Warning: Constant WP_DEBUG_DISPLAY already defined in /var/www/html/wp-config.php on line 111 Urlaub | BSZ https://bszonline.de Deine Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung Tue, 27 Aug 2024 16:23:12 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 https://bszonline.de/wp-content/uploads/2022/11/cropped-favicon-32x32.jpg Urlaub | BSZ https://bszonline.de 32 32 Camping statt Campus https://bszonline.de/2024/08/14/camping-statt-campus/ https://bszonline.de/2024/08/14/camping-statt-campus/#respond Wed, 14 Aug 2024 09:00:00 +0000 https://bszonline.de/?p=24882 Das Ruhrgebiet ist nicht bloß für Beton und Bergbau bekannt. Hier könnt Ihr sogar Eure Zelte aufschlagen und eine kühle Nacht unterm funkelnden Sternhimmel genießen.

Endlich sind Semesterferien! Zeit, alle sieben Sachen zu packen und in den Urlaub zu fahren, oder? Leider steht mal wieder die Zahlung des Semesterbeitrags an und Lebensmittelpreise im Supermarkt machen uns Studis weiterhin zu schaffen. Mit einem Sommerurlaub kann es also gar nichts werden, richtig? Falsch! In diesem Artikel erfahrt Ihr, wo genau Ihr auch in Bochum und Umgebung Eure Köpfe richtig ausschalten könnt und es heißt: Camping statt Campus.

Campingplatz Wasserfreunde Ruhrmühle e.V. Bochum

Für welchen Ort steht nochmal das Ruhr in Ruhr-Uni? Richtig, für den Ruhrpark. Spaß beiseite, selbst, wenn Ihr in Stadt-Land-Fluss schlecht in der Kategorie „Flüsse“ abschneidet, solltet Ihr diesen großen Fluss NRWs kennen! Die Ruhr bietet unter anderem in Bochum-Dahlhausen ein gemütliches Campingerlebnis. Hier besitzt der Wasserfreunde Ruhrmühle e.V. Bochum einen Campingplatz, der über Ent- und Versorgungsmöglichkeiten, moderne Sanitäranlagen mit Warmwasserduschen und Stromanschlüsse verfügt. Egal ob mit Wohnwagen, Fahrrad oder Zelt – hier findet jeder das passende Plätzchen. Das bekannte Bochumer Eisenbahnmuseum ist zudem nur 1,5 km entfernt. 

Campingplatz Ruhrbrücke in Hattingen

Es sind zwar Semesterferien, aber ein bisschen geographisches Allgemeinwissen kann doch nicht schaden: Die Ruhr fließt nördlich von Winterberg aus auch durch Bochums Nachbarstadt Hattingen. Auf dem Campingplatz Ruhrbrücke könnt Ihr also ebenso Euer Zelt aufschlagen und einen preiswerten Studi-Urlaub genießen. Hier gibt es vielfältige Wassersportmöglichkeiten und die Hattinger Innenstadt ist nur rund 2,5 km entfernt. 

Camping Hohensyburg

Ihr wisst Bochum zwar (hoffentlich) zu schätzen, doch Euer Herz hängt irgendwie mehr an Dortmund? Dann könnt Ihr Euren Natururlaub bei Camping Hohensyburg verbringen. Auch hier kommt Ihr zur Ruh‘(r)!

Mit Aussicht bis zum Sauerland und auf die umliegenden Hügel bietet der Campingplatz moderne Sanitäranlagen, behindertengerechte Toiletten und Duschen sowie Kindertoiletten. Wenn das Portmonee die Konzertsaison im Ruhrpott überlebt hat, gibt es sogar die Option, ein privates Badezimmer zu buchen. Und es gibt noch ein weiteres Extra: Wer ohne Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil anreisen möchte, kann in einem gemütlichen Campingfass oder Bauwagen übernachten. 

Campingplatz Baldeneysee

Auch in Essen befindet sich ein großer Campingplatz. Statt Balkonien wird hier Urlaub am südlichen Ufer des Baldeneysees gemacht! Das Besondere: Habt Ihr das Gefühl, das viele Grün ist Euch irgendwann einfach nicht mehr grün, könnt Ihr zur Abwechslung einfach einen Abstecher in den nächstgelegenen Ort machen. 

