Wieder da: Viele BoykottwählerInnen setzen nun dank AfD wieder Kreuzchen. Bild: Public Domain

Kommentar: Und alle reden nur über Nazis

In Bochum hat es am Wahlsonntag gewittert und gestürmt. Es waren wohl Tränen der Trauer, die vom Äther fielen. Der Grund: Die AfD wurde zweitstärkste Kraft in Mecklenburg-Vorpommern. Dass diese „nur“ die Opposition bilden und der derzeitige Ministerpräsident Erwin Sellering weiterhin Mecklenburgs Mann bleiben wird, ist nur ein schwacher Trost.  

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Ästhetische Evolution eines Mediums: Das Cover von „Turrican II“ (1991)  Cover: Moby Games

Kunst oder Kinderkram?

In jedem vierten Deutschen Haushalt steht eine Spielekonsole, in den Haushalten mit Kind sind es sogar sechs von zehn. Die Gamescom und ihre Begleitveranstaltungen besuchten 345.000 Menschen. Mensch, das ist ein Medium, das die Gesellschaft verbindet, aber auch spaltet, auf jeden Fall bewegt und verändert. Und wenn das Internet Archiv seine Bibliothek um 10.000 Spieleklassiker erweitert, interessiert das – niemanden? Welchen Stellenwert haben Spiele wirklich?

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A State of Uncertainty

A State of Uncertainty

Since the referendum on EU membership on June 23, the UK government has not undertaken any significant steps towards an exit from the Common Market. This is unsettling for the economy and the country as a whole. Prime Minister Theresa May hesitates to take steps towards the Brexit due to unique and unprecedented challenges.

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Geste des Grauens

 

Der Mittelfinger ist ein Symbol der sozialen Herabwürdigung. Er kann Karrieren beenden. Nun sehen wir ihn bei Sigmar Gabriel, der ihn pöbelnden Neo-Nazis entgegenhält, die seinen Auftritt in Salzgitter stören. Gehört der Staatsmann dafür auf die Abschussliste?

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So wird man zum Killer: Mit der Waffe rumrennen und Arznei einsammeln. Foto: euli

„Counter Strike“ & Co. wieder in Verruf

Die durch den Amoklauf von München wieder hochgekommene Debatte um das Verbot von „Killerspielen“ ist eine grauenhafte Angelegenheit. Dass der Amokläufer aus München „Counter Strike“ gespielt hat, mag ja sein, doch machen es sich sogenannte ExpertInnen und PolitikerInnen sehr einfach, wenn sie an ihrer monokausalen Erklärung festhalten und die Verantwortung im Sündenbock Killerspiele sehen. 

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50 Euro mehr bringen … ein bisschen

50 Euro mehr bringen … ein bisschen

Die Bafög-Erhöhung ist durch, einige Studierende dürfen sich auf mehr Geld freuen, andere könnten eventuell erstmals Bafög-EmpfängerInnen werden. Ich bin zwar auch erfreut über diese Änderungen, andererseits kann ich aber die Forderungen, zum Beispiel vom Freien Zusammenschluss von StudentInnenschaften (fsz), nach immer mehr Erhöhungen nicht ganz nachvollziehen.

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Du bist, was du isst: Proteinbonbons fördern die Entwicklung. Karikatur: kac

Fragwürdige Süßigkeiten

Sofern Ihr die letzten Wochen nicht hinter einem Felsen gelebt habt, müsste Euch Pokémon Go ein Begriff sein. Das neue Smartphonespiel mit erweiterter Realität erobert SpielerInnenherzen, Straßen und Märkte (Nintendo ist mittlerweile mehr wert als Sony). Ziel des Spiels ist es, gemäß dem nostalgischen Intro-Song, „der Allerbeste zu sein“ und dafür muss man nichts anderes tun, als die tierähnlichen Pokémon virtuell einzufangen, sie zu KämpferInnen zu trainieren und somit stärker als alle anderen werden zu lassen. 

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“Now the trumpet summons us again – You and I have a rendezvous with destiny”: If you vote for Trump, he promises that he’s “never gonna give you up, never gonna let you down”. Karikatur: DonkeyHotey, CC-BY-SA-2.0, Bearbeitung: lux

“I have a dream!”

The scandal continues: After Melania Trump apparently plagiarizing Michelle Obama in her speech last week, the real writer has come forward. Ghost writer Rick Roll claims that (in light of recent events and after an overthrow with the Trump family) he’d rather go public himself than “being dragged kicking and screaming into the limelight.” The grad student (English Literature) makes a living selling speeches to politicians and their families. In an exclusive interview, he has shown us some of his work. The :bsz procured exclusive rights to a particularly juicy piece – an early draft for Donald Trump’s inaugural address as President of the United States.

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How is your child going to look like? Pick and choose what you want to cut or keep. Foto: tom

:bsz-International: Design your own human

Scientists keep experimenting with the relatively new CRISPR/Cas9-method, which can be used to digest (cut) DNA sequences and thus design the human genome. A public uproar remains absent, however. But do people actually know what this innovation means? What do the scientists intend, to what extent could the method be abused and should it be used at all, especially in terms of ethic concerns?

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Kommentar: Warum nicht den Studis geben?

Kommentar: Warum nicht den Studis geben?

Leerstand und Tristesse, wohin man blickt: Besonders Richtung Schwimmbad und in den oberen Etagen des Uni-Centers liegen die Ladenlokale brach. Verantwortlich dafür sind die Stadt Bochum und die Firma Grand City Property (GCP), die das Uni-Center zum 1. Januar 2016 übernommen hat. Bringt endlich Leben in die Bude und überlasst die Räume den Studierenden!

