Warning: Constant WP_DEBUG_DISPLAY already defined in /var/www/html/wp-config.php on line 111 Spendenaktion | BSZ https://bszonline.de Deine Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung Thu, 10 Nov 2022 08:55:43 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 https://bszonline.de/wp-content/uploads/2022/11/cropped-favicon-32x32.jpg Spendenaktion | BSZ https://bszonline.de 32 32 Sammeln für Moria https://bszonline.de/2021/03/25/sammeln-fuer-moria/ https://bszonline.de/2021/03/25/sammeln-fuer-moria/#respond Thu, 25 Mar 2021 15:20:22 +0000 https://bszonline.de/2021/03/25/sammeln-fuer-moria/ Tour d‘Amour. Während Veranstalter:innen weiter versuchen, während der Pandemie Fuß zu fassen, zeigt vor allem die Technoszene, dass trotz der immensen Schwierigkeiten derzeit, Solidarität möglich ist.  

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Tour d‘Amour. Während Veranstalter:innen weiter versuchen, während der Pandemie Fuß zu fassen, zeigt vor allem die Technoszene, dass trotz der immensen Schwierigkeiten derzeit, Solidarität möglich ist.  

Wir schreiben das Jahr 2021 und die Festivalsaison rückt mit jedem Tag näher. Was letztes Jahr wie ein Hoffnungsschimmer eines nie enden wollenden Zuhause-Bleibens wirkte, ist heute so unrealistisch, dass sich weitere Hoffnungen zu machen nur in Enttäuschung enden würde. Die Clubs werden wohl die letzten sein, die öffnen dürfen und sobald Partys wieder stattfinden können, kann man wahrscheinlich davon ausgehen, dass die Pandemie dem Ende naht. Ein Livestream der Bundestagsabgeordneten Caren Lay (Linke) führte einem dies noch einmal schmerzhaft vor Augen. Hier trafen sich Veranstalter:innen und andere aus dem Bereich in einer Zoom-Konferenz und sprachen über die derzeitige Situation, mögliche Perspektiven und Wünsche. Zwar wurden durchaus Konzepte vorgelegt, wie zum Beispiel die Idee, dass man Testkapazitäten für Veranstalter:innen ausweitet, sodass ein Infektionsrisiko weitestgehend minimiert werden kann, jedoch muss man mit der aktuellen politischen Lage und den Versäumnissen der Bundesregierung davon ausgehen, dass diese Vorstellungen unrealistisch sind. Die Probleme sind derzeitig groß und eine wirkliche Lösung dieser scheint es nicht zu geben. 
Obwohl alles dem Anschein nach für die Kulturindustrie bergab geht, lässt sich trotz allem aber nicht der Mehrwert solcher Institutionen verneinen. Ein neues Projekt, das in Kooperation mit Leave No One Behind und zusammen mit anderen NGOs sowie der Kulturbranche ins Leben gerufen wurde, sammelt am 27. März Kleiderspenden, Schlafsäcke, Hygieneartikel, Elektronik und vieles mehr. In dem Projekt Tour d’Amour wird auf die Situation in Moria aufmerksam gemacht und Clubs öffnen ihre Türen, nicht um zu feiern, aber um Spenden zu sammeln, die dann an verschiedene Lager in Griechenland unter Absprache der dort ansässigen NGOs ausgeliefert werden. Die Spenden können in Berlin (//about blank), Flensburg (Volksbad), Hamburg (Hafenklang), Leipzig (Werk 2), Wiesbaden (Schlachthof) und zu guter Letzt im ZAKK Düsseldorf abgegeben werden. Danach werden die Spenden von Busunternehmen der Veranstaltungsbranche in einer Tour durch Deutschland abgeholt und verteilt. 

Es ist ein Zeichen, dass vor allem zeigt, dass egal wie sehr die Branche derzeitig in der Krise steckt, Solidarität und soziales Engagement Teil bestimmter kultureller Institutionen ist. Des Weiteren zeigt es uns aber auch wie wichtig und schützenswert diese Institutionen sind und wie sehr man sich wünschen kann, dass ein Bestehen solcher Institutionen zentrales Thema politischer Debatten sein sollte. Veranstalter:innnen beschweren sich und haben auch gutes Recht dazu, dies zu tun. Auch während einer Pandemie haben kulturelle Räume ein Recht darauf, zu überleben. Eines ist klar. Ein Sommer mit Partys wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht geben, aber dennoch muss sich Gedanken darüber gemacht werden, wie man weiterhin mit dieser Branche verfährt. Vergisst man sie weiterhin und überlässt sie sich selbst oder unterstützt man sie gemeinsam in dem Kampf gegen Corona, sodass alle möglichst unbeschadet aus dieser Krise herauskommen und gemeinsames Feiern, Kunst oder kulturelle Veranstaltungen machen oder einfach ein förderliches Beisammen sein möglich wird und der kulturelle Bereich nicht wegstirbt. Es liegt bei der Bundesregierung, die Sorgen der Branche ernst zu nehmen und eventuelle Konzepte zu bewerten, eine Antwort auf diese Sorgen bleibt noch zu erwarten.                    

