Warning: Constant WP_DEBUG_DISPLAY already defined in /var/www/html/wp-config.php on line 111 Tropfsteinhöhle | BSZ https://bszonline.de Deine Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung Tue, 27 Aug 2024 17:17:17 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 https://bszonline.de/wp-content/uploads/2022/11/cropped-favicon-32x32.jpg Tropfsteinhöhle | BSZ https://bszonline.de 32 32 Abkühlen bei Hitze in der Region https://bszonline.de/2024/08/27/abkuehlen-bei-hitze-in-der-region/ https://bszonline.de/2024/08/27/abkuehlen-bei-hitze-in-der-region/#respond Tue, 27 Aug 2024 19:00:00 +0000 https://bszonline.de/?p=24940 Ihr könnt die Hitze kaum mehr ertragen, wisst aber nicht, wie und wo Ihr Euch abkühlen könnt? Mit diesem Artikel sitzt Ihr nicht mehr wie auf heißen Kohlen! 

Risiko Ruhr

Warum heißt das Ruhrgebiet nochmal Ruhrgebiet? Richtig, aufgrund seiner Lage. In Bochum und Umgebung gibt es zahlreiche Zugänge zur Ruhr. Der rund 219 Kilometer lange Fluss durchkreuzt die Region wie ein Schwimmgürtel. Die Ruhr scheint also die perfekte Gelegenheit für ein erfrischendes Bad darzustellen – jedoch nur auf den ersten Blick. Wer einen schnellen Sprung in den vitalisierenden Wasserlauf eintauchen möchte, könnte nur einen Satz von einer Infektion entfernt sein. Denn die Wasserqualität variiert je nach Standort. Der Kontakt mit Wasserpflanzen kann bei manchen Menschen Allergien oder Badedermatitis hervorrufen. Die entsteht, wenn Zerkarien, winzige Parasiten aus infiziertem Wasser, durch die Haut eindringen und eine juckende Hautreaktion auslösen. Insbesondere bei Personen unter 18 Jahren besteht durch verunreinigtes Wasser ein erhöhtes Risiko für Infektionen mit Rota- und Noroviren. Diese lösen unter anderem Durchfall und Erbrechen aus. Aber nicht nur der Inhalt des Wassers kann gefährlich sein, sondern auch das offene Wasser selbst kann ein Risiko sein. Die Ruhr weist stellenweise sehr hohe Fließgeschwindigkeiten, Strudel und Verwirbelungen auf.

Um die Natur und Euch selbst zu schützen, sollte daher nur an öffentlichen Badestellen in der Ruhr geschwommen werden. Und das ist sogar ein Muss, denn badet Ihr an anderen Stellen, könnt Ihr mit Bußgeldern im vierstelligen Bereich rechnen. 

Hier könnt ihr auf jeden „Ruhr-Baden“

In Bochum Dahlhausen gibt es zum Beispiel eine große Badestelle an der Ruhrmühle. Diese erstreckt sich über eine Uferlänge von rund 200 Metern und reicht etwa 20 Meter in die Ruhr hinein. Und macht Euch keine Sorgen: Durch Bojen ist der Badebereich deutlich  markiert. Es sei allerdings angemerkt, dass das Baden hier auf eigene Gefahr erfolgt, denn es gibt keine Bewachung durch Rettungsschwimmer vor Ort. 

Wichtig! Ihr müsst auf die dortige Badeampel achten. Die Badeempfehlung ist von 9 bis 21 Uhr eingeschaltet. Steht diese auf Rot, heißt es leider “Satz mit X” statt Satz ins Nass!

Ihr seid nicht aus Bochum? Die Ruhr ist lang.,  In der Nähe von Mühlheim bietet sich die dortige Badestelle an. Diese erstreckt sich über eine Länge von 45 Metern und reicht zehn Meter in die Ruhr hinein.

Der Baldeneysees - Beach

Die Menschen aus und um Essen kennen ihn. Der Baldeneysee ist bekannt für die 14,7 Kilometer lange Runde, die um ihn herumführt. Hier bieten sich vor allem Inlineskaten und Fahrradfahren an. Ihr wollt Euch eigentlich körperlich betätigen, aber bei dem heißen Wetter verliert Ihr die Lust?

Der sportliche Seaside Beach kann für Euch eine Alternative zum aufgeheizten Asphalt sein. Hier könnt Ihr täglich ab 10 Uhr eine 50 Meter große Badestelle nutzen. 

