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Wohin man nur schaut, sei es in puncto Immatrikulation, Rückmeldung des Sozialbeitrages, bargeldloses Zahlen in den Mensen oder digitale Lernplattformen wie Moodle. Sie alle haben es geschafft sich in den Studierendenalltag unbemerkt reinzuschleichen. Die Digitalisierung an der Ruhr-Universität Bochum scheint angekommen zu sein, möglicherweise schneller als erwartet. Man erinnere sich nochmals an die Corona-Pandemie zurück, die uns alle unerwartet getroffen hat. Spätestens als der Lockdown in Deutschland eingetroffen war, mussten Deutschlandweit alle Universitäten schneller digital werden.
Probleme der zu schnellen Digitalisierung
Der gemeinschaftliche Gedanke aus dem gemeinsames Studieren hervorgeht, zeigt sich in dem Begriff der „Anwesenheitsinstitution“, den der Soziologe Rudolf Stichweh nutzt. Doch knapp zwei Jahre lang war von dieser Anwesenheit nichts zu spüren. Wir Studis mussten lange und viel zurückstecken. Der Umstieg von der gewohnten Präsenzlehre auf die Digitallehre ist ein großer Umstieg gewesen. Vor allem bei den digitalen Vorlesungen, in denen man dazu aufgerufen wird die Kamera einzuschalten, sind dieser Aufforderung nur wenige nachgegangen. Die Online-Semester waren für viele psychisch nicht einfach zu bewältigen. Außerdem wussten viele Dozierende anfangs nicht mit der Technik umzugehen oder wie allzu oft ist die Internetverbindung aufgrund des viel genutzten Homeoffices zu Hause schlecht gewesen.
Vorteile der Digitalisierung
Doch neben all den negativen Aspekten, die die Digitallehre an den Universitäten mit sich bringt, gibt es auch Positives zu berichten. Angesichts der Lehre an der Ruhr-Universität Bochum, ist zu sagen, dass mit der Lernplattform Moodle gearbeitet wird. Über Moodle sollen Studierende sich selbstständig in ihre Kurse einschreiben, in denen teilweise alle Kursmaterialien online gestellt werden. Außerdem wird bei einigen Online- oder Hybrid-Veranstaltungen die Vorlesung auf Moodle online gestellt, was den Studis nur zugutekommt. Doch wie genau was abläuft, entscheidet die dozierende Person selbst. So kann es auch mal zu Unterschieden in der digitalen Lehre kommen.
:Asli Baskas
]]>Im Zeitalter der Digitalisierung zählen Videospiele auf verschiedenen Konsolen daheim oder mobil auf dem Smartphone, online und offline, für ungefähr 40% der Weltbevölkerung zu ihren Hobbys. Das mal verpönte Zocken ist somit längst keine Außenseiter:innenbeschäftigung mehr. Es ist aufgrund dieser großen Nachfrage nicht verwunderlich, dass die Spieleindustrie boomt und die Branche seit Jahren anwächst, sodass sich die zugehörigen Berufsfelder weiterentwickelten. Auch an den Universitäten weltweit ist es möglich, Games und Gaming zu studieren. Falls Ihr großes persönliches Interesse daran haben solltet, einmal in der Gamingbranche zu arbeiten, stellen folgende Studiengänge und Ausbildungsmöglichkeiten für Euch möglicherweise genau das Richtige da.
Gaming studieren an der Ruhr-Universität Bochum?
An unserer Universität wird kein Studiengang angeboten, der Gaming-spezifisch angelegt ist. Nichtsdestotrotz bietet das Studienangebot zwei Interessante Fächer, die durchaus hilfreich oder vorbereitend für den Einstieg in die Games-Branche sein können oder gut mit einer Ausbildung oder einem weiteren Studium im Bereich Gaming kombinierbar sind. Es handelt sich um die Studiengänge Angewandte Informatik (Bachelor of Science/Master of Science) und Medienwissenschaft (Bachelor of Arts/Master of Science). Ersterer Studiengang setzt sich unter anderem mit Software- und Systementwicklung auseinander, zweiterer mit Medien wie Film, und TV sowie mit der Medienwirtschaft – dazu zählen beispielsweise PR, Marketing und Vertrieb. Grundsätzlich ist es jedoch sinnvoll, von vorne herein einen anderen Studiengang oder eine andere Ausbildung anzustreben, solltet Ihr unbedingt in der Gaming-Branche arbeiten wollen.
