Warning: Constant WP_DEBUG_DISPLAY already defined in /var/www/html/wp-config.php on line 111 Tata Steel | BSZ https://bszonline.de Deine Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung Thu, 10 Nov 2022 08:44:52 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 https://bszonline.de/wp-content/uploads/2022/11/cropped-favicon-32x32.jpg Tata Steel | BSZ https://bszonline.de 32 32 Thyssen-Tata-Fusion geplatzt – 6.000 Jobs gefährdet https://bszonline.de/2019/05/14/thyssen-tata-fusion-geplatzt-6000-jobs-gefaehrdet/ https://bszonline.de/2019/05/14/thyssen-tata-fusion-geplatzt-6000-jobs-gefaehrdet/#respond Tue, 14 May 2019 07:54:40 +0000 https://bszonline.de/2019/05/14/thyssen-tata-fusion-geplatzt-6000-jobs-gefaehrdet/ Wirtschaft. Die Fusion zwischen dem deutschen Stahlkonzern ThyssenKrupp und Tata Steel ist geplatzt. Jetzt plant Thyssen den Abbau von 6.000 Stellen, davon 4.000 in Deutschland.

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Wirtschaft. Die Fusion zwischen dem deutschen Stahlkonzern ThyssenKrupp und Tata Steel ist geplatzt. Jetzt plant Thyssen den Abbau von 6.000 Stellen, davon 4.000 in Deutschland.

Im September 2017 verkündete der Essener Industriekonzern die Pläne zum Joint Venture mit dem Konkurrenten Tata Steel, bereits damals hieß es, 2.000 Stellen würden wegfallen (:bsz 1147). Die bereits damals stark umstrittenen Pläne wurden nach mehreren Schwierigkeiten am Freitag, 10. Mai, ebenso wie die seit langem geplante Aufspaltung von Konzernseite abgesagt. Man rechne nicht mehr mit der Genehmigung der Fusion durch die EU-Kommission, so Vorstandsvorsitzender Guido Kerkoff. Mit dem Platzen der Pläne sind auf einen Schlag weltweit 6.000 Stellen gefährdet, davon alleine 4.000 in Deutschland. „Das sind 2000 mehr als die Stahlfusion gekostet hätte“, teilte Kerkhoff mit und Arbeitsdirektor Oliver Burkhard nannte die nun bevorstehende Situation einen „echt tiefgreifenden Einschnitt“. Bei der Gewerkschaft IG Metall fürchtet man nun betriebsbedingte Kündigungen, denn ein eigens für den Fall der Fusion mit Tata ausgehandelter Tarifvertrag, der eine Beschäftigungsgarantie bis September 2026 beinhaltete, tritt nun nicht in Kraft. Doch trotzdem gibt sich die IG Metall kämpferisch: „In der Stahlindustrie hat es noch nie betriebsbedingte Kündigungen gegeben. Und das soll auch so bleiben“, so der nordrhein-westfälische IG Metall-Bezirksleiter Knut Giesler im Gespräch mit dem „Tagesspiegel“. Via Twitter meldete sich Burkhard zum Thema Kündigungen zu Wort: „Betriebsbedingte Kündigungen wollen wir vermeiden, sind aber in Ausnahmen (ultima ratio) möglich.“

Neue Pläne

Nachdem die Erneuerung des Konzerns gescheitert ist, plant Kerkhoff, aus dessen Feder der Aufspaltungsplan in zwei eigenständige, börsennotierte Unternehmen für Werkstoffe und Industriegüter stammt, stattdessen die lukrative Aufzugsparte des Unternehmens an die Börse zu bringen. Hierdurch sollen bis zu 7 Millarden Euro eingenommen werden. Vonseiten der Arbeiter*innenvertretung bei IG Metall will man diese Pläne unter der Prämisse unterstützen, dass alle fünf Sparten des Unternehmens Perspektiven geboten würden, betont IG Metall-Sekretär Markus Grolms. Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von
ThyssenKrupp Steel Europe (TKSE), Tekin Nasikkol, ist über das Scheitern der Stahlfusion nicht bestürzt: „Das geplante Joint Venture war kein Wunschkonzert der Arbeitnehmer.“ Trotzdem wolle man an langfristigen Plänen zur Sicherung von Arbeitsplätzen festhalten: Auf die Sorgen und Ängste der Beschäftigten haben wir mit dem Tarifvertrag Zukunft die richtigen Antworten gefunden.“ Diese langfristigen Pläne strebt die IG Metall auch jetzt für die Beschäftigten des Konzerns an.

Reaktionen
Nasikkol begrüßt den Erhalt des Konzerns und somit auch der gesetzlich geregelten Montanmitbestimmung, welche vom Konzern 2017 in Frage gestellt wurde und Burkhard betont, dass man gemeinsam mit der Belegschaft nach Lösungen suche: „Wir wollen die Veränderungen mit und nicht gegen die Mitarbeiter.“ NRW Wirtschaftsminister Pinkwart (FDP) ließ verlauten, dass man in den kommenden Monaten besonders darauf achte, dass die Interessen des Standorts NRW sowie der Mitarbeiter*Innen gewahrt werden.