Der See ist ausgestattet mit drei Stegen und bietet mit dem insgesamt 400 Quadratmeter großen Badebereich ausreichend Platz für Schwimmer:innen. Die Schwimmstelle wird von Rettungspersonal überwacht. Trotzdem wird empfohlen, den See nur mit ausreichenden Schwimmkenntnissen zu nutzen.

Ihr wollt etwas mehr Action?

Kein Problem! Für Wassersportbegeisterte gibt es im Seaside Beach weitere attraktive Angebote. So, im 90-minütigen Einsteigerkurs auf dem ruhigen Wasser des Baldeneysees schnell erlernen. Das symmetrische Core Body Training macht nicht nur Spaß, sondern trainiert auch verschiedene Muskelgruppen sowie Euren Gleichgewichtssinn. Die Kurse werden im Pottpaddler Center, der SUP-Schule-Ruhr, unter professioneller Anleitung angeboten.

Studis profitieren grundsätzlich von einem ermäßigten Eintrittspreis von 4,50 Euro. Aktuelle Öffnungszeiten können jederzeit auf der Website des Seaside Beach eingesehen werden: https://seaside-beach.de/zeiten-und-preise/.

Das unterirdische Meer

Bei hohen Temperaturen möchtet Ihr Euch am liebsten in einen Unterschlupf zurückziehen und nicht ins Wasser? Dann ist die  Kluterthöhle in Ennepetal vielleicht genau das Richtige für Euch. Mit einer Führung könnt Ihr hier eine Abkühlung am Meer erfahren, ohne wirklich Baden zu müssen. Und nein, einen Bären möchte ich Euch nicht aufbinden, auf den werdet Ihr dort von selbst stoßen. In der sicheren Tropfsteinhöhle ist tatsächlich mit äußerst kühlen Temperaturen von unter 10 Grad zu rechnen. Da kann die heimische Klimaanlage nicht mithalten. 

Und tatsächliche Beach-Vibes müsst Ihr dort streng genommen auch nicht wirklich missen: Denn die Tropfsteinhöhlen in NRW zeugen noch heute von dem Flachen Meer, das sich im prähistorischen Erdzeitalter vom Rheinland über den Ruhrpott und das Sauerland erstreckte.

Es gibt also reihenweise versteinerte Korallen und unterirdische Seen zu entdecken. Inmitten des Korallenriffs finden sich zudem noch die Vorfahren des lebenden Fossils „Nautilus“ sowie viele andere interessante Lebewesen. Auch wasserscheue Menschen kommen hier auf ihre Kosten. Der Preis für eine 60-minütige Führung liegt bei 12 Euro.  Mehr Infos findet Ihr hier: https://www.kluterthoehle.de/grosse-runde.

:Levinia Holtz

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Stalagmiten und Klima https://bszonline.de/2019/04/01/stalagmiten-und-klima/ https://bszonline.de/2019/04/01/stalagmiten-und-klima/#respond Mon, 01 Apr 2019 14:16:46 +0000 https://bszonline.de/2019/04/01/stalagmiten-und-klima/ Untersuchung. Ein Forscher*innenteam der Ruhr-Uni hat sich mit Stalagmiten auseinandergesetzt und untersucht, wie aus ihnen Rückschlüsse auf das Klima gezogen werden können.

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Untersuchung. Ein Forscher*innenteam der Ruhr-Uni hat sich mit Stalagmiten auseinandergesetzt und untersucht, wie aus ihnen Rückschlüsse auf das Klima gezogen werden können.

Wie ein Karbonathaufen Aufschluss über das Klima vergangener Zeiten geben kann und wie diese Informationen Menschen aktuell helfen können, haben Forscherinnen und Forscher der RUB untersucht.

In Indien sind viele Menschen von der Wetterlage abhängig. Der Monsun hat maßgeblichen Einfluss auf die Erträge aus den landwirtschaftlich geprägten Bereichen. Prognosen über die zukünftige Wasserknappheit können dabei helfen, entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten und Menschen zu helfen. Forscher*innen der RUB können mit der Untersuchung von Stalagmiten und den Resultaten daraus dabei unterstützen.
               