Studienfächer, die Euch dem Ziel näherbringen
Game Design, Game-Arts und Game-Programmierung – drei Studienfächer, die einzeln studierbar international angeboten werden. Darüber hinaus drei Studienfächer, welche zum Beispiel von der Technischen Hochschule Köln im Digital Games-Bachelorstudium oder von der privaten anerkannten Hochschule DIPLOMA unter der Bezeichnung Digital Games Business (Fernstudium) angeboten werden. Wollt Ihr Euch spezialisieren, ist es sinnvoller, eines der drei Teilfächer vom Studiengang Digital Games als Studium zu wählen. Allein Game Design wird in Deutschland an rund 20 Hochschulen und Universitäten angeboten. Außerdem ist der Bachelorstudiengang Spieleentwickler beziehungsweise Game Development ein guter Ausgangspunkt, um in die Gamingbranche zu starten.
Ausbildungsplätze! Eine Überlegung wert
Es ist auch möglich, über eine Ausbildung in Eurer liebstes Arbeitsfeld zu rutschen – und oft ist es sogar sinnvoller, eine Ausbildung zu absolvieren als zu studieren. Prinzipiell kommt es natürlich auch darauf an, was für ein Typ Mensch Ihr seid – eher praktisch oder theoretisch veranlagt? Die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in Sachen Gamingbranche sind enorm. Die Berufe 3D-Designer:in, Game Artist, Game Designer:in, Game Progammier:in und Game Producer:in sind alle über Ausbildungsstellen erlernbar. Ferner können ausgebildete Grafikdesigner:innen, mathematisch-technische Softwareentwickler:innen, Mediengestalter:innnen, Fachinformatiker:innen und Kaufleute für audiovisuelle Medien ihren Weg in die Gaming-Branche finden.
Na, neugierig geworden? Vielleicht konnten wir Euch Möglichkeiten eröffnen, von denen Ihr bis jetzt nichts geahnt habt. Das tun, was wir lieben – es ist ein erstrebenswertes Ziel, mit dem Geld zu verdienen, was uns auch in unserer Freizeit Freude bereitet. Und mal ehrlich: Welche Gamer:innen fänden es nicht spitze, ein eigenes Spiel zu entwickeln, zu begleiten oder zu vermarkten?
:Rebecca Voeste
]]>Was eine Party! Zum Semesterabschluss ließen es die Fachschaftsräte (FSR) der Ruhr-Universität noch einmal so richtig krachen. FSR Geschichte, FSR Kunstgeschichte, FSR Chemie, und viele weitere Fachschaftsräte hatten scheinbar die gleiche Idee: Jetzt oder nie! Bevor es zum erneuten Lockdown kommt und Mensch nicht mehr raus darf, muss gefeiert werden. Am letzten Freitag im Sommersemester (15. Juli) fing die Stimmung bereits beim Nachhaltigkeitsflohmarkt an, ging weiter in der After-Party im Repair Café und breitete sich gegen 19 / 20 Uhr auf die verschiedenen FSR Partys aus. Ich selbst ließ mich auf die Feier der Kunstgeschichtler*innen ein – Hallo, die hatten einfach einen nicen DJ am Start! Das Ganze fand auf der Wiese vor dem GA-Gebäude statt, wo es die Möglichkeit gibt zu grillen, die natürlich auch genutzt wurde. Vegane Würstchen, Maiskolben, Salat – ein bunter Mix an Essen wurde gestellt und nicht zu vergessen „Frei Bier“. Ich persönlich hätte mir auch nicht-alkoholische Kaltgetränke gewünscht, vor allem beim Flunkyball spielen. Das erste Turnier wurde mit – na klar – meinem Team eröffnet und wir haben hochkant beim Trinken gewonnen. Normies würden „verloren“ sagen, aber es geht doch um den höchsten Pegel oder nicht? Den hat mein Team am Ende auf jeden Fall gehabt: Mit vier Strafbier (beim fünften wäre es totally over gewesen, so strikter Schiedsrichter) unterstütze ich mein Team – hey, sie konnten sich immerhin nicht beschweren dehydriert zu sein – denn nach bereits dem ersten geexten Bier dreht sich für mich alles, so dass die anderen Teammitglieder*innen mir die anderen drei Bierflaschen abnahmen. Nachdem Spiel waren wir alle auf jeden Fall ein Level Up in der Pegelskala und zwei Level Down in der Hemmungsskala. Perfekt um meine Bachelorarbeit-Erstgutachterin zu konfrontieren…not! Die genau Geschichte dazu bleibt besser unter sämtlichen „Fuck, ich bereue das so sehr!