Mehr Kultur als wie Ihr denkt!
„Bochum, ich komm’ aus dir!“ Die Zeile von Grönemeyers Ode an seine Stadt ist auch vielen Externen ein Begriff – ob aus Flensburg, Konstanz, Saarbrücken oder Passau: Alle verbinden mit Bochum das Lied und können sich eventuell noch an Starlight-Express erinnern. Ohne das schlecht zureden, gibt es doch noch viele weitere kulturelle Möglichkeiten in der Stadt.
Minerva meets Muse
Wer nicht nur büffeln und Vorlesungen besuchen will, findet an der RUB eine Menge Anlaufstellen für kulturelle Aktivitäten. Von Kino bis Theater gibt es ein riesiges Angebot, sich selbst kreativ auszuleben oder Hier eine kleine Auswahl.
Gar nicht zart besaitet
Sie fühlt sich nicht bloß im ganzen Ruhrgebiet zu Hause, sondern scheinbar auch auf allen Gebieten der Kunst: Jaana Redflower hat in den vergangenen Wochen nicht bloß ihr neues Album „Of Rhythm and Bloom“ veröffentlicht, mit dem sie derzeit auf Ruhrtour geht, sondern auch den wahnsinnigen Roman „Jorge, Pinguin im Kopf“, dessen Cover sie auch selbst gemalt hat. Wir trafen Jaana in einem Café, um mit ihr über Vorbilder und Pläne zu sprechen.
Othello im Strudel des rassistischen Shitstorms
Der aufhaltsame Aufstieg der AfD: Volker Lösch inszeniert in „Das Prinzip Jago“ die namensgebende Figur des Othello-Gegenspielers als Demagogen, der in der Flüchtlingsdebatte auf rechtspopulistische Manipulation setzt.
Nächtliche Dokus und tägliche Liebe
Wenn die Frau, in die man verliebt ist, zum falschen Zeitpunkt ähnlich fühlt, wenn man Menschen im verkehrten Augenblick kennenlernt und wenn man sich nie sicher sein kann, ob um die Ecke Drachen gegen Ninjas kämpfen, dann befindet sich das eigene Universum im Konflikt mit dem öffentlichen Universum. Das nennt sich „Die Relativität der Gleichzeitigkeit“. So heißt auch der erste Roman vom Bochumer Autor Tim Szlafmyca.
Drei Sprachen, eine Bühne
Ein Student wird umzingelt, brüllt und wimmert. Doch was hier passiert, ist keine ernste Abwehrhandlung, sondern eine Übung. Zum dritten Mal durfte die RUB polnische Studis begrüßen, um sich kulturell auszutauschen und mit Impro-Theater auf der Studiobühne des Musischen Zentrums das deutsche Publikum zu bespaßen.
Die alte Frage nach der Schuld
Jan Klastas Aufführung von Dostojewskis „Verbrechen und Strafe“ läutet die neue Spielzeit ein und verlangte den ZuschauerInnen vieles ab. Ohrenbetäubendes Durcheinander auf der Bühne, gewissenloses Morden, aber vor allem grandiose Charaktere mit Jana Schulz in der Hauptrolle als Rodion Romanowitsch Raskolnikow.
Abendgala in geil
Poesie und Beatbox, Musik und Videospiele, Malerei und Cheerleaderinnen – kaum etwas, mit dem die Hammerveranstaltung „We trust! Show“ am Sonntag im FZW nicht aufwarten konnte. Die VeranstalterInnen machen dem Namen alle Ehre: Man konnte ihnen vertrauen, dass das Alle-Künste-Projekt alles bieten würde, was Bock macht, und alles, was geil ist.
Im Sog des Rampenlichts
Das Café Treibsand in Bochum setzt die bereits bekannte Veranstaltungsreihe „Library Days, Bar Nights“ (LDBN) unter neuem Namen fort. Zweimal im Monat wird KleinkünstlerInnen die Möglichkeit geboten, vor Publikum ihre Nummern durchzuziehen und Bühnenerfahrung zu sammeln.
Voll panne, die Römers!
Wir schreiben das Jahr 2016 nach Christus. Das ganze Ruhrgebiet ist seinen Dialekt losgeworden und hat sich dem Standarddeutschen angebiedert. Das ganze Ruhrgebiet? Nein, ein tapferer Komiker trotzt der sprachlichen Standardisierung. Der Bochumer Comedian und Comicfan Hennes Bender hat den Asterix-Band „Tour de France“ in „Tour de Ruhr“ umgewidmet.
Mögen die Spiele beginnen … in vier Stunden
Dieses Jahr warteten große Titel darauf, von Spielebegeisterten angezockt zu werden. Neben gängigen Namen wie „FIFA 17“ wartete EA mit „Titanfall 2“ und dem historisch akkuraten „Battlefield 1“ auf. Letzteres bedient sich...
Gamescom: Zeit für Zocken und Technik
In der letzten Woche fand vom 17. – 21. August 2016 das weltweit größte Computer- und Videospiele-Event, die Gamescom, zum siebten Mal auf dem Messegelände in Köln statt. Diese wurde von rund 345.000 Spieleinteressierten besucht. Außerdem fanden sich dort mit 877 Unternehmen aus 54 unterschiedlichen Ländern so viele AustellerInnen wie noch nie ein.
„Fuck You, Oberflächlichkeit!“
„Es war wie bei den ‚Blues Brothers‘“, erzählt Franz Ahl aus Recklinghausen, dessen Ein-Mann-Projekt Kaiser Franz über Nacht zur Band geworden ist, in seinem Bochumer Proberaum. „Wir hatten einen großen Gig, aber keine Band.“ Eher so nebenbei hat er sich mit einem Lied für den Rio-Reiser-Songpreis beworben – und vor zwei Wochen Bescheid bekommen: Kaiser Franz gewinnt in der Kategorie „Regional“. Am vergangenen Sonntag, dem 20. Todestag Rio Reisers, nahm er den Preis in der Lindenbrauerei in Unna entgegen.
Der Pott rockt
Die Sonderausstellung Rock und Pop im Pott im Ruhrmuseum auf Zollverein in Essen zeigt die historische popkulturelle Entwicklung auf dem Musiksektor im Ruhrgebiet von 1956 bis heute.
Porträts einer Utopie
Regisseurin Kirsi Marie Liimatainen reist in ihrem Dokumentarfilm um die Welt und sucht nach einstigen WeggefährtInnen, mit denen sie in der FDJ-Jugendhochschule der DDR von einer besseren Welt träumte. Was ist aus den alten GenossInnen und Idealen geworden? Ein spannendes Panorama über soziale Bewegungen in der Gegenwart.
Von lauschigen Gedankenstößen
Bei tropischen Temperaturen luden das Kulturbüro boskop und das KulturCafé zu einem Besuch ins heimische (Uni)Wohnzimmer: Heraus kam ein akustisches Dahinschmelzen dank der drei geladenen Künstlerinnen.
Wie der Geisti die Welt sieht
Es geht in seinem Programm „Nichtsdestowenigertrotz“ um „H&M-Unterwäschemodel, Finanzmärkte, Wolken und Tauben“. Einen Ausschnitt stellte Mattias Engling beim „Podest #13“ (s. Infobox) vor. Über „Arbeit, Missverständnisse und das Leben in einem beschleunigten Kapitalismus“ erzählt der 25-Jährige, der schon lange auf der Bühne steht – jetzt allerdings erstmals mit eigenem Kabarettprogramm.
Unspektakulär, alltäglich, mutig
Der „Rundgang Kunst“ der TU Dortmund 2016 umfasste herausragende Leistungen der Studierenden aus dem gesamten Studienjahr und prämierte die besten Arbeiten in den Disziplinen Fotografie, Graphik, Malerei sowie Plastik und Interdisziplinäres Arbeiten.
Rassismus-Vorwürfe gegen BoTo
Ein Facebook-Post von Bochum Total löste am vergangenen Mittwoch Entrüstung gegen den Betreiber CoolTour aus. Dieser richtete sich explizit an arabisch-sprechende Menschen mit der Bitte, sich bei dem Festival „zurückhaltend zu verhalten“ und „auf keinen Fall Frauen anzubaggern“, auch wenn „sie nur wenig Kleidung tragen“ würden. Der Veranstalter ruderte zurück, die Kritik blieb während des Festivals ein Thema.
Ein Spiel, sie alle zu binden und zu knechten
Der 13. Juli 2016 wird wohl in die Spielegeschichte als das Datum eingehen, an dem die virtuelle Welt zusammenbrach. Grund: „Pokémon GO“ verwandelt die Zwanzigjährigen von heute wieder in die Kinder von damals. Praktikantin Andrea macht sich auf, das Abenteuer am eigenen Leib zu testen – wenn es sein, muss bis zum bitteren (Akku-)Ende.










![Mit Worten begeistern: Die KünstlerInnen werden versuchen, das Publikum für sich zu gewinnen. Foto: Café Treibsand [Umur Yildirim]](https://bszonline.de/wp-content/uploads/2016/09/artikelbilder_5-1-Cafe-Treibsand-Library-days-bar-nights-1-Glauconar-Yue-Umur-Yildirim.jpg)










