Was darf ein Buch kosten?

Was darf ein Buch kosten?

Verlage haben es nicht leicht: sinkende Verkaufszahlen, steigende Kosten, höhere Tantiemen an die Autoren und Konkurrenz durch self publisher. Wenn ein Verlag die armen Autorinnen und Autoren als Grund für Preiserhöhungen aufführt, ist das allerdings hanebüchen. Uns Lesenden stellt sich die Frage: Was ist uns ein Buch wert?

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American Dream reversed: Vom Universitätspräsidenten zum Pförtner für zwei Stunden. Foto: Stefan F. Sämmer

Vom Präsidenten zum Pförtner

Am 7. Juni wurde der Deutsche Diversity-Tag von vielen Institutionen und Unternehmen gefeiert. Das vierte Mal hat der Aktionstag dazu aufgerufen, den Vielfaltsgedanken in den Fokus zu rücken. Auch die Johannes-Gutenberg-Universität Mainz (JGU) nahm daran teil und hat sich der Vielfältigkeit mit einem Tausch-Projekt gewidmet. So wurde zum Beispiel aus dem Präsidenten für zwei Stunden der Pförtner. Aus der Sicht der Uni eine erfolgreiche Aktion, für mich eine geschickt platzierte Image-Kampagne.

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Muslimische Sanitäterin: Nicht auf sichtbare Haare oder Kopfbedeckung sollte es ankommen.

Nein zu Kopftuchverboten!

Darf eine Muslimin gekündigt werden, weil sie sich am Arbeitsplatz weigert, ihr Kopftuch abzulegen? Mit dieser Grundsatzfrage befasst sich momentan der Europäische Gerichtshof (EuGH). Voraussichtlich wird ein generelles Verbot religiöser Symbole am Arbeitsplatz dort für rechtens befunden werden. Das wäre bedauerlich und eine verpasste Chance – ist es in Europa doch höchste Zeit, die Diskriminierung der Kopftuchträgerinnen endlich abzulegen.

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Bis hierher und nicht weiter: Eine Landgrenze ist einfacher zu überwinden als eine Wassergrenze. Foto: lux

Der britische Tellerrand

Eines der Hauptthemen der Brexit-Debatte ist Einwanderung. BefürworterInnen des Austritts behaupten, dass Immigration nur dann reguliert werden könne, wenn die Kontrolle über die Grenzen zurückerlangt und die nationale Souveränität wiederhergestellt wird. In ihrer Argumentation zeigen die Befürwortenden, dass ihr Blick nicht über den britischen Horizont hinaus reicht.

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#MauernSindCool: Trump scheint sein Bauunternehmen fördern zu wollen. Illustration: kac; Quelle: Max Goldberg/flickr CC BY 2.0

Amerika folgt EU-Trend

Seit etwa einer Woche steht Donald Trump als Kandidat für die Republikaner fest. Sämtliche Medien spekulieren, wie Amerika unter der Präsidentschaft von Trump sein würde. Dabei müssten sich die Amis einfach mal die Situation in Europa anschauen und schon wäre ihnen einiges klar.

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Eine schwarze Hermine: Warum nicht? Quelle: Twitter

Und wer ist „Deine“ Hermine?

Wie unsere Lieblingszauberer und -hexen als Erwachsene aussehen, wird schon im umstrittenen Epilog der Harry-Potter-Saga gezeigt. Die Fortsetzung – leider vorerst nur als zweiteiliges Theaterstück in London – zeigt uns aber nicht die altbekannten, sondern durchweg neue Gesichter. Erste Bilder wurden letzte Woche veröffentlicht.

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No means no: Verbal rejection should be as good as a physical barrier. Foto & Bearbeitung: lux

:bsz-International: No means no – at least it should

“She was asking for it. Her mouth said ‘no’ but her eyes said ‘take me now’ – so I did. It’s not as if she put up a fight …” And if the lady in question didn’t resist physically – because she was intimidated by the guy’s strength or simply froze – it’s technically not a sexual assault. Welcome to the German law governing sexual offences!

