Werbung verboten: Hilft das Verbot tatsächlich? Foto-Quelle: CC0 Public Domain pixabay.com

Und führe mich nicht in Versuchung …

Sonnenuntergang. Ein Cowboy – ein Pferd – eine Zigarette. Sonst nichts. Plötzlich fällt ihm ein Kamel vor die Füße. Dieses muntere Potpourri an Sargnagelbeweihräucherung wird wohl bald niemand mehr verstehen, schließlich soll ab 2020 weitgehend Schluss sein mit öffentlicher Zigarettenwerbung. So beschloss das Bundeskabinett weniger Werbung und mehr Warnung für die Tabakindustrie.

 
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Seit der Gründung der RUB vor Ort und umstritten: die Ubia Brunsviga zu Bochum. Foto: Alx

Toleranz und Pluralität

Um über Studierendenverbindungen aufzuklären, plant das StuPa (Studierendenparlament) eine kritische Broschüre. Die Kritik gegen die Verbindungen fokussiert dabei neben Sexismus sowohl klüngelhafte als auch rechtsextreme Tendenzen. Das StuPa stattete folglich der Landsmannschaft Ubia Brunsviga Palaeomarchia einen Besuch ab, um sich ein Bild von der hiesigen Verbindungen zu machen. Zum Dialog kam es allerdings erst, als der RCDS einen Antrag im StuPa gestellt hatte.
 
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Verbot statt Vernunft

Verbot statt Vernunft

2011 erklärte Dortmund das gesamte Stadtgebiet zum Sperrbezirk für Straßenprostitution. Die Prostituierte Dany K. klagte deswegen durch alle Instanzen gegen den Verlust ihres Arbeitsplatzes. Nun bestätigte das Bundesverwaltungsgericht die Rechtmäßigkeit des Verbots. Die pauschale Kriminalisierung der Straßenprostitution löst aber keine sozialen Probleme, sondern verdrängt und verschärft sie lediglich.  

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Zeigt her Eure Makel …

Zeigt her Eure Makel …

Das Dating­portal match.com wird wegen Plakaten im Rahmen seiner Kampagne #LoveYourImperfections kritisiert. Unter anderem war dort das sommersprossige Gesicht einer rothaarigen Person zu sehen, betitelt mit dem Slogan: „Wenn Du Deine Unvollkommenheit nicht magst, wird es jemand anderes tun“. Die Schlussfolgerung, dass Sommersprossen und/oder rote Haare ein Schönheitsfehler sind, stößt vielen sauer auf. 
 
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Einseitige Berichterstattung

Einseitige Berichterstattung

Dank eines unbekannten Whistleblowers (oder einer Whistleblowerin) ist es der „Süddeutschen Zeitung“ gelungen, die sogenannten Panama-Papers auszuwerten und die unmoralischen Aktivitäten der rund 14.000 Klienten von Mossack Fonseca aufzudecken. Jedoch sollten wir uns die Frage stellen, warum nur gewisse Gruppen bzw. einzelne Individuen in der Öffentlichkeit angeprangert werden. 
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6-1 Mutterschutz

Zwischen Baby-Stress und Baföganspruch

Eine Reform des Mutterschutzgesetzes (MuSchG) ist dringend notwendig: Das bis heute geltende MuSchG von 1952 ist überholt und spiegelt die gesellschaftliche Realität nicht mehr wider. Der im ReferentInnenentwurf von Dezember enthaltene Passus, der das Gesetz für Studentinnen, Schülerinnen und Praktikantinnen anwendbar machte, wurde von der Bundesregierung für unnötig befunden und kurzerhand entfernt.

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Fabel-hafter Kommilitone: Alle kennen so einen Igel – und können ihn nicht ab. Illustration: mar

Vom Igel, den niemand mag

Es hat auch schon mal spannendere Seminare gegeben, denke ich mir. Aber gut, da muss man durch. Einfach 90 Minuten absitzen und dann mit Freunden an den Kemnader See. Die Dozentin erzählt solange etwas davon, dass die Fabel eine Textform ist, in welcher Tieren menschliche Eigenschaften verliehen werden, um auf spezielle Menschen oder auf Menschentypen allgemein verweisen zu können. Das kenne man aus der Schule, bla bla bla. „Entschuldigen Sie die Verspätung, aber die Bahn …“, kommt es auf einmal von der Tür. Ach du Scheiße, der Igel. Und ausgerechnet neben mir ist der letzte Stuhl frei.

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Von Partys bis Erstifahrten

Ein Tipp: Schaut zu Beginn eures Studiums doch mal bei Eurem Fachschaftsrat (FSR) vorbei! Der FSR vertritt die Interessen der Fachschaft, in der Du bist. Er organisiert kulturelle Veranstaltungen wie Fachschaftsparties und Ersti- und Fachschaftsfahrten.

