Der Tristesse und der sozialen Isolation des Studiums zu entkommen, Zeit nicht nur zu haben, sondern auch zu nutzen, ist Sinn und Zweck der Sommer•Wiesen•Sturm•Lesungen. Wie fast jedes Semester fand vergangene Woche dieses kleine aber bierige und limonadige Literaturevent vor dem HGB statt.
Think global, eat local!
Weltweiter Hunger ist eines der wichtigsten Probleme unserer Zeit. Ein riesiger Anteil der Weltbevölkerung leidet unter Hunger, während der reiche Teil der Menschheit sich Gedanken darüber macht, wie man am effektivsten abnehmen kann, um hübsch zu sein. Am 18. Oktober fand eine Seminarreihe im Bahnhof Langendreer zum Umgang mit Lebensmitteln statt.
Der Teufel kommt als Märchen
Die schönste Szene von Akins „The Cut“ ist eine romantische Liebeserklärung an den Film: In einer schäbigen Gasse kämpft ein Vagabund in lumpigen Kleidern gegen die Behörden um sein Kind. Am Ende sind sie natürlich vereint. Charlie Chaplins „The Kid“ rührt auch Familienvater Nazaret (Tahar Rahim) zu Tränen. Inmitten von anderen armenischen Geflüchteten, die nach dem Ersten Weltkrieg frei, aber in einem Flüchtlingsheim von ihren Familien getrennt sind, ist es dieser Stummfilm, der Hoffnung spendet. Aber spätestens hier nimmt Akins Werk eine fast märchenhafte Wende.
Holger, die Waldfee
Lars Ruppel, einer der bekanntesten Poetry-Slammer Deutschlands, hat ein neues Buch herausgebracht. Wer jetzt nur an Comedy- und Slapstick-Humor denkt, der irrt: In „Holger, die Waldfee“ steckt viel Leben. So zum Beispiel das von: Mein lieber Herr Gesangsverein, Nicht schlecht Herr Specht, Heide Witzka, Schmitz’ Katze, Volker Racho, Heiliger Strohsack, Alter Schwede, Ach du liebes Bisschen und natürlich das von Holger die Waldfee. Lars Ruppel zeigte schon zur Deutschen Meisterschaft, dass Poetry-Slam nicht zwangsläufig bedeutet, das Publikum nur zum Lachen zu bringen. Ruppel dichtet anspruchsvolle Texte mit einem Hauch Gesellschaftskritik, die sich nicht aufdrängt, und das auch noch in Form von Gedichten.
Literatur ist eine Form der Demokratie
An diesem Wochenende öffnete einmal mehr die Frankfurter Buchmesse ihre Pforten und zieht nicht nur hunderttausende BesucherInnen, sondern auch AutorInnen aus der ganzen Welt an, die ihre Werke der Öffentlichkeit präsentieren. Eine von ihnen ist Raja Alem. Der Schrifstellerin, die aus Saudi-Arabien stammt, ist während der Messe für ihren Roman „Das Halsband der Taube“ der LiBeraturpreis verliehen worden.
Patriarchat in Leichentüchern
Rebellische Zwischentöne und das Böse im Menschen: Das Programm der Studiobühne wartet im Wintersemester mit Highlights wie Ibsens „Gespenster“ oder „Das Experiment“ auf. Die :bsz war bei den Proben zum Ibsen-Stück dabei und sprach mit den Leuten von der Studiobühne über das Eröffnungsstück und das neue Bühnenprogramm.
Ein Stummfilm für offene Münder
Wie man Kinosäle ohne Ton rockt: Das will der SKF im Wintersemester beweisen. Denn der expressionistische Stummfilmklassiker „Das Cabinet des Dr. Caligari“ steht als Highlight im Programm. Dazu gibt‘s eine spannende Endzeit-Reihe, eine Kooperation mit Amnesty International und einen ZuschauerInnen-Wunschfilm mit Robin Williams. Los geht‘s mit „A Million Ways to Die in the West“, wofür es auch in den Ersti-Tüten Freikarten gibt.
Herzblut, Kampf, Theater
Hier wird Mut und Vertrauen fürs Leben weitergegeben: Genau das macht das Projekt TheaterTotal unter der Leitung von Regisseurin und Schauspielpädagogin Barbara Wollrath-Kramer schon seit 18 Jahren aus. Vor allem junge Menschen erhalten die Möglichkeit, mit Bühnen- und Schauspielkunst fürs Leben zu lernen. Jetzt wird mit der Werkschau „Raum für Zukunft“ am 11. und 12. Oktober die neue Bühne an der Königsallee eröffnet.
Über Länder- und Genregrenzen hinweg
Nach tausend Stunden Arbeit hat Ewian sein erstes vollwertiges Album heraugsbracht – die Zeit im Studio nicht eingerechnet. „Good Old Underground“ heißt die Scheibe, für die der Kopf hinter dem Projekt, der Bonner Ewian Christensen, so...
Sinnkrise der Kapitalisten
Glücksstau und Filmadaptionen: Mit zwei Premierenwochenenden lud das Bochumer Schauspielhaus zur neuen Theatersaison ein. Nach dem Handke-Werk „Die Unvernüftigen sterben aus“ und einer Aufführung von Tschechows „Onkel Wanja“, feierten nun auch die Filmadaptionen „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“ und „Delikatessen“ Premiere. Olaf Kröck, geschäftsführender Dramaturg, verspricht ein abwechslungsreiches Programm, das auch Studierende anlocken wird.