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Leserbrief: Zu behindert für Spaß?

Unser Redakteur Marek hat sich in der :bsz 1084 über Menschen ausgelassen, die auf Konzerten nicht in Ekstase aufgehen, sondern sich über Moshpits aufregen. Selbstverständlich hat er damit nie beabsichtigt, Menschen mit Behinderung zu beleidigen. Unseren Leser Maxim hat er trotzdem getroffen. Ein Leserbrief.

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6-2 mal nen zwerg - kac

Von Möpsen und Gartenzwergen

Jetzt ist es amtlich: Bochums BürgerInnen lesen größtenteils doch nur Sportartikel und Gehaltsabrechnungen (beziehungsweise Post vom Arbeitsamt.) Die stadtweite Image-Kampagne „Bochums Bücher“ geht nicht auf. Die InitiatorInnen haben nun zur künstlerischen Rückruf-Aktion aufgerufen, die Skulpturen wurden wieder abgebaut. Viele BürgerInnen hatten sich allerdings schon an das neue Wahrzeichen ihrer Stadt gewöhnt und zeigten sich ob des Verschwindens empört. Wie eine Umfrage bestätigt, haben 92 Prozent die „aufgeschlagenen Bücher“ vor allem als Unterlage zum Grillen benutzt (als umgekehrtes Pendant zu Serras Skulptur „Terminal“). Die Marketing-Verantwortlichen des Projekts konzipieren nun ein neues Wahrzeichen, das pünktlich im Juni 2017 – zum 52. Jubiläum der Ruhr-Uni – präsentiert werden soll.

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Schwarzer Block bei einer Demo: Wie viele von diesen Autonomen sind in Wirklichkeit Polizeibeamte? Foto: Autonome NewsflasherInnen (CC BY-SA 2.0 de)

Essay: Vertrauter Feind

Durch die NSU-Morde und deren parlamentarische Aufklärung ist die Öffentlichkeit recht gut im Bilde über den Einsatz von staatlichen Spitzeln in der rechts-radikalen Bewegung. Die Enttarnung der verdeckten Ermittlerin Astrid O. wirft aktuell Fragen über Spitzel in der linken Szene und deren dortige Tätigkeit auf.

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Gemeinsame Ekstase

Gemeinsame Ekstase

Der Saal wird dunkel, die Bühne hell. Die MusikerInnen betreten selbige, lassen sich kurz feiern und hauen in die Saiten beziehungsweise auf die Trommelfelle. Oder Tasten. Wie auch immer. Was für ein Opener! Volles Brett. Ich raste aus, juble, springe, tanze! Meine Lieblingsband live, jawoll! „Ej, hör ma auf damit, ja!“, quäkt irgendeine Nervensäge von hinten.

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Es blüht: Die Ernte ist nicht mehr weit. Foto: kac

Erinnerung: Ich mag Selbstversorgung

Früher gab es JägerInnen und SammlerInnen, die ihre Stämme versorgen mussten. Tauschgeschäfte wie bei „Die Siedler von Catan“ gehörten zum Alltag. Heute gilt: Du tauschst Dein Geld in Großstädten gegen Ware von großen Konzernen. Den Bauer, von dem Du Dein Gemüse hast, wirst Du wahrscheinlich nie im Leben treffen. Ich hingegen finde selbst minimalistische Selbstversorgung schmackhafter. 

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Achtung, Spoiler: Weiterlesen auf eigene Gefahr! Illustration: lux

Kommentar: Niemand mag Spielverderber …

Wie man vom WM-Helden zum nächsten Ehrengast einer roten Hochzeit wird, hat Mario Götze letzte Woche eindrucksvoll bewiesen: Spoilern was das Zeug hält. Der Fußballer machte den Fehler, auf Instagram direkt nach Ausstrahlung der neuesten „Game of Thrones“-Folge zu jubilieren, dass – letzte Chance, sich nicht spoilern zu lassen! – Jon Snow lebt. Ein Fauxpas, den ihm wohl so schnell keineR verzeiht. Wer mag schon Spoiler?

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