:Justinian L. Mantoan

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Demo zu ThyssenKrupp https://bszonline.de/2017/11/13/demo-zu-thyssenkrupp/ https://bszonline.de/2017/11/13/demo-zu-thyssenkrupp/#respond Mon, 13 Nov 2017 14:45:53 +0000 https://bszonline.de/2017/11/13/demo-zu-thyssenkrupp/ IG Metall. Betriebsversammlung von ThyssenKrupp zur Fusion mit Tata Steel stellt MitarbeiterInnen nicht zufrieden.

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IG Metall. Betriebsversammlung von ThyssenKrupp zur Fusion mit Tata Steel stellt MitarbeiterInnen nicht zufrieden.

Seit im September dieses Jahres die Vereinbarung zur Joint Venture von Tata Steel und ThyssenKrupp unterzeichnet wurde, sind die Gewerkschaft IG Metall und die ArbeiterInnen von ThyssenKrupp unzufrieden mit der Situation. Die Betriebsversammlung von ThyssenKrupp am 7. November stellte die MitarbeiterInnen ebenfalls nicht zufrieden: „Wir sind doch nur die kleinen Arbeiter, die das Geld für das Unternehmen verdienen, aber erzählt wird uns Nichts“, erklärt einer der Anwesenden Radio Bochum gegenüber. Durch die Fusion mit dem indischen Konkurrenten Tata Steel wird ein Wegfall von 2.000 Stellen in Deutschland erwartet.

Für den 23. November ist eine Demonstration gegen dieses Vorhaben vor dem Stahlwerk in Andernach geplant. Zur selben Zeit findet in Essen die Pressekonferenz zur Bilanz des Unternehmens statt.

:Kendra Smielowski

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Hast ’nen Pulsschlag aus Stahl https://bszonline.de/2017/09/25/hast-nen-pulsschlag-aus-stahl/ https://bszonline.de/2017/09/25/hast-nen-pulsschlag-aus-stahl/#respond Mon, 25 Sep 2017 13:24:09 +0000 https://bszonline.de/2017/09/25/hast-nen-pulsschlag-aus-stahl/ Kommentar. Stahl und Maloche gehören eben so zu Bochum wie Fiege und der VfL. Letzteres haben noch Zukunft, die Stahlarbeit nicht.

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Kommentar. Stahl und Maloche gehören eben so zu Bochum wie Fiege und der VfL. Letzteres haben noch Zukunft, die Stahlarbeit nicht.

In Bochum kennt man das schon, aber so richtig gewöhnen kann man sich nie: Nach Nokia und Opel droht der Ruhrgebietsstadt nun der Verlust eines weiteren Global Players. Thyssenkrupp hat vergangene Woche die Fusion mit dem indischen Stahlkonzern Tata verkündet und so stehen mit einem Schlag mindestens 2.000 Arbeitsplätze allein in Deutschland auf dem Spiel. Die IG Metall befürchtet noch mehr Stellenstreichungen, man fordert Standortgarantien und den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen. Das sind große Worte, denen müssen auch große Taten folgen.

Auf der großen Demonstration am Freitag in Bochum (Seite 4) waren die Rufe nach einem Streik noch verhalten, doch mancherorts erhallten sie immer und immer wieder.  Und auch die Politik sieht die Konzernspitze in der Pflicht: Man habe sich an das Montan-Mitbestimmungsgesetz zu halten, die Belegschaft hat ein vollparitätisches Mitbestimmungsrecht in allen wichtigen Konzernfragen.

Solidarität notwendig 

Es ist einer dieser Konflikte: Solidarität mit der Belegschaft ist notwendig, der Thyssenkrupp-Konzern jedoch eine Qual. Groß geworden durch zwei Weltkriege, durch Kartellarbeit und Unterdrückung der ArbeiterInnenklasse ist der Stahlriese heute einerseits wichtiger Arbeitgeber im Ruhrgebiet, aber auch einer der größten Rüstungsexporteure. Ein Konzern, dem man aus antikapitalistischer Sicht nichts Gutes wünscht. Doch die Beschäftigten bei Thyssenkrupp sind auf ihre Jobs angewiesen. Existenzen stehen auf dem Spiel. Wohl gemerkt nur an der Konzernbasis, die Spitze ist fein raus. Der Vorstandsvorsitzende Heinrich Hiesinger verdient trotz – oder gerade wegen – Stellenstreichungen und Fusionierung bis zu 9 Millionen Euro pro Jahr; und tritt ArbeitnehmerInnenrechte und die Montan-Mitbestimmung mit Füßen.

Ob da der Arbeitskampf alleine ausreicht, um für Gerechtigkeit zu sorgen, ist fragwürdig. Für den momentanen Kampf um Arbeitsplätze ist er notwendig. Darüber hinaus bleibt abzuwarten, was mit dem Konzern geschieht, eine Syndikalisierung der Thyssenkrupp AG scheint nicht in Sicht.        

 :Justinian L. Mantoan

 
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