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It’s okay to be Takei: Warum sollte ausgerechnet LGBT-Aktivist George Takei etwas dagegen haben, dass der neue Sulu homosexuell ist? Foto: Gage Skidmore, Wikimedia Commons CC-BY-SA-2.0

Kommentar: Streitpunkt schwuler Sulu

Im neuen Star-Trek-Film, der am 22. Juli in die Kinos kommt und die veränderte Zeitlinie der Originalserie rund um Kirk und Co. weiterführt, werden Ehemann und Tochter des Charakters Hikaru Sulu (ursprünglich gespielt von George Takei, im aktuellen Film von John Cho) zu sehen sein. „Moment mal – seit wann ist Sulu schwul?“, fragten sich daraufhin (nicht nur) die Fans.

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Kleines Danke an alle GästInnen. Foto: alx

Der Herausgeber in eigener Sache: Begegnungen beim Mensen

Im Juni jährte sich zum neunten Mal das Interkulturelle Abendessen der Ruhr-Universität. Zum großen Fastenbrechen haben der AStA und das Autonome AusländerInnen Referat (AAR) am 30. Juni in die Mensa eingeladen. Etwa 1.000 GästInnen bewirtete das Akademische Förderungswerk mit einem Drei-Gänge-Menü. Leider wurde die internationale Begegnung von unschönen Unterbrechungen und Störungen durch einzelne Teilnehmende überschattet.

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Glosse: Atommüll, ja, bitte!

Glosse: Atommüll, ja, bitte!

Die sogenannte Endlager-Kommission stellte nach nunmehr zwei Jahren Beratung am Dienstag, den 5. Juli, ihren Abschlussbericht vor. Abfall aus der Kernindustrie soll für eine Million Jahre unter der Erde seinen schädlichen Einfluss verlieren – wo genau ist unklar und keineR will das Zeug. Ist denn nicht allein diese Zeitangabe utopisch? Oder gar anmaßend?

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Streit beigelegt: Erdoğan und Putin haben sich wieder lieb. Bild: flickr/DonkeyHotey (CC BY 2.0)

Despot, 62, sucht neue Freunde

Nach politischen Pleiten ist die Türkei in eine internationale Isolation manövriert worden und hat deutlich weniger Freunde als noch vorher. Aus diesem Grund peilt der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan einen Kurswechsel seiner Politik...

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Schwört in Stellvertretung aller Katzen auf Selbstjustiz und tut es seinem namensgebendem Rächer gleich: Don Diego de la Vega. Foto-Quelle: tom, Bearbeitung: David Kuhlmann

… und PETA will den Täter

Offenbar machen so manche Menschen weiterhin keinen Halt vor dem Wehrlosen. Mittelalterliche Zustände überschatteten Bochum-Bergen am Freitag, den 17. Juni, als Kater Johnny bei einem Ausflug von einem Bolzen perforiert wurde, heimkehrte und kurz darauf verstarb (siehe Seite 3). Instrumentalisiert PETA diese Begebenheit, um mit wenig Geld mehr Öffentlichkeitswirksamkeit zu erzeugen?

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Klare Antworten für eine Reform – aber auch für die Wichtigkeit dieser Institution: "taz"-Journalist Andreas Zumach. Foto: tims

Mehr UNO, weniger Alleingänge!

 

n diesem Jahr feiern die Vereinten Nationen ihr 70-jähriges Bestehen, doch Grund zur Freude gibt es kaum. 260 Kriege seit 1945, die Bürgerkriege in Syrien, Libyen und im Irak unter dem allgegenwärtigen Islamischen Staat. „Wo ist die UNO?“, fragt sich nicht nur Andreas Zumach, Volkswirt und Journalist der „taz“, als er im Rahmen des Friedensforums Essen sein Buch vorstellt. 
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Das große Mammon-Fest

Das große Mammon-Fest

Das Force Attack in Norddeutschland galt einige Jahre als größtes Punk-Festival wo gibt. 2011 war erst mal Schluss; für 2016 wurde ein großes Comeback angekündigt. Jetzt, einen Monat vor dem Termin, gibt es auf Facebook nur Dinge zu lesen wie „Punk geht auch ohne Suff“ und Werbung für einen Sampler für 24,90 Euro („Kommerz-Punk fuck off!“). Endlich geht jemand den richtigen Weg!

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Nicht ganz so hip wie KlimBim oder Mauerpark, dafür ganz viele Schnäppchen: der Flohmarkt auf dem Parkplatz der HS Bochum. Foto: tims

Flippe Flohmarkt-Fraktion

Nicht nur im hippen Berlin wachsen Flohmärkte wie Pilze aus dem Boden und locken mit günstigen Sammler-Innenstücken die BesucherInnen, welche die Märkte aber auch als Freizeitbeschäftigung sehen. Auch in Bochum wird der Trend immer beliebter und schafft einen Gegenpol zu ebay-Kleinanzeigen, Kleiderkreisel und Co. Haben wir Sehnsucht nach der guten alten Zeit?

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Mit „Vernunft“ gegen Rechtsruck?

Mit „Vernunft“ gegen Rechtsruck?

​Nachdem etwa 50 Geflüchtete sich weigerten, in eine Zeltunterkunft am Kalwes zu ziehen und eine bessere Unterbringung forderten (siehe :bsz 1088/1087), hetzte nicht nur die CDU. Auch die rot-grüne Koalition wendete sich gegen den Protest der Flüchtlinge – mit den Forderungen werde angeblich eine rassistische Stimmung in der Bevölkerung angeheizt. Das ist nicht nur fremdenfeindliche Kommunalpolitik, sondern letztendlich ein Sieg der AfD.

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