Eine Gruppe Menschen, die so tut, als wär Sommer. Der neunte Wiesensturm war wieder eine feutchfröhliche Angelegenheit. Foto: Katharina Mraz

Mit Feder und Mikrofon

Der Tristesse und der sozialen Isolation des Studiums zu entkommen, Zeit nicht nur zu haben, sondern auch zu nutzen, ist Sinn und Zweck der Sommer•Wiesen•Sturm•Lesungen. Wie fast jedes Semester fand vergangene Woche dieses kleine aber bierige und limonadige Literaturevent vor dem HGB statt.

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Zu schade für den Müll: Beim Workshop kochten die TeilnehmerInnen mit  Lebensmitteln, die Supermärkte wegwerfen würden. – Foto: bk

Think global, eat local!

Weltweiter Hunger ist eines der wichtigsten Probleme unserer Zeit. Ein riesiger Anteil der Weltbevölkerung leidet unter Hunger, während der reiche Teil der Menschheit sich Gedanken darüber macht, wie man am effektivsten abnehmen kann, um hübsch zu sein. Am 18. Oktober fand eine Seminarreihe im Bahnhof Langendreer zum Umgang mit Lebensmitteln statt.

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Der Teufel kommt als Märchen

Die schönste Szene von Akins „The Cut“ ist eine romantische Liebeserklärung an den Film: In einer schäbigen Gasse kämpft ein Vagabund in lumpigen Kleidern gegen die Behörden um sein Kind. Am Ende sind sie natürlich vereint. Charlie Chaplins „The Kid“ rührt auch Familienvater Nazaret (Tahar Rahim) zu Tränen. Inmitten von anderen armenischen Geflüchteten, die nach dem Ersten Weltkrieg frei, aber in einem Flüchtlingsheim von ihren Familien getrennt sind, ist es dieser Stummfilm, der Hoffnung spendet. Aber spätestens hier nimmt Akins Werk eine fast märchenhafte Wende.

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Holger die Waldfee: Ein außergewöhnliches Buch eines renommierten Poetry-Slammers. - Buchcover: Satyr-Verlag.

Holger, die Waldfee

Lars Ruppel, einer der bekanntesten Poetry-Slammer Deutschlands, hat ein neues Buch herausgebracht. Wer jetzt nur an Comedy- und Slapstick-Humor denkt, der irrt: In „Holger, die Waldfee“ steckt viel Leben. So zum Beispiel das von: Mein lieber Herr Gesangsverein, Nicht schlecht Herr Specht, Heide Witzka, Schmitz’ Katze, Volker Racho, Heiliger Strohsack, Alter Schwede, Ach du liebes Bisschen und natürlich das von Holger die Waldfee. Lars Ruppel zeigte schon zur Deutschen Meisterschaft, dass Poetry-Slam nicht zwangsläufig bedeutet, das Publikum nur zum Lachen zu bringen. Ruppel dichtet anspruchsvolle Texte mit einem Hauch Gesellschaftskritik, die sich nicht aufdrängt, und das auch noch in Form von Gedichten.

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Freiheit des Schreibens: Die saudi- arabische Schriftstellerin Raja Alem schert sich nicht um Zensur. Foto: bk

Literatur ist eine Form der Demokratie

An diesem Wochenende öffnete einmal mehr die Frankfurter Buchmesse ihre Pforten und zieht nicht nur hunderttausende BesucherInnen, sondern auch AutorInnen aus der ganzen Welt an, die ihre Werke der Öffentlichkeit präsentieren. Eine von ihnen ist Raja Alem. Der Schrifstellerin, die aus Saudi-Arabien stammt, ist während der Messe für ihren Roman „Das Halsband der Taube“ der LiBeraturpreis verliehen worden.

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Gespenster: Letzte Vorbereitungen zur Generalprobe. Foto: bent

Patriarchat in Leichentüchern

Rebellische Zwischentöne und das Böse im Menschen: Das Programm der Studiobühne wartet im Wintersemester mit Highlights wie Ibsens „Gespenster“ oder „Das Experiment“ auf. Die :bsz war bei den Proben zum Ibsen-Stück dabei und sprach mit den Leuten von der Studiobühne über das Eröffnungsstück und das neue Bühnenprogramm.