“-Morgen-danach-Sprachnachrichten. Ich schaute beim FSR Geschichte vorbei, die befanden sich direkt neben der Kunstgeschichte-Party, um meine Mitstudierende etwas zu unterstützen. Was direkt auffiel, hier ging es gesitteter zu: Es waren Professor*innen anwesend, es wurde sich unterhalten anstatt besoffen zu philosophieren, und es gab noch Essen. Was der FSR Geschichte an definitiven Pros hatte: Die wunderhafttastische Pride Flag. Doch auch hier schwappte es irgendwann in einen gewissen Pegel. Die Lust nach tanzen wurde größer und so kam es das Geschichte und Kunstgeschichte zusammen feierten! Die Kombi machte den Abend aus: Aus Frei Bier wurde Frei Bier und Sekt, aus kein Essen mehr wurde Hotdog-Brötchen mit Coucous-Salat und Röstzwiebeln und aus elitären Gesprächen wurde grinsen und tanzen – achja, die Magie einer ausgelassenen Zusammenkunft. Und das alles trotz gestiegener Coronazahlen möglich. Bis heute gibt es keine Info das eine*r der Anwesenden anschließend positiv getestet wurde. Das macht die bewusste Planung, die Partys im Freien stattfinden zu lassen, aus und das Vertrauen dass Mitmenschen sich vorher haben testen und impfen lassen. Alles in Allem zwei gelungene Post-Lockdown-Partys die zusammen zu einem unvergesslichen Abend wurden. Ich habe auf jeden Fall Party-Energie und Erinnerungen sammeln können, die mich durch die Herbst-/Winterzeit bringen werden.
:Nathalia Rodriguez
Група взаємодопомоги Українців Рур-Університету, so lautet die ukrainische Selbstbezeichnung der Gruppe rund um Maxim Kukol – einem Mathematikstudenten, der seit seinem Masterabschluss 2019 an unserer Universität lehrt und promoviert.
Dem Initiator und Leiter der Gruppierung war und ist der Kontakt zu Studierenden immer ein Anliegen, das in der aktuellen Ausnahmesituation der ukrainischen Studierenden an Gewicht gewonnen hat. Mit der tatkräftigen Unterstützung durch die Psychologische Studienberatung an der RUB, der Selbsthilfe-Kontaktstelle Bochum, des Paritätischen und dem International Office als Ansprechpartner rief Maxim eine Anlaufgruppe, – die erste ihrer Art – für alle interessierten Ukrainer:innen an unserer Universität ins Leben.
Zunächst unter dem Aufruf zu einer Selbsthilfegruppe für Ukrainer:innen erreichte Maxim mithilfe seines unten abgedruckten Angebots der Hilfestellung bereits über 30 Personen, die er in einer Telegramgruppe versammelte, welche in ihrer Anfangszeit lediglich ukrainische Studierende miteinander in Kontakt bringen und auch ein Sicherheitsnetz für Geflüchtete Studierende bieten sollte. In dieser Gruppe kristallisiert sich für Maxim heraus, dass das Bedürfnis nach Unterstützung groß ist und Hilfsangebote dankend angenommen werden, sodass seine virtuelle Telegram-Gruppe schnell nicht mehr nur zum reinen Ins-Gespräch-Kommen dient und auch ukrainischstämmige Mitarbeiter:innen der RUB den Anlaufpunkt, den die Gruppe bietet, gerne nutzen.
