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Wenn so Euer Unialltag aussieht, dann gute Nacht. Dabei gibt es so viele Institutionen auf dem Campus, die geradezu nach Euch rufen – hier noch ein paar Vorschläge.
Das Campusradio CT hat seinen Sitz im ICN 02/648 und Ihr empfangt es auf UKW 90.0 MHz und Kabel 90.8 MHz. Aber bei CT kann man nicht nur zuhören, sondern auch mitmachen – hier sind PraktikantInnen vollwertige Redaktionsmitglieder: Ihr sucht Themen, führt Interviews, schreibt Beiträge, sprecht diese ein und schneidet sie zurecht. Natürlich wird das Praktikum auch mit CP belohnt, aber das ist ja wohl nebensächlich.
Modernes Equipment und fachliches Know-how in Sachen Filmografie und Fernsehen gibt es bei der Lehr- und Lernredaktion des Instituts für Medienwissenschaft. Jeden Montag trifft sich die Redaktion zwischen 16 und 18 Uhr in GB 04/135. Über den Optionalbereich ist die Redaktion für alle Studierenden offen.
Am Musischen Zentrum (MZ), rechts an der Unibrücke, ist jedeR schon vorbeigelaufen. Das Kursprogramm ist breit aufgestellt: Wer Gleichgesinnte für Theater, Malerei, Fotografie, Chorgesang, Bildhauerei oder Performance sucht, ist im MZ an der richtigen Adresse. So wird beispielsweise am 27. und 28. Juli die Installation „Big Films with Smart Phones“ gezeigt.
Wo sind Orte der Literatur im Ruhrgebiet? Wo haben LiteratInnen gewohnt, wo spielen ihre Geschichten und wo wird heute Literatur gelebt? Diesen Fragen stellt sich die interaktive Literaturkarte, ein Projekt des Instituts für Komparatistik. Auch dabei kann man sich mit Beiträgen oder auch redaktionell beteiligen: Einfach eine Mail an literaturkarte-ruhr@ruhr-uni-bochum.de
Fades Wortspiel? Von wegen – wer statt über Literatur zu schreiben, lieber selbst welche Erschaffen will, kann sich nicht nur beim Schreibzentrum, sondern auch bei der Literaturinitiative Treibgut – Literatur von der Ruhr Inspiration suchen. Das Schreibkollektiv veranstaltet Lesungen, Workshops und Schreibtreffs. Außerdem ist die Gruppe immer auf der Suche nach interessierten Neuzugängen.
Auch in Sachen humanitärer Hilfeleistung kann man sich an der RUB beteiligen. Die Studentische Flüchtlingshilfe sucht immer HelferInnen für Sprechstunden und vielfältige Projekte. Wer sich daran beteiligen möchte, kann sich einfach im gleichnamigen offenen Moodle-Kurs anmelden.
Ihr wollt mal so richtig elegant die Hüften schwingen lassen und dazu lernen, wie in den verschiedenen historischen Epochen gesteppt wurde? Dann ist die Oase der richtige Anlaufpunkt für Euch. Jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat gibt es dort die Möglichkeit, sich in den Choreographien und Schritten historischer Tänze von Mittelalter bis Renaissance auszuprobieren.
:Frederik Herdering
]]>„Das Schlimme am Engagement für Flüchtlinge ist, dass man viele der Menschen, um die man sich kümmert, irgendwann gehen lassen muss“ – mit diesen Worten brachte Gudrun Galster, Anwältin für Asylrecht, die Situation für in Deutschland angekommene Geflüchtete auf den Punkt: Eine Aussicht auf das erhoffte sichere Leben in einem neuen Land besteht oftmals nicht. „Stattdessen werden Familien nachts um vier aus dem Bett geklingelt und abgeschoben. Das ist bundesdeutsche Realität“, bekräftigt die Anwältin, die in ihrem Vortrag rechtliche Strategien zur Verhinderung einer Abschiebung erläuterte. „Da zählt dann oft, ob jemand wirtschaftlich irgendetwas geleistet hat, ob er sich zum Beispiel in einer Ausbildung befindet oder einer Arbeit nachgeht.“
Ein Zuhörer, der sich bei einem studentischen Hilfsprojekt in München engagiert, bestätigte dies: „Mir sagen Geflüchtete ganz oft, dass sie lieber schneller arbeiten als einen Sprachkurs belegen wollen. Denn alleine das Lernen der Sprache reicht meistens nicht aus, um akzeptiert zu werden.“ Dieses System sei unfair, lautete der Konsens der AktivistInnen. Galster gab sich auf die Frage hin, ob es bald bessere Einreisemöglichkeiten für Schutzsuchende geben würde, jedoch pessimistisch. „Ich glaube, da wird sich so schnell nichts ändern.“
Dennoch war bei allen HelferInnen an diesem Tag der Enthusiasmus für die eigenen Projekte zu spüren – diesen Eindruck bestätigt auch Konrad Dabrowski, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Juristischen Fakultät der RUB tätig ist und zusammen mit Kollegin Sarah Mätzig die studentische Flüchtlingshilfe gegründet hat. „Die Bereitschaft der Studierenden, bei diesem Projekt mitzumachen, ist riesig“, erklärt er. Schon bei der ersten Infoveranstaltung im vergangenen Semester seien er und seine Kollegin von dem Andrang überwältigt gewesen. „Wir wären schon froh gewesen, wenn fünfzehn Leute gekommen wären. Stattdessen haben wir an diesem Abend ungefähr 90 Interessierte gezählt“, erinnert Dabrowski sich. Heute bietet die studentische Flüchtlingshilfe der RUB unter anderem Sprechstunden in den Geflüchtetenheimen in der Wohlfahrtsstraße und am Harpener Hellweg an. Darüber hinaus organisiert sie Freizeitangebote oder hilft bei Behördengängen. Mitmachen, so Dabrowski, könne jedeR, auch ohne etwa über Fremdsprachenkenntnisse zu verfügen: „Zur Not kann man sich auch mit Händen und Füßen verständigen und trotzdem jemandem helfen.“
:Birthe Kolb
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