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Neues SKF-Programm: Lioba vom Studienkreis Film sprach mit der :bsz über die Filmhighlights im Wintersemester. Foto: bent

Ein Stummfilm für offene Münder

Wie man Kinosäle ohne Ton rockt: Das will der SKF im Wintersemester beweisen. Denn der expressionistische Stummfilmklassiker „Das Cabinet des Dr. Caligari“ steht als Highlight im Programm. Dazu gibt‘s eine spannende Endzeit-Reihe, eine Kooperation mit Amnesty International und einen ZuschauerInnen-Wunschfilm mit Robin Williams. Los geht‘s mit „A Million Ways to Die in the West“, wofür es auch in den Ersti-Tüten Freikarten gibt.

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Lernen durch Schauspiel vermittelt TheaterTotal. Bild: TheaterTotal

Herzblut, Kampf, Theater

Hier wird Mut und Vertrauen fürs Leben weitergegeben: Genau das macht das Projekt TheaterTotal unter der Leitung von Regisseurin und Schauspielpädagogin Barbara Wollrath-Kramer schon seit 18 Jahren aus. Vor allem junge Menschen erhalten die Möglichkeit, mit Bühnen- und Schauspielkunst fürs Leben zu lernen. Jetzt wird mit der Werkschau „Raum für Zukunft“ am 11. und 12. Oktober die neue Bühne an der Königsallee eröffnet.

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Bühne frei! Geschäftsführender Dramaturg Olaf Kröck unterhielt sich mit der :bsz über den neuen Spielplan. Foto: bent

Sinnkrise der Kapitalisten

Glücksstau und Filmadaptionen: Mit zwei Premierenwochenenden lud das Bochumer Schauspielhaus zur neuen Theatersaison ein. Nach dem Handke-Werk „Die Unvernüftigen sterben aus“ und einer Aufführung von Tschechows „Onkel Wanja“, feierten nun auch die Filmadaptionen „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“ und „Delikatessen“ Premiere. Olaf Kröck, geschäftsführender Dramaturg, verspricht ein abwechslungsreiches Programm, das auch Studierende anlocken wird.

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Möge die Macht mit Euch sein: Das Imperium hält Einzug in Oberhausen. Foto: Klaus Schilda

Preußische Apokalypse in Oberhausen

Der Offizier lässt zum Appell blasen: Das blecherne Tröten erklingt, das 8. Lothringische Infanterie-Regiment Nr. 159 aus Mülheim tritt an. „Wie sehen Sie denn wieder aus?“, brüllt der Offizier einen Soldaten an. Nachdem dieser ein paar Falten aus seiner blauen Preußen-Uniform gestrichen hat, tritt der Trupp seine Patrouille an. Freundlich-diszipliniert salutiert man den Kameraden und Kameradinnen vom intergalaktischen Space-Marine-Corps, bevor weiter durch das Stargate marschiert wird. Willkommen auf dem Spaceritter!

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Serien-Nachschub: „The Strain“ reanimiert das Vampir-Genre. Logo: The Strain/FX Networks; Illustration: ck

The Strain

Nach „The Walking Dead“, „Z Nation“ und „The Last Ship“ muss die Menschheit in einem weiteren US-Serienformat um ihr Überleben kämpfen. Diesmal sorgt eine parasitäre Vampirplage in New York für das große Dahinsterben. Nicht ganz, denn die vermeintlichen Toten kehren als gefräßige BlutsaugerInnen zurück.

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Start in die neue Spielzeit: Das Ensemble ist bereit für die „Orest“-Aufführung. Foto: bent

Da, wo das Schauspielhaus abguckt

Mit John von Düffels Bearbeitung des antiken Stoffes Orest startet das Prinz-Regent-Theater in die neue Spielzeit. Die private Bühne, die unter anderem für Stücke und Uraufführungen junger AutorInnen steht, nimmt diesmal wieder viele klassische Werke mit ins Programm. Genau das ist aber auch ein Problem, wie Theaterleiterin und Regisseurin Sibylle Broll-Pape sagt: Das Schauspielhaus kupfere ab.

