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Luke Shaw schoss das schnellste Finaltor bei einer Europameisterschaft. In der zweiten Minute konnte der 25-jährige Spieler von Manchester United das 1:0 für England erzielen.
51 Spiele wurden während des Turniers insgesamt gespielt! Es gab insgesamt sechs Gruppen, á vier Gruppenteilnehmern und jeweils Achtel-, Viertel- und Halbfinalspiele.
Cristiano Ronaldo hat zwei Rekorde aufgestellt, er spielte zum einem bei FÜNF darauffolgenden EM-Turnieren und schoss sich in diesem Turnier an die Spitze der All-Time-Torjäger-Liste. Zudem konnte er sich mit fünf Toren zum Torschützenkönig des Turniers schießen.
Björn Kuipers ist der erste Schiedsrichter aus den Niederlanden, der ein EM-Finale pfeift.
Der Finalteilnehmer England schaffte es mit nur zwei Toren zum Gruppensieg!
Fünf Rote Karten gab es bei der Europameisterschaft. Mathijs de Ligt (NED), Remo Freuler (SUI), Marcus Danielsson (SWE) und zwei Waliser Harry Wilson und Ethan Ampadu gehören zum elitären Kreis der Rotseher.
In 11 Städten wurde insgesamt in Europa und Asien gespielt: Rom, Baku, Sankt Petersburg, Kopenhagen, Amsterdam, Bukarest, London, Glasgow, Sevilla sowie München und Budapest.
Dieses Turnier war das Turnier der Eigentore, insgesamt elf Tore sind ins eigene Netz gegangen. Bei der vergangenen Europameisterschaft waren es lediglich drei, jedoch sind es in diesem Jahr auch mehr Spiele. Portugal schaffte sogar gegen Deutschland ganze zwei!
Patrik Schick schoss mit seinem 45,5 Meter-Treffer ein Tor mit der größten Distanz, welches je bei einer Europameisterschaft erzielt wurde.
Ins Achtelfinale schaffte es Dänemark trotz zwei Auftaktniederlagen. Das schaffte zuvor kein anderes Team! Dank belgischer Schützenhilfe kletterte das Team von Kasper Hjulmand auf Platz zwei ihrer Tabelle.
England konnte noch nie in einem Turnier gegen Italien gewinnen. Das gilt für die Europameisterschaften in 1980, 2012 und 2021 sowie der Weltmeisterschaft 1990 und 2014.
1.169 Minuten spielte der italienische Keeper ohne Gegentor und konnte den Rekord von Torwart-Legende Dino Zoff knacken. Dieser lag bei 1.143 Spielminuten. Im Spiel gegen Österreich netzte Sasa Kalajdzic zum 1:2 gegen Donnarumma.
Italien spielte das erste Spiel am 11. Juni gegen die Türkei und das letzte Spiel am 11. Juli gegen England bei der Europameisterschaft.
Dem einen Freud der anderen Leid
Aber nicht alles ist fröhlich Zuckerwatte, der Fußball ist faszinierend und traurig zugleich. Dieses Turnier zeigte kurz vor und nach Beendigung auf, dass es immer noch Themen gibt, die nicht angesprochen werden.
Noch vor dem Finalgewinn der italienischen Mannschaft machte die Local Government Association darauf aufmerksam, dass das Finale laut Studien der Universität zu
Lancaster dazu führen könnte, dass es einen Anstieg der häuslichen Gewalt gibt. Hierfür wurden Großfußballturniere aus 2002, 2006 und 2010 als Grundlage genommen und die Zahlen der gemeldeten Fälle und Polizeiberichte aus dem Nordwesten Englands empirisch verglichen. In der Studie zeigte sich im Falle einer Niederlage ein Anstieg der Wahrscheinlichkeit von häuslicher Gewalt um 38 Prozent und bei einem Unentschieden oder Sieg um 26 Prozent. So gab es schon vor dem Spiel verschiedene Kampagnen, um FLINTA* zu schützen und ihnen einen Schutzort zu geben. Ein Thema, das in dem männlich dominierten Sport meistens nicht in die Primetime schafft, da die Berichterstattung meist romantisiert wird.
