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Wie der Name es verlauten lässt, steht in diesem besonderen Café die Sprache im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Das Sprachcafé ist nämlich die Gelegenheit, um nicht nur neue Leute kennenzulernen, sondern auch um einen Einblick in verschiedene Kulturen zu bekommen und die eigenen Kenntnisse einer (Fremd)Sprache zu vertiefen. Allerdings hat das nichts mit den öden Sprachkursen zu tun, die man aus Schule und Studium kennt – es ist viel interaktiver und familiärer. Mit Gleichgesinnten könnt Ihr hier an mehreren Sprachtischen zusammenkommen, Spiele spielen und Euch mit Kommiliton:innen auf unterschiedlichen Sprachen austauschen. Die Tischwahl ist dabei nicht bindend – Ihr könnt also einfach zum nächsten Tisch ziehen, sobald Ihr die Lust dazu verspürt und auf diese Weise gleich einige Sprachen an einem Tag abklappern. Habt Ihr kein Bock mehr auf Französisch, dann probiert es doch einfach einen Sitzplatz weiter bei den Italiener:innen.
Für das kommende Sommersemester 2025 werden außerdem sogenannte Languageguides gesucht, die das Café gerne unterstützen möchten. Als freiwillige:r Languageguide habt Ihr nicht nur die Möglichkeit, an Euren Sprachkenntnissen zu arbeiten, sondern Ihr kriegt am Ende auch eine ehrenamtliche Auszeichnung, die eine schöne Ergänzung für den Lebenslauf ist. Zu Euren Aufgaben gehört der Auf- und Abbau sowie die Moderation, Begrüßung und Leitung der verschiedenen Aktivitäten. Ihr unterstützt die Gäste und helft ihnen aus, falls das Gespräch mal ins Stocken gerät.
Bis zum 16. März könnt Ihr Euch noch unter https://eveeno.com/LG25 für eine Stelle als Languageguide bewerben, scrollt auf der Seite einfach ein Stück nach unten und füllt das entsprechende Formular aus. Hier findet Ihr auch eine Übersicht der anstehenden Termine. Wartet jedoch nicht zu lange, denn die Anzahl an Plätzen ist begrenzt!
Zu Beginn des Semesters wird es am 8. April für die ehrenamtlichen Helfer:innen eine Infoveranstaltung geben, in der Ihr in Eure Tätigkeit eingeführt werdet und das Team kennenlernt. Die Veranstaltung endet am 22. Juli mit einem Abschlussevent im Hardys. Um ein Ehrenamtszertifikat ausgestellt zu bekommen, müsst Ihr an maximal sechs Sitzungen teilnehmen. Nimmt Ihr an vier bis sechs teil, habt Ihr die Chance, eine Bestätigung vom International Office der Ruhr-Uni zu erhalten.
Ab dem 15. April öffnet das Sprachcafé für alle Interessierten seine Türen und lädt Euch im Sommersemester 2025 jeden Dienstag von 18 bis 21 Uhr dazu ein, spannende Unterhaltungen zu führen und Wettkämpfe auszutragen. Für eine Übersicht der anstehenden Termine, könnt Ihr ebenfalls den zuvor angegebenen Link nutzen.
On y va!