„Werden“ ist lediglich ca. 4 km entfernt, die schöne Altstadt könnt Ihr entspannt mit dem Fahrrad erreichen. Radelt einfach entlang des See`s und schon seid Ihr mittendrin!

Ebenso vom Campingpark aus gut zu erreichen, sind die Villa Hügel, das Folkwangmuseum oder der Grugapark  — entweder mit dem Fahrrad oder Auto. Am See bieten sich außerdem noch Inlineskating, Joggen sowie Wandern an. Wer sich lieber mal selbst kutschieren lassen möchte, kann eine Fahrt mit den Schiffen der „Weißen Flotte“ über den Baldeneysee buchen. Alle Stellplätze auf dem Campingplatz verfügen über einen Stromanschluss und es gibt Duschen, Waschkabinen, behindertengerechte Toiletten undKindertoiletten. Waschmaschinen und Trockner kann man ebenfalls auf Anfrage nutzen. 

Campingplatz Ennepetal Fam. Steffen-Mester

Der nächste Tipp bietet sich an, wenn man etwas weiter weg von all dem Trubel der Uni-Stadt möchte! Im idyllischen Sauerland, dem Bergischen Land und dem südlichen Ruhrgebiet, erwartet Euch der Campingplatz Ennepetal der Familie Steffen-Mester, umgeben von weiten, grünen Wiesen und Buchenwäldern. Kürzere Rundwege laden zudem zum entspannten Spazieren ein. Wenn Ihr jedoch nun denkt, hier kann man nur die Füße hochlegen, dann werdet Ihr überrascht sein: Der Campingplatz liegt mitten in einem Naturschutzgebiet, von dem aus zahlreiche Wander- und Radwege in alle Himmelsrichtungen führen. Lediglich 500 Meter entfernt befindet sich die Heilenbecker- Talsperre, wo regelmäßig Lauftreffs stattfinden, die auch Neueinsteiger:innen herzlich willkommen heißen. In unmittelbarer Nähe erwartet Euch des Weiteren das beliebte Ausflugsgebiet „Hülsenbecker Tal“ mit seiner Konzertmuschel, einem Wildgehege, einem Streichelzoo, einem Ententeich und einer historischen Wassermühle. Eine Abkühlung gefällig? Das kürzlich modernisierte Frei- und Hallenbad „Platsch“ bietet nicht nur Badespaß, sondern auch eine neu eingerichtete Sauna und eine große Wasserrutsche. Wer doch lieber trocken bleiben möchte, findet direkt daneben eine großzügige Sterngolf-Anlage. Und wäre das noch nicht genug, liegt mitten im Ennepetal die beeindruckende Kluterthöhle, die tatsächlich größte Naturhöhle Deutschlands! Hier kommen nicht nur Geographiestudis auf ihre Kosten:  In der Höhle könnt Ihr an aufregenden Abenteuerführungen und Extremklettertouren teilnehmen, oder alternativ Kunstausstellungen bewundern. 

:Levinia Holtz

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10 Stunden Bahnfahrt für Rassismus, Sonne und Meer? https://bszonline.de/2022/09/16/10-stunden-bahnfahrt-fuer-rassismus-sonne-und-meer/ https://bszonline.de/2022/09/16/10-stunden-bahnfahrt-fuer-rassismus-sonne-und-meer/#respond Fri, 16 Sep 2022 14:34:33 +0000 https://bszonline.de/2022/09/16/10-stunden-bahnfahrt-fuer-rassismus-sonne-und-meer/ Medien berichten über die selbsternannte „Trauminsel“, Sylt, als würden alle dort Urlaub machen. Mit dem 9-Euro-Ticket klingt es nun so, als sei die Insel nur noch von Punks bewohnt. Ich habe mir das ganze mal für Euch aus einer intersektionalen Perspektive angeguckt.  

