Fick dich, Natur: Slammer, Moderator und RUB-Student Jan Philipp Zymny setzt ein deutliches Zeichen. Foto: lor

Nicaragua mit der Omma

Wenn ZuschauerInnen Kapuzineräffchen sind, Nicaragua als Parabel für Gesellschaftskritik verwendet wird und Omas aussehen wie Gandalf mit Gehstock, dann ist Poetry-Slam-Zeit: Der große Audimax-Slam vergangene Woche bot eine breite Palette an hochwertigen Texten. 

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Erneut volles Haus: Hasselhoff und Co. lockten die Massen an. Foto: Sarah Sodke

Die hundertfache Harley

Am vergangenen Wochenende fand die zweite German Comic Con in den Westfalenhallen Dortmund statt. Ein Tummelplatz für Comic-Fans jeder Sorte.Die Messe, die 2015 erstmalig in Dortmund stattfand und zehntausende Fans anlockte, war auch dieses Jahr gut besucht.

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5-2 blicke, Foto v bent

Engagiert und experimentell

Zum bereits 24. Mal fand im endstation.kino das „blicke“-Filmfestival des Ruhrgebiets statt. Insgesamt 39 Filme wurden an fünf Tagen gezeigt und standen auch im Wettbewerb um verschiedene Preise. Den blicke-Filmpreis räumte am Ende eine Dokumentation über jugendliche Geflüchtete ab.

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Krawallliterat, Teddybär, Slammeister: Jan Philipp Zymny moderiert den großen Slam im Audimax – ganz ohne Bärenkatapulte. Foto: Christoffer Greiss

Schnabeltiere sind FreundInnen

Von Physik zu Theaterwissenschaft: Der aus Wuppertal stammende Moderator des großen, am 30. November stattfindenden Audimax-Slams, Jan Philipp Zymny, erzählt im :bsz-Interview davon, wie man auf die Idee kommt, von Natur- auf Geisteswissenschaften umzusteigen, warum es so besonders ist, gerade vor studentischem Publikum aufzutreten und was er von den Ressentiments gegenüber Wuppertal hält. Nebenher tauchen noch Schnabeltiere allein im Wald auf. 

Wie Zymny damit umgeht, erfahrt Ihr hier!

      :Die Redaktion

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Hier Ranken, da Messer: Jeder Song wurde passend zum Inhalt visualisiert. Foto: lor/ Maxi Lorenz

Ein Prophet unter uns

Ein Bass, so laut, dass er tief in der Brust vibrierte und das Atmen erschwerte. Wie in Trance sprang die Menge, riss die Arme hoch, wenn es der Maestro auf der illuminierten Bühne verlangte. Die Metal- und seit 2015 auch ein bisschen Pop-Band Bring Me The Horizon gab sich in Bochum die Ehre – Redakteurin Andrea war dabei.  

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Verwirrung geglückt: Ein Freiwilliger ist es, der Ruby Behrmann einen Tag begleiten wird ohne zu wissen, was ihm bevorsteht. Foto: Sven Neidig

Bereit, spontan zu sein?

28 Veranstaltungen, fünf Spielorte, vier Tage, eine Stadt: Zum 14. Mal machte das „Zeitzeug_Festival“ Bochum zum Hotspot von allerlei Theater, Musik und (hin und wieder) Schrägem. Unter dem Motto: „Wer sagt, dass_?“ hinterfragten und diskutierten die KünstlerInnen verschiedene Themen wie das Menschsein und das Leben.

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Von links nach rechts: Übersetzerin Maria Wolf, Autorin Olga Tokarczuk und Moderator Bernhard Hartmann. Foto: lor

Mit Literatur gegen Angst

Das Datum scheint gut gewählt: Einen Tag nach dem polnischen Unabhängigkeitstag und fünf nach der US-Wahl lud der Verein OstWest e. V. am vergangenen Samstagabend mit Unterstützung der Fachschaft Slavistik/Russische Kultur zu einer Lesung mit Olga Tokarczuk und der Übersetzerin Maria Wolf zum Thema: „Gegen die Angst – Literatur in Europa heute“. Musikalisch begleitet wurde der Abend von Arek Błeszyński und Krzysztof Kozielski.