Preußische Apokalypse in Oberhausen
Der Offizier lässt zum Appell blasen: Das blecherne Tröten erklingt, das 8. Lothringische Infanterie-Regiment Nr. 159 aus Mülheim tritt an. „Wie sehen Sie denn wieder aus?“, brüllt der Offizier einen Soldaten an. Nachdem dieser ein paar Falten aus seiner blauen Preußen-Uniform gestrichen hat, tritt der Trupp seine Patrouille an. Freundlich-diszipliniert salutiert man den Kameraden und Kameradinnen vom intergalaktischen Space-Marine-Corps, bevor weiter durch das Stargate marschiert wird. Willkommen auf dem Spaceritter!
The Strain
Nach „The Walking Dead“, „Z Nation“ und „The Last Ship“ muss die Menschheit in einem weiteren US-Serienformat um ihr Überleben kämpfen. Diesmal sorgt eine parasitäre Vampirplage in New York für das große Dahinsterben. Nicht ganz, denn die vermeintlichen Toten kehren als gefräßige BlutsaugerInnen zurück.
Da, wo das Schauspielhaus abguckt
Mit John von Düffels Bearbeitung des antiken Stoffes Orest startet das Prinz-Regent-Theater in die neue Spielzeit. Die private Bühne, die unter anderem für Stücke und Uraufführungen junger AutorInnen steht, nimmt diesmal wieder viele klassische Werke mit ins Programm. Genau das ist aber auch ein Problem, wie Theaterleiterin und Regisseurin Sibylle Broll-Pape sagt: Das Schauspielhaus kupfere ab.
Formfleisch à la the Rock
Der griechische Halbgott und Sohn des Zeus ist zum zweiten Mal in diesem Jahr Vorlage für einen Actionschinken. Nach „The Legend of Hercules“ soll nun mit „Hercules“, gespielt von Dwayne „The Rock“ Johnson, der Stein ins Rollen kommen. Kann die Verfilmung des Comics „Hercules – The Thracian Wars“ überzeugen oder ist sie nur ein schlechter Witz?
Auf, auf zum grünen Zweig
Vom 26. September bis zum Erntedankfest am 5. Oktober ist es wieder soweit: Das non-profit Festival n.a.t.u.r. findet zum vierten Mal statt und bietet viele Einblicke und Veranstaltungen zu den Themen Nachhaltigkeit, Partizipation, Ökologie und Kultur.
Breites Sport- & Kulturangebot an der RUB
Bochum, eine Geisterstadt in grau, aus Stahl, Beton und Glas? Nein! Denn wer nur das sieht, erkennt nicht die Möglichkeiten, die sich Euch bieten. Allein in der Umgebung der Uni findet Ihr schon ein großes und breites Angebot an Möglichkeiten für die Freizeit, aber auch während des Studiums gibt es einiges, um Euch auszutoben und Neues kennenzulernen.
Hartes Brot und „fantastischer Schrott“
Klassiker und Trash: Ab Mitte September starten die Bochumer Theater in die neue Spielzeit. Gewagt wird wenig, die meisten setzen auf klassische Werke: Mit Tschechows „Onkel Wanja“ geht es im Schauspielhaus los, das Prinz-Regent-Theater zeigt mit „Orest“ einen antiken Stoff. Das freie Theater an der Rottstraße 5 eröffnet dagegen unter anderem mit der Goethe-Adaption „Götz“ die neue Spielzeit und wartet auch mit anderen Highlights auf. Wir waren bei den Proben dabei.
„Der See hat alles kaputt gemacht“
Gesellschaftskritik am Zaun: Arm und Reich prallen in Ulrike Frankes und Michael Loekens Doku-Highlight „Göttliche Lage“ über den Gentrifizierungs-Meilenstein Phönixsee aufeinander. Die Dokumentation trifft den Nerv der Zeit und füllt bei der Filmvorführung und das anschließende Publikumsgespräch mit den beiden RegisseurInnen den Saal im Endstation Kino.
Interaktiver Bildroman
Krieg im Videospiel: Es erschallt der Call of Duty, also geht es auf in die Killzone, wo die Gears of War knirschen und für möglichst viele getötete Feinde winkt die Medal of Honor. Die Angst im Schützengraben, auseinandergerissene Familien, die unerträgliche Kriegsgefangenschaft und die Furcht, seine Liebsten und seine Freunde zu verlieren – davon erzählen die wenigsten Spiele. Am eindrucksvollsten tut dies „Valiant Hearts: The Great War“.
Der Rhein und seine Geschichte
Nach Filmen wie „Bavaria“ und „Die Nordsee von oben“ ist „Rheingold – Gesichter eines Flusses“, die neuste Natur-Doku von den FilmemacherInnen Peter Bardehle und Lena Leonhardt. Spektakuläre Naturaufnahmen aus der Vogelperspektive werden in 91 Minuten nicht ein Mal langweilig.
Party und Politik
Das Féile-an-Phobail-Festival passt eigentlich nicht nach Belfast. Wenigstens habe ich die Stadt bisher nicht mit Fröhlichkeit, Heiterkeit und Toleranz in Verbindung gebracht. Durch das Féile habe ich Belfast jedoch von einer ganz neuen Seite kennengelernt.



















