Mit Bier und Gesellschaftskritik zum Sieg: Rainer Holl entschied den Campus Slam im KulturCafé für sich. Foto: alx

Poetik und Pointen

Die Vorverkaufskarten der Solo-Show „Du hast dich voll verändert“ von Özcan Cosar waren innerhalb eines Tages vergriffen, die Schlange an der Abendkasse war lang. So war das Audimax mit circa 1.500 ZuschauerInnen am vergangenen Mittwoch proppenvoll – und die Show kam auch gut an, sodass sich das Warten gelohnt haben dürfte. Am darauffolgenden Tag fand der zweite Campus Slam des Semesters statt, der das Publikum im ebenfalls ausverkauften KulturCafé genauso überzeugte wie sein großer Bruder im Audimax.

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Detailgetreu gemalt: Über einen Meter große Hanfpflanzen zierten die Kunstakademie Düsseldorf. Foto: kac

Übernachten zwischen Hanfblättern und Geschlechtsteilen

Die Kunstakademie unserer Landeshauptstadt ist im Umbruch. Die Bildhauer Kiecol und Rebecca Warren gehen nach diesem Semester und die  Lehrstühle der BildhauerInnen Rosemarie Trockel, Tony Cragg und Richard Deacon werden demnächst ausgeschrieben. Unter dieser traurigen Nachricht musste der Rundgang vergangene Woche jedoch nicht leiden. Die klassische Form von Malerei oder Fotografie ist fast verdrängt, die Studis suchen nach Alternativen und toben sich aus.

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Festgesessen: Politisch inkorrekte Dialoge dienen bei  „Festung Europa“ der Provokation. Foto: kac

Zwischen Parmaschinken und Schopenhauer

Die Leiterin der Studiobühne des Musischen Zentrums, Karin Freymeyer, möchte mit einem Stück des belgischen Autors Tom Lanoye ein politisches Statement setzen. Die Studiobühne will sich damit den europäischen Krisen zuwenden. In „Festung Europa“ wird der Frage nachgegangen, wie der vielbeschworene Zusammenhalt der Menschen gesteuert werden soll, wenn Angst vor Entindividualisierung und Vorurteile noch immer den Kontinent beherrschen.

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Solide Fortsetzung des etwas anderen Heimatromans: Anna Mocikat spinnt eine Geschichte um Freiheit in einer düsteren Zukunft. Bildquelle: Droemer-Knaur

Die Endzeit geht weiter

Weite Teile der Welt sind verwüstet, radioaktiv und unbewohnbar. In MUC, dem ehemaligen München, regiert ein Theokrat über einen Haufen Überlebender des „Großen Sterbens“ vor 100 Jahren. Doch die Armee von Utilitas, dem alten Frankfurt, steht schon vor den Toren … Anna Mocikat spinnt in „MUC – die verborgene Stadt“ die Endzeit-Saga weiter. 

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Leonardo DiCaprio als einsamer Rächer: So „sauber“ sieht er nur wenige Minuten im Film aus. Bildquelle: Twentieth Century Fox

DiCaprios Rache

Mit „The Revenant“, der am 6. Januar 2016 in den deutschen Kinos startete, setzt Leonardo DiCaprio als Hugh Glass zum erneuten Sprung auf den Oscar als Bester Hauptdarsteller an – und das mit viel Anlauf. Der Film ist in elf weiteren Kategorien nominiert, darunter Bester Film, Bester Nebendarsteller (Tom Hardy) und Beste Regie (Alejandro G. Iñárritu).

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Poetry trifft auf Science Slam: Micha-El Goehre (Mitte) setzt sich durch gegen den Bochumer Benedikt Dercks (rechts), Christian Krumm (links) und Robert Kayser. Fotos: alx; Arrangement: mar

Kleinkunst trifft Braukunst

Das Reinheitsgebot von 1516 wird dieses Jahr am 23. April 500 Jahre alt. Einst von den bayrischen Herzögen Wilhelm IV. und Ludwig X. erdacht, um uns vor schlechtem Biere zu schützen, erfüllt es uns heute immer noch mit Stolz, wenn andere Nationen von unserem flüssigen Gold schwärmen.

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Genießt sein Bier in vollen Zügen: Robert Kayser über zweifelhaften Genuss im Regionalexpress. Foto: alx

Bier: allgegenwärtig & allgegenbillig

Wir schreiben das Jahr 2022. Es ist Weihnachtszeit – und gleichzeitig Fußball-WM in Katar. Weihnachtsmärkte sind gleichzeitig Fanmeilen. Der Bierkonsum erreicht nie geahnte Ausmaße, die weltweiten Biervorräte sind erschöpft, Hopfen wird zu höheren Kursen als Gold gehandelt – mit diesem apokalyptischen Szenario konnte der Essener Heavy-Metal-Poetry-Slammer Micha-El Goehre den 1. Dortmunder Bier-Slam am vergangenen Donnerstag für sich entscheiden. 