:ano
]]>„Ja, es ist irgendwie alles viel zu schnell außer Kontrolle geraten. Leider eine Sache, die wegen der Umstände passiert ist und dementsprechend haben die Leute auch gewählt. Es gibt halt leider keinen starken Politiker, der dagegenhält. Man sieht auch noch die Teilung innerhalb von Deutschland, als wäre die Mauer nicht wirklich weg. Aber Berlin hat Links gewählt, das gibt mir Hoffnung.“
„Gut, dass die Linke wieder so stark drin ist, 8,8 Prozent ist Ultra stark. Sozen haben das Image der Arbeiterpartei verloren. Ich finde es krass zu sagen Wahlsieger CDU, wenn man das zweit schlechteste Ergebnis jemals hat. Hätte man vielleicht jemand anders hinstellen können und jemand Sympathischeren. Befürchtung, also jetzt habe ich gelesen die ersten Sondierungsgespräche waren OK, hoffentlich wird Schwarz nicht Schwarz-Blau. Wenn die jetzt, auf gut Deutsch Scheiße bauen, dann wird 2029 ganz schlimm.“
„Ja also ich fand sehr erschreckend zu sehen, wie sehr die AfD an Stimmen gewonnen hat, sowohl Erst- als auch Zweitstimmen. Das einmal. Ich finde es auch krass zu sehen, dass im Grunde die Mauer eigentlich nicht gefallen ist, wenn man das so sagen will. Denn man sieht ja eindeutig eine klare Teilung, genau da wo die Mauer lang verlaufen ist. Und man sieht dann irgendwie doch, dass das kein geeintes Deutschland ist, wie man so gedacht hat. Dementsprechend habe ich dann Sorge, dass die neue Regierung sehr zerstritten sein wird und ob man dann überhaupt irgendwas zustande kriegt.“
„Ich darf hier zwar nicht wählen, aber alles Hauptsache keine AfD.“
„Fürchterlich, mehr kann ich dazu nicht sagen.“
„Schlimm, einfach nur schlimm.“
Man sieht also, ein Großteil der Studies am Campus scheinen doch eine klare Meinung zu haben und diese ist nicht besonders positiv. Wir werden sehen, was die nächsten vier Jahre und die Zukunft bereithalten.
:Steven Schöpper
]]>Der Stifterverband unterstützt bereits seit mehr als zehn Jahren wissenschaftliche Institutionen und Hochschulen bei der Entwicklung und Ausarbeitung neuer Strategien für Diversität. Ihr Verfahren soll zeigen, das Diversität ein Gewinn ist, dessen Herausforderungen man mutig und effektiv begegnen kann.
Die RUB stellte sich dafür „einem intensiven organisatorischen Entwicklungsprozess“, wie der Stifterverband es nennt, und setzte damit 25 Maßnahmen um, damit sie die Ziele des Audits erreicht.
In einem zwei Jahre langen Verfahren besuchte die Ruhr-Uni verschiedene Workshops und Veranstaltungen, um mit dem Verband passende Strategien und Maßnahmen zu entwickeln sowie an noch offenen Fragestellungen zu arbeiten, welche die Inklusion diverser Personengruppen und die Diversität in verschiedenen Bereichen steigern können. Damit soll die Diversität zukunftsorientiert in den Strukturen unserer Universität verankert werden.
Als Ergebnis wurde „die Diversitätsarbeit ausgebaut und eine passgenaue Diversity-Strategie entwickelt“. Umgesetzt wurden die gewonnenen Erkenntnisse sowohl in Studium, Förderung und Lehre als auch in den organisatorischen Strukturen.
Für die Ruhr-Uni sei die Auszeichnung „ein Meilenstein“, wie die Prorektorin für Diversity/Diversität, Inklusion und Talententwicklung, Prof. Dr. Isolde Karle, betont. „Dass sich so viele Personen aus der Hochschule in Workshops und bei der Entwicklung von Maßnahmen engagiert haben“, würde sie zudem mit Stolz erfüllen.
Kommunikative Erreichbarkeit der verschiedenen Personengruppen an der Rub, beispielsweise im Hinblick auf Vermittlung von Informationen über Diversity-Angebot sei noch zu verbessern. Aus diesem Grund würde man „die Erarbeitung einer langfristigen Diversitätsstrategie in Angriff nehmen“, so Prof. Dr. Karle. Ein Grund zum Ausruhen sei das Zertifikat nicht. „Diversitätspolitik steht gesamtgesellschaftlich gegenwärtig unter Druck. Umso wichtiger ist es, die Universität als freien und toleranten Ort, an dem unterschiedlichste Menschen ihre Talente entfalten können, zu verteidigen“, erklärt sie. Nur so könne man auch die Universität verbessern und Chancengleichheit auf Dauer garantieren.
:Alina Nougmanov
]]>Während ich so dastehe, frage ich mich, wie es wohl sein wird, gleich vor rund 50 Menschen auf der Bühne zu stehen – in genau diesem Outfit. Doch viel Zeit, mir darüber Gedanken zu machen, bleibt mir nicht. Schließlich schiebe ich den schweren Vorhang beiseite und trete ins Scheinwerferlicht, das sich unmittelbar auf meinen gