Luxus und Leere: der italienische Erfolgsfilm „Die süße Gier“ nach den Roman „Human Capital“ ist ein Klassenkampf-Kaleidoskop als munterer Genre-Mix.
Alles auf Null – um eine bessere Welt zu schaffen!
In der Woche vom 28. Juni bis 5. Juli verwandelte sich der Westpark in ein einmaliges kreatives Zentrum für junge Kulturinteressierte, die ein ambitioniertes Ziel verfolgten: eine bessere Welt entwerfen! Das gemeinsame Jugendtheaterprojekt endete mit dem großen „Abschluss-Spektakel“, auf dem die Arbeitsergebnisse der verschiedenen Workshops vorgestellt wurden.
Aber so leben? Nein, Danke!
Tapeten sind kein klassischer Stoff für die Literatur: Doch in der vom Ruhrliteratur-Verlag herausgegebenen Bild-Text-Anthologie „Struktur, Tapete“ erzählen junge AutorInnen in Kurzgeschichten und Gedichten spannend und vielfältig über das Leben in unseren Wohnräumen.
Menschen statt Mainstream
Am vergangenen Samstag feierte das Düsseldorfer „Open Source Festival“ auf der Galopprennbahn mitten im Grafenberger Wald seinen zehnten Geburtstag. Lokale und internationale Bands sorgten auf drei Bühnen für ausgelassene Sommerstimmung – nebenbei stellten StudentInnen der Kunsthochschule für Medien ihre Werke auf dem Gelände aus. Die Headliner „Metronomy“ bildeten den würdigen Abschluss.
Lachen, das im Halse stecken bleibt
Wo sich national-konservatives Gedankengut mit Kabarett vereint, ist Dr. Alfons Proebstl nicht fern. Der selbsternannte Satiriker zieht auf seinem Youtube-Kanal, der von über 9.000 Menschen abonniert wurde, über alles her, was Pegida und Hogesa unlieb ist. Seine über 70 Videos behandeln in humoristischer Verpackung Themen wie „Raubtiersozialismus“ und „Gender-Gaga“, doch stellt sich die Frage, ob das noch Humor ist, oder schon Hass.
Musikalisches Buffet am Eichenring
Das diesjährige Hurricane zog 65.000 FestivalgängerInnen nach Scheeßel. Obwohl das Event dieses Jahr weniger BesucherInnen anlockte (2014: 73.000), konnte es mit seiner Stimmung und Bands punkten. Headliner waren Placebo, Materia und Florence + The Machine. :bsz-Redakteur Alexander Schneider war vor Ort.
„Kein Ergebnis ist auch ein Ergebnis“
Zwei Semester lang haben Studierende verschiedener Fächer an dem inSTUDIES-Projekt „Die Sozialwissenschaften im Theater: Forschung in szenierten Welten“ gearbeitet. Die Ergebnisse werden am Samstag in Form einer Abschlussperformance im Forum Freies Theater Düsseldorf gezeigt.
Kuchen, Karaoke, Kapitalismus
Die freie Theaterszene gibt sich beim Impulse Theater Festival unter dem Motto „Gesellschaftsspiele“ im Mülheimer Ringlokschuppen erfrischend politisch und spielt mit neuen (oder alten) Darstellungsformen.
„Der Wegweiser auf dem Pfad der Psychonautik“
„Legalize it!“, rufen die einen (und werden immer mehr erhört), „Absolutes Rauchverbot!“, skandieren die anderen. Auf der Wohnheimparty kommt Deine Freundin zu dem Schluss, dass Drogen „absolut nichts“ für sie seien; drei Cocktails später huldigt sie würgend dem Porzellangott, während Deine Freunde sich über „Fear and Loathing in Las Vegas“ beömmeln. Und in diese Gesellschaft, die nicht weiß, was sie von Drogen halten soll, platzt nun ein Magazin, das klar Stellung bezieht: „Lucy’s Rausch“.
Show-Spektakel an der RUB
Die Gruppe Bounty zeigt am 20. und 21. Juni das Musical „Legendary“ von Sarah Sodke und Marvin Buchkamp. Der junge Viktor ist auf der Suche nach Abenteuern. Begleitet von seinem Pagen Flo trifft er auf seine große Liebe, Prinzessin Mellinia. Natürlich steht ihre Liebe unter keinem günstigen Stern: Die Prinzessin wird vom Todesgott Mortiferus entführt.
Lügenpresse, Baby!
Enthüllung? Empörung? Alles Nostalgie: In Christoph Hochhäusler Polit-Thriller „Die Lügen der Sieger“ läuft der Enthüllungsjournalismus ins Leere.