Um kurz vor 12 war es soweit: Italien hatte im Elfmeter schießen mit 3:2 gewonnen. Da es bei einem Elfmeterschießen einfach ist, Schuldige zu finden, stürzten sich die weißen englischen Fans auf die Schwarzen Spieler der Mannschaft. Denn die drei nicht verwandelten Elfmeter Englands kamen von drei Schwarzen Spielern. Zwei von Ihnen, Jadon Sancho und Marcus Rashford wurden erst kurz vor dem Elfmeter schießen eingewechselt. Dieses Narrativ konnte sich nur tragisch gestalten, denn die beiden und Bukayo Saka haben nicht getroffen.
Die Reaktion der Engländer? Klar, aufgrund ihrer Hautfarbe könnten sie keine richtigen Engländer sein. Und noch mehr: Im Internet kursieren Videos aus Pubs und verschiedenen Public-Viewing Orten wie auf Schwarze Fans, mit denen man noch Minuten zuvor gemeinsam bangte, eingeschlagen wird. In den Kommentarspalten der besagten Spieler nehmen auch rassistische Diskriminierungen auf Social Media die Überhand. Die Football Association zeigt sich bestürzt und habe die Polizei bezüglich des Online-Rassismus eingeschaltet, jedoch kann dies nicht die Schwarzen Fans schützen. Offizielle Zahlen über die Gewaltdelikte aus England gab es zum Redaktionsschluss noch nicht.Dieses Phänomen des nicht dazugehören ist nicht nur ein Englisches! Auch andere Länder schaffen es vor allem durch die mediale Berichterstattung und eigenen Definition: Wie ein “richtiger Nationalspieler” für sein Land eigentlich auszusehen hat! Die Antwort darauf ist einfach: Bei siegen ist es egal, bei Niederlagen wird wiederholt klar, dass Sie in diesem Fall am besten keinen Migrationshintergrund haben sollten!
Mehr zu diesem Thema könnt Ihr bei den Koleg:innen im Sport Inside Podcast hören!
:Abena Appiah
Dem einen Freud der
anderen Leid
Aus der Statistik des Bundesinnenministeriums zur politisch motivierten Kriminalität (PMK) ist zu entnehmen, dass die Zahl der „fremdenfeindlichen“ Straftaten – ein Begriff, der selbst in der Kritik steht, da er die Täter*innenperspektive einnimmt – gestiegen ist. Waren es 2017 noch 6.434, wurden 2018 7.701 rassistische Straftaten verzeichnet, ein Anstieg von 19,7 Prozent. Gleichzeitig ist die Gesamtzahl von Straftaten, inklusive den gewalttätigen, jedoch um 1,9 Prozent gesunken. Dies ist aus der polizeilichen Kriminalstatistik 2018 zu entnehmen.
Die polizeibehördlich erfassten Zahlen des Bundesinnenministeriums stehen jedoch häufig unter Kritik. So schreibt die Rechtsanwältin Kati Lang für den Mediendienst Integration: „Die von den Behörden erfassten Fälle bilden nur einen Bruchteil der rassistischen Straftaten ab.“ Ein Grund dafür liegt in der Art der Erfassung: Denn die PMK ist eine polizeiliche Eingangsstatistik, keine Verlaufsstatistik. Das bedeutet, die Straftaten werden bereits zu Beginn der Ermittlungen klassifiziert. Spätere Erkenntnisse über die Motivation müssen von der Justiz nicht immer an die Kriminalämter weitergeleitet werden. Dies führte beispielsweise dazu, dass die Straftaten des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ nie in diese Statistik eingingen, da die Ermittler*innen sie über lange Zeit als organisierte Kriminalität klassifizierten. Hinzu käme, laut Kati Lang, eine fehlende Sensibilisierung bei Polizist*innen und ein geringes Vertrauen seitens der Opfer. Folglich wird die Dunkelziffer der rassistisch motivierten Straftaten durch Opferanlaufstellen deutlich höher eingestuft. Sie fordern daher spezielle behördliche Anlaufstellen, einen regelmäßigen Abgleich der Fallzahlen zwischen Kriminalämtern, Justiz und Beratungsstellen sowie weitere Maßnahmen zur Sensibilisierung von Polizist*innen.
Eine ähnliche Einschätzung nahm 2014 die Europäische Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) ein. So schrieb sie im Bericht zu Deutschland: „Der Begriff Rassismus wird in Deutschland häufig zu eng ausgelegt und mit organisierten Gruppen verbunden. Der rassistische und besonders der fremdenfeindliche Charakter in Teilen der öffentlichen Debatte wird immer noch nicht ausreichend verdeutlicht.“ So führe die Fixierung des Begriffs „Rassismus“ auf gewalttätigen und organisierten Rechtsextremismus zu einer mangelnden Auseinandersetzung mit der Thematik in der gesamten Gesellschaft.
