Verrückter Sport: Quidditch., Foto: John Loo / flickr

Mit Köpfchen übers Netz

Nach einem langen Tag in Hörsälen und Seminarräumen ist es höchste Zeit, die steifen Gliedmaßen zu recken. Gelegenheit dazu bieten die über 90 Hochschulsportkurse der RUB. Doch Handball und Schwimmen sind von gestern: Die :bsz gibt einen  Einblick in etwas andere Sportarten.
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Theater unter Gleisen: Rottstr5. Foto: Rottstr5Theater

Mehr Kultur als wie Ihr denkt!

„Bochum, ich komm’ aus dir!“ Die Zeile von Grönemeyers Ode an seine Stadt ist auch vielen Externen ein Begriff – ob aus Flensburg, Konstanz, Saarbrücken oder Passau: Alle verbinden mit Bochum das Lied und können sich eventuell noch an Starlight-Express erinnern. Ohne das schlecht zureden, gibt es doch noch viele weitere kulturelle Möglichkeiten in der Stadt.

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 Grooves aus den 60ern und Pinguine aus der Hölle: Jaana Redflower  aus Witten schöpft aus allen Quellen. Foto: H. Spütz

Gar nicht zart besaitet

Sie fühlt sich nicht bloß im ganzen Ruhrgebiet zu Hause, sondern scheinbar auch auf allen Gebieten der Kunst: Jaana Redflower hat in den vergangenen Wochen nicht bloß ihr neues Album „Of Rhythm and Bloom“ veröffentlicht, mit dem sie derzeit auf Ruhrtour geht, sondern auch den wahnsinnigen Roman „Jorge, Pinguin im Kopf“, dessen Cover sie auch selbst gemalt hat. Wir trafen Jaana in einem Café, um mit ihr über Vorbilder und Pläne zu sprechen.

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Schreibt und liest in Bochum: Autor Tim Szlafmyca veröffentlicht seinen ersten Roman. Foto: mar

Nächtliche Dokus und tägliche Liebe

Wenn die Frau, in die man verliebt ist, zum falschen Zeitpunkt ähnlich fühlt, wenn man Menschen im verkehrten Augenblick kennenlernt und wenn man sich nie sicher sein kann, ob um die Ecke Drachen gegen Ninjas kämpfen, dann befindet sich das eigene Universum im Konflikt mit dem öffentlichen Universum. Das nennt sich „Die Relativität der Gleichzeitigkeit“. So heißt auch der erste Roman vom Bochumer Autor Tim Szlafmyca.

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Freeze: Beim Impro müssen die SchauspielerInnen auf Kommando manchmal „einfrieren“. Für die ZuschauerInnen gibt es hin und wieder eine lustige Grimasse auf der Bühne. Foto: kac

Drei Sprachen, eine Bühne

Ein Student wird umzingelt, brüllt und wimmert. Doch was hier passiert, ist keine ernste Abwehrhandlung, sondern eine Übung. Zum dritten Mal durfte die RUB polnische Studis begrüßen, um sich kulturell auszutauschen und mit Impro-Theater auf der Studiobühne des Musischen Zentrums das deutsche Publikum zu bespaßen.

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Es sollte der perfekte Mord sein: Jana Schulz (Mitte) mit Daniel Stock und Roland Bayer in „Verbrechen und Strafe“. Foto: mar

Die alte Frage nach der Schuld

Jan Klastas Aufführung von Dostojewskis „Verbrechen und Strafe“ läutet die neue Spielzeit ein und verlangte den ZuschauerInnen vieles ab. Ohrenbetäubendes Durcheinander auf der Bühne, gewissenloses Morden, aber vor allem grandiose Charaktere mit Jana Schulz in der Hauptrolle als Rodion Romanowitsch Raskolnikow. 

 
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Nix ernst nehmen, viel Spaß haben, alles dürfen: Tino Bomelino bei der "We trust!"-Show im Dortmunder FZW. Foto: mar

Abendgala in geil

Poesie und Beatbox, Musik und Videospiele, Malerei und Cheerleaderinnen – kaum etwas, mit dem die Hammerveranstaltung „We trust! Show“ am Sonntag im FZW nicht aufwarten konnte. Die VeranstalterInnen machen dem Namen alle Ehre: Man konnte ihnen vertrauen, dass das Alle-Künste-Projekt alles bieten würde, was Bock macht, und alles, was geil ist.

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Mit Worten begeistern: Die KünstlerInnen werden versuchen, das Publikum für sich zu gewinnen. Foto: Café Treibsand [Umur Yildirim]

Im Sog des Rampenlichts

Das Café Treibsand in Bochum setzt die bereits bekannte Veranstaltungsreihe „Library Days, Bar Nights“ (LDBN) unter neuem Namen fort. Zweimal im Monat wird KleinkünstlerInnen die Möglichkeit geboten, vor Publikum ihre Nummern durchzuziehen und Bühnenerfahrung zu sammeln.