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Medien berichten über die selbsternannte „Trauminsel“, Sylt, als würden alle dort Urlaub machen. Mit dem 9-Euro-Ticket klingt es nun so, als sei die Insel nur noch von Punks bewohnt. Ich habe mir das ganze mal für Euch aus einer intersektionalen Perspektive angeguckt.   

Erstes Szenario: Bahnfahrt 

Startpunkt war gegen 6:30 Uhr in Bochum und Ziel war „Westerland (Sylt)“, wo wir gegen 16:40 Uhr ankommen sollten. Tipp direkt zum Anfang: Tankt genug Energie für die Fahrt und schlaft genug! Bei meiner Begleitung und mir war es so, dass wir vor lauter Aufregung kaum Schlaf hatten und dementsprechend sehr müde unterwegs waren. Die Fahrt sah wie folgt aus: Von Bochum nach Münster, von Münster nach Osnabrück, von Osnabrück nach Bremen, von Bremen nach Hamburg, von Hamburg nach Elmshorn, von Elmshorn nach Westerland, und anschließend noch ein Bus zur Unterkunft. Insgesamt siebenmal mussten wir umsteigen, was den Vorteil hatte, dass es sich näher anfühlt als es war. Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) sind seit Einführung des 9-Euro-Tickets die bundesweiten Fahrten im Schienenverkehr im Schnitt 42 Prozent höher als im Juni des „Vor-Corona-Jahrs“ 2019. An Samstagen liegt das höhere Reiseaufkommen bei 83 Prozent. Um Überfüllung zu vermeiden, planten wir die Hin- und Rückfahrt an Werktagen und stiegen immer ganz vorne oder ganz hinten ein.  

Alles für den Ausblick!  

Erster Eindruck direkt bei der Ankunft: „Geschafft!“, und „Fuuuck, ist das weiß!“. Meine Begleitung und ich gehen hier, im Vergleich 

zu Dortmund oder Gelsenkirchen, überhaupt nicht unter – wir stechen sofort raus. Die erste Mikroaggression erlebten wir dann auch direkt beim Empfang in der Unterkunft: „Hier in Deutschland zahlt man eine Kurabgabe!“ – ok, Annette chill. Der Ausblick auf den Strand hat alles wett gemacht: Die lange Fahrt, der schweißbadende Nase- und Mundbereich unter der FFP2-Maske, Annettes und Bärbels herablasende Blicke. Mit Meeresrauschen im Ohr, Füßen im Sand und Sangria in der Hand lässt sich das Leben viel besser genießen! Dieses wunderschöne Panorama, wofür wir unter 200 Euro gezahlt haben (inklusive 9-Euro-Ticket), spricht für sich selbst. 

Stadt, Land, Punks

In der Woche, in der ich da war, machte ich so ziemlich alles für Gesundheit und Entspannung mit: Eine Wanderung durch die Dünen, eine Inselrundfahrt, Amrum und Föhr sehen, und natürlich ganz viel am Strand sonnen, im Meer schwimmen und die Sonnenuntergänge genießen. Dabei stets die Frage im Kopf: Wo sind denn jetzt „diese Punks“? Beim Besuch zum Zentralstrand in Westerland, begegnete ich „den Punks“ endlich. Endlich laute Musik, endlich Stimmung, endlich leben – mir fiel auf, wie ruhig die  Insel doch ist, zu ruhig für meinen Geschmack. Laut einer Verkäuferin, wo eines der Punker:innen-Lager gesetzt wurde, wurde mir klar, was für ein Othering hier herrscht: „Ein Kind fragte seine Mutter ‚Warum haben die bunte Haare?‘ und die Mutter erklärte, dass sie auch mit bunten Haaren ganz nette und liebe Menschen sind“. Beim Sprechen mit den Punker:innen und der Frage nach einem Foto waren sie allein für meine Frage dankbar: „Das ist hier leider nicht so. Die machen alle ungefragt Fotos, 

gucken uns arrogant an oder schütteln ihren Kopf.“ Das lässt mich schlussfolgern, dass hier laut sein und individuell aussehen noch als sehr ungewöhnlich empfunden wird. Und ab da war für mich sofort klar, warum meine Begleitung und ich ständig komisch angeguckt wurden und weiße Kinder vor uns wegliefen. Wenn die gängigen Sylt-Bewohner:innen noch damit klarkommen müssen, dass weiße Menschen mit bunten Haaren und lauter Musik „ganz nett und lieb“ sind, dann stellt euch mal vor, wie viel sie noch zum Umgang mit BiPoC vor sich haben.  