Für Maxim wuchs damit einhergehend der Wunsch, aktiver zu werden, weshalb sich die Gruppe am letzten Donnerstag das erste Mal in der Universität traf. Dabei wurde deutlich, dass der Begriff Selbsthilfe in der Realität nicht das Anliegen der Gruppe trifft, wie sich im Gespräch über die Gruppenziele zeigte – sehr wohl ist jedoch das ukrainische Wort Взаємодопомога, das zu Deutsch etwa mit dem Neologismus Gegenseitighilfe (die den Aspekt der Selbsthilfe durchaus miteinschließt) zu übersetzen ist. Der Ausdruck Selbsthilfegruppe sei für Maxim im Deutschen negativ besetzt und drücke außerdem nur schwerlich aus, was seine Unterstützungsgruppe zu erreichen versucht:
„Das Kennenlernen und Menschsein, als Mensch, nicht als Kriegsopfer, sondern als Student:in sich austauschen als junge Studierende“, so Maxim, sei das vorrangige Anliegen der Gruppe, die genau dafür einen geschützten Raum bietet, einen Safer Space, außerhalb des Kriegskontexts.
Ihm gehe es darum, den Menschen ihren Platz in der Normalität zurückzugeben und eine gewisse Stabilität zu bieten. Daher ist es Maxim besonders wichtig, dass die Ukrainer:innen wieder „wahrnehmen, dass man lebt und im Hier und Jetzt ankommen.“ Aus diesem Grund fokussieren sich die in Zukunft regelmäßig stattfindenden Gruppengespräche nicht auf schwere Themen oder die Vergangenheit. Natürlich kann der Russland-Ukraine-Krieg nicht ausgespart werden und er soll auch keinesfalls zur Leerstelle werden, sodass politische Themen in einem gewissen Rahmen sehr wohl auch innerhalb der Gruppe angesprochen werden können, aber im Vordergrund steht für Maxim der Austausch im und über das Hier und Jetzt, das ist seine oberste „Spielregel“, denn: „Die Gruppentreffen dienen auch zum Entspannen. Zum Runterkommen und zum Kräfte sammeln und Ankommen“. Daher sind auch Ausflüge, zuletzt zum Beispiel nach Düsseldorf und gemeinsame Mensabesuche, Gruppen-, Spiele- und Filmabende geplant.
Ein Aufruf an alle Ukrainer:innen an der RUB
„Liebe ukrainische Studierende,
Liebe ukrainische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der RUB, ich möchte euch gerne die Unterstützungsgruppe der Ukrainer:innen der Ruhr-Universität Bochum vorstellen.
Die Idee dieser Gruppe ist es, einen Ort zu schaffen, an dem ukrainische Student:innen und Mitarbeiter:innen unserer Uni miteinander in Kontakt kommen und sich kennenlernen können.
Wir werden gemeinsame Treffen organisieren, Informationen austauschen und uns in allem unterstützen.
Wenn ihr Interesse habt und in der Gruppe mitwirken wollt, würde ich mich sehr darüber freuen!
Schreibt mir einfach eine E-Mail an maxim.kukol@rub.de.“
:Rebecca Voeste
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Die Geschichte der deutschen Universitäten beginnt gar nicht in Deutschland, sondern 1348 in Prag, damals noch Hauptstadt des Königreiches Böhmen. Hier gründete König Karl IV. die erste deutsche Universität. Ein Besuch der Karlsuniversität war nur Männern vorbehalten, dass auch einmal Frauen hier Zugang zu Bildung bekommen, war nicht denkbar. Frauen konnten sich Bildung ausschließlich über die Klöster aneignen, wobei sie meist nur das Lesen lernten. Dennoch spielte eine Frau eine symbolische Rolle im universitären Leben. Katharina von Alexandrien, eine der vier großen heiligen Jungfrauen, war Schutzpatronin der Wissenschaft.
Der Kampf um die Zulassung von Frauen an Universitäten beginnt eine ganze Weile später, zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert. Zwar war Frauen nicht länger der Zugang zu Universitäten verboten, jedoch gab es viele Gründe, warum ein Studium ein Risiko für Frauen darstellte. Es gab zu dieser Zeit noch keine beruflichen Perspektiven für Frauen mit abgeschlossenem Studium. Ohne Zugang zu gehobener Bildung fehlte den meisten Frauen auch eine entsprechende Vorbildung, um am universitären Leben teilzuhaben. Bis auf Selbstverwirklichung war für Frauen also nicht viel Fruchtbares aus dem Studium zu ziehen. Wenn es dann doch mal Frauen an den Unis gab, waren diese Zulassungen nicht offiziell und galten für Töchter und Ehefrauen der wissenschaftlichen Elite.