Dies scheitert bereits an den zur Verfügung stehenden Daten. In den abschließenden Bemerkungen des deutschen Länderberichts des UN-Antirassismusausschusses aus dem Jahr 2015 bemängelt dieser fehlende Erhebungen in Bezug auf einzelne Bevölkerungsgruppen sowie mangelhafte Definition. So kritisiert die UN beispielsweise weiterhin gängige Klassifizierungen wie „Menschen mit Migrationshintergrund“ um von rassistischer Diskriminierung Betroffene zu identifizieren. Dies könne Minderheiten ausschließen, die bereits seit vielen Generationen in Deutschland leben.
:Stefan Moll
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Während sich in Bochum am 20. September ab 11:45 Uhr am Dr.-Ruer Platz die Massen versammelt haben, tat man selbiges nahezu überall auf der Welt. Allein in Deutschland wurden an diesem Tag 575 Streiks geplant. Fridays For Future twitterten, dass bundesweit 1,4 Millionen Menschen auf die Straße gingen. Alles ganz in gemeinsamer Solidarität. In NRW wurde in rund 100 Städten gestreikt. In Witten betrug die offizielle Zahl der Polizei 1.500 Menschen, in Mülheim streikten mehr als 600 Demonstrant*innen, in Gelsenkirchen mehr als 500. In Düsseldorf konnte man sogar einen Ansturm von 20.000 Streikenden feststellen, in Bielefeld 12.000. In Bochum waren 8.000 Demonstrierende dabei, obwohl man anfangs nur von 2.000 ausgegangen ist. Da musste spontan noch der*die ein oder andere Helfer*in als Ordner*in einspringen, damit der Protestzug losziehen durfte. Doch es ließen sich schnell Personen finden, die aushelfen konnten.
Mancherorts wurde das Engagement der Leute sogar noch deutlicher unterschätzt, so wie in Essen. Hier rechneten die Veranstalter*innen mit 600 Demonstrierenden, hatten es am Tag des Streiks dann aber mit 6.000 zu tun. Die Polizei geht dabei sogar von mehr als 6.000 Menschen aus. Allerdings verlief die Demonstration auch hier ruhig, die Route der Demo in Essen musste nur angepasst werden, da nicht an allen Orten wie geplant Reden gehalten werden konnten, da die Plätze von dem großen Ansturm teilweise überlastet waren.
Doch es gibt vermutlich wenig friedlichere Demos. Angeführt von den Schüler*innen, wird nicht nur aufeinander geachtet, sondern auch darauf, dass kein Müll liegen bleibt. Da bringen es selbst alteingesessene Raucher*innen kaum übers Herz, die Kippenstummel auf den Boden zu schmeißen.
Denn dies war beispielsweise anders am globalen Klimastreik, als noch bei vorherigen Fridays For Future-Aktionen. Diesmal wurde an alle Generationen appelliert zu demonstrieren, egal ob Schüler*in oder nicht.
Weltweit waren am Klimastreiktag Proteste in mehr als 2.000 Städten beziehungsweise in 129 Staaten angekündigt. Bundesweit konnte auch abseits des Ruhrgebiets eine sehr gute Bilanz gezogen werden. In Hamburg waren es 70.000, in München 40.000, Bremen 30.000 und selbst im vergleichsweise kleinen Münster waren es 20.000, die sich für den Klimaschutz einsetzten.
:Christian Feras Kaddoura
Porträt. Klapprige Steinplatten, PCB-Befall, Irrgarten, Kammern des Schreckens, muffig und „untergehen im Strom der Massen“. Diese Kennzeichen haben Studierende bei einer Umfrage der :bsz in Bezug auf die RUB genannt. Dies klingt nicht besonders ermutigend für Erstis. Doch das ist nicht alles, was genannt wurde. Denn dazu kamen auch Merkmale wie „vielfältig“, „tolerant“, „bunt“ oder „von Herzen gut“. Die RUB ist eben nicht das, was sie von außen scheint zu sein. So sieht es auch AStA-Vorsitzende Yara Mattes: „Wenn die RUB ein Mensch wäre, wäre sie für mich das personifizierte Klischee des Ruhrgebietlers: Von außen hart, von innen sehr herzlich und das Herz auf der Zunge.“ Sie findet, dass die Uni ihren ganz eigenen Charme hat. Mit Ecken und Kanten aber auch mit viel ungenutztem Potential wie zum Beispiel dem Q-Ost.