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Currywurst aus Oberhausia, Datteln aus Datteln, Cervisia aus Bochonum: Hennes Bender verlegte Asterix’ Frankreichreise ins Revier und signierte im Little Nemo. Foto: mar

Voll panne, die Römers!

Wir schreiben das Jahr 2016 nach Christus. Das ganze Ruhrgebiet ist seinen Dialekt losgeworden und hat sich dem Standarddeutschen angebiedert. Das ganze Ruhrgebiet? Nein, ein tapferer Komiker trotzt der sprachlichen Standardisierung. Der Bochumer Comedian und Comicfan Hennes Bender hat den Asterix-Band „Tour de France“ in „Tour de Ruhr“ umgewidmet.

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Zeitreise mit dem DeLorean: Auch ZockerInnen von vor 30 Jahren werden in der Retro-Area abgeholt. Foto: tom

Gamescom: Zeit für Zocken und Technik

In der letzten Woche fand vom 17. – 21. August 2016 das weltweit größte Computer- und Videospiele-Event, die Gamescom,  zum siebten Mal auf dem Messegelände in Köln statt. Diese wurde von rund 345.000 Spieleinteressierten besucht. Außerdem fanden sich dort mit 877 Unternehmen aus 54 unterschiedlichen Ländern so viele AustellerInnen wie noch nie ein. 

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Eine Auszeichnung, die motiviert: „Kaiser“ Franz Ahl (links) und Bassist Stefan Werni wollen zukünftig mit vier weiteren Musikern Stücke zwischen Kommerz und Kritik schreiben. Foto: mar

„Fuck You, Oberflächlichkeit!“

„Es war wie bei den ‚Blues Brothers‘“, erzählt Franz Ahl aus Recklinghausen, dessen Ein-Mann-Projekt Kaiser Franz über Nacht zur Band geworden ist, in seinem Bochumer Proberaum. „Wir hatten einen großen Gig, aber keine Band.“ Eher so nebenbei hat er sich mit einem Lied für den Rio-Reiser-Songpreis beworben – und vor zwei Wochen Bescheid bekommen: Kaiser Franz gewinnt in der Kategorie „Regional“. Am vergangenen Sonntag, dem 20. Todestag Rio Reisers, nahm er den Preis in der Lindenbrauerei in Unna entgegen.

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Nach der Uni ist vor der Revolution: Kirsi Marie Liimatainenn sucht in ihrem Film nach den einstigen KommilitonInnen des Marxismus-Leninismus. Foto: W-Film

Porträts einer Utopie

Regisseurin Kirsi Marie Liimatainen reist in ihrem Dokumentarfilm um die Welt und sucht nach einstigen WeggefährtInnen, mit denen sie in der FDJ-Jugendhochschule der DDR von einer besseren Welt träumte. Was ist aus den alten GenossInnen und Idealen geworden? Ein spannendes Panorama über soziale Bewegungen in der Gegenwart.

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Ironie und Komik gehören zum geisteswissenschaftlichen Studium dazu: Zumindest für Komparatistikstudent und Kabarettist Mattias Engling. Foto: Julian Pache

Wie der Geisti die Welt sieht

Es geht in seinem Programm „Nichtsdestowenigertrotz“ um „H&M-Unterwäschemodel, Finanzmärkte, Wolken und Tauben“. Einen Ausschnitt stellte Mattias Engling beim „Podest #13“ (s. Infobox) vor. Über „Arbeit, Missverständnisse und das Leben in einem beschleunigten Kapitalismus“ erzählt der 25-Jährige, der schon lange auf der Bühne steht – jetzt allerdings erstmals mit eigenem Kabarettprogramm.

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Refugees Welcome: Ob falsch verstanden oder nicht – Integration ist für alle Beteiligten nicht immer einfach. Bild: pixabay

Rassismus-Vorwürfe gegen BoTo

Ein Facebook-Post von Bochum Total löste am vergangenen Mittwoch Entrüstung gegen den Betreiber CoolTour aus. Dieser richtete sich explizit an arabisch-sprechende Menschen mit der Bitte, sich bei dem Festival „zurückhaltend zu verhalten“ und „auf keinen Fall Frauen anzubaggern“, auch wenn „sie nur wenig Kleidung tragen“ würden. Der Veranstalter ruderte zurück, die Kritik blieb während des Festivals ein Thema.     

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Langer Weg: Mit dem Handy voraus auf der Suche nach Pokémon – an der RUB soll es viele geben. Foto: lor

Ein Spiel, sie alle zu binden und zu knechten

Der 13. Juli 2016 wird wohl in die Spielegeschichte als das Datum eingehen, an dem die virtuelle Welt zusammenbrach. Grund: „Pokémon GO“ verwandelt die Zwanzigjährigen von heute wieder in die Kinder von damals. Praktikantin Andrea macht sich auf, das Abenteuer am eigenen Leib zu testen – wenn es sein, muss bis zum bitteren (Akku-)Ende.

 
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