Eine temporeiche Runde mit dem nostalgischen Jahrmarktkarussell oder lieber einen Happen Zuckerwatte? Bei der viktorianischen Zeitreise in der Jahrhunderthalle kamen Steampunk-Fans voll auf ihre Kosten. Bild: kac

Zwischen Dampf und Zahnrädern

Subkultur. Bereits zum vierten Mal konnten sich LiebhaberInnen des Steampunks im Rahmen des jährlich stattfindenden Historischen Jahrmarkts in der Jahrhunderthalle treffen. 

„Der Dampf, liebe Leute, der zischende Dampf! Der Dampf aus dem Kessel (das weiß ja ein jeder), der Dampf treibt die Kolben, die Kolben die Räder“ heißt es in dem Gedicht „Lokomotive“ von Julian Tuwim. Inspiriert von der Science-Fiction-Literatur des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts, insbesondere von Jules Verne  und H. G. Wells, präsentierten die GästInnen des Steampunk-Jahrmarkts ihre fantasievollen und meist selbstgebastelten Kostüme und Erfindungen. Dabei sind Dampfmaschinen und Zahnräder die Grundausstattung der Zeitreisenden, die durch die Jahrhunderthalle stolzierten. In Bochum konnte jedeR einen Tag lang die eigenen Visionen von einem futuristischen viktorianischen Zeitalter wahr werden lassen. Doch warum gerade Steampunk?              

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In der Klasse Katharina Grosse der Kunstakademie Düsseldorf ging es um den Einsatz von Farben: Zu sehen sind Werke von Sabrina Podemski (Vordergrund) und die Abschlussarbeit von Bernhard Adams (Hintergrund). Bild: gin

Kunst keine Grenzen gesetzt

Kunst. Wenn Spülbecken voller Bier und Blumen sind, ist die Zeit für die Werkschau angebrochen. Vergangene Woche fand an der Düsseldorfer Akademie der Rundgang statt.

Jeder Raum wurde vom 31. Januar bis zum 4. Februar zu einem Atelier und einer eigenen Welt umfunktioniert. Vor keinem Material oder Element wurde Halt gemacht, denn die Spielwiese Akademie erlaubt Studierenden grenzenlose Freiheit in der Ausübung ihrer Passion. Heraus kamen dabei Menschen in Containern, tierische Innereien, Videos über den Zusammenhang von Bädern und SoziopathInnen sowie fallende Tapes. Doch wie sagte schon der vielleicht berühmteste Schüler der Düsseldorfer Schule und Hobby-Revoluzzer Joseph Beuys: „Die einzig revolutionäre Kraft ist die Kraft der menschlichen Kreativität. Die einzig revolutionäre Kraft ist die Kunst.“ In diesem Sinne: Auf die Neorenaissance-Barrikaden! 

:Die Redaktion

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Mildred Hayes fragt sich: Wieso gibt es noch immer keine Verhaftungen im Rahmen der Ermordung ihrer Tochter? Foto-Quelle: © 2017 Twentieth Century Fox

Oscar-Verleihung – ganz sicher

Hallo, liebe LeserInnen! Heute teilt euch das :bsz-Orakel mit, wer bei der anstehenden Oscar-Verleihung absahnen wird. Das sind nämlich Frances McDormand („Fargo“) und Sam Rockwell („Moon“). Denn in dem siebenfach Oscar-Nominierten Film Three Billboards Outside Ebbing, Missouri spielen die ohnehin sehr prestigeträchtigen Ikonen so richtig auf. 

McDormand verkörpert die sich nach Gerechtigkeit verzehrende Mutter Mildred Hayes, deren Tochter jüngst einem Gewaltverbrechen mit Todesfolge zum Opfer fiel, dessen Täter nicht gefasst werden konnte. Infolgedessen verhöhnt sie den örtlichen Polizeichef sowie seine mehr oder weniger kompetenten Mitarbeiter – darunter Rockwell – über die titelgebenden drei Werbetafeln, die sie für ein ganzes Jahr mietet und deren gemeinsame Aussage Dreh- und Angelpunkt der Handlung markiert. Was sich ergibt, ist ein cineastischer Brocken, der nicht zuletzt vor allem dadurch genial ist, dass er es vermag, zum Brüllen komische mit zum Weinen traurigen Elementen gekonnt zu verknüpfen.

:tom

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