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Tina Häntzschel | BSZ
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3232Mobiler Literatur-Guide
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https://bszonline.de/2017/03/13/mobiler-literatur-guide/#respondMon, 13 Mar 2017 17:24:17 +0000https://bszonline.de/2017/03/13/mobiler-literatur-guide/Vor einem Jahr ging die „Literaturkarte.Ruhr“ online. Die Initiative formte sich 2015 im Rahmen eines Forschenden-Lernen-Seminars der Komparatistik. Das Ziel: Die kartographische Aufbereitung von Ruhrgebietsliteratur in Form von Standortmarkierungen auf einer interaktiven Online-Karte. Über 200 dieser „Marker“ sind seitdem auf der Website hochgeladen worden. Doch nicht nur auf dem heimischen Laptop ist die Karte zu finden. „Auf mobilen Endgeräten gibt es ne ganz geile Version“, so Tina Häntzschel, die für Lizenzbeschaffung zuständig ist und daher mit einer Vielzahl von Verlagen und Literaturhäusern inner- und außerhalb des Ruhrgebiets in Kontakt steht. Die Kommunikation mit den zuständigen LizenzinhaberInnen verlaufe gut, obwohl es nicht immer einfach sei herauszufinden, wer für ein Werk zuständig ist.
Input en masse
Mit den vielen Literaturtipps und Einsendungen von Ansichtsexemplaren hat Tina nicht gerechnet: „Es gibt sehr viel Bewegung auf unserer Karte!“ Die eingereichte oder selbst gefundene Literatur, katalogisiert in einer Citavi-Datenbank, wird von Redaktionsmitgliedern gesichtet und quergelesen. Das zehnköpfige Team, dessen Mitglieder seit den Anfängen der Karte dabei sind, hat so stetig an der Erweiterung der „Literaturkarte.Ruhr“ gearbeitet.
Reise durch’n Pott
Ein Problemfeld neben dem großen Zeitaufwand für die Kartensoftware- und Literaturdatenbearbeitung: Die Beschaffung von Fotos der einzelnen Orte. Verglichen mit der Textmenge, sind bisher recht wenige Bilder vorhanden. Der Grund: Die Studis müssen für die Bilder von den Markern quer durch den gesamten Pott fahren: „Das wollen und können wir noch ausbauen.“, so Tina. Abseits der Online-Welt wird das Team der Literaturkarte im Rahmen der „Bochum Biennale“ (9. bis 18. Juni) einen Literaturspaziergang durch die Bochumer Innenstadt anbieten. Doch zunächst wird am 15. März der erste Geburtstag gefeiert.
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https://bszonline.de/2017/03/13/mobiler-literatur-guide/feed/0Der etwas andere Reiseführer
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https://bszonline.de/2016/04/18/der-etwas-andere-reisefuehrer/#respondMon, 18 Apr 2016 16:31:08 +0000https://bszonline.de/2016/04/18/der-etwas-andere-reisefuehrer/Das Projekt „Literaturkarte Ruhr“ wurde am Dienstag, den 12. April, offiziell vorgestellt. Projektleiterin Dr. Stephanie Heimgartner und die Mitwirkenden Sofie Mörchen und Tina Häntzschel vom Lehrstuhl für Komparatistik an der RUB standen dabei einem kritischen Publikum im Blue Square Rede und Antwort.
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Das Projekt „Literaturkarte Ruhr“ wurde am Dienstag, den 12. April, offiziell vorgestellt. Projektleiterin Dr. Stephanie Heimgartner und die Mitwirkenden Sofie Mörchen und Tina Häntzschel vom Lehrstuhl für Komparatistik an der RUB standen dabei einem kritischen Publikum im Blue Square Rede und Antwort.
Basierend auf der Annahme, dass „Literatur innerhalb eines topographischen Netzwerks von Akteuren, Bezügen und Diskursen darstellbar ist“, so die offizielle Website, wurde über den Zeitraum zweier Seminare eine Karte erstellt, welche die mannigfaltige Literatur des Ruhrgebiets organisiert und so für jedeN zugänglich macht. Diese Karte orientiere sich topographisch an den Grenzen des Regionalverbandes Rhein-Ruhr und historisch an fünf wichtigen Zäsuren, beginnend 1867, die das Ruhrgebiet geprägt hätten, so Mörchen.
Die „Karte des Ruhrgebiets in ihrer ganzen Schönheit“
So leitet Tina Häntzschel die Vorführung des Projektes ein. Am Beispiel von Heinz Dramschs Werk „Humor um Kohle und Stahl“, in Verknüpfung mit dem Walzwerk in Duisburg-Meiderich, wird die Sortierfunktion des Projektes veranschaulicht. Es kann nach AutorInnen, Institutionen und Schauplätzen gesucht werden. BesucherInnen der Seite erhalten nach einem Klick auf ihr ausgewähltes Objekt eine Literaturangabe sowie einen knappen Einblick in das Werk, der dazu anregen soll, selbst danach zu greifen. Jeder klickbare Artikel ist indes weiter verlinkt, was einen steten Informationsfluss gewährleisten soll. Auf die Frage, ob sich das Projekt künftig auf NRW ausweiten ließe, erwiderte Heimgartner scherzhaft: „Wenn sich die entsprechenden Kulturinstitutionen aufdrängen …“.
Einbringungsmöglichkeiten
JedeR kann mitmachen. Entweder als AutorIn über Beiträge, als SpenderIn, damit beispielsweise wichtige SHK-Stellen fortgeführt werden können, als Verlag mit der Bitte um Ergänzung der Literatur oder als organisatorische Unterstützung. Das Projekt soll nämlich kontinuierlich weitergeführt und um Möglichkeiten wie AutorInnenbewegung, Volltextsuche und Smartphone-Kompatibilität erweitert werden, so Heimgartner.