Die Eckdaten der Uni sind bekannt: Mit über 43.000 Studierenden gehört sie zu den 10 größten Universitäten in Deutschland. 1962 war sie die erste Universitätsneugründung in der Bundesrepublik. Sie hat eine Größe von etwa 4,5 km². Zahlen, die erstaunen und Angst bereiten können, doch mit der Zeit wird jede*r neue Student*in ein Teil von ihr. Dem Professor für Vertriebsmanagement, Christian Schmitz, bleiben zwei Erlebnisse besonders in Erinnerung: „Zum einen wäre da die Leidenschaft, mit der Studierende und Mitarbeiter sich Anfang 2017 dafür eingesetzt haben, dass ich an der RUB bleibe und die Rufe anderer Universitäten ablehne. Zum anderen denke ich an die Verleihung zum Professor des Jahres im vergangenen Dezember vor vielen Freunden, Wegbegleitern, Kollegen, Mitarbeitern und Studierenden. Beide Erlebnisse haben mich nachhaltig sehr beeindruckt und mir vor Augen geführt, warum ich stolz und gleichzeitig glücklich bin, Teil der RUB zu sein – mit all ihren bunten Farben.“ Oftmals wird jedoch das Herz der Universität von Außenstehenden nicht erkannt. Doktor Matthias Schmidt, Tierschutzbeauftragter der RUB, beschreibt sie als „freundlich, international, mit häufig verstecktem Charme“. Er wünscht sich aber auch, „dass sie von den Bürgern der Stadt Bochum in stärkerem Maß als wichtiger Teil der städtischen Identität wahrgenommen wird.“
:Maike Grabow
]]>Bauplanung. Die Ruhr-Universität verändert sich ständig – am auffälligsten ist dies bei den Neubauten und Sanierungen. Hier ist langfristig viel geplant.
Die RUB und der Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) entscheiden gemeinsam darüber, welche Baumaßnahmen an der RUB durchgeführt werden. Als letztes standen die G- und I-Reihen im Fokus. Bereits 2010 begann die Sanierung der I-Gebäude mit dem Bau von ID. IC wurde kernsaniert und IA sowie IB komplett abgerissen und neugebaut. ,,Die Sanierung der RUB wurde mit der I-Reihe begonnen, da hier die ältesten Gebäude zu finden waren und der Sanierungsbedarf entsprechend hoch war. Eigentlich sollte gleichzeitig mit der Sanierung der I-Reihe die Sanierung der G-Reihe starten. Dies verzögerte sich leider aufgrund von baurechtlichen Fragen‘‘, erklärt Lisa Walter, Mitarbeiterin am Dezernat für Bau- und Liegenschaften.
Mittlerweile startete auch die Sanierung der G-Reihe. Im Januar 2019 wurde GD eingeweiht: Ein Neubau, in dem nun die Fakultäten für Rechts-, Wirtschafts- und
Sozialwissenschaft beheimatet sind. Er wurde nach etwa drei Jahren Bauzeit 2018 fertiggestellt. ,,GD wurde als Ersatzneubau für die ,rollende Sanierung‘ der G-Reihe gebaut, damit die Kernsanierung der G-Reihe beginnen kann‘‘, erklärt Walter.
In der näheren Zukunft beginnen weitere Bauarbeiten an den G- und N-Reihen. ,,Als nächstes stehen die Gebäude NA und GC an. Dabei wird es aller Voraussicht nach zu einem Abriss und Neubau von NA und einer Kernsanierung von GC kommen‘‘, so Walter. Doch auch langfristig gibt es bereits einige Pläne zur Campussanierung. Alle Gebäude der N- und G-Reihe, welche bisher noch nicht saniert wurden, sollen noch saniert werden, ebenso wie andere Gebäude auf dem Campus, zum Beispiel das HZO und die UB. Hierfür stehen allerdings noch keine Termine fest. Walter erklärt, die RUB habe sich bezüglich der weiteren Entwicklungen ,,für eine dreipolige Standortstrategie entschieden‘‘: ,,Dies bedeutet, dass die RUB beziehungsweise der BLB aktuell zwei Forschungsbauten auf Mark 51°7 plant und die Innenstadt weiterhin – zum Beispiel mit dem Blue Square – Standort für den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Stadtgesellschaft darstellt.‘‘
:Charleena Schweda
]]>Weiterhin beliebt ist das Bistro über der normalen Mensa. Auch wenn sie etwas kleiner ist, gibt es hier für ein leicht höheres Preissegment nur bedingt hochwertigeres Essen. Allerdings auch hier ein kleiner Geheimtipp: Die Burger zum Selberbauen sind ok, wenn auch meist eine ziemliche Sauerei. Auch die Steaks erfreuen sich gemeinhin ziemlicher Beliebtheit und werden gefeiert.