:Gerit Höller

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Maxwells Keke – Chance auf eine gute Tat https://bszonline.de/2019/12/05/maxwells-keke-chance-auf-eine-gute-tat/ https://bszonline.de/2019/12/05/maxwells-keke-chance-auf-eine-gute-tat/#respond Thu, 05 Dec 2019 12:20:33 +0000 https://bszonline.de/2019/12/05/maxwells-keke-chance-auf-eine-gute-tat/ Spendenaktion. Ein ehemaliger RUB-Student ist zurzeit in Freetown. Dort hat er Maxwell kennengelernt und entschieden, ihm und seiner Familie zu helfen. Trotz großer Beteiligung an einer Spendenaktion treten nun neue Probleme auf. Wir bringen Euch ins Bild:

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Spendenaktion. Ein ehemaliger RUB-Student ist zurzeit in Freetown. Dort hat er Maxwell kennengelernt und entschieden, ihm und seiner Familie zu helfen. Trotz großer Beteiligung an einer Spendenaktion treten nun neue Probleme auf. Wir bringen Euch ins Bild:

Freetown, Sierra Leone, Ende November. Emir Suljovic befindet sich seit ein paar Wochen aufgrund seines Praktikums als Entwicklungshelfer auf einem anderen Kontinent: Afrika. Emir hat eigentlich zwischenzeitig an der RUB studiert und in Düsseldorf gewohnt, bevor ihn sein Public Policy and Human Development-Studium nach Maastricht geführt hat. Geboren ist er in Sarajevo, der Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina. Jetzt macht er ein Praktikum in Freetown.
Hier lernten sich Emir und Maxwell kennen. Maxwell ist 24 Jahre alt, geboren sowie aufgewachsen in Freetown und lebt dort zusammen mit seiner Mutter und 4 Geschwistern auf 18 Quadratmeter. „Es ist eher ein Unterschlupf. Ein Haus oder eine Wohnung kann man das eigentlich kaum nennen“, heißt es von Emir. Als Maxwell sieben Jahre alt war, starb sein Vater, was Maxwells Mutter zunächst zur Allein-Erzieherin sowie Verdienerin machte. Ein paar Jahre später brach Maxwell die vierte Klasse der Grundschule ab, um seiner Mutter dabei zu helfen Früchte, Gemüse und Fisch an Straßenrändern zu verkaufen. Eigentlich träume er von einer guten Ausbildung, jedoch fährt Maxwell mit einem „Keke“, einer Art Taxi, durch die Straßen von Freetown, um Geld für sich und seine Familie zu verdienen.

Immer wieder stieg Emir auf seinem Weg zur Arbeit in Maxwells drei-rädriges Gefährt und so kamen die beiden mehr und mehr ins Gespräch. Abseits von Maxwells Lebensgeschichte erfuhr Emir wie viel Maxwell am Tag verdient und dass er täglich eine Leihgebühr für seinen Keke zahlen muss. An guten Tagen verdiene er zwischen 80.000 und 100.000 Leonen, was umgerechnet ungefähr acht bis zehn Euro entspricht, an schlechten Tagen zwischen 50.000 und 70.000 Leonen, also zwischen fünf und sieben Euro. 20.000 Leonen gehen davon jeden Tag für die Leihgebühr drauf. Einen eigenen Keke zu kaufen, ist für Maxwell nicht möglich, denn Geld zum sparen bliebe nie über. Doch Emir wollte ihn bei der Anschaffung eines eigenen Keke unterstützen und so startete er über einen Facebook-Post einen Moneypool, um Spenden für Maxwells eigenen Keke zu sammeln. Ziel war es, bis Weihnachten 600 Euro zusammen zu kriegen, die Emir mit dem Verleiher des Keke ausgemacht hatte.

Die Anteilnahme an dieser Aktion war überwältigend und schon nach fünf Tagen war das gesetzte Ziel von 600 Euro erreicht. Alles schien auf bestem Kurs. Doch als Emir mit der Ankündigung des Kaufs zurückkam, schoss der Preis auf einmal in die Höhe. Dabei wurde klar, dass die Sache mit dem Keke sowie Maxwells Arbeitsvertrag immer mehr Haken haben sollte. Der Verleiher erklärte auf einmal, dass Maxwell zu Beginn seines Jobs einen Vertrag unterzeichnet habe, dass er den Keke anzahlen müsse, wodurch er nun Schulden bei dem Verleiher habe, die ebenfalls zu den Kaufkosten des Kekes hinzukämen. Wirklich „gehören“, werde er ihm aber nie. „This is Africa“ war die immer wiederholte Erklärung des Verleihers.

Da die Teilnahme an der Aktion allerdings groß und liebevoll war, möchte Emir nicht aufgeben. Der Moneypool soll bis Ende des Jahres offenbleiben, um entweder woanders einen Keke kaufen zu können, Maxwell auf den Weg zu einer besseren Ausbildung zu verhelfen oder ihn und seine Familie finanziell zu unterstützen. Dabei ist bisherigen Spender*innen die Option offen gelassen, die Spenden zurückzuziehen, da die ursprünglichen 600 Euro nicht mehr zutreffen. Wenn Ihr aber helfen wollt, Maxwell zu unterstützen könnt Ihr das unter diesem Link: tinyurl.com/maxwellskeke

:Christian Feras Kaddoura

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