Warning: Constant WP_DEBUG_DISPLAY already defined in /var/www/html/wp-config.php on line 111 Wrestling | BSZ https://bszonline.de Deine Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung Fri, 28 Mar 2025 15:11:29 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 https://bszonline.de/wp-content/uploads/2022/11/cropped-favicon-32x32.jpg Wrestling | BSZ https://bszonline.de 32 32 Body Slam im Ruhrpott https://bszonline.de/2025/03/28/body-slam-im-ruhrpott/ https://bszonline.de/2025/03/28/body-slam-im-ruhrpott/#respond Fri, 28 Mar 2025 15:11:28 +0000 https://bszonline.de/?p=25661 Das World Wrestling Entertainment (WWE) geht im Laufe der „Road toWrestlemania” auf große Europatour. Auch im Ruhrgebiet flogen am Wochenende die Fetzen.
 
 Kurz vor dem großen Jahresevent Wrestlemania, konnte man am 15. März in Dortmund  die großen Superstars live erleben. Ich war in der Dortmunder Westfalenhalle mit dabei. 
Das Licht geht an und auf der Bühnenrampe ertönt die Einlauf Musik von WWE Superstar LA Knight. Das Publikum feiert mit einem lauten „L... A... Knight... Yeah!” zur Begrüßung mit und die Stimmung heizt richtig auf. Doch bis es so weit war standen erstmal andere Dinge zwischen den Superstars und mir.
 Wie bei jeder Messe oder Eventbesuch, galt auch hier: Erst einmal anstehen. Doch gar nicht so schlimm, die Zeit in der Schlange und bei dem Einlass vergingen wie im Fluge.
Ein kleines Gedrängel an der Snackbar musste man leider in Kauf nehmen, doch das war zu erwarten, hätte aber irgendwie doch besser gelöst werden können. Auch die Sitze auf der Tribüne hätten etwas mehr Beinfreiheit vertragen können, doch genug genörgelt, denn die Show geht los.
 

Die Ringsprecherin Lillian Garcia stellt das Eröffnungsmatch des Abends vor: L.A. Knight gegen Shinsuke Nakamura. Es geht um den US- Titel, den L.A. Knight sich erst eine Woche zuvor von Nakamura ergatterte. halle verleiht den bombastischen Einlauf Songs der Superstars eine ganz besondere Wirkung. Etwas, das man auf den Bildschirmen zu Hause eher verpasst.
 Als sich die beiden Gegenüberstanden, gingen langsam Fan-Rufe durch die Halle, die immer lauter wurden. „Auf die Fresse, Auf die Fresse” rief die ganze Halle irgendwann. Ein Ruf, der sich immer wieder durch den Abend ziehen sollte.

Besonders emotional wurde es etwas später als Marcel Barthel aus Deutschland, Ringname Ludwig Kaiser, in den Ring stieg und das Duo A Town Down Under in einem zwei gegen eins in die Schranken wies. Die beiden „Trottel”, sowie sie die ganze Halle nannte, haben zuvor scherzhaft über die Deutschen gelästert und dafür ihre Quittung bekommen. Im Anschluss richtete sich Marcel gerührt an das deutsche Publikum und war sehr dankbar dafür, dass er es endlich geschafft habe von Deutschland aus zu den ganz Großen gekommen zu sein. Ein Segment, das nicht nur lustig war, sondern auch wirklich gezeigt hat, dass Pro Wrestling echte Emotionen aufbringen kann.
 
 Ein weiteres Highlight des Abends war der Straßenkampf zwischen Rhea Ripley und Liv Morgan. Die beiden fetzen sich schon seit Wochen wegen einem Beziehungsstreit. Die Regeln im Straßenkampf sind simpel und zugleich brutal. Alles ist erlaubt, selbst Waffen, die clever unter dem Ring platziert sind. Und das Versprechen sollte eingehalten werden, als Liv Morgan einen Holzstock hervorholt und beginnt damit auf ihre Kontrahentin einzudreschen. Ihr Spaß sollte aber nur von kurzer Dauer sein, denn Rhey Ripley ergreift selbst die Offensive und schlägt zurück, bis der Stock auseinanderbricht. Jubel geht durch das Publikum, als dann endlich ein Tisch unter dem Ring hervorgeholt wird und alle wissen, dieser Tisch wird heute noch sein Ende finden. Da Liv Morgan selbst schon schwächelte, kam ihre Kollegin Raquel Rodriguezzur Hilfe, denn das war ebenfalls erlaubt. Nach einem hin und her war es dann soweit, Rhea stemmt Raquel in die Höhe und schmettert sie auf den Tisch nieder. Der Ring ähnelt einem Schlachtfeld als es zum Eins...Zwei..Drei ertönte und Rhea Ripley das Match als Siegerin verlässt.
 