Wer sich richtig was gönnen will, geht ins Q-West, gegenüber der G-Gebäude gelegen. Leicht in Verruf geraten als „Dozenten-Mensa“, muss man nur etwas tiefer in die Geldbörse greifen (round about 3,50 Euro pro Gericht). Allerdings gibt es hier zu absolut passablen Preisen das mit Abstand beste Essen in Relation zum Preis. Pizza mit frischen Zutaten, Nudeln mit Gemüse, gutes Fleisch und guten Fisch… Besonders empfehlenswert mit einem gesunden, fairen Preis-Leistungsverhältnissind ab 18 Uhr: die Burger mit Beilage für knapp 7 Euro.
Das Café Olé in der Univerwaltung (gegenüber des Studierendenhauses) bietet günstigen und ziemlich guten Kaffee sowie leckeren Kuchen.
Das Edwards in der Bib lädt mit Bagels und ebenfalls gutem Kaffee in verschiedenen Varianten zu Lernpausen ein.
:Kendra Smielowski
]]>Organisiert wird die Tagung vom Sprachwissenschaftlichen Institut der RUB unter Leitung von Prof. Tibor Kiss. Es finden Vorträge von WissenschaftlerInnen aus Europa und Amerika statt. Studien aus der theoretischen Linguistik sowie experimentelle Arbeiten werden vorgestellt und diskutiert. Auch Studierende und DoktorandInnen aus anderen philologischen Fächern werden teilnehmen. Die Forschungsgruppe der RUB „Accounting for the Foundations of Mass“, gefördert durch die Alexander-von-Humboldt-Stiftung, beschäftigt sich bereits seit 2013 mit diesem Thema. Das Projekt ist eine Kooperation mit Prof. Francis Jeffrey Pelletier, University of Alberta. „Ein wesentliches Ergebnis ist das Bochum English Countability Lexicon (BECL), das Zählbarkeitsklassifikationen für über 10.000 Nomen anbietet“, berichtet Prof. Tibor Kiss, „so zeigt es auf, wie komplex der Phänomenbereich ist.“ BECL werde von vielen WissenschaftlerInnen genutzt.
Der Sprachwissenschaftler erklärt: „Zählbarkeit sieht auf den ersten Blick wie ein simples Phänomen aus (man zählt, was gezählt werden kann) und wird entsprechend auch gerne in Grammatiken als Grundlage für andere Regeln verwendet.“ Doch damit sei die Zählbarkeit nicht erklärt. Was in einer Sprache zählbar sei, muss es in einer anderen nicht sein. „In der theoretischen Linguistik glaubt man, der Zählbarkeit auf die Spur zu kommen, indem man Bedeutungsatome ansetzt, die unbestimmt sein können. *Mensch* ist dann zählbar, weil es *Menschenatome* gibt, also einzelne Menschen.“ Jedoch gebe es auch Substantive, die eigentlich nicht zählbar sind, obwohl sie Atome enthalten, aber wenn man sie so behandle als ob, dann bedeuten sie etwas anderes. „Besteck besteht aus Messer, Gabel, Löffel etc. Das Substantiv Besteck ist nicht zählbar, aber wenn man es als ein zählbares verwendet, dann bedeuten *drei Bestecke* eben nicht Löffel, Gabel und Messer, sondern drei Sets aus Löffel, Gabel und Messer.“ Das einfache Konzept sei ein komplexes Feld. Mit dieser Tagung soll die Forschung an der RUB nicht enden. Weitere Informationen gibt es unter count-and-mass.org/becl2018/.
