Warning: Constant WP_DEBUG_DISPLAY already defined in /var/www/html/wp-config.php on line 111 Wattenscheid 09 | BSZ https://bszonline.de Deine Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung Thu, 10 Nov 2022 09:04:16 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 https://bszonline.de/wp-content/uploads/2022/11/cropped-favicon-32x32.jpg Wattenscheid 09 | BSZ https://bszonline.de 32 32 Ein trauriger Abschied an der Lohrheide https://bszonline.de/2019/10/29/ein-trauriger-abschied-der-lohrheide/ https://bszonline.de/2019/10/29/ein-trauriger-abschied-der-lohrheide/#respond Tue, 29 Oct 2019 09:26:55 +0000 https://bszonline.de/2019/10/29/ein-trauriger-abschied-der-lohrheide/ Fußballtradition. Am 23. Oktober hatte das Zittern ein Ende. Die Spielgemeinschaft aus Wattenscheid zog die erste Mannschaft vom Spielbetrieb in der Regionalliga West zurück.

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Fußballtradition. Am 23. Oktober hatte das Zittern ein Ende. Die Spielgemeinschaft aus Wattenscheid zog die erste Mannschaft vom Spielbetrieb in der Regionalliga West zurück.

Nach dem angemeldeten Insolvenzverfahren von Dr. Anja Commandeur hoffte der Verein bis zuletzt, dass Sponsor*innen zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebs finanzielle Unterstützungen leisten können, jedoch hatten die Gespräche mit den Geldgeber*innen nicht den gewünschten Verlauf genommen. Das Engagement im und um den Verein war zwar groß, dennoch zog Commandeur folgendes Fazit: „Ich bin sehr enttäuscht, dass es trotz des hohen Engagements vieler Personen aus dem Verein und dessen Umfeld nicht gelungen ist, Sponsoren für die Finanzierung des Spielbetriebs zu gewinnen.“ Diese Nachricht schlug schnell Wellen in den gängigen Sportgazetten und hinterließ eine traurige Grundstimmung bei den Anhänger*innen der SG. Marco Ostermann, ehemaliger Teammanager und Aufsichtsratsmitglied, zeigte sich bestürzt: „Es ist traurig, dass wir nicht mehr in der Regionalliga auftreten können. Vor allem für die Spieler und Mitarbeiter des Vereins tut es mir leid. Ihre persönlichen Schicksale liegen mir besonders am Herzen.“ Dennoch sei er froh, dass die Jugendabteilung des Clubs vorerst gerettet ist. Dies verbucht auch der Verein im offiziellen Statement zum Aus der ersten Mannschaft in der Regionalliga und zur Rettung der Jungspieler als Teilerfolg, denn „eine Gruppe engagierter Privatleute und Unternehmer bringt die notwendigen Mittel auf, um den Spiel- und Trainingsbetrieb der Jugendabteilung für die laufende Saison zu sichern.“ Denn das Ziel ist es, dass der zukünftige Vorstand sich aus diesen Reihen neu aufstellt und neues Vertrauen sowie ein Zukunftskonzept  präsentiert.
Für Fans des Wattenscheider Fußballs ist der Schockmoment immer noch groß. „Ich bin extra aus Altenkirchen angereist. Wattenscheid ist meine Heimat. Hier bin ich geboren und durfte mit 19 die Hochphase dieses Clubs miterleben und das werde ich nie vergessen“, blickte Thomas Berger, ein langjähriger Fan der Spielgemeinschaft, auf die Zeit zurück. Deswegen sei es doppelt so traurig für ihn, dass die erste Mannschaft momentan nicht im Spielbetrieb ist. Er kam mit seiner drei jährigen Tochter zum Lohrheide Stadion, um sich zu verabschieden. „Fußball sowie Wattenscheid gehören zu meinem Leben dazu und das möchte ich auch an meine Tochter weitergeben. Deswegen sind wir hier!“ fügte er an. Für Berger sei klar, warum der Verein scheiterte: die Jahre unter dem ehemaligen Vorsitzenden Jacob. Trotz aller Traurigkeit blickte er aber auch nach vorn. „Schauen Sie doch mal, wer seinen Start bei Wattenscheid hatte. Das sagt einiges über den Verein und die Region aus. Aus diesem Grund bin ich wirklich froh darüber, dass wenigstens die Jugendabteilung des Clubs erhalten bleibt.“ Einige Spieler wie die Altintop-Zwillinge es  in die Bundesliga und bis nach Madrid geschafft hatten.
Ähnliche Worte fand auch Marco Ostermann, der das Ende auch als Neustart sieht und sagt, dass der Verein in den nächsten Monaten Zeit habe, zu schauen, was die beste Option sei. Ob dies in der Verbands- oder Oberliga stattfinden würde, müsse man sehen. Ihm ist nur wichtig, dass die Fans wissen müssen, dass jede*r gefordert sei und man Leute brauche, die sich aktiv einbringen können und wollen.

Die Fanabteilung des Vereins lädt am 10. November zum Neustart bei dem Spiel in der A-Junioren Bezirksliga gegen SSV Buer 07/28 ein.
Treffpunkt ist der Kunstrasenplatz Berliner Straße. Alle Gäst*innen können es sich für 6 Euro beim Currywurst All-you-can-eat schmecken lassen.

:Abena Appiah

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SG Wattenscheid 09 in finanziellen Nöten https://bszonline.de/2019/10/15/sg-wattenscheid-09-finanziellen-noeten/ https://bszonline.de/2019/10/15/sg-wattenscheid-09-finanziellen-noeten/#respond Tue, 15 Oct 2019 09:29:23 +0000 https://bszonline.de/2019/10/15/sg-wattenscheid-09-finanziellen-noeten/ Fußball. Trotz guter sportlicher Leistung steht der Traditionsclub kurz vor dem Ende.

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Fußball. Trotz guter sportlicher Leistung steht der Traditionsclub kurz vor dem Ende.

Vor einem Jahr startete im November eine Crowdfunding-Kampange, um den Verein an der Lohrheidestraße am Leben zu halten. Jedoch schaffte der Club es erst durch das Zubrot vom ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Oguzhan Can ans rettende Ufer. „Es wäre geradezu tragisch gewesen, wenn 109 Jahre Fußball-Tradition ‚gestorben‘ wäre.“ Das waren die Worte von Daniel Knorr, Pressesprecher des Vereins im Januar zur knappen Rettung des Vereins.

Doch nun könnte das endgültige Aus für die Sportgemeinschaft aus dem Westen Bochums eintreffen. Die Situation ist brenzlich, denn der Insolvenzantrag wurde erst nach dem Rücktritt des Aufsichtsratsvorsitzenden Can gestellt und sicherte somit drei Monate Zahlungen, die vom Arbeitsamt finanziert wurden. Jedoch wurden nach dem Rücktritt des Hauptgeldgebers im Juli sowie August keine Gehälter gezahlt; durch die Rückzahlungen verkürzte sich die finanzielle Sicherheit bis September.

Die Insolvenzverwalterin Dr. Anja Commandeur trat mit einem dringenden Appell an die Öffentlichkeit mit der Sorge um den Verein und einer drohenden Massenunzulänglichkeit. Auch wenn die Spieler auf jegliche Prämienzahlungen verzichten, „Ein 110-jähriger Traditionsverein inklusive mehrerer hundert Jugendspieler droht komplett zu verschwinden. Das ist ein sehr bedauerliches, doch derzeit realistisches Szenario“, so Commandeur in ihrem Statement zur finanziellen Situation des Vereins.

:Abena Appiah

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