Im 19. Jahrhundert wurde es nicht leichter. Durch die Einführung des Abiturs als Zugangsvoraussetzung für das Studium, war es noch weniger Frauen möglich, zu studieren. Dass sich Burschenschaften, die dem Frauenstudium skeptisch bis feindlich gegenüberstanden, etablierten, tat der Gleichberechtigung keinen Gefallen. Einen kleinen Hoffnungsschimmer gab es trotzdem: An Mädchengymnasien hatten Frauen gegen Ende des Jahrhunderts Zugang zu einem höheren Bildungsgrad.
1840 war das reguläre Studium für Frauen in der Schweiz zugänglich. Zur selben Zeit gab es in Deutschland noch Proteste gegen das Frauenstudium. Mit immer lauter werdenden Gegenstimmen und der zunehmenden Frauenbewegung des 19. Jahrhunderts nahm auch der Gedanke von festgefahrenen Geschlechterrollen und biologischen Nachteilen der Frau in wissenschaftlichen Bereichen ab. So wurden auch endlich 1895 erste weibliche Gasthörerinnen an der HU Berlin zugelassen. Volle Zugänge zum Studium gab es dann ab dem 28. Februar 1900 an der Universität Heidelberg. Frauen studierten vermehrt die Bereiche der Natur- und Geisteswissenschaft.
:Artur Airich
Neues Rektorat
Das freut uns natürlich alle, denn die nächsten sechs Jahre, werden wir viel von Ihnen hören und sehen. Die Amtszeit der vier Frauen und zwei Männer startete am 01. November. Das Team setzt sich zusammen aus drei Prorektorinnen, einem Prorektor, dem neuen Rektor namens Prof. Dr. Martin Paul und der Kanzlerin Dr. Christina Reinhardt. Die Prorektorin Kornelia Freitag wird ihre Arbeit fortsetzen, denn die Amerikanistin ist schon seit 2015 erfolgreich in ihrem Amt.
Neue Fakultät
Wenn ihr Einsen und Nullen richtig abfeiert und ihr Python-Ultras seid, dann hat die RUB endlich den richtigen Ort für Euch geschaffen! Die erste neue Fakultät seit 1985 ist nämlich die der Informatik. Der damalige Rektor Prof. Dr. Schölmerich gab dazu an, dass es unseren Schwerpunkt noch stärker sichtbar mache. Am 01. Oktober ging die junge Fakultät mit ihrem Dekan Prof. Dr. Alexander May an den Star
Es ist zwar nichts, was dieses Jahr passierte, jedoch was dieses Jahr angekündigt wurde! Der weltgrößte studentische Spitzensportwettbewerb kommt 2025 auch nach Bochum, dort ist einer der Austrageorte. Es geht um die World University Games. Bochum gehört damit zu einem von fünf Austrageorten in der Rhein-Ruhr-Region. Die anderen sind Essen, Mühlheim, Duisburg und Düsseldorf. Im Auge der Veranstaltung stehen außerdem Wissenschaft, Nachhaltigkeit und Innovation neben dem interkulturellen Austausch.
Die LowlightsDas RektoratSeit Jahren bemüht sie die Ruhr-Universität darum, endlich den Status als Exzellenzuniversität zu bekommen – bisher ohne Erfolg. Auch bei weltweiten Rankings schnitt sie im vergangenen Jahr nicht sonderlich gut ab: Die Times Higher Education packte die Bochumer Universität in ihrem jährlichen Ranking auf den Sammelplatz „251-300“. Während sie bei der Häufigkeit der Zitierung noch gut abschnitt, reichte es bei der Lehre nur für 39,5 von 100 Punkten.Präsenz-UniVergessen wurden in der Pandemie leider viele. Nicht nur von Seiten der Politik schienen Studis keine sonderliche Beachtung erhalten zu haben, auch Uni-intern kamen viele zu kurz. Denn während es zu Anfang des aktuellen Wintersemesters einige Veranstaltungen für Erstsemester gab, blieben diejenigen, die schon länger studieren, aber durch die Pandemie auch das erste Mal in Präsenzveranstaltungen auf dem Campus saßen, leider auf der Strecke.Die VoraussetzungenKlausuren als Prüfungsleistungen gehören in vielen Fällen einfach zum Studium dazu. Auch während der Pandemie, in Zeiten des Homeoffice, musste also eine Lösung gefunden werden. In vielen Fällen hieß das: Kamera-, und Mikrofonpflicht, sowie eine stabile, gute Internet-Verbindung als Voraussetzung, sorgten dafür, dass Studis ohne entsprechende technische Voraussetzungen oder schwieriger Wohnsituation de facto ausgegrenzt und in ihrer Studienplanung stark eingeschränkt wurden.