:Die Redaktion

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Tropfsteine geben Auskunft über Klima der Vergangenheit https://bszonline.de/2019/04/01/tropfsteine-geben-auskunft-ueber-klima-der-vergangenheit/ https://bszonline.de/2019/04/01/tropfsteine-geben-auskunft-ueber-klima-der-vergangenheit/#respond Mon, 01 Apr 2019 14:16:24 +0000 https://bszonline.de/2019/04/01/tropfsteine-geben-auskunft-ueber-klima-der-vergangenheit/ Forschung. Anhand von Stalagmiten und deren Zusammensetzung aus vergangenem Klima Prognosen für die zukünftigen Klimabewegungen abschätzen – das ist das Forschungsgebiet eines Teams der RUB. Die Resultate können für Menschen in Monsunregionen nützlich sein.

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Forschung. Anhand von Stalagmiten und deren Zusammensetzung aus vergangenem Klima Prognosen für die zukünftigen Klimabewegungen abschätzen – das ist das Forschungsgebiet eines Teams der RUB. Die Resultate können für Menschen in Monsunregionen nützlich sein.

Aus Tropfsteinen Prognosen für das kommende Klima ableiten, um Menschen in Indien und Südasien unterstützen zu können, ist Forschungsthema an der RUB. Das Team hat sich mit Stalagmiten auseinandergesetzt und kann aus deren Zusammensetzungen langfristige klimatische Zusammenhänge erkennen. Die Wirtschaft in den Ländern Südasiens ist überwiegend landwirtschaftlich organisiert und deshalb stark von Witterungsschwankungen betroffen, beispielsweise können Wasserknappheit oder zu viel Regen in der Monsunzeit zu Ernteausfällen führen. Das Forscher*innenteam der Vanderbilt University, USA, und der Ruhr-Universität Bochum (RUB) hat sich zur Untersuchung einen sehr kleinen, etwa zwei Zentimeter hohen Stalagmiten genau angesehen. Aufgrund seiner besonderen chemischen Zusammensetzung ist es möglich, diesen Stalagmiten  präzise zu datieren. Nach genauer Analyse und Abgleich mit Niederschlagsdaten konnte das Team zeigen, dass „der saisonal stark schwankende Wasserhaushalt über der Höhle, und besonders der Niederschlag der Trockenperiode, sehr großen Einfluss auf die Elementverteilung hat“, erklärt Dr. Sebastian Breitenbach vom Institute für Geologie, Mineralogie und Geophysik der Ruhr-Universität Bochum. Diese Ergebnisse seien besonders wichtig, da nun versucht werden könne, „die Veränderung der Saisonalität besser zu rekonstruieren.“

Stalagmiten und ihre Geheimnisse

Stalagmiten sind Karbonatablagerungen, die in Höhlen entstehen und vom Boden nach oben wachsen. Stalaktiten wachsen von der Decke in Richtung Boden. Beide entstehen durch das Abscheiden von Karbonat aus Wasser, das in die Höhle tropft. Damit hängt die Bildung der Ablagerungen direkt mit dem Wasserhaushalt oberhalb der Höhle zusammen. Doch auch der CO2-Haushalt im Höhleninneren und des „Epikarstes, also des Gesteinspakets oberhalb der Höhle, ist wichtig für die Wachstumsdynamik“, erklärt Breitenbach.
Aus den Stalagmiten können die Forscher*innen nun die genaue chemische Zusammensetzung ermitteln und daraus Rückschlüsse auf das vergangene Klima schließen. Bisher unterschätzt wurde dabei „der Einfluss der Infiltration während der Trockenperioden“. Dieser sei „viel stärker als bisher gedacht.“

Hilfreich für die Zukunft

Die Resultate der Studie helfen den Forscher*innen, „die Proxies, die wir für die Einschätzung von Trockenphasen und Monsunstärke nutzen, besser zu kalibrieren“, führt Breitenbach aus. Bisher sei man davon ausgegangen, dass die Regenzeit die Veränderungen in den Elementverhältnissen der Stalagmiten beeinflussen würden. Nun wisse man, dass „der Regen während der Trockenperiode eine wichtige Rolle spielt“ und dies bisher einfach nicht
realisiert worden sei.
Auch wenn die Resultate keine Wetterprognosen erlauben, könne man nun „mithilfe von Stalagmiten testen, wie stark sich vergangene Trockenperioden, die über Jahre anhielten, auf eine Region auswirkten und mit Modellen schauen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für solche Entwicklungen in der näheren Zukunft, also in 5-10 Jahren etwa, ist.“ Ähnliche Studien des RUB-Teams in China zeigten dabei häufigere und längere Dürreperioden, die nicht nur den Menschen, sondern zum Beispiel auch den Lebensraum der Panda bedrohen.

:Kendra Smielowski

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