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Rike Müller, Mitglied im SHK-Rat. Foto: privat

Personalvertretung „light“

Der SHK-Rat ist die Interessensvertretung der Hilfskräfte, die noch keinen Hochschulabschluss haben. Mit dem Hochschulzukunftsgesetz hat der Landtag für diese eine Art Personalvertretung „light“ in Form einer Vertretung der Belange studentischer Hilfskräfte geschaffen – an der RUB ist diese seit Januar im Amt.

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Bedenken zum rezeptfreien Erwerb

Bedenken zum rezeptfreien Erwerb

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) warnt vor den Nebenwirkungen und negativen Folgen beim rezeptfreien Erwerb der „Pille danach“. Seit über einem Jahr kann das Medikament ohne  Arztbesuch in Apotheken käuflich erworben werden. Man sollte jedoch auch die positiven Seiten des unkomplizierten Kaufs nicht aus den Augen verlieren.
 
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Auch lange nach dem Wahlrecht: Der Weltfrauentag bleibt wichtig und spannend. Historisches Plakat 1914.

Eindrücke zum Weltfrauentag

Sexualisierte Gewalt ist seit der Kölner Silvesternacht ein Dauerthema. Vergangenen Samstag demonstrierten nun etwa 4.000 Menschen in Köln – gegen Sexismus und gegen die fremdenfeindliche Instrumentalisierung der Geschehnisse. Anlass der linken feministischen Demonstration war der vorausgegangene Weltfrauentag am 8. März. Auch andernorts wurde um jenes internationale Datum herum für Frauenrechte demonstriert. In der Türkei stellten sich mutige Frauen trotz Polizeigewalt gleich zweimal gegen das autoritäre Regime.

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Kein AfD adé in Sicht

Kein AfD adé in Sicht

 

Während in Düsseldorf vergangenen Sonntag Rosenmontag nachgefeiert wurde, zelebrierte die AfD in Sachsen-Anhalt nach den Landtagswahlen ihre 24 Prozent und den Titel zweitstärkste Partei. Wahrscheinlich ist sie schon auf der Suche nach einem Koalitionspartner.

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Im Zeichen ungewöhnlicher Koalitionen

Im Zeichen ungewöhnlicher Koalitionen

 

Die Landtagswahlen in den Bundesländern Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz haben am Wahlsonntag überraschende Ergebnisse hervorgebracht. Während die Amtsinhaber Winfried Kretschmann (Grüne) und Malu Dreyer (SPD) sich in ihren jeweiligen Domänen durchsetzen konnten, verlor die CDU trotz Sieg in Sachen-Anhalt überall an WählerInnenstimmen. Erschreckend daran: Viele Stimmen wanderten ab an die AfD.

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Zwei „natürliche“ Freunde am Verhandlungstisch: Merkel braucht ihren Demokrator. Karikatur: kac

Quo vadis, Erdoğan?

Nachdem auf dem türkischen Fernseh­sender IMC TV ein Bericht über Pressefreiheit im Zusammenhang mit den beiden freigelassenen Journalisten Can Dündar und Erdem Gül von der regierungskritischen Zeitung „Cumhuriyet“ gezeigt wurde, kappten Behörden die Übertragung. Den beiden Redakteuren, die im November letzten Jahres verhaftet wurden, droht lebenslange Haft.

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Alles Retro oder was?

Alles Retro oder was?

Früher war einfach alles besser – so dünkt es einem zumindest manchmal angesichts Nostalgie und Retro-Trends. Wir gehen auf den historischen Jahrmarkt, schwelgen in 80er-Jahre-Musik und kleiden uns wie einst unsere Eltern. Jetzt nur noch schnell das Selfie dazu auf Instagram posten …
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Ausgrenzung als physische Erfahrung: der Blick in die Mehrheitsgesellschaft. Foto: Guiseppe Bognanni (via flickr.com)

Ausgrenzung als Identitätspolitik

Die Bundesregierung verschärft mit ihrem neuen Prostitutionsgesetz die Auflagen für SexarbeiterInnen. Hannelore Kraft fordert Wohnsitzauflagen auch für anerkannte AsylbewerberInnen – diese Themen haben erstmal nichts gemeinsam und doch sind sie Ausdruck einer Form von Symbolpolitik, die sich in Zeiten sozialer Verunsicherung gegen Randgruppen richtet. 

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Kürzungsdogma ohne Realitätssinn

Kürzungsdogma ohne Realitätssinn

Die Stadt Bochum wurde durch öffentlichen Druck gezwungen, vom geplanten Abbau von Spielplätzen abzusehen. Zum Glück: Denn das erfreut nicht nur Kinder und Eltern. Drastische Sozialkürzungen, wie sie nach dem Haushaltsplan auch für die  kommenden Monate anstehen, befördern auch soziale Angst und sind ein gefährlicher  Nährboden für Rassismus.

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