Anti-T.I.N.A.-Theater
Auf der Suche nach frischem politischen Theater: Vom 11. bis 20. Juni bietet das Impulse Theater Festival der Freien Szene zum bereits 25. Mal eine Plattform für innovative Bühnen- und Performancekunst. Zentrum des Festivals wird dagegen zum ersten Mal der Ringlokschuppen in Mülheim an der Ruhr sein. Unter dem Motto „Gesellschaftsspiele“ werden in neun deutschsprachigen und drei internationalen Produktionen zudem die Möglichkeiten eines politischen Theaters präsentiert und diskutiert.
Sie hörten, tranken und rockten
Spätestens seit dem diesjährigen Rock am Ring hat die Festival-Saison begonnen. Doch was kommt nach dem neuen Open-Air von Mendig? Wir verraten es Euch im zweiten Teil unseres Festivalguides.
„Wir haben ihn zu Gewaltlosigkeit erzogen!“
Als im Juli 2002 der junge Marinus Schöberl von drei Neonazis zu Tode geprügelt wurde, schwieg das Dorf Potzlow ganze vier Monate – und auch die Eltern der Angeklagten schützten „selbstverständlich“ die unfassbaren Missetaten ihrer Kinder. Im Studio 108 inszenierte Regisseur Johannes Thorbecke das Stück „Der Kick“ von Andreas Veiel neu und schlüpfte dabei in mehrere Rollen. Eine blieb jedoch unbesetzt – die des Opfers.
„Why do you call me Mr. Žižek?“
„Ich habe gesprochen“: Und das sehr viel, wenn der bedeutendste politische Gegenwartsphilosoph zu Gast ist. Bei der phil.Cologne – dem internationalen Festival der Philosophie – philosophierte der marxistische Star-Theoretiker über den Kapitalismus, die Revolution und Plastikvaginas.
Kaum Rock-Romantik, dafür Bands hautnah
Das Festival auf Schalke bringt mit seinen Headlinern die Massen in Bewegung und überzeugt mit seinen Künstlern. :bsz-Reporter Alexander Schneider ist für Euch auf dem Rock im Revier und bietet einen Rückblick vom ersten Tag: Es ist ein Festival im eigentlichen Sinne.
Was die Studiobühne uns noch bringt
Das Musische Zentrum zeigt noch bis zum Ende des Semesters acht Inszenierungen. Nach der Pfingstpause startet die Studiobühne wieder voll durch.
„Neonazismus ist weit verbreitet!“
Das Thema „Neonazismus“ ist hochaktuell – nicht zuletzt wegen des NSU-Prozesses. Aus diesem Grund inszeniert Johannes Thorbecke, künstlerischer Leiter, Regisseur und Schauspieler des freien Theaters Gegendruck, Andreas Veiels „Der Kick“ von 2005 am 29. Mai im Bahnhof Langendreer neu.
Film als ziviler Ungehorsam
Eine Gruppe syrischer und palästinensischer Flüchtlinge reist als Hochzeitsgesellschaft getarnt quer durch die Festung Europa, um in Schweden Asyl zu beantragen. Der Dokumentarfilm „An der Seite der Braut“ ist zugleich eine politische Aktion. In Kooperation mit Pro Asyl und Adopt a Revolution wurde er am 20. Mai in Anwesenheit einer Darstellerin im Bahnhof Langendreer gezeigt.
Wen juckt die Atombombe, wenn das Herz schmerzt?
Da ist man gerade mit seinen Erste-Welt-Problemen beschäftigt – das schnöde Geld, das schmerzende Herz – da bricht sie unvermittelt herein und bringt alles durcheinander: die Apokalypse. Für manche geht das Leben weiter und auch einige der Probleme haben den großen Atomknall überlebt. Die Theatergruppe Eben-BildNer erzählt in ihrem neuen Stück, das am 29. Mai im Thealozzi-Theater in Bochum uraufgeführt wird, interaktiv und absurd von den zwischenmenschlichen „Apokalyps-chen“.
Postapokalyptische Hatz
Dreißig Jahre mussten Fans auf das jüngste Machwerk des australischen Filmemachers George Miller warten, der auch bei den ersten drei „Mad-Max“-Teilen Regie führte, und die Drehbücher lieferte. Mit seinem Hybrid aus Neuauflage und Fortsetzung ist Miller nicht nur eine Hommage an längst vergangene Zeiten gelungen, er hat auch gezeigt, dass Hollywood-Filme mehr sein können als seelenloser Franchise-Schrott.



















