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:Die Redaktion
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Der RUB Studigarten ist für alle Studierende der Bochumer Hochschulen verfügbar. Es ist ein Lehrgarten an dem alle willkommen sind mitzumachen. Als Teil der universitären Lehre wird ein Kurs angeboten, unter dem Namen „Gärtnern entdecken“. Dafür können Studis sich CPs anrechnen lassen. Zudem Kurs ist der RUB Studigarten aber auch ein Verein. Einer der großen Vorteile am Studigarten: Teilnehmende können alles ausprobieren, ohne vorab tausende von Euros ausgeben zu müssen. Der Umgang mit bestimmten Gartengeräten wird gelernt und allein gärtnern ist in diesem Garten eher selten. Auf ein gemeinsames miteinander lernen wird Wert gelegt. Der RUB Studigarten schafft ein Bewusstsein zum Anbauprozess von Essen. Die Arbeit dahinter könne man so besser wertschätzen, so Tim Cremer, der Vorstandvorsitzender des RUB Studigartens ist. Da der Garten für und von Studierende ist, können sich verschiedene Initiativen der Bochumer Hochschulen auch daran beteiligen. „Wir hatten mal eine Theatertruppe da. Die haben musiziert und Varieté gemacht,“ so Cremer. Neben dem gängigen Gärtnern werden auch besondere Projekte angeboten, wie beispielsweise ein Bienen Hotel bauen oder Jahreszeiten- und Schmetterlingsbeete anbauen. Was, laut Cremer, dafür gesorgt hat, dass ca. 40 Schmetterlinge im Garten herumfliegen. Von Handwerken bis Gärtnern kann mensch im RUB Studigarten Vieles lernen. Und nach dem Gärtnern steht, das ein oder andere Bierchen oder Kaltgetränk beim gemütlichen Quatschen nicht weit entfernt.
:Nathalia Rodriguez
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:bsz: Wie sieht so ein Tag im RUB Studigarten aus? Was wird da gelernt?
Tim: Meistens ist es jetzt eigentlich immer so, dass man erstmal reinkommt. Ich guck mich erstmal um was gibt es alles im Garten zu tun, weil wenn man weg ist passieren hier erstmal drauf eingehen. Mal kann ein Sturm passieren, da muss man erstmal alles reparieren. Man weiß es halt nicht. Das heißt erstmal angucken, analysieren. Ich sag immer: Struktur erkannt, Gefahr gebannt – aus dem Mathematikunterricht. Genau, ich schaue mir das erstmal alles an, dann bespreche ich mit den Leuten die Aufgaben. Danach sage ich was wir heute machen könnten. Und je nachdem wie viele Leute da sind, gucke ich, dass wie die Aufgaben verteilen. Erstmal zusammen gucken was wir machen, ganz normal gärtnern, auch mal andere Projekte machen und abends dann entspannt ein Bierchen trinken und quatschen.
Was gibt es denn alles so bereits im Garten? Was genau baut ihr an?
Tim: Also wie haben ein Gewächshau, da fliegen die Bienen von selbst rein und bestäuben. In diesem Gewächshaus gibt es Gurken, Karotten, die pflanzen wir außen an. Dann gibt es auch Kohl. Momentan haben wir so eine Mischkultur, sprich aus: Kürbis, Mais und Stangenbohnen. Wir haben ganz viele Kräuter. Im Endeffekt pflanzen wir alles an was geht. Es gibt ein paar Sachen die gehen eher nicht beziehungsweise die brauchen so viel Liebe und Zuwendung, dass ich sage so: „vielleicht lieber was anderes.“ Es wollte jemand mal eine Avocado pflanzen – hmm weiß nicht ob das den kalten Winter überleben würde.
Also steck hinter dem ganzen auch ein Nachhaltigkeitsaspekt oder warum genau werden keine Avocados angebaut? Wodrauf achtet ihr beim Anbauen? Worauf legt ihr Wert?
Tim: Also erstmal sind uns die Pflanzen genauso wichtig wie die Tiere. Also sprich: Wir gucken, dass es ein Zusammenspiel wird. Wir wollen auf Neophyten und Neozoen verzichten. Das sind eingeschleppte Pflanzen und Insekten. Wir gucken erstmal so, alles was die Biene annimmt, alles was der Umwelt hier nicht schadet und alles was nicht komplett alles zu wuchert. Damit hier so ein Gleichgewicht ist. Generell ist jedes Kraut kein Unkraut, sondern erstmal ein Beikraut. Man muss es erstmal wachsen lassen, um zu entscheiden, ob es für uns nützlich ist.
Wer darf alles mitmachen? Sollte eine:r Erfahrungen mitbringen?
Tim: Wirklich alle sind willkommen. Wir haben Juristen, Leute die Anglistik studieren, Wirtschaftswissenschaftler, Biologen. Man muss keine Erfahrung mitbringen, tatsächlich. Man muss einfach ein bisschen teamfähig sein. Tatsächlich sind ja auch nicht nur Studentenerlaubt. Es dürfen natürlich auch ehemalige Studenten und Mitarbeiter der RUB daran teilnehmen. Es ist ganz einfach für alle etwas dabei. Du fängst bei Null an und das ist vollkommen OK. Du sollst bei Null anfangen und nach und nach verstehen was du für Fehler machst. Fehler mach sind in einem Lehrgarten unabdingbar. Man braucht Fehler sonst kann man nichts lernen.
Wie kann Mensch mitanpacken und den RUB Studigarten unterstützen?
Tim: Einfach eine E-Mail schreiben an studigarten@rub.de oder auch auf Instagram. Und dann sage ich wann die Termine für die Treffen sind und dann einfach vorbeikommen.