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Buchkunst aus Bochum

Die Ausstellung von ausgewählten Werken des Verlags „Edition Wort und Bild“ eröffnet am Freitag, den 18. November in Zentralbücherei der Stadt Bochum (nicht mit der UB verwechseln). Gleichzeitig gibt es die Vorstellung einer Broschüre, die Studierende der Germanistik der RUB unter der Leitung von Dr. Joachim Wittkowski erstellt haben.

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Im Feuilleton gelobt und mit dem Literaturpreis Ruhr 2015 ausgezeichnet: Sascha Reh las im KulturCafé aus seinem Roman „Gegen die Zeit“. Foto: bent

Blutige Konterrevolution und geballter Nonsens

Politische Belletristik und zum Brüllen komische Slam Poetry: Bei der jüngsten Ausgabe von Treibgut – Literatur von der Ruhr gab es am 2. November im KulturCafé neben Auszügen aus Sascha Rehs „Gegen die Zeit“ über den Pinochet Putsch auch Texte von aktuellen und ehemaligen RUB-Studierenden wie Tim Szlafmyca, Melody Martinez oder Ulrich Schröder zu hören.

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Ein Mensch gewordener Schlachtruf: Johann Hegg von Amon Amarth prügelt mit seiner Band altnordische Sagas in Death-Metal-Form. Foto: Alexander Schneider

Eine Tour wie ein Raubzug

Lauft um Euer Leben! Die Wikinger sind wieder unterwegs in Europa. Und sie haben ihren Feldzug in Oberhausen begonnen! Doch, was ist das? Statt zu flüchten, pilgerten vergangenen Freitag Tausende freiwillig zum Ort des Gemetzels. Denn es handelte sich dabei um den Europatourauftakt der schwedischen Viking-Metal-Band Amon Amarth. Viking Metal? Wir werfen einen Blick auf ein umstrittenes Subgenre zwischen Geschichte, Mythologie und dem Dünkel der Volkstümelei.

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Wirtschaften und Regieren im All

Es hat so unschuldig angefangen: Ein paar forschungsbesessene Nerds mit dem Verlangen nach Größerem haben mich zu ihrem Anführer erklärt. Ich habe, denke ich, gute Arbeit geleistet: Wir haben eine komplexe künstliche Intelligenz entwickelt, fremde Lebewesen domestiziert (und verspeist), Helden angeworben und die Tiefen unserer Galaxie erforscht. Aber wir haben auch unser Gebiet verteidigt, eine Kriegsflotte ausgehoben und mächtige Generäle an ihre Spitze gesetzt. 

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„Luft nach oben“: Hennes Benders neues Programm heiße so, um JournalistInnen Arbeit abzunehmen. Foto: Robert Freise

Unterhaltung im Plauderton

Wer hoch hinaus will, sollte „Luft nach oben“ haben. So heißt auch Hennes Benders aktuelles Programm, mit dem er vergangene Woche in Herne gastierte. Allerdings ist der Bochumer Wuschelkopf nach 26 Jahren auf der Bühne schon längst oben angekommen und präsentierte eine Werkschau seines vielfältigen Schaffens. Was die ZuschauerInnen aus dem Programm mitnehmen sollen? „Ihre Jacken“, sagt er.

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Nicht Crack, nicht Heroin, sondern Diss: Der Weg zum Doktortitel ist hart. Bild: Knaus

Die Schrecken einer Dissertation

Von ihrer Arbeit in der Schule genervt, kann sich Jeanne nichts Schöneres vorstellen, als an die Uni zurückzukehren und eine Promotion in Angriff zu nehmen. Voller Enthusiasmus schreibt sie sich als Doktorandin ein. Doch der Elan währt nicht lang. Den Menschen an der Universität scheint nicht einmal ansatzweise etwas daran zu liegen, dass Jeanne jemals mit dieser Dissertation fertig werden soll. „Studierst du noch oder lebst du schon?“ ist der Debut-Comic der französischen Zeichnerin Tiphaine Rivière und in ihrem Heimatland direkt ein Hit.

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