Warning: Constant WP_DEBUG_DISPLAY already defined in /var/www/html/wp-config.php on line 111 Zusammenleben | BSZ https://bszonline.de Deine Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung Thu, 08 Sep 2022 08:17:56 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 https://bszonline.de/wp-content/uploads/2022/11/cropped-favicon-32x32.jpg Zusammenleben | BSZ https://bszonline.de 32 32 „Bringt endlich jemand den Müll raus?“ https://bszonline.de/2017/04/11/bringt-endlich-jemand-den-muell-raus/ https://bszonline.de/2017/04/11/bringt-endlich-jemand-den-muell-raus/#respond Tue, 11 Apr 2017 10:54:34 +0000 https://bszonline.de/2017/04/11/bringt-endlich-jemand-den-muell-raus/ Kommentar. Das WG-Leben während der Studi-Zeit ist eine Erfahrung wert. Allerdings hat es seine Vor- und Nachteile. Redakteurin Kasia hat alle gängigen Lebensformen mal ausprobiert. Ein aufregendes Leben mit Partys, Zettelkonsum und Geschirrbergen.

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Kommentar. Das WG-Leben während der Studi-Zeit ist eine Erfahrung wert. Allerdings hat es seine Vor- und Nachteile. Redakteurin Kasia hat alle gängigen Lebensformen mal ausprobiert. Ein aufregendes Leben mit Partys, Zettelkonsum und Geschirrbergen.

Wer frisch von den Eltern in eine Wohngemeinschaft zieht, kann sich sicher sein, dass nichts mehr hinterher getragen wird. Wer sich entscheidet, mit FreundInnen oder Fremden zusammenzuleben, geht viele Verpflichtungen ein. Das romantische Denken der Unabhängigkeit, sich von den Eltern nicht mehr viel sagen lassen zu müssen, wird mit coolen WG-Partys belohnt, jedoch mit viel Aufräumarbeit danach bestraft.

Ich habe sämtliche gängige Wohnmöglichkeiten durchlebt. Ich wohnte alleine, mit meinem damaligen Freund, mit meiner besten Freundin und mit den liebsten Chaoten der Stadt Bochum. Alle hatten ihre Vor- und Nachteile.

Alleine Wohnen oder mit LebensgefährtInnen

Als ich alleine wohnte, konnte ich mir sicher sein, dass die Wohnung so aussehen wird, wie ich sie verlassen haben. Denn niemand verwüstet plötzlich die Küche oder vergisst, die Haare aus der Dusche zu entfernen. Das bedeutete für mich, dass ich mich weniger aufregen musste. Der Nachteil war, dass mir niemand im Flur über den Weg lief mit dem ich mich nicht unterhalten konnte.

Das Zusammenleben mit einem/einer PartnerIn ähnelt dem Alleine-Wohnen. Meistens weiß das Liebespaar, auf was geachtet werden oder worauf sich eingestellt werden muss, wenn man nach Hause kommt. Doof ist nur, wenn die Beziehung plötzlich auseinander bricht und die Parteien neue Wohnungen suchen müssen und die Gütertrennung folgt. Dies kann harmonisch oder im Rosenkrieg enden.

Mit Fremden oder FreundInnen leben

Als ich vor Kurzem in eine WG zog, kannte ich meinen Mitbewohner ganz gut, die Mitbewohnerin nur von Partys. Ich wusste nicht, wie beide als WG sein werden. Es stellte sich heraus, dass wir unterschiedliche Wahrnehmungen im Haushalt hatten. Die einen fanden etwas eklig, was die anderen nicht so gestört hat. Da konnte sich keineR von uns raus nehmen. Wir mögen uns sehr und haben Kritik nie gerne persönlich hinterlassen. Damit wir trotzdem anmerken konnten, was wir nicht gut finden, haben wir uns kleine Zettelchen hinterlassen. Das funktionierte prima – man konnte sich kurz über eine Nachricht ärgern, ließ es jedoch nie an einer Person aus, da die Emotionen schnell verflogen. 

Als ich mit meiner besten Freundin wohnte, warnten mich alle davor: „Das war’s dann mit eurer Freundschaft“, hieß es. Dem war nicht so, denn wir haben unsere Macken gekannt und so hat jede einfach die Aufgaben übernommen, die leichter fielen. Ich hasse es, den Müll raus zu bringen. Das übernahm dann meine Freundin immer. Das lästige Altglas musste ich in den Jahren nie selbst wegbringen. Dafür übernahm ich das Putzen der Wohnung. Es kam niemals zu einem Streit.

Tipp

Ein Ratschlag für das WG-Leben: Haltet Euch an die Putzpläne, denn jedeR möchte Platz zum Kochen oder Waschen haben und das möglichst ohne den Dreck anderer. Warnt Eure MitbewohnerInnen vor, falls Ihr mit Eurem Besuch etwas lauter sein werdet. Wenn eine Party stattfindet, sagt den Leuten in der Wohnung Bescheid. Nehmt Rücksicht auf die Menschen, die möglicherweise am nächsten Tag arbeiten oder eine Klausur schreiben müssen. Redet miteinander, damit kein aufgestauter Frust Euer Zusammenleben zerstört. Es ist eine Erfahrung wert.        

:Katharina Cygan

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Spülmaschinen lutschen Hirne aus https://bszonline.de/2015/12/01/spuelmaschinen-lutschen-hirne-aus/ https://bszonline.de/2015/12/01/spuelmaschinen-lutschen-hirne-aus/#respond Tue, 01 Dec 2015 12:24:46 +0000 https://bszonline.de/2015/12/01/spuelmaschinen-lutschen-hirne-aus/ Was ist das bloß für eine Welt, denkt man sich immer wieder. Man kann manchmal gar nicht anders, als Haare raufend und hin und wieder die Faust in die Luft reckend eine große unbekannte Macht, die doch hinter all dieser menschlichen Dummheit stecken muss, lautstark anzuklagen. Die NachbarInnen, sie gucken schon. Das heißt, sie blicken nur kurz durch mein Küchenfenster und schauen dann schnell wieder weg, schütteln den Kopf. Wahrscheinlich gehören auch sie zu denjenigen, deren menschliche, nur allzu menschliche, aber nichtsdestoweniger paradoxe Eigenschaft mich an den Rand der Verzweiflung treibt. Wieso nur, oh verrate mir doch jemand: Weshalb sind die meisten Menschen zu dämlich, eine Spülmaschine zu benutzen? Und weshalb muss ich immer mit ihnen zusammenwohnen? 

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Was ist das bloß für eine Welt, denkt man sich immer wieder. Man kann manchmal gar nicht anders, als Haare raufend und hin und wieder die Faust in die Luft reckend eine große unbekannte Macht, die doch hinter all dieser menschlichen Dummheit stecken muss, lautstark anzuklagen. Die NachbarInnen, sie gucken schon. Das heißt, sie blicken nur kurz durch mein Küchenfenster und schauen dann schnell wieder weg, schütteln den Kopf. Wahrscheinlich gehören auch sie zu denjenigen, deren menschliche, nur allzu menschliche, aber nichtsdestoweniger paradoxe Eigenschaft mich an den Rand der Verzweiflung treibt. Wieso nur, oh verrate mir doch jemand: Weshalb sind die meisten Menschen zu dämlich, eine Spülmaschine zu benutzen? Und weshalb muss ich immer mit ihnen zusammenwohnen?

Das WG-Leben hat seine Stärken: Gesellschaft, wann immer man sie haben will; MitbewohnerInnen kochen und sind so gnädig, einem die Reste zu überlassen; dank gerechtem Putzplan muss man nur alle paar Wochen das Klo schrubben.

Das WG-Leben hat aber auch so seine Nachteile: Gesellschaft, auch wenn man alleine sein will; MitbewohnerInnen, die einem die Vorräte wegnaschen; und an den Putzplan hält sich eh niemand.

Luxus oder Last?

Die größte Geißel der Wohngemeinschaft – und das gilt für jede Form häuslichen Zusammenlebens, die Groß- wie die Kleinfamilie, die Zweckgemeinschaft, die Kommune, der ungeliebte Dauergast – das ist die Geschirrspülmaschine.

„Oh welch Luxus, eine StudentInnen-WG mit Spülmaschine“, sagt man immer wieder, nicht ganz neidfrei. Spart Euch Euren Neid! Seid froh, dass ihr diese IQ-Dezimierungsvorrichtung nicht in Eurer Wohnung habt! So eine Spülmaschine sendet Strahlen aus, die in ihrer direkten Umgebung aus intelligenten, ja sogar hochbegabten Genies stumpfsinnige Trottel macht.

Wie ist es sonst zu erklären, dass Menschen, die in ihrer Freizeit am Wochenende just ein Solarfahrzeug konstruieren, die tiefen Teller in die schmalen Schlitze stecken? Wieso sind Menschen, die den ganzen Tag Häuser und Brücken konstruieren, nicht in der Lage, eine Porzellanplatte „gerade“ in der dafür vorgesehene Vorrichtung zu platzieren? Und wieso verstehen Menschen, die sonst zur Entspannung lacansche Psychoanalyse betreiben, nicht, dass scharfe Küchenmesser nicht maschinell gespült werden sollen, wenn sie auch in Zukunft noch ein nützliches Utensil für Geschnetzeltes, Einbrecherabwehr oder Familiendramen sein sollen?

Hoher IQ nicht vorausgesetzt

Es ist doch nicht so, dass ein Geschirrspüler Menschen vor intellektuelle Herausforderungen stellt. Ich spreche hier wohlgemerkt nicht von der Herausforderung, das richtige Programm zu finden und einzustellen (wobei auch dabei selbst mancheR PromovierendeR irgendwas von „programmieren“ murmelt und lieber die Finger davon lässt), nein, ich spreche hier von der Fähigkeit, Förmchen in die richtigen Stellen zu bewegen. Das hat doch schon in der Krabbelgruppe geklappt!

Noch bin ich die ordnende Instanz, das gewissenhafte Korrektiv. Bevor mir aber diese Teufelsmaschine auch meine Hirnzellen weglutscht, suche ich mir lieber bald eine WG, wo noch Handarbeit an der Spüle geschätzt wird.

:Marek Firlej

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