dampf – zum zweiten Mal lockte der Steampunk-Jahrmarkt vergangenen Samstag zahlreiche BesucherInnen in die Bochumer Jahrhunderthalle. Er bildete den Auftakt des 9. Historischen Jahrmarkts, der noch an den kommenden beiden Wochenenden weitergeht mit Veranstaltungen rund um die Kirmesattraktionen von einst. Nach der Premiere des Steampunk-Jahrmarkts im Vorjahr war das retrofuturistische Spektakel diesmal als ganztägiges Fest angelegt und begeisterte Neulinge ebenso wie eingefleischte Fans.

mehr lesen...
40 Prozent der Studentinnen, die negative Erfahrungen machen, meiden bestimmte Lehrveranstaltungen; Stalking und sexuelle Gewalt führen in knapp einem Drittel der Fälle zu schlechteren Studienleistungen bis hin zur Verlängerung des Studiums. Grafik: mar; Quelle: Thomas Feltes u. a.: „Gender-based Violence, Stalking and Fear of Crime. Länderbericht Deutschland. EU-Projekt 2009-2011“

Sexuelle Übergriffe: Campus und Umgebung

Julia* ist 22 Jahre alt. Seit sie an der RUB studiert, hat sie Probleme mit einem Kommilitonen. Der junge Mann, nennen wir ihn Pervi, sei laut Aussagen anderer Studis sozial inkompetent. Julia zog fürs Studium aus Ost-Deutschland nach Bochum und fand schnell Anschluss bei ihren KommilitonInnen. Auch zu Pervi war sie nett, denn sie ist ein freundlicher Mensch.

mehr lesen...
Unberührte Natur? Viele Firmen, die mit uriger Wildnis werben, nehmen in Kauf, dass diese vergiftet wird. Illustration: mar

Wasserdicht, aber krebserregend in die Berge

Gefährliche Stoffe in Outdoorbekleidung und -ausrüstung und sogar in den entlegensten Winkeln der Erde: Die Umweltorganisation Greenpeace hat in ihrem dritten Bericht zu gesundheitsschädlichen per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) nachgewiesen, dass die Outdoorbranche Mensch und Natur schadet, wenn sie diese Stoffe verwendet. Firmen wie Jack Wolfskin oder The North Face wollen ihre Kollektion bis 2020 PFC-frei machen. Das müsse schneller gehen, fordert Greenpeace in der Unterschriftenkampagne Detox. Insbesondere die Marken The North Face und Mammut stehen in der Kritik.

mehr lesen...
Trauriges Mammut: Würde das Mammut noch leben, könnten Labore auch bei ihm PFC nachweisen.     Bearbeitung: kac

Mammuts würden sich im Grab umdrehen

Greenpeace hat 40 Outdoor-Produkte wie Jacken, Schuhe und Rucksäcke getestet und auf die umwelt- und gesundheitsschädigenden per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) untersucht. Vor allem in der Ausrüstung der Outdoor-Marke Mammut habe das Labor der Umweltschutzorganisation hohe Konzentrationen von PFC gefunden, darunter die krebserregende Perfluoroktansäure (PFOA). Greenpeace richtet sich seit 2011 in einer Detox-Kampagne (engl. Entgiftung) gegen den Einsatz gefährlicher Chemikalien in der Textilindustrie. Mammut will dabei aber nicht mitmachen. Das ist eine unmögliche Haltung des Unternehmens.

mehr lesen...
Ärger, Wut, Schmerz, Angst, Verzweiflung, Unsicherheit und Frustration: Von genau diesen Emotionen hat ein ordentliches Studium geprägt zu sein. Das richtige Stress­level ist gerade in der Prüfungsphase entscheidend. Foto: alx

Wie Du Deinen Semesterabschluss verkackst

Was machst Du schon wieder in der Mensa? Wolltest Du nicht lernen? Stattdessen liest Du dieses Schundblatt. Die Klausurphase rückt näher, die Hausarbeiten müssen bald abgegeben werden und die nächste mündliche Prüfung ist auch nicht mehr fern. Das macht Dir so sehr zu schaffen, dass Du zur Ablenkung sogar die :bsz in die Hand nimmst. Wenn Du dieses Semester also mal so richtig verkacken willst, dann bist Du hier genau richtig. Wir zeigen Dir sechs Tipps, wie Du Dich möglichst ineffektiv und nervig vorbereitest, damit Dir auch in diesem Halbjahr die volle Ladung Frustration nicht entgeht.

mehr lesen...
Vergangenheit: Mittlerweile fehlt der Opel-Schriftzug, der für 52 Jahre dieses Dach zierte; dafür steht das Gebäude inzwischen unter Denkmalschutz. Fotos: alx

Besuch bei einem sterbenden Werk

Es ist über ein Jahr her, dass in Bochum der letzte Opel zusammengeschraubt wurde. Das Gelände in Laer wartet auf seinen Abriss. Bevor die Abbrucharbeiten allerdings beginnen können, müssen rechtliche Hindernisse geklärt werden, die so zuvor nicht bestanden haben. Dann aber weicht ein Stück städtischer Industriegeschichte einer Bochumer Perspektive 2022. Einige denkmalgeschützte Gebäude bleiben der lebendigen Stadtgeschichte allerdings erhalten. Es gibt als mehr als einen Grund, dem alten Opel-Gelände eine letzte Ehre zu ­erweisen.

mehr lesen...
Was man dem Klimawandel entgegensetzen kann: Der Nachhaltigkeitsforscher Stephan Wallaschkowski im Gespräch mit der :bsz. Foto: bent

„Ein bisschen so wie blind Auto fahren“

Als bahnbrechend wurde das Ergebnis der Pariser Konferenz bezeichnet: Die Staaten wollen die Emissionen drastisch senken, die Erderwärmung soll unter zwei Grad bleiben – einige Insel-Staaten wollen sich sogar um ein 1,5-Grad-Ziel bemühen. Darüber und über die notwendigen Maßnahmen sprachen wir zum Abschluss unserer Klima-Reihe mit dem Nachhaltigkeitsforscher Stephan Wallaschkowski von der Hochschule Bochum.

mehr lesen...
In der Atmosphäre, im Boden, in der Artenvielfalt: Der ökologische Fingerabdruck des Menschen hat weltweite Folgen. Illustration: mar

Wir, die wir die Welt formen

Der Mensch will sich nicht damit abfinden, dass die Welt nicht so ist, wie er sie gern hätte. Also begann er, sie zu verändern. Und zwar derart tiefgreifend und unumkehrbar, dass WissenschaftlerInnen verschiedener Fachbereiche von einem neuen Erdzeitalter sprechen: dem Anthropozän, der Ära des Menschen. Während etwa der Münchner Physiker und Naturphilosoph Harald Lesch das Wort wie selbstverständlich benutzt, sehen andere darin grünen Aktionismus. Im Sommer wollen ExpertInnen bestimmen, ob zumindest für Erdschichten eine neue Ära angebrochen ist.

mehr lesen...