:Maike Grabow
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Ein ganz großes Buch – das lässt zumindest das Format vermuten. Mit einer Über-DIN-A4-Größe und 240 Seiten Stärke ist der Infotainment-Band weniger Bahn- als Mit-mehreren-auf-dem-Teppich-liegend-stöber-Lektüre. Denn zumeist, fast immer, sind es bunte Bilder (im Fachjargon „Infografiken“ genannt), die einem aus den Buchdeckeln durchgestylt entgegenblitzen. Ursprünglich erschienen in einigen der renommiertesten Medien des Landes (wie zum Beispiel der „Zeit“), macht sie erst die geballte Masse bloßer Hintergrundinformationen zu abendfüllendem, nachhaltigem Erkenntnisgewinn. Seit dem Vorweihnachtsgeschäft tingeln die Autoren durch die Republik, die sie vorgeben zu erklären, und halten ihren Schmöker in verdutzte Gesichter, Fernsehkameras und Radiomikrofone.
111,7 Liter Bier kippt sich der oder die Durchschnittsdeutsche im Jahr hinter die Binde. Fast ein Viertel der 20-bis-25-Jährigen trinkt an drei bis fünf Tagen pro Woche jeweils mehr als fünf Gläser Alkohol.
Zwar gibt es nirgends so viele Städte mit mehr als 100.000 EinwohnerInnen und so viele Hochschulen wie im Ruhrgebiet, doch trotz der Klischees über Studierende haben sich Bioläden hier bisher im Bundesvergleich nur unterdurchschnittlich durchsetzen können. In Bochum gibt es 1,58, in Dortmund immerhin 2,74 Bioläden pro 100.000 EinwohnerInnen. Herne (0,6) und Gelsenkirchen (0,38) bilden so denn auch bundesweit die absoluten Schlusslichter.
Wer sich vor Augen führt, was andere für ihre Arbeitsleistung erhalten, muss als Studi oft erst einmal schlucken: Läppische 59 Tage Durchschnittsarbeit stecken in zwei Wochen Malle mit Halbpension, für 83 geht es schon ins All-inclusive-Paradies der Dominikanischen Republik. An der RUB bekommt man für seine Mühen gerade einmal ein paar läppische Creditpoints. Und die werden nicht einmal in der Jugendherberge in Wanne-Eickel als Zahlungsmittel akzeptiert.
Nicht erst seit den „spotted“-Seiten ist der Campus eine der größten Partnerbörsen – wenn man denn mal hingeht. 47 Prozent der 20-bis-24-Jährigen hatten schon mal einen One-Night-Stand, der Wochenschnitt der Gesamtbevölkerung von 2,0 Mal Sex wird an der Uni locker getoppt, wenn man den ganzen Geschichten glauben schenken kann. Ein klangvoller akademischer Titel kann dabei durchaus von Vorteil sein, kolportiert der Flurfunk – weswegen sonst sollte man sich jahrelang mit Büchern einschließen? An der Spitze der frischgebackenen Doktorinnen und Doktoren rangiert weiterhin (Stand 2009) die Humanmedizin (6604 Promotionen), mit Abstand gefolgt von Bio (2466). Am Ende rangiert die Informatik mit 719 erfolgreich promovierten Studierenden im Jahr 2009.
Trotz kurzer Wege im Revier kommen sicher auch einige Studierende auf die durchschnittlich 50 Stunden im Stau pro Jahr, welche die Autoren je BundesbürgerIn errechnet haben. 44 Prozent der Stauopfer versuchen, bei einem absehbaren Stau die Autobahn zu verlassen, aber dieses Mittel lässt in dicht besiedelten Ballungsräumen doch an Wirkung vermissen.
10.100 Bücher werden pro Stunde in deutschen Bibliotheken verliehen – und dazu leisten wir mit der UB unseren Beitrag. Sicher nicht erfasst werden in dieser Statistik die Lehrstuhlausleihen in den Präsenzbibliotheken…
„Das Alter ist weiblich“, stellen die Autoren fest und argumentieren mit der Lebenserwartung. Die Lebenserfahrung zeigt aber, dass zumindest an der Uni die Silberrücken in den ersten Stuhlreihen im Hörsaal meist männlichen Geschlechts sind.
Dass das Grönemeyer-Institut auf dem Campus nur bedingt mit Hits wie „Männer“ und „Mensch“ in Verbindung zu bringen ist, wissen die meisten. Die wenigsten wissen aber vor der „Deutschland verstehen“-Lektüre, dass der abseits des Campus’ in Bochum durchaus klangvolle Name Grönemeyer einst „Beauftragter eines Grundherrn auf dem Hof Krone“ bedeutete. Sachen gibt’s.
Ralf Grauel und Jan Schwochow: Deutschland verstehen. Ein Lese-Lern- und Anschaubuch.
gestalten-Verlag, 29,90 Euro.