Fazit: Sylt hier, Sylt da, „Oh nein Punks“, „Oh nein Menschen außerhalb meiner Bubble“ – das fasst die Umstände zusammen. Es scheint fast schon wie eine schlechte Promo-Aktion und wie bekannt ist, ist schlechte Werbung auch Werbung. Mich hat es erwischt, ich bin in die 9€-Sylt-Falle getappt und es war trotz des Othering toll! Das habe ich aber hauptsächlich meiner Begleitung, dem Meer und den Punks zu verdanken, ohne sie wäre es nur eine langweilignormale Alman-Insel gewesen.

:Nathalia Rodriguez

 
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Alles Einsteigen – Für nur neun euro https://bszonline.de/2022/06/05/alles-einsteigen-fuer-nur-neun-euro/ https://bszonline.de/2022/06/05/alles-einsteigen-fuer-nur-neun-euro/#respond Sun, 05 Jun 2022 21:45:51 +0000 https://bszonline.de/2022/06/05/alles-einsteigen-fuer-nur-neun-euro/ Von neun Euro profitieren 

Das 9 Euro-Ticket ist seit heute befahrbar und erleichtert vielen Menschen den Alltag.  

„Für neun Euro nach Sylt!“, der Sturm auf die Insel, war die viralste Reaktion auf die Ankündigung des günstigen Fahrspaßes. Dabei wird vergessen, dass der ‚Spaß‘ dabei für manche gar keiner ist. Viele Personengruppen sind auf die Öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen, um im Alltag ihre Schulen, Universitäten, Arbeits- und Ausbildungsstelle, die Wohnorte ihrer Partner:innen, Freund:innen, ihre Familien, oder andere Städte zu erreichen. Dazu zählen Schüler:innen, Student:innen ohne fahrbaren Untersatz, Menschen mit Erkrankungen oder Behinderungen, die kein Auto, Motorrad oder auch Fahrrad fahren dürfen oder können, und auch Senior:innen, welche nicht mehr eigenständig fahren wollen oder können. Hinzu kommen außerdem Menschen, die sich weder einen Führerschein noch ein eigenes Transportmittel leisten können und natürlich auch jene, welche die öffentlichen Busse und Bahnen dem eigenen Fortbewegungsmittel vorziehen. Für viele von ihnen bedeutet das für drei Monate gültige Ticket eine enorme Entlastung. Allein das Senior:innen-Ticket für den Verkerhsverbund Rhein-Ruhr, das Bären-Ticket, kostet beispielsweise im Normalfall 92,90 Euro im Monat – bei einer durchschnittlichen Nettorente für Männer von 1.335 Euro und für Frauen von 900 Euro im Monat nicht gerade wenig. Aber auch für ärmere Bevölkerungsschichten realisiert das neun Euro Ticket vieles, für einige sicherlich auch den allerersten Urlaub. Mit Partner:in (und Kindern) für kleines Geld in schöne Ecken Deutschlands, das ist für sie kein Zeitvertreib oder eine ‚just for fun‘-Aktion, sondern ein Geschenk, welches die Brieftasche zur Zeit der Inflation enorm entlastet und neben einer günstigen Reise ermöglicht, das gesparte Geld wiederum in andere wichtige Einkäufe einfließen zu lassen.                                                      

  :Rebecca Voeste

 
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Von neun Euro profitieren 

Das 9 Euro-Ticket ist seit heute befahrbar und erleichtert vielen Menschen den Alltag.  