 Das Main Event des Abends steht bevor, der Weltmeister Gunther aus Österreich gegen den „Phenomenal One” AJ Styles aus North Carolina. Gekämpft wird im Stahlkäfig, der schon den ganzen Abend lang ominös über dem Ring schwebte. Ziel ist es, aus dem Käfig herauszuklettern. Ich selbst bin großer Fan von Gunther und AJ Styles und war hin und her, wenn es darum geht, wem ich den Sieg an diesem Abend mehr gönnen würde. Macht es der rabiate Gunther, der mit steifen Schlägen auf die Brust seinen Gegner durch den Ring katapultiert, oder der agile „High Flyer” AJ Styles, der es auch wagt, vom Ringposten aus seine deine Gegner aus der Luft zu attackieren. Die beiden lieferten ein richtig solides Match. Der Höhepunkt war, als die beiden weit oben auf Käfig saßen und gegenseitig versuchten, den anderen von der Kante zurück in den Ring stürzen zu lassen. Diesen Clinch konnte Gunther für sich entscheiden, und dem Käfig entkommen. In der Abschlussrede von Gunther wurde es dann nochmal hitzig. Erst war er sehr stolz als Weltmeister zurück nach Europa zu kehren und bekundete dann, dass der Schalke 04 der beste Fußballverein im Ruhrgebiet sei. Damit ging er in seiner Rolle als „Bösewicht” vollkommen auf, denn den Dortmundern passte das gar nicht.
 
 Meine erste WWE Live-Show hat mich wirklich mitgerissen. Die Atmosphäre in der Halle, der Jubel und die Buh-Rufe, die durchs Publikum gehen und einfach das Mitfiebern während der Matches machen so eine Show zu etwas Besonderem. Klar, hätte man an der Snackbar oder den Merch-Ständen die Schlange besser organisieren können und die Tribünenplätze könnten etwas mehr Raum vertragen. Aber alles in allem lief es doch sehr gut, da habe ich anderorts schon deutlich Schlimmeres erlebt.

 
 :Artur Airich

]]>
https://bszonline.de/2025/03/28/body-slam-im-ruhrpott/feed/ 0
Nach:Gesehen https://bszonline.de/2017/08/14/nachgesehen-4/ https://bszonline.de/2017/08/14/nachgesehen-4/#respond Mon, 14 Aug 2017 14:31:03 +0000 https://bszonline.de/2017/08/14/nachgesehen-4/ Wer heutzutage Wrestling schaut, bekommt nicht nur den Sport geboten, sondern auch ein riesiges Drumherum, das schon wie eine Soap anmutet, inklusive Machtspiel und Intrigen. GLOW, eine seit dem 23. Juni auf Netflix verfügbare und vom Streaminganbieter produzierte Serie, macht es noch etwas soapiger und porträtiert die weibliche Wrestlingszene in den 80er Jahren anhand eines einzigen Projektes. Die „Glorious Ladies of Wrestling“ üben Titgrabs und Clitpunches, um in der von Männern regierten Domäne zu überzeugen, für weibliche Zuschauerinnen feministisch und für männliche Zuschauer scharf zu sein, wie es der Wrestling-Regisseur Sam Sylvia (gespielt von Marc Maron) ausdrückt. „Das ist wie ein Porno, den man zusammen mit den Kindern schauen kann!“

Alles in allem ist die Serie von den Macherinnen von „Orange is the New Black“ zwar unterhaltsam, baut aber zwischenzeitlich stark ab und zieht ihren Humor größtenteils aus überspitzten Stereotypen. Die Neon-Optik der Serie sowie das Feeling, das den 80ern inhärent gewesen sein muss, werden allerdings hervorragend transportiert.