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Es wirkt oft als hielten Universitäten sich für immun gegen den Einfluss Rechtsextremer und ihrer Ideologie(n). Besonders in der Vergangenheit herrschte das Bild der bildungsfernen, stumpfen Neonazis vor, welches auch in den 90ern – einer Zeit besonders intensiver rechtsextremer Gewalt – die Realität nur dürftig akkurat beschrieb. Selbst nach der intensiveren Aufarbeitung der Nazi-Vergangenheit und besonders der Kontinuitäten, die durch die Proteste der 68er-Bewegung erzwungen wurde, verschwanden menschenfeindliche, rechte Ideologien nicht aus den Hochschulen. Universitätsleitungen, Dozierende und auch Studierende stehen dabei meist vor dem Dilemma, wie sie mit diesen Ideen und den Personen, die sie verbreiten, umgehen wollen. Neben den stereotypischen Nazi-Schlägern gibt es in Deutschland jedoch eine etablierte neu-rechte Szene, die sich oft nach außen hin von ersteren distanziert, ideologisch jedoch kaum Unterschiede zeigt. Beispiele gibt es genug: aktuell wird an der Uni Greifswald gegen die Rückkehr des Rechtswissenschaftlers und ehemaligen AfD-Politikers Ralph Weber demonstriert. Selbst bevor er Mitglied der Partei wurde, fiel er damit auf, Kleidung einer rechtsextremen Marke zu tragen, worauf ein Verbot dieser in die Hausordnung der Uni aufgenommen wurde. Er hatte außerdem Kontakt zu mehreren Neonazis und in die Reichsbürgerbewegung. Bisher reagierte die Uni nur damit, eine Alternative Vorlesung anzubieten, damit Studierende nicht zwangsläufig an der von Weber teilnehmen müssen. Die Einsicht, dass so eine Alternative nötig ist, wirft jedoch die Frage auf, wie eine Person wie Weber überhaupt tragbar ist. An der Technischen Hochschule in Ulm wurde vor einigen Monaten ein Dozent geoutet, der in den 90ern an Neonazi-Aufmärschen teilnahm, und mit einem Sprengsatz einen Anschlag auf Linke verüben wollte. Dies war der Uni bekannt, er habe sich jedoch von seiner Vergangenheit distanziert. Eine vom Recherchekollektiv ***Rechte Umtriebe Ulm*** offengelegte Spende an den rechtsextremen Martin Sellner vor wenigen Jahren, lässt an dieser Distanz jedoch Zweifel aufkommen. Dies sind nur zwei Beispiele, weitere Fälle von Professoren mit Verbindungen in rechtsextreme Kreise oder Fällen von offenem Rassismus gab es an der Humboldt-Universität Berlin, der Uni Leipzig, in Wien und selbst bei einem Professor, der Nachwuchs für den Bundesnachrichtendienst ausbildet. Auch Hochschullisten mit Verbindungen zu Rechtsextremen gibt es vielerorts, auch wenn sie oft kaum politisch relevant sind. Auch unter dem Namen „Campus Alternative“ rekrutieren solche Listen ihre Mitglieder meist aus Burschenschaften und der Jugendorganisation der AfD „Junge Alternative“. Mit ihren engen personellen Verbindungen und Überschneidungen zur extrem rechten Szene, müssen diese jedoch trotz politischer Irrelevanz nicht für ungefährlich gehalten werden.
:Jan-Krischan Spohr
]]>Über die NS-Zeit ist vieles historisch bekannt, das wissen auch die Historiker:innen der Justus-Liebig Uni in Gießen. Doch beteuern sie noch viele offene Fragen, gerade was Dörfer, Gemeinden, Vereine und Familien angeht. Deshalb wollen sie mit dem Projekt „Das Dritte Reich und wir Bürger:innen“ dazu motivieren, sich mit offenen Fragen aus dem persönlichen Umfeld oder der Gemeinde näher zu beschäftigen.