„Für neun Euro nach Sylt!“, der Sturm auf die Insel, war die viralste Reaktion auf die Ankündigung des günstigen Fahrspaßes. Dabei wird vergessen, dass der ‚Spaß‘ dabei für manche gar keiner ist. Viele Personengruppen sind auf die Öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen, um im Alltag ihre Schulen, Universitäten, Arbeits- und Ausbildungsstelle, die Wohnorte ihrer Partner:innen, Freund:innen, ihre Familien, oder andere Städte zu erreichen. Dazu zählen Schüler:innen, Student:innen ohne fahrbaren Untersatz, Menschen mit Erkrankungen oder Behinderungen, die kein Auto, Motorrad oder auch Fahrrad fahren dürfen oder können, und auch Senior:innen, welche nicht mehr eigenständig fahren wollen oder können. Hinzu kommen außerdem Menschen, die sich weder einen Führerschein noch ein eigenes Transportmittel leisten können und natürlich auch jene, welche die öffentlichen Busse und Bahnen dem eigenen Fortbewegungsmittel vorziehen. Für viele von ihnen bedeutet das für drei Monate gültige Ticket eine enorme Entlastung. Allein das Senior:innen-Ticket für den Verkerhsverbund Rhein-Ruhr, das Bären-Ticket, kostet beispielsweise im Normalfall 92,90 Euro im Monat – bei einer durchschnittlichen Nettorente für Männer von 1.335 Euro und für Frauen von 900 Euro im Monat nicht gerade wenig. Aber auch für ärmere Bevölkerungsschichten realisiert das neun Euro Ticket vieles, für einige sicherlich auch den allerersten Urlaub. Mit Partner:in (und Kindern) für kleines Geld in schöne Ecken Deutschlands, das ist für sie kein Zeitvertreib oder eine ‚just for fun‘-Aktion, sondern ein Geschenk, welches die Brieftasche zur Zeit der Inflation enorm entlastet und neben einer günstigen Reise ermöglicht, das gesparte Geld wiederum in andere wichtige Einkäufe einfließen zu lassen.                                                      

  :Rebecca Voeste

Sylt fürchtet sich vor Billigurlaubern

 

Die Nordseeinsel gilt eigentlich als Erholungsort für Gutbetuchte, doch mit dem 9€-Ticket soll sich das in diesem Jahr ändern. 

Auch ohne die neu entstandene günstige Anreisemöglichkeit sind die Bahnen, die über den Hindenburgdamm zur beliebten Urlaubsinsel fahren, oft im Sommer gnadenlos überfüllt. Moritz Luft, Chef der kommunalen Marketinggesellschaft hatte deshalb kürzlich in einem Interview verlauten lassen, dass man auf Sylt keinesfalls „ein Biotop von Schönen und Reichen“ bewahren wolle, sondern lediglich für Jugend- und Schulgruppen und Familien „einen störungsfreien und entspannten Urlaub aufrechterhalten“ wolle. Die Angst vor einer Vielzahl an Tourist:innen, die es sonst eher nicht auf die Insel verschlagen würde, provozierte eben diese dazu einen Massenansturm zu planen. 

Tausende verabreden sich über soziale Netzwerke, um mithilfe des 9€-Tickets den Sommerurlaub auf Sylt zu verbringen und dabei nebenbei den gewöhnlichen Urlaubern vor Ort die erhoffte Entspannung innerhalb der eigenen Kreise zu vermiesen. Eine Sprecherin der Linksjugend Solid begründete in einem Gastbeitrag in der ZEIT die Entwicklung so: „Sylt sollte kein Ort sein, an dem Wohlhabende so tun können, als gäbe es keine Armut.“ Außerdem gab sie zu bedenken: „Mit Sylt soll ein Stück Land zurückerobert werden, das eigentlich uns allen gehört. Und es sollen die Bedingungen verändert werden, die Sylt möglich machen.“ Der eskapistische Urlaub weg von Bevölkerungsschichten, die sich diesen normalerweise nicht leisten können, soll dieses Jahr zerstört werden. 

