Warning: Constant WP_DEBUG_DISPLAY already defined in /var/www/html/wp-config.php on line 111 Steuerverschwendung | BSZ https://bszonline.de Deine Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung Thu, 10 Nov 2022 08:51:40 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 https://bszonline.de/wp-content/uploads/2022/11/cropped-favicon-32x32.jpg Steuerverschwendung | BSZ https://bszonline.de 32 32 Platz des europäischen Versprechens eröffnet https://bszonline.de/2015/12/14/platz-des-europaeischen-versprechens-eroeffnet/ https://bszonline.de/2015/12/14/platz-des-europaeischen-versprechens-eroeffnet/#respond Mon, 14 Dec 2015 17:07:33 +0000 https://bszonline.de/2015/12/14/platz-des-europaeischen-versprechens-eroeffnet/ Trotz massiver Kritik an den Kosten: Der Platz des europäischen Versprechens vor der Bochumer Christuskirche wurde am 11. Dezember eingeweiht.

]]>
Trotz massiver Kritik an den Kosten: Der Platz des europäischen Versprechens vor der Bochumer Christuskirche wurde am 11. Dezember eingeweiht.

Spätestens als es wieder anfängt zu regnen, werden die ersten ungeduldig: „Das ist ja wie ¨ne endlose Fernsehserie“ oder „Da suche ich ja noch bis Weihnachten“, heißt es von rüstigen BesucherInnen, die im Dunkeln mit Taschenlampen die 21 grauen Lavabasaltplatten absuchen – auf der Suche nach dem eigenen Namen oder denen von Verwandten und Freunden. Denn insgesamt 14.726 BürgerInnen aus 1.300 Städten haben ihren Namen für das Projekt des Künstlers Jochen Gerz zur Verfügung gestellt.

Am 11. Dezember wurde der Platz des europäischen Versprechens in Anwesenheit von Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch, Bundestagspräsident Norbert Lammert und anderen VertreterInnen aus Politik und Kultur feierlich eingeweiht.

„Sinnbild von Steuergeldverschwendung“

„Der Platz ist fertig. Alleine das ist eine Botschaft“, so Eiskirch. Denn die Zahlen des Projekts sprechen für sich: Erst mit fünf Jahren Verspätung wurde der Platz, der für das Kulturhauptstadtjahr 2010 geplant war, fertiggestellt. Die Kosten stiegen von anfänglich eingeplanten 1 Million Euro auf 3,4 Millionen, 1,6 davon übernahm die Stadt Bochum selbst. „Die Entstehungsgeschichte des Platzes zeigt, wie Projekte in unserer Stadt nicht laufen dürfen“, erklären die Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Rat, Manfred Preuß und Astrid Platzmann. „Die Politik wurde lange Zeit über wesentliche Kostenpunkte des Projekts im Unklaren gelassen und zum Teil auch falsch informiert.“ Als „Sinnbild von Steuergeldverschwendung, schlampiger Arbeit und

Selbstbedienungsmentalität“ kritisierte die im Rat vertretene Soziale Liste das Prestigeprojekt.                              

:Benjamin Trilling

Lest auf Benjamins Kommentar dazu.

]]>
https://bszonline.de/2015/12/14/platz-des-europaeischen-versprechens-eroeffnet/feed/ 0
Platz für europäische Verbrechen? https://bszonline.de/2015/12/14/platz-fuer-europaeische-verbrechen/ https://bszonline.de/2015/12/14/platz-fuer-europaeische-verbrechen/#respond Mon, 14 Dec 2015 16:10:20 +0000 https://bszonline.de/2015/12/14/platz-fuer-europaeische-verbrechen/

Tauben dieser Welt, scheißt diesen Platz zu: Ähnlich wie das Konzerthaus ist das Prestigeprojekt von Jochen Gerz ein Millionengrab – Offizialkunst, die nicht rechtzufertigen ist. Steckt das Geld endlich in Soziales und freie Kultur!
]]>
Tauben dieser Welt, scheißt diesen Platz zu: Ähnlich wie das Konzerthaus ist das Prestigeprojekt von Jochen Gerz ein Millionengrab – Offizialkunst, die nicht rechtzufertigen ist. Steckt das Geld endlich in Soziales und freie Kultur!

Auch wenn es manche vielleicht anders sehen, müsse Peter Friese das, wie er betont, einfach mal sagen: Nur autonome Kunst sei politische Kunst. Oha! Gesagt ist gesagt! Zwei Claqueure klatschen, der Regen prasselt derweil weiter nieder. Der Direktor des Neuen Museums Weserburg in Bremen, der – warum auch immer – als Redner zur Eröffnung des Platzes des europäischen Verbrechens…äh…Versprechens eingeladen wurde, übernahm in seinen Zeilen quasi die künstlerische und bildungsbürgerliche Rechtfertigung des Prestigeprojekts unter der Leitung des Künstlers Jochen Gerz.

Doch dieses Kunstwerk lässt sich sowohl künstlerisch als auch politisch schwer rechtfertigen. Lokalpolitische KritikerInnen haben Recht, wenn sie auf die enorme Kostenexplosion (siehe Seite 1) hinweisen.

Warum nur Namen von Lebenden?

Während zuletzt der Etat für die freie Kulturszene um satte 30 Prozent gekürzt wurde, werden munter Millionen in solche Prestigeprojekte gepumpt – auch Jochen Gerz‘ „Platz“ wurde quasi ein Blankoscheck ausgestellt, was die Kosten angeht. Hat man uns nicht zuletzt erklärt, dass die Kommunen für Soziales und freie Kultur zu klamm sind?

Zudem fragt man sich, warum die fast 15.000 Namen ausschließlich die von Lebenden und nicht von Toten sind. Ist kein Platz für das Nachdenken über die unzähligen Oper der europäischen Flüchtlingspolitik? Sehr oft war bei der Einweihung von Freiheit, Frieden und Toleranz, für die Europa und dieser Platz vor der Christuskirche stehe, die Rede.

Das ist leere Phrasendrescherei und ideologisch verblendete Offizialkunst wie man sie aus der Endphase der DDR kennt. Um diese zu erklären und zu rechtfertigen, haben wir aber zum Glück Peter Friese, der versicherte, dass solche autonomen Kunstwerke immer an das eigene ästhetische Erlebnis gebunden seien. Wohl wahr. Ich musste kotzen.

:Benjamin Trilling

]]>
https://bszonline.de/2015/12/14/platz-fuer-europaeische-verbrechen/feed/ 0