Frankreichs Präsident François Hollande wollte einst mit Arnaud Montebourg, einem wortgewandten und eloquenten Politstar die Grande Nation vor dem wirtschaftlichen Untergang bewahren. Jetzt bildete er auf Wunsch des Ministerpräsidenten das Kabinett um und besetzt mit Emmanuel Macron das Wirtschaftsministerium neu. Ein neuer Anfang oder der Anfang vom Ende?
Asylsuchende menschenwürdig unterbringen!
„Zelte für Flüchtlinge. Mit schmalen Pritschen und ein paar Stühlchen. Auf einem matschigen Ascheplatz. Nicht im Irak oder in Syrien. Sondern in Duisburg, Deutschland. Es ist einfach nur beschämend.“ So beginnt ein aktueller Kommentar zum Duisburger Flüchtlingsskandal – nicht etwa in der örtlichen studentischen Campuszeitung, sondern in der WAZ Essen. Die Stadt des Loveparade-Desasters hätte diesen Skandal verhindern müssen, folgert Kommentator Frank Preuß. „Um jeden Preis.“
Hustadt netzt sich völlig ein
Ein Gespinst geht um in der Hustadt – das Gespinst des Kunstaktivismus. Naja, vielleicht. Genau genommen hängt das Gewebe auch nur und geht weniger um, aber wer in Christos und Jean-Claudes Namen hat die Querenburger Plattenbauten in einen Kokon eingesponnen? Waren es NachahmerInnen der berüchtigten VerschleirungskünstlerInnen, NetzaktivistInnen, oder entpuppen sie sich am Ende nur als verwirrte SpinnerInnen?
Selbstverteidigung unterstützen!
Mit ihrem Vormarsch im Norden des Irak haben die Kämpfer des „Islamischen Staates“ (IS) hunderttausende Andersgläubige zu einer Massenflucht gezwungen, vor allem ChristInnen und JesidInnen. Nun droht die islamistische Terrororganisation tiefer in die kurdischen Gebiete im Irak und in Syrien einzudringen – was eine immer größere humanitäre Katastrophe bedeuten würde.
Pazifismus ist keine Meinung, sondern eine Haltung
„Der Staat des Bösen“, titelt Der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe – und trägt damit nicht gerade zu einer Versachlichung der gegenwärtigen Debatte über eine militärische Beteiligung Deutschlands bei, um die Gründung eines „Kalifats“ im Nahen Osten durch „Terroristen“ der Organisation „Islamischer Staat“ (IS) abzuwenden. Auch der ARD-Presseclub ließ sich in seiner Sendung vom 17. August auf die verkürzte
Fragestellung „Waffen ja – schießen nein? Deutschlands Dilemma mit dem Krieg“ ein. Dies zeigt den Trend eines Einschwenkens deutscher ‚Leitmedien‘ auf den fatalen Mainstream einer Entächtung des Krieges, die – wie in den vergangenen Wochen insbesondere in Israel zu beobachten – PazifistInnen zunehmend die Luft zum Atmen nimmt.
Zur Unfähigkeit einer Universität, mit Kunst umzugehen
So schlimm es ist, wenn Kunstwerke zerstört werden: Wo die Zerstörung nicht intendiert, sondern aus Gedankenlosigkeit geschehen ist, bleibt den Verantwortlichen im Nachhinein meist nur die zerknirschte Feststellung: „Shit happens!“ oder – sehr viel besser: „Es tut uns leid; wir bitten um Entschuldigung.“ Anders an der RUB.
Hier folgt der ersten Gedankenlosigkeit (das heißt der Übermalung des Wandbildes „Hoffnungen, Träume und Ängste der RUB-Studenten“ aus dem Jahre 1979, geschehen 2014 im Zuge eines Projektes der RUB-Sammlungen für moderne Kunst) gleich die nächste.
Die BAföG-Erhöhung ist da
Wer dieses Semester mit dem Bachelorstudium angefangen hat, wird noch davon profitieren können; für alle anderen Bachelor-Studierenden ist es dafür zu spät. Denn: wer auf BAföG
angewiesen ist, kann sich den „Luxus“, über die Regelstudienzeit hinaus zu studieren, nicht leisten. Vor allem, wer noch den Master dranhängt, kommt je nach Studienfortschritt doch noch in den „Genuss“ der aktuellen Erhöhung. Die Rede ist vom um sieben Prozent erhöhten BAföG-Bedarfssatz.
Gelungene Kunstaktion statt gescheiterte Besetzung
Montag vor einer Woche besetzte ein bis dato unbekanntes Kollektiv eine leerstehende Thyssen-Krupp-Immobilie in Essen. Mit Forderungen nach Freiräumen für Kunst und Kultur wandte sich die Gruppe an die Öffentlichkeit, aber noch das Vorhaben wurde im Keim erstickt. Bis zum darauffolgenden Morgen hatte die Polizei die beiden Gebäude auf dem Gelände
bereits geräumt. War das nun alles viel Lärm um nichts? Mitnichten.
Ein alter Mann für ein neues Europa
Nach wochenlangem Tauziehen und unzähligen Diskussionen darf der konservative Politiker Jean-Claude Juncker endlich Präsident der EU-Kommission werden. Doch auch wenn das Parlament mit breiter Mehrheit für den Kandidaten der Europäischen Volkspartei (EVP) vergangene Woche stimmte, bleibt vieles unklar: Ist er der richtige Mann für ein modernes Europa?