Zwar ist nur die Anreise erschwinglich geworden, während die Preise für eine Unterkunft genauso horrende bleiben wie sonst, doch die Geschichte zeigt, dass dieser Umstand die Urlaubsmassen wohl nicht aufhalten wird. Mitte der Neunziger, kamen durch das neu eingeführte „Schönes-Wochenende-Ticket“ für 15 Mark ebenfalls plötzlich unzählige neue Urlauber nach Sylt, die denen, die dort ihr natürliches Habitat gestört sahen, ein Dorn im Auge waren. Die als „Billigtouristen“ beschimpften vergraulten wohl einige
der höherpreisig Urlaubenden.                                 

:Henry Klur

Schattenseiten des 9€ Tickets 

Ab dem 01.06 ist das 9€ Ticket deutschlandweit nutzbar. Doch nicht alle begrüßen das neue Ticket. 

Viele Menschen warten bereits gespannt auf den Juni. Das 9€ Ticket ist nicht nur eine Erleichterung für das Portemonnaie, sondern gleichzeitig auch eine Möglichkeit den öffentlichen Nahverkehr in Deutschland attraktiver zu gestalten. Doch die Freude teilen nicht alle. Expertenwarnen vor Chaos in den nächsten drei Monaten.  Wer bereits mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, dem ist die Unpünktlichkeit der Deutschen Bahn nicht fremd und der zu erwartende „Ansturm“ wird die Situation nicht grade verbessern. Besonders in Großstädten, wie Berlin, Köln und Frankfurt ist die Sorge groß. Die Unpünktlichkeit der Deutschen Bahn ist unter anderem ein Grund dafür, dass viele das Angebot nicht wahrnehmen werden (können). Eine oder manchmal zwei Stunden Verspätung können sich nämlich weder Schüler:innen, Arbeitnehmende noch Eltern, die ihre Kinder in den Kindergarten bringen, leisten. Besorgt äußert sich auch Moritz Luft, der Geschäftsführer der Sylt Marketing, denn Sylt sei auf solch einen Ansturm nicht ausreichend vorbereitet. Zu erwarten ist, dass besonders die Strecken zu Urlaubsorten, wie über Berlin an die Ostsee oder von Hamburg nach Sylt beliebt sein werden. Das wird besonders den Pendler:innen zur Last fallen, die täglich auf die Strecken angewiesen sind, um zur Arbeit zu gelangen. Viel mehr Kapazitäten zu schaffen, ist jedoch nicht realistisch, laut den Verkehrsverbänden.  Besorgniserregend erscheint für viele auch das erhöhte Personenaufkommen zu Zeiten der Corona-Pandemie. Die 3G-Regel im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ist mit Inkrafttreten des neuen Bundesinfektionsschutzgesetzes entfallen. In Bus und Bahn muss lediglich eine Maske getragen werden. Viele Menschen fühlen sich nicht ausreichend geschützt. Besonders ältere Menschen, die von dem Angebot profitieren sollen, fürchten sich vor der Ansteckungsgefahr.  Nichtsdestotrotz ist das 9€ Ticket ein Schritt in die richtige Richtung. Die Gefahren und Risiken des Tickets müssen in Kauf genommen werden, um die Schattenseiten des ÖPNV-Verkehrs zu erkennen und um diese zu verbessern.                        

  :Miena Momandi

 
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Fahr weg! Am besten mit dem Rad https://bszonline.de/2020/07/22/fahr-weg-am-besten-mit-dem-rad/ https://bszonline.de/2020/07/22/fahr-weg-am-besten-mit-dem-rad/#respond Wed, 22 Jul 2020 13:35:41 +0000 https://bszonline.de/2020/07/22/fahr-weg-am-besten-mit-dem-rad/ Covid-19. Die letzten Tage wirken wie ein verwirrender Routenlauf durch „Was darf ich (nicht)“ und „Was sollte ich (nicht)“-Fragen: Die Regeln des halbnormalen Alltags.

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Covid-19. Die letzten Tage wirken wie ein verwirrender Routenlauf durch „Was darf ich (nicht)“ und „Was sollte ich (nicht)“-Fragen: Die Regeln des halbnormalen Alltags.

Es ist fast irritierend wie selbstverständlich sich manche Teile unseres Alltags mittlerweile wieder anfühlen. Wir sitzen in vollen Cafés und Kneipen, laufen mit der Maske rein und sitzen dann ohne diese gemeinsam am Tisch, lachen, essen, trinken; alles scheint normal. Es wirkt fast so als hätten wir es überstanden! Man hört immer weniger von Menschen in seinem Umkreis die sich infiziert haben, wenn man denn überhaupt schon einen Fall im näheren Umfeld hatte. Es wirkt als wäre Corona mittlerweile für uns ein Ding, das sich vor allem im Ausland abspielt, selbst wenn dem klar nicht so ist. Auch wenn man immer wieder von neuen Ausbrüchen selbst in NRW hört und liest, nehmen es viele nicht mehr wirklich ernst und sehen keine Bedrohung. Es ist doch alles fast normal, bis auf die Masken. Aber die tragen viele auch schon weniger und weniger konsequent. „Muss ich jetzt am Bahnsteig schon die Maske tragen, oder erst beim Reingehen?“ Wenn uns solche Fragen nicht immer wieder dran erinnern würden, hätte manch eine:r von uns ganz vergessen in welcher Situation wir uns befinden. Wir dürfen jetzt wieder verreisen? Aber im Supermarkt darf ich mich nicht ohne Einkaufswagen durch die Korridore bewegen? 

Bei solchen Regelungen kann manch eine:r nach den letzten Wochen erst einmal verdutzt sein. Auch das: Die Kundschaft sitzt ohne Maske an den Tischen in Lokalen, teilweise viel zu eng beieinander, während der:die hart schuftende:r Kellner:in während der Arbeit seine beziehungsweise ihre Maske tragen muss. Irgendwie Hard Knock Life. 

Klar, in Restaurants kann man nicht verlangen, dass die Leute beim Essen für jeden Bissen die Maske an- und abheben sollen. Nichtsdestotrotz: die armen Kellner:innen! Und nicht nur das, die Regelung mit den zehn Personen pro Tisch in Kneipen… Das mag ja in der Theorie ganz vernünftig sein, wenn jedoch jede:r Wirt:in dazu auffordert, nur zu zehnt an einem Tisch zu sitzen und somit Gruppen, die diese Anzahl übersteigen aufteilt, um sie mit fremden Menschen an einem Tisch zu vereinen, nur damit die Zahl unter zehn Personen pro Tisch bleibt, trägt er:sie auch dazu bei, dass Haushalte, die sonst keinen Kontakt miteinander gehabt hätten, beisammen sitzen, plötzlich miteinander interagieren und potenziell eine Infektionskette verlängern könnten. Da wäre es vernünftiger die Gruppe die zuvor schon zu mehr als zehn Leuten unterwegs war und schon Kontakt hatte, zusammen sitzen zu lassen. Doch diese willkürlichen Reglungen werden den meisten Wirt:innen auch einfach als Richtlinien vorgelegt und sie kommen nicht von ihnen selbst. Doch wie sehr achtet man schon auf diese Regeln, sobald der Abend etwas lustiger wird? Da tut es einem leid wie oft Wirt:innen und Kellner:innen dazu ermahnen, die Regeln zu beachten.

:Christian Feras Kaddoura

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Pausen statt Probleme! https://bszonline.de/2019/07/29/pausen-statt-probleme/ https://bszonline.de/2019/07/29/pausen-statt-probleme/#respond Mon, 29 Jul 2019 16:07:02 +0000 https://bszonline.de/2019/07/29/pausen-statt-probleme/ Die Semesterferien dienen nicht nur als Klausurphasenzeit und Büchersuche für die Hausarbeit, mehr noch: Ihr sollt die richtige Balance zwischen Workload und Entspannung finden.

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Freizeit. Wer kennt es nicht: Nach der letzten Klausur fühlt man sich ausgelaugt und sucht nach frischer Energie. Die einen fliegen in den Urlaub, die anderen fahren zu ihren Familien. Aber was ist, wenn man sich den Flug nicht leisten kann und den  Besuch bei der Familie eh kurz halten möchte? In dieser Ausgabe bekommt Ihr von uns verschiedene Angebote aufgezeigt, die Ihr nutzen könnt, damit Ihr im Oktober mit einem klaren Kopf und neu gestärkt ins Wintersemester starten könnt, ohne gleich die Insolvenz anmelden zu müssen.
Aber nicht nur das: Ihr bekommt einen Buchtipp, erfahrt, warum die neue Staffel von „Haus des Geldes“ sehenswert ist und wo Ihr die schönsten und buntesten Chilischoten an der Universität findet. Aber auch warum Ihr den Besuch in den Zoo vorziehen oder  doch lieber Eure Hauskatzen Hamlet spielen lassen solltet, anstatt ins Kino zu gehen.

Zu den Artikeln findet ihr hier und hier.

:Die Redaktion

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Günstig Reisen https://bszonline.de/2019/04/02/guenstig-reisen/ https://bszonline.de/2019/04/02/guenstig-reisen/#respond Tue, 02 Apr 2019 13:02:48 +0000 https://bszonline.de/2019/04/02/guenstig-reisen/ Urlaub. Auch ein*e Student*in hat mal Freizeit. Selbst mit knappem Geldbeutel kann man diese Zeit nutzen, um zu reisen.

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Urlaub. Auch ein*e Student*in hat mal Freizeit. Selbst mit knappem Geldbeutel kann man diese Zeit nutzen, um zu reisen.

Bochum und Umgebung

Nur Beton und Industrie? Von wegen! Vom Ruhrpott aus kann man als Student*in nicht nur zu schönen Ecken in der Natur sondern auch in viele Städte reisen. Wusstet Ihr zum Beispiel schon, dass die RUB einen Vertrag mit nextbike hat? Das bedeutet, dass Ihr Euch für eine Stunde kostenlos ein Fahrrad ausleihen und eine Radtour machen könnt. Wie wäre es mit einer Wanderung oder einem Picknick im Freien? Mit einem Bus von der RUB aus seid Ihr in knapp 15 Minuten am Kemnader See in Witten.

Deutschland und die Niederlande

Wer etwas weiter weg möchte, kann kostenlos mit Bus und Bahn reisen: mit dem NRW- und VRR-Ticket, das im Semesterbeitrag enthalten ist. Wer also Lust hat, mal aus Bochum rauszukommen, könnte mit der Bahn  zum Beispiel kostenlos nach Münster, Aachen oder Köln fahren. Wenn Ihr eine*n Freund*in mitnehmen wollt, könnt Ihr das am Wochenende, feiertags und generell ab 19 Uhr auch im VRR Bereich machen. Eine günstige Alternative für die relativ teuren deutschlandweiten Bahnfahrten sind
Busunternehmen wie Flixbus. Solange Ihr Euch gedulden könnt, etwas länger unterwegs zu sein, steht einem Wochenendtrip nach Berlin oder München also nichts im Wege.


International Reisen

Sucht Ihr nach günstigen Flügen, heißt es ein paar Tricks zu kennen: Wer zum Beispiel nur mit Handgepäck reist, spart bei vielen Fluggesellschaften. Außerdem könnt Ihr auch zu einem Flughafen in der Nähe fahren und dort direkt nach Angeboten gucken. Websites wie Skyscanner helfen außerdem, günstige Flüge zu finden. Generell heißt es bei Flügen und Hotelbuchungen: Je flexibler Ihr vom Reisezeitraum her reist, desto günstiger kommt Ihr weg. Wer also zum Beispiel nicht an die Schulferien gebunden ist, sollte nicht gerade in den Sommerferien reisen. Auch bei Übernachtungen kann man sparen, wenn man zum Beispiel ein Bett in einem Mehrbettzimmer im Hostel oder über Airbnb bucht. Als junge*r Student*in hat man oft Glück: viele Tickets – zum Beispiel für den Thalys, wenn man unter 26 Jahre alt ist – oder auch Eintritte in internationale Attraktionen sind bis zu einem bestimmten Alter günstiger erhältlich.  

:Charleena Schweda

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