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Wohnzimmer und Arbeitsplatz: Mit der Holo Lens könnten sich zum Beispiel Arbeitsprozesse und unser Umgang mit Unterhaltung grundlegend wandeln. Foto: Microsoft

Science-non-Fiction

Innovationen prägen unser Leben, egal ob es das Rad, Antibiotika oder das IPhone sind. Was es alles für Neuerungen und Erfindungen dieses Jahr noch geben wird, ist nicht mit Gewissheit zu sagen, genauso wie die Frage wie diese ankommen werden. Vielversprechende Ansätze, die neue Möglichkeiten aufstoßen können, zeigt Euch dafür dieser kurze Überblick.

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Auf die Gymnastikstäbe, fertig, los! Quidditch-Derby an der RUB. Foto:kac

Schaulustige bei neuem Hochschulsport

„Es ist wie Trash-Filme gucken – sinnlos, aber man kann nicht anders, als weiter schauen“. Tim Szlafmyca war einer von vielen Verwunderten, die sich am 13. Dezember zum Freundschaftsspiel zwischen den Ruhr Phoenix und den Bonner Rheinos auf dem Kunstrasen hinter der G-Reihe einfanden. Doch keine der konventionellen Sportarten konnte man da bewundern: Gespielt wurde Quidditch. Der aufstrebende Ballsport aus der Harry Potter-Welt erfreut sich immer größerer Beliebtheit – auch an der RUB. Doch wie funktioniert dieses neuartige Spiel ohne magische Elemente?

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Alternativlos aktuelle Altpunker

„Go, get it now.“ – Mit der letzten Zeile des kämpferischen Evergreens „Alternative Ulster“ setzten die Stiff Little Fingers vergangenen Donnerstag den Schlussakkord im Essener Turock. Zuvor hatten sie das größtenteils gesetzte Punk-Publikum gute zwei Stunden mit Klassikern, ein paar Raritäten und neuen Songs unterhalten. Es wurde eifrig mitgesungen und getanzt, gegen Ende konnte man in der Metaldisco sogar von Pogo ähnlichen Zuständen sprechen.
 
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Wenn man trotzdem lacht

Depressionen sind ein ernstes Thema. Sie können das Leben der Betroffenen bestimmen und sie im Bett festnageln. Dass man dieser anerkannten Krankheit allerdings nicht schutzlos ausgeliefert sein muss, zeigt Tobi Katze mit seinem Buch „Morgen ist leider auch noch ein Tag“.
 
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Moderator des Abends: Comedian Benaissa beim Comedy-Flash. Foto:alx

Comedy, die flasht

Darf man jetzt lachen? Mehr als einmal konnten sich die BesucherInnen des fünften Comedy Flashs am 24. November im KulturCafé das fragen. Die Stars des Abends, Dave Davis, Hany Siam, Simon Stäblein, Ususmango und auch Moderator Benaissa (Foto) übertraten mit ihrer „Ethnocomedy“ mehr als einmal die Grenzen der politischen Korrektheit – und brachten damit zum Lachen und Nachdenken.

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Fantasiewesen: Theater ohne Mittel zeigt sein Ensemble in wenig ausgefallenen Kostümen, die man ohne Budget zusammengestellt bekommt.  Foto: kac

„Plötzlich blind“

Theater ohne Mittel (ToM) präsentiert in diesem Wintersemester ein No-Budget Musical; zur Freude aller kann die :bsz sagen, dass das Ensemble besser singen kann als manch andere SchauspielerInnen. „blind.“ heißt das Groschenmusical und erzählt die mysteriöse Geschichte eines Regisseurs, der plötzlich sein Augenlicht verliert, dabei sind es nur noch drei Monate zur Premiere seines neuesten Stücks.

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Leidenschaft trifft Energie: Die Münsteraner Long Distance Calling krönten den Abend mit ihrem klanggewaltigen Instrumentalrock. Foto: mb

Forest-Folk trifft Todesmetall

Den Herbst gebührend verabschieden – das schafften die OrganisatorInnen des Leafmeal-Festivals vergangenen Freitag im Dortmunder FZW. Verschiedenste Stilrichtungen trafen auf zwei Bühnen aufeinander, sodass alle LiebhaberInnen experimenteller Gitarrenmusik zufrieden ins Wochenende starten konnten.

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Seit 18 Jahren täglich auf Sendung: In der Redaktion des Bochumer Campusradios arbeiten die Studis jeden Tag am aktuellen Programm. Foto: mb

Als das Studio zum Schlafplatz wurde

Studis erinnern sich an ihre sinnlosesten Geschenke, die schönsten Pannen werden aus dem Archiv herausgekramt und zahlreiche RUB-Alumni gratulieren: Mit einer Sondersendung hat der RUB-Campussender CT das radio am vergangenen Freitag seinen 18. Geburtstag gefeiert. Doch die studentischen RadiomacherInnen haben außer des Jubiläums auch noch einen weiteren Grund, sich zu freuen.

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