:tom

]]>
https://bszonline.de/2017/08/14/nachgesehen-4/feed/ 0
Showdown in der Dortmunder Donnerkuppel https://bszonline.de/2015/04/20/showdown-der-dortmunder-donnerkuppel/ https://bszonline.de/2015/04/20/showdown-der-dortmunder-donnerkuppel/#respond Mon, 20 Apr 2015 19:07:42 +0000 https://bszonline.de/2015/04/20/showdown-der-dortmunder-donnerkuppel/ Freitag, der 17. April: Die Westfalenhalle riss ihre Tore auf für das WWE Live 2015, ein Wrestlingevent auf höchstem Niveau. Mehrere tausend Menschen füllten die Plätze, um den großen Ring und wurden Teil der Show, die Weltstars der Szene nach Deutschland holte. Ein Abend mit vielen Überraschungen.

]]>
Freitag, der 17. April: Die Westfalenhalle riss ihre Tore auf für das WWE Live 2015, ein Wrestlingevent auf höchstem Niveau. Mehrere tausend Menschen füllten die Plätze, um den großen Ring und wurden Teil der Show, die Weltstars der Szene nach Deutschland holte. Ein Abend mit vielen Überraschungen.

Marek

Er ist und bleibt eine unsterbliche Ikone. Im Vorfeld der Veranstaltung oder am Eventabend selbst, ein Name fiel jedes Mal, wenn ich mich über Wrestling unterhalten habe: Der Undertaker. Ein Name, eine Gestalt aus der Blütezeit des Wrestling, aus einer Zeit, auf die viele von uns nostalgisch zurückblicken. Er ist bis heute im Ring aktiv und eine lebende Legende. Allerdings ist er auch ein Relikt aus einer WrestlerInnengeneration, die anders ist als die heutige. Die meisten der heutigen Athleten in der WWE sind durchtrainierte Männer in schwarzen Badehosen (wenn man so etwas schreibt, fällt einem auf, wie albern das Ganze ist), mit klar definiertem und überzeichneten Image: Da ist der (relativ zu vielen anderen) hagere und bleiche Rothaarige, der natürlich Sheamus heißt und zu Dudelsacktönen die Arena betritt. Da sind die albernen Los Matadores, Stierkämpfer, die sich mitsamt El Torito, einem Kleinwüchsigen mit Stiermaske, in den Wrestlingring verirrt haben. Vorbei aber sind die Zeiten, die noch alberner und überzeichneter waren. Aber diese Entwicklung passt in unsere heutige Zeit. Sie macht die WWE glaubwürdiger, ohne dass die Show weniger geil wird. An diesem Abend habe ich mir vorgenommen, Wrestling mehr Platz in meinem Leben, meinem Herzen und meiner Abendgestaltung zu geben. Wer ist dabei?

Alex

Wrestling sah ich zuletzt in der Grundschule, doch diesmal sollte der alte Traum, dabei zu sein, Realität werden. Schon vor Beginn der eigentlichen Show sammelten sich die Fans vor den Toren der Westfalenhalle. Männer waren zum Teil mit Westen ausgerüstet, die Patches ihrer Helden zeigten, und Frauen und Kinder hielten ihre beschrifteten Schilder bereit. Nichts konnte mehr schief gehen. Eine Licht- und Bühnenshow, die an ein Musikfestival erinnerte, läutete den Start der Kämpfe ein und die Wrestler stolzierten episch in kurzen Shorts zum Ort der Entscheidung. Alleine oder im Tagteam rissen die Protagonisten die Gegner zu boden, mit Würfen, Bodyslams oder Spezial-Schlägen wie dem „Spear“. Ein Haltegriff bedeutete das Ende des Kampfs, doch der schien häufig nur zum Greifen nah, was an die Dramaturgie von Yu-Gi-Oh!, Pokémon und DragonBall erinnerte. Meine Erwartungen wurden übertroffen und auch das restliche Publikum war nicht minder überrascht, als der vermeintlich K.O. geglaubte Dolph Ziggler wiederauferstand und sich den Sieg holte. Alle hatten auf den letzten „Streetfight“ zwischen Roman Reigns und Big Show gewartet, der mit „This is Awsome“-Jubelrufen begleitet wurde; kein Wunder, denn endlich kamen Klappstühle und Tische zum Einsatz. Roman Reigns siegte letztlich durch seinen berüchtigten Spear, einer Variante des sogenannten Supermanpunch. Traurig war an diesem Abend lediglich, dass der Wrestlingneuling Tim Wiese nicht als Überraschungsgast auftrat. Doch wen wundert das, bei einer Show, die nichts dem Zufall überlässt.
 

]]>
https://bszonline.de/2015/04/20/showdown-der-dortmunder-donnerkuppel/feed/ 0