Die Fastenbrechen-Kontroverse
Die Finanzierung des „Interkulturellen Abendessens“ mit studentischen Geldern ist wegen des islamisch-religiösen Kontextes dieser Veranstaltung umstritten. Die dahinter stehende Intention ist jedoch zweifelsfrei positiv.
Am Ende kommen die Hippies
Hat Woody Allen doch Recht? In „Manhattan“ geht es in einer fellinesken Szene um Nazi-Umtriebe in der Stadt. Neulich habe es eine beißende Satire darüber in der Times gegeben, so sein Gegenüber. Der Neurotiker erwidert: „Eine Satire darüber ist gut, aber Knüppel und Baseball-Schläger sind eindeutig besser.“
Quasi umgekehrt verhielt es sich an der Ruhr-Uni.
Spiel, Spaß und Sympathie
Fußball hat als gesamtgesellschaftliches Phänomen viel Potential und das zeigt sich auch jetzt zur WM. Schnell wird deutlich, dass es bei dem Turnier um mehr geht als nur um Spiele, wenn man richtig hinhört und zuschaut. Wir trauen den...
Ich bin Team Anti-WM
Stell Dir vor, Du sitzt auf einer Wiese mit einem Kumpel, Ihr trinkt Bier und hört Euch Vogelgezwitscher an: „Piep, piep, piep“ zwitschern die Vögel, alles ruhig und entsp… „TOOOR!“ Und schon ist die Ruhe gestört. Alle Menschen fühlen mit, denn wir sind in Brasilien, wir haben gegen die USA ein Tor geschossen und wir sind die Nationalelf. Eben nicht!
I want to ride my bicycle … mit Helm
Das Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH), auch ohne Tragen eines Fahrradhelms vollen Versicherungsanspruch bei Unfällen zu haben, löst in Deutschland eine nicht ganz neue Diskussion aus: Es geht um die Helmpflicht für FahrradfahrerInnen. Die steigende Zahl der RadfahrerInnen auf deutschen Straßen machen die Fahrt nicht ungefährlicher: Muss der Staat die Helmpflicht einführen?
Penn in der Bahn… Turnhalle
Der Sturm traf neben Bochum auch das Festival in Essen-Werden und sorgte für so manches kleines Abenteuer.
Uni ≠ Party
Das alljährliche Sommerfest der RUB steht vor der Tür: Unzählige Facebook-Veranstaltungen wurden für ein und dieselbe Party erstellt, zudem auch noch mit verschiedenem Inhalt. Gerüchte über die Biermarke nahmen kein Ende. Wird es Fiege sein oder doch König Pilsener?
Mehr Bürokratie wagen
Dass bei Fachschaftspartys schon mal etwas zu Bruch geht, dass Wände der Location und der Porzellanabteilung mit Stiften und Aufklebern verschönert werden, lässt sich wohl nicht ganz verhindern. Fachschaftsräte möchten aber verständlicherweise nicht für Schäden aufkommen, die unmittelbar nach der Party nicht beanstandet wurden. Lösungsansatz: Protokolle anfertigen, vorher und nachher. Genial.
Schnarchnase RUB
Wir schreiben das Jahr 2018. Es ist ein schöner Tag im Sommersemester und die Wiesen zwischen den Universitätsgebäuden der Republik sind voll mit Studierenden, die sich die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. Es wird Cola geschlürft und Bier getrunken, denn nicht wenige Hochschulen verfügen mittlerweile über eine Campusbrauerei. Die Studierenden sind entspannt, denn sie können stolz auf sich sein. Sie haben dafür gesorgt, dass Bund und Länder in Sachen Bildung zusammenarbeiten können und so der massiven Unterfinanzierung der Schulen und Hochschulen ein Ende bereitet wird.
Hitchcock lässt grüßen
Füttern von Tauben ist und bleibt verboten. Das entschied vergangene Woche das Verwaltungsgericht für den Kreis Stuttgart, da eine Tierschützerin um dieses Recht kämpfte. Nicht nur in der Schwabenmetropole sind die Vögel ein Problem, sondern auch in Bochum.
Neue und alte Perspektiven
Russland und China unterzeichnen einen milliardenschweren Ressourcendeal und verschiedene Wirtschaftsabkommen. Dadurch distanziert sich Russlands Wirtschaft vom Westen und bindet sich stärker an den chinesischen Markt. Welches Bild in der Welt die beiden Staaten nun haben werden, hängt nun vom Umgang mit der Ukraine und dem frisch gewähltem Präsidenten zusammen, der neue Perspektiven ermöglichen kann.
Ist EuropäerInnen die EU egal?
In den vergangenen Tagen gingen von den Wahlberechtigten in Europa nur 43,09 Prozent ihre Stimme für das Europäische Parlament abgeben. Einen traurigen Rekord stellten die SlowakInnen mit einer Wahlbeteiligung von 13 Prozent auf. Paradoxerweise waren unter diesen europaweit verhältnismäßig wenigen Stimmen relativ viele für die sogenannten „EuropaskeptikerInnen“, RechtspopulistInnen und NationalistInnen. Anscheinend ist den EU-BürgerInnen die EU zum größten Teil egal, zu einem geringeren Teil sogar ein Dorn im Auge.










