Ogyen Trinley Dorje kritisiert die Konsumkultur, ist offen für Feminismus und inspiriert zu sozialem Engagement. Der 29-jährige Tibeter in der roten Mönchsrobe stellt als Karmapa einen der allerhöchsten Vertreter des tibetischen Buddhismus dar – und gilt als möglicher Nachfolger des Dalai Lama. Nach seinem im Mai und Juni erfolgten ersten Besuch in Deutschland und Europa ist sein lesenswertes Buch „Das edle Herz“ nun auf Deutsch erschienen.
Rock ’n’ Rollbrett
Musik, Sport und Politik – was fast nach klassischem Bildungskanon klingt, ist zugleich der Festival-Mix, mit dem das Kulturell-Alternative Zentrum (KAZ) e. V. Herne am Samstag in den Skatepark Hibernia an der Koniner Straße lädt. Das kostenlose KAZ Open Air, zu dem auch ein Skateboard-Wettbewerb und politische Infos gehören, findet bereits zum siebten Mal statt.
Aller guten Dinge sind drei
Die RuhrTriennale findet in diesem Jahr zum dritten und letzten Mal unter der Intendanz von Heiner Goebbels statt. Nach einer gewagten Inszenierung von John Cages „Europeras“ 2012 und wie von Geisterhand musizierenden Klavieren 2013, gestaltet sich das Festival auch in diesem Jahr mit 150 Veranstaltungen abwechslungsreich: Konzerte, Tanztheater, Choreographien, Workshops und Videoinstallationen: auch die aktuelle Spielzeit liefert eine ordentliche Portion Kultur.
Dichte Dichter im rührigen Ruhrgebiet
Dicht – das sind viele Schwimmbäder im Ruhrgebiet, genauso wie die Zechen. Dicht – das sind die meisten Menschen abends im Bermudadreieck. Dicht – das ist das Motto des dritten Literaturwettbewerbs der Ruhrpoeten. Dichtet – das ist der Aufruf an alle kreativ Schreibenden im ganzen Land.
Studierende begeistern mit eigenen Werken
Einmal im Jahr trifft sich im Dortmunder U das Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft der Technische Universität Dortmund, um Arbeiten der Studierenden aus den Bereichen „Malerei“, „Grafik“, „Fotografie“ und „Plastik und interdisziplinäres Arbeiten“ im Rahmen einer Ausstellung dem interessierten Publikum zu präsentieren. Eine Jury prämierte die besten vier Arbeiten mit jeweils 500 Euro.
Opa, erzähl mir vom stressfreien Studieren
Alle paar Jahre gibt es sie doch noch: Diese leichten, unbeschwerlichen und gleichzeitig nachdenklichen Komödien, die im Idealfall an die Werke der Altmeister Ernst Lubitsch oder Billy Wilder erinnern. Wolfgang Beckers „Good Bye, Lenin!“ oder Andreas Dresens „Sommer vorm Balkon“ sind solche Beispiele. Auch Ralf Westhoff („Der letzte schöne Herbsttag“) präsentiert mit „Wir sind die Neuen“ einen solchen Streifen: Heiter und lebensfroh, mit poetischem Verve und augenzwinkernder Sozialkritik des Studierens in Zeiten des Neoliberalismus.
Ratgeber: YouTube
Der Einfluss des Online-Portals YouTube hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Was zu Beginn als Sprungbrett für talentierte Bands und FilmemacherInnen diente, ist inzwischen zur Do-It-Yourself-Plattform für alle geworden. Wer Fragen hat,...
Erotik und Gesellschaftskritik
Bereits seit 1998 erscheint die interessante Buchreihe „Mein lesbisches Auge“. Diese bietet – seit 2007 im jährlichen Rhythmus – eine Sammlung von sehr verschiedenartigen Texten und Bildern, die sich mit lesbischen Frauen und ihren Beziehungen sowie mit ihrer Sexualität und gesellschaftlichen Situation auseinandersetzen. Dabei überwiegen zwar Beiträge romantischer oder erotischer Art, doch geht es inhaltlich in gesellschaftskritischer Stoßrichtung bewusst darüber hinaus. Ein ungewöhnliches Werk, dessen Lektüre und Betrachtung nicht nur für Lesben lohnt.
Das Literatur-Ufo ist weitergeflogen. Und jetzt?
In Klagenfurt ist zum 38. Mal der renommierte Ingeborg-Bachmann-Preis verliehen worden. Die 25.000 Euro für die überzeugendste Darbietung in zeitgenössischer Literatur gehen an Tex Rubinowitz, einen in Wien lebenden Cartoonzeichner, und seine Story „Wir waren niemals hier“. Die Tage der deutschsprachigen Literatur verstehen sich als Bewahrer ästhetischer Tradition und als Seismograph für erneuernde Tendenzen, sie sind aber vor allem ein Fest der Literaturkritik. Die Ausbeute bleibt in diesem Jahr jedoch blass. Eine Nachlese.
Emotional, intensiv und verstörend
„Blau ist eine warme Farbe“ – ein außergewöhnlicher Film über die Liebesbeziehung zweier Frauen. Ein hoch gelobtes und kontrovers diskutiertes Werk. Selten wurden Rollen in einem Film so großartig gespielt. Selten wurde die heutige gesellschaftliche Wirklichkeit von Beziehungen und sozialen Milieus so treffend eingefangen. Nun ist das herzergreifende Drama endlich auf DVD erschienen.
Die wollen doch nur spielen!
Alte Videospiele, Graffitti, Carrera-Bahn, Rap, Poetry Slam und Turngeräte: Was haben all diese Dinge gemein? Sie sind Produkt von oder Werkzeug für Kreativität – und sie machen Spaß, beeindrucken oder unterhalten. Und sie waren neben einigen anderen Programmpunkten Bestandteil des „We trust!“-Festivals (Playground Edition), das vom 26. bis 29. Juni in der Rotunde in Bochum stattgefunden hat.
Was ist die Natur überhaupt?
Wir leben in Städten aus Beton, atmen Luft genannte Abgase und Wasser kaufen wir in Plastikflaschen. Da wird es Zeit, in die Natur zu fahren: Doch da sind begradigte Flüsse, im Wald wandeln wir auf Wanderwegen und statt Wiesen sehen wir bestellte Weizenfelder. Was ist Natur, wie gehen wir mit ihr um und wo stellt sie uns vor ihre – oder vielmehr unsere – Grenzen? Franz-Josef Brüggemeier beleuchtet das Verhältnis von Mensch und Umwelt von 1750 bis heute.
Seichtes Semesterferienabenteuer
Das soll es gewesen sein? Nachdem Kati (Anna Maria Sturm) und Jo (Rosalie Thomass) in den Vorgängerfilmen von Mark H. Rosenmüllers Coming-of-Age-Trilogie „Beste Zeit“ (2007) und „Beste Gegend“ (2008) zwischen Liebes- und Familiennöten, Abiturstress und provinzieller Einöde auf den Wiesen Oberbayerns von der weiten Welt träumten, kehrt in „Beste Chance“ zunächst der studentische Alltag ein.
Geld, Glück und Geprüfte
Bretter oder Bits und Bytes der Welt: In Podiumsdiskussionen, Performances und Filmen ging das diesjährige NRW-Theatertreffen im Schauspielhaus Dortmund vom 13. bis zum 20. Juni unter dem Motto „Theater und Virtualität“ der Frage nach der Rolle des Theaters in der digitalisierten Alltagswelt nach. Daneben wurden herausragende Stücke aus den NRW-Schauspielhäusern zum Wettbewerb eingeladen. Der Jurypreis ging an die spannende Kapitalismuskritik „JR“. Sowohl den Publikums- als auch den Jugendjurypreis erhielt das Recherchedrama „Die deutsche Ayse“.
Der kommunistische Tourismus-Magnet
Vor zwei Wochen wurde im Wuppertaler Stadtteil Barmen eine überlebensgroße Bronzestatue eingeweiht. Sie stellt einen älteren Mann in nachdenklicher Pose dar. Der Mann trägt einen langen Bart und einen Mantel, seine Gesichtszüge haben etwas Asiatisches. Die Statue ist ein Geschenk aus China – und für Wuppertals wirtschaftliche Zukunft von Bedeutung. Doch zeigt das imposante Standbild nicht etwa Konfuzius oder Laotse, sondern Friedrich Engels.
Wahlfreiheit heißt nicht Qualfreiheit
Wenn die Eltern das von einem/einer erwarten, was man selbst will, hat man keine Möglichkeit, gegen sie zu rebellieren. Dieses Problem hat auch Lutz. Seit einem Jahr sitzt er lethargisch in seinem Zimmer und weiß nicht, welchen der unzähligen Wege, die ihm als Kind aus bürgerlichem Hause offen stehen, er beschreiten soll. Bis sein Großvater ihm eine Getränkekarte einer Essener Karaokebar vererbt. Lutz zieht endlich los, auf die Suche nach dieser Bar, und am Ende ist immer noch unklar, ob er weiß, was er will.
Kunstausstellungen für InsiderInnen
Düsseldorf hat außer der Altstadt und der Königsallee weitaus mehr zu bieten. Die Stadt ist, dank der Kunstakademie Düsseldorf, mit lauter kleinen Kunstausstellungen gespickt und zwar in Gebäuden, die oft nicht vermuten lassen, dass dort Kultur drinsteckt. Wie können wir in Erfahrung bringen, wann und wo die Ausstellungen stattfinden? Was für eine Kunst erwartet Euch dort?
Akkordeon-Rebell verzaubert Düsseldorf
Vergangenen Donnerstag, den 29. Mai, veranstaltete das KIT Café, welches sich direkt am Rheinufer in Düsseldorf befindet, ein mexikanisches Konzert. Zu Gast war niemand Geringeres als Celso Piña, der das trübe Wetter mit seinen lateinamerikanischen Klängen wegspielte.
Mäßiger Trash
Zwei kostümierte Männer, ein silberner Jesus und ein grüner Plastiksoldat, überfallen aus Not einen Goldankauf. Mit Ach und Krach entkommen sie in einem entführten Taxi der Polizei. Zusammen mit einem involvierten Jungen sowie dem hilfswilligen Taxifahrer und der Beute machen sie sich auf den Fluchtweg von Spanien nach Frankreich. Unterwegs passieren sie das berüchtigte Dorf Zugarramurdi, wo sie an eine Gruppe bösartiger, verrückter und herrschsüchtiger Hexen geraten.
Terminator mal anders
In naher Zukunft herrscht ein neuer Kalter Krieg. Dazu gehört ein geheimes Wettrüsten bei der Entwicklung von Cyborgs und humanoiden Robotern. Der Wissenschaftler Vincent ist ein für das Militär tätiger Experte auf diesem Gebiet. Er erschafft einen neuartigen Roboter in Frauengestalt, der über eine künstliche Intelligenz mit Bewusstsein, Gefühlen und Persönlichkeit verfügt. Das Militär ist jedoch nur an einer gehorsamen Tötungsmaschine interessiert. Skrupellose Vorgehensweisen führen zu einer drastischen Eskalation der Ereignisse.
Eine literarische Entgleisung!
Treibgut ist eine Literaturinitiative, die es seit 2002 gibt. Sie wurde von Studierenden gegründet, um ihre Liebe zur Literatur an andere weiterzugeben, so kann Treibgut auf bereits über 40 Lesungen zurückblicken. Auch dieses Semester können wir die Literatur von der Ruhr am Campus genießen, denn schon am 3. Juni findet wieder die Lesereihe mit dem Titel Gestrandet auf der Bühne im Kulturcafé darüberhinaus auch am 7. Juni im Rottstr5-Theater statt.