Die Projektleiterin Prof. Dr. Ulrike Weckel gibt zum Projekt an, dass es einen Unterschied mache, ob ein Mensch eine Dokumentation über beispielsweise Zwangsarbeit sieht oder ob dieser Mensch etwas über die Geschichte des:der Zwangsarbeiter:in im eigenen Ort erfahre. Nur wenige Bürger:innen hätten die Geschichte des Nationalsozialismus persönlich erforscht. Dafür bräuchten wir keine Professor:innen, die moralische Lehren erteilen. Das Angebot ist deswegen eine Hilfe in Form einer fachlichen Unterstützung an der ein oder anderen Stelle. Der Leiter des Projekts Dr. Clemens Maria Tangerding sieht ein Problem darin, dass Menschen den Konflikt vermeiden wollen und eine Art Überdruss erleben. Dieser entstehe durch mangelnde Partizipation und durch abstrakte, moralisierende Sätze. Er sieht deshalb die Lösung darin, wenn man persönlich involviert wird. Dabei können andere Dinge wie Scham, Leugnen oder Schönreden auftreten, dem der Überdruss dann weicht.
„Das Dritte Reich und wir“ ist aus dem Projekt „Feuerwehren in der NS-Zeit“ hervorgegangen. Hier haben sich vier Freiwillige Feuerwehren zusammengeschlossen, um die jeweiligen Geschichten ihrer eigenen Wehr aufzuarbeiten. Auch hier sei ein Überdruss bei den Feuerwehrleuten vorgekommen. Doch das Projekt will niemanden dazu zwingen und so bildeten sich freiwillige Gruppen. Die daraus entstandene Kooperation der Uni Gießen und des Deutschen Feuerwehrverbandes wird gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat.
Um an dem Projekt teilzunehmen, ist eine Anmeldung unter folgendem Link nötig: dasdrittereichundwir.de. Bei der Zusammenstellung eines Teams in der Gemeinde wird auch geholfen. Steht das Team, wird es vier Treffen und anschließend eine Präsentation geben. Der Ablauf sieht vor, dass die Leute von „Das Dritte Reich und wir“ Informationen über die NS-Geschichte Eures Ortes zusammentragen und gemeinsam mit Euch Artefakte aus der Zeit unter die Lupe nehmen. Nach der Auswertung davon werden weitere Rechercheschritte besprochen und mit der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten für die Präsentation begonnen. Hiernach wird mit den gesammelten Informationen die Präsentation weiter ausgefertigt, sowie versucht, hiesige Institutionen und Vereine mit ins Boot zu ziehen. Abschließend werden die Ergebnisse in der Gemeinde präsentiert. Es hängt von den Möglichkeiten ab, aber es wird versucht, die Ausstellung für mehrere Wochen bereitzustellen und so aufzubereiten, dass sie auch transportiert werden kann, um woanders präsentiert zu werden.
Dr. Tangerding sagte über das Projekt: „In der Gruppe dürfen ruhig auch unterschiedliche Ansichten zur Aufarbeitung und divergierende politische Haltungen aufeinandertreffen.“ Weiter gab der Historiker an: „Natürlich kann es Streit darüber geben, wie freiwillig im Einzelfall eine NSDAP-Mitgliedschaft war, was den Einzelnen antrieb und wie wir das heute einordnen und bewerten“. Doch das sollte kein Grund sein, die Geschichte nicht aufzuarbeiten.
:Lukas Simon Quentin
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Kommentar. Wenn wir geimpft werden, wird alles besser – jetzt haben wir die Möglichkeit dazu. Aber weiß das überhaupt jede:r?
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Kommentar. Wenn wir geimpft werden, wird alles besser – jetzt haben wir die Möglichkeit dazu. Aber weiß das überhaupt jede:r?
Seit am 7. Juni die Impfpriorisierung bundesweit aufgehoben wurde, können sich Studis wie jede:r andere auch impfen lassen. Naja, nicht ganz. Es ist immer noch nicht genug Impfstoff da. Aber auch das ist nun ein Ding der Vergangenheit – zumindest für jetzt. Nun hat die Ruhr-Universität endlich einen Impfservice für ihre Studierende eingerichtet, die Mitarbeitenden waren schon früher dran. So langsam kommt die Hoffnung auf, dass zum nächsten Semester alle die wollen durchgeimpft sind, was die Präsenzlehre nicht nur sicherer, sondern vor allem erst möglich macht.