Weitere Informationen zum RUB Studigarten findet Ihr auf dessen Homepage rub-studigarten.jimdosite.com.
:Nathalia Rodriguez
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Wer über Garten oder Balkon verfügt, kann viele Beeren, Kräuter oder Gemüse anbauen. Die Samen findet man günstig in vielen Discountern. Für alle, die keinen Platz zum Gärtnern haben, gibt es den Studi-Garten hinter der Mensa an der RUB. Seit 2014 setzt sich der Verein RUB Studigarten e. V. dafür ein, dass der Gemeinschaftsgarten einen Platz auf dem Uni-Gelände bekommt. Verhandlungen mit Dezernat 2 und 5 haben dann im April 2015 dazu geführt, dass der Garten hinter GA neben dem Kindergarten den optimalen Witterungsstandort bekam. Um das gängige Handwerk zu lernen, wurde 2016 ein Kurs eingerichtet. Prof. Thomas Stützel erklärt im Optionalbereichsseminar „Gärtnern für Nicht-Biologen“, wie Studierende lernen, selbst Gemüse anzubauen: „Unser Anspruch besteht darin, es den Leuten auch so zu vermitteln, dass sie es auch ohne wissenschaftlichen Hintergrund verstehen.“ Das Seminar ist so gut angekommen, dass es auch in diesem Sommersemester angeboten wird. Also ran an das Schüppchen und los geht’s mit dem Buddeln.

Große Sparpackungen sind meistens günstiger. Nur lohnt es sich für die meisten Single-Wohnungen beispielsweise nicht, einen Zehn-Kilo-Sack Kartoffeln beim türkischen Supermarkt um die Ecke zu besorgen, es sei denn, die Person möchte die Ernährung komplett auf Erdäpfel umstellen. Das ist aber gar nicht nötig, fragt einfach in Eurem Freundeskreis rum, wer sich am Einkauf größerer Lebensmittelpackungen beteiligen möchte und teilt es untereinander auf. Ihr spart dadurch bis zu 40 Prozent. Gute Reisangebote bekommt Ihr in asiatischen Supermärkten. Der Asia-Laden am Bochumer Rathaus bietet Studis jeden Samstag zehn Prozent auf den gesamten Einkauf an.

Der Samstag ist an sich ein guter Tag zum Einkaufen, Discounter bieten etwa eine Stunde vor Ladenschluss leicht verderbliches Obst und Gemüse bis zu 50 Prozent reduziert an. Diese sind meist noch frisch, nur können die bis zur Ladeneröffnung zwei Tage später etwas angewelkt aussehen, sodass die Lebensmittelläden sie nicht mehr los werden.
Unter der Woche könnt Ihr zu Wochenmärkten gehen. Kurz bevor der Markt schließt, möchten einige HändlerInnen ihre verderbliche Ware möglichst schnell los werden. So bekommt Ihr Angebote, die um 9 Uhr morgens noch nicht vorhanden waren. Manchmal werdet Ihr dann sogar noch von den VerkäuferInnen beschenkt und bekommt kleine Obst- oder Gemüsereste.
Es gibt Gruppen, die „dumpstern“. Frühmorgens, wenn die Straßen menschenleer sind, gehen Jung und Alt zu Abfalltonnen von Supermärkten. Für die meisten ist es ein Protest gegen den heutigen kurzlebigen Konsum, allerdings ist es nicht legal. Wer containert, macht sich des Diebstahls oder Hausfriedensbruchs strafbar, wenn der Müll auf Privatgrund steht. Für RUB-Studentin Melanie ist das Wegwerfen von Lebensmitteln eine viel größere Straftat. „Es ist moralisch einfach nicht richtig, so viel Essen als Abfall zu degradieren“, so die 29-Jährige.
:Katharina Cygan
]]>Bereits Ende 2013 hatten der damalige AStA-Vorsitzende Martin Wilken, Kolja Schmidt und Philipp Nico Krüger die Idee, die Blumenkästen im AStA-Innenhof mit Obst, Gemüse und Blumen zu bepflanzen. Die Witterungsverhältnisse waren dort alles andere als günstig für die Pflänzchen. Sie überlegten also weiter, wie man die Uni begrünen und insbesondere Studierenden die Möglichkeit zum Gärtnern geben könnte. Nach und nach schlossen sich Studis an, die die Idee von Beeten auf dem Campus sinnvoll fanden.
Seit 2014 setzt sich die Initiative, die sich mittlerweile auch als Verein gegründet hat, dafür ein, dass der Studigarten einen Platz auf dem Uni-Gelände bekommt. Verhandlungen mit Dezernat 2 und 5 haben dann im April diesen Jahres dazu geführt, dass der Garten hinter GA neben dem Kindergarten den optimalen Witterungsstandort bekam. Der Direktor vom Botanischen Garten Prof. Dr. Stützel hilft den jungen Studis, wo er nur kann. „Ohne Herrn Stützel wäre das Projekt nicht möglich gewesen. Alle MitarbeiterInnen sind sehr hilfsbereit“, so Kolja.
Die Grundidee sei, den Gemeinschaftsgarten für jedeN zugänglich zu machen, wer mitmachen möchte. In den nächsten Wochen sollen ein Zaun und Wasserbehälter aufgestellt werden, was sich der RUB Studigarten e. V. dank einer finanziellen Unterstützung des AStAs leisten kann. Für die Zukunft wünscht sich der Verein, dass sie Workshops anbieten mit in- und externen ReferentInnen und vor allem, dass Studis den Wert der Lebensmittel zu schätzen lernen.
:Katharina Cygan
Jeden Donnerstag bei gutem Wetter treffen sich die Interessierten um 16 Uhr vor dem Garten, bei Regen im KulturCafé.
studigarten@gmail.com
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