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Auf’s Maul? So geht Entmystifizierung des Hercules-Stoffes im neuesten Blockbuster mit Dwayne „The Rock“Johnson. Foto: © Paramount Pictures and Metro-Goldwyn-Mayer Pictures

Formfleisch à la the Rock

Der griechische Halbgott und Sohn des Zeus ist zum zweiten Mal in diesem Jahr Vorlage für einen Actionschinken. Nach „The Legend of Hercules“ soll nun mit „Hercules“, gespielt von Dwayne „The Rock“ Johnson, der Stein ins Rollen kommen. Kann die Verfilmung des  Comics „Hercules – The Thracian Wars“ überzeugen oder ist sie nur ein schlechter Witz?

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Deutsch-polnisches Improvisationstheater: Nur eins von vielen Projekten an der Uni. Foto alx/kac

Breites Sport- & Kulturangebot an der RUB

Bochum, eine Geisterstadt in grau, aus Stahl, Beton und Glas? Nein! Denn wer nur das sieht, erkennt nicht die Möglichkeiten, die sich Euch bieten. Allein in der Umgebung der Uni findet Ihr schon ein großes und breites Angebot an Möglichkeiten für die Freizeit, aber auch während des Studiums gibt es einiges, um Euch auszutoben und Neues kennenzulernen.

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Vor der Premiere des neuen Götz: Regisseur Stefan Meißner und Schauspieler Jörg Schulze-Neuhoff. Foto: bent

Hartes Brot und „fantastischer Schrott“

Klassiker und Trash: Ab Mitte September starten die Bochumer Theater in die neue Spielzeit. Gewagt wird wenig, die meisten setzen auf klassische Werke: Mit Tschechows „Onkel Wanja“ geht es im Schauspielhaus los, das Prinz-Regent-Theater zeigt mit „Orest“ einen antiken Stoff. Das freie Theater an der Rottstraße 5 eröffnet dagegen unter anderem mit der Goethe-Adaption „Götz“ die neue Spielzeit und wartet auch mit anderen Highlights auf. Wir waren bei den Proben dabei.

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„Der See hat alles kaputt gemacht“

Gesellschaftskritik am Zaun: Arm und Reich prallen in Ulrike Frankes und Michael Loekens Doku-Highlight „Göttliche Lage“ über den Gentrifizierungs-Meilenstein Phönixsee aufeinander. Die Dokumentation trifft den Nerv der Zeit und füllt bei der Filmvorführung und das anschließende Publikumsgespräch mit den beiden RegisseurInnen den Saal im Endstation Kino.
 

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5-2 Valiant Hearts 5

Interaktiver Bildroman

Krieg im Videospiel: Es erschallt der Call of Duty, also geht es auf in die Killzone, wo die Gears of War knirschen und für möglichst viele getötete Feinde winkt die Medal of Honor. Die Angst im Schützengraben, auseinandergerissene Familien, die unerträgliche Kriegsgefangenschaft und die Furcht, seine Liebsten und seine Freunde zu verlieren – davon erzählen die wenigsten Spiele. Am eindrucksvollsten tut dies „Valiant Hearts: The Great War“.

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5-3 Der Rhein - Ein Fluss viele Gesichter

Der Rhein und seine Geschichte

Nach Filmen wie „Bavaria“ und „Die Nordsee von oben“ ist „Rheingold – Gesichter eines Flusses“, die neuste Natur-Doku von den FilmemacherInnen Peter Bardehle und Lena Leonhardt. Spektakuläre Naturaufnahmen aus der Vogelperspektive werden in 91 Minuten nicht ein Mal langweilig.
 

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Politik trifft Kunst trifft Unterhaltung: In Belfast geht das alles Hand in Hand. Quelle: Twitter / Jan Freytag

Party und Politik

Das Féile-an-Phobail-Festival passt eigentlich nicht nach Belfast. Wenigstens habe ich die Stadt bisher nicht mit Fröhlichkeit, Heiterkeit und Toleranz in Verbindung gebracht. Durch das Féile habe ich Belfast jedoch von einer ganz neuen Seite kennengelernt.

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