Noch hat die Ruhr-Universität keine Informationen herausgegeben, wie genau das nächste Semester aussehen wird. Das Ziel ist die Präsenzlehre – wenn auch in Hybridform – um wenigstens den Erstsemestern und denjenigen, die die Uni noch nie von innen gesehen haben, Normalität zu schenken. Dass einige Studis bei einem Hybridsemester mehr Kurse in Präsenz haben als andere ist unausweichlich. Natürlich ist es sinnvoller besonders geisteswissenschaftliche Vorlesungen online abzuhalten, während andere Arbeiten wie das Forschen im Labor nicht online stattfinden kann. Nichtsdestotrotz sollten keine Ungleichheiten zwischen den verschiedenen Studiengängen bestehen, was die Möglichkeit der Präsenzlehre betrifft. Und damit das vernünftig umgesetzt werden kann, ist die Impfung der Schlüssel zum Erfolg.
Damit das Durchimpfen funktioniert, müssen die Leute erstmal davon erfahren. Bisher wird das Impfangebot besonders auf Instagram beworben, aber auch auf der Website der RUB kann man Informationen darüber finden. Dass natürlich nicht jede:r Instagram hat oder regelmäßig die
Website checkt, sollte man allerdings nicht vergessen. Damit das Angebot gesehen und angenommen wird, braucht es allerdings mehr. Warum hat uns Peter Kardell noch keine Mail bezüglich der Impfungen geschickt? Diese würden mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr Leute lesen, anstatt sich nur durch Instagramstories zu klicken, ohne diese zu lesen.
:Augustina Berger
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Kommentar. Hallo, wir Studierende versauern immer noch Zuhause vor den Bildschirmen, LG.
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Kommentar. Hallo, wir Studierende versauern immer noch Zuhause vor den Bildschirmen, LG.
Der Inzidenzwert liegt unter der magischen Zehn. Das Bermuda3eck hat beinahe zu seiner alten Größe zurückgefunden und die Abendstunden in der hiesigen Partymeile werden wieder durch bierverschüttende und zu aus den Bars dringender Musik tanzenden Menschen verschönert. Auf dem Lidl-Parkplatz horten sich die Jugendlichen zusammen, um billigen Alkohol aus noch billigeren Verpackungen zu schlürfen. Es ist eindeutig: Die Vorglüher:innen legen wieder los, der Ansturm auf die wenigen Clubs, welche bereits eröffnet haben, ist im Gange. Vor dem Three Monkeyz zog sich die Schlange am Samstagabend um Mitternacht beinah bis zur Bücherhandlung Janssen. Trotz starkem Regen und offensichtlicher Überfüllung des Clubs. Ausgelassene Stimmung, endlich wieder Party, yeah. Schön und gut, den Partylöwinnen und -löwen sei ihre Euphorie gegönnt. Bisschen genießen, ist ja okay. Nur wenn ich mal Miss Marple spiele und mir die klaren Fakten ansehe – Clubs offen, Uni zu -, dann will mir kein Licht eingehen. Wie ist es bitte möglich, dass wir in Deutschland und teils europaweit wieder dichtgedrängt Schweiß an Schweiß und maskenfrei zur Musik abgehen dürfen, während für die Universitäten nach nun fast drei Semestern (!) immer noch keine zureichenden Konzepte erarbeitet worden sind? Wieso müssen wir Studierende uns immer noch Gedanken darüber machen, wann und wie wir überhaupt in die Uni können, während die kleinsten Clubs ihre Konzepte auf die Beine gestellt haben? Wer pennt da? Es ist mehr als unverhältnismäßig, dass wir uns in einer derartigen Schieflage befinden. Klar, Clubs, cool, aber cooler wär’s, auch mal wieder mit Abstand und Maske in der Mensa zu sitzen – wann wird das möglich sein? Und seit wann ist Party wichtiger als das Studium? Da könnte ich auch die Schulen schließen und das Bällebad eröffnen. So verdammt schwer kann es doch nicht sein, etablierte schulische Konzepte oder solche von ähnlichen oder anderen großen (Bildungs)Institutionen endlich in universitäre Gewässer zu übertragen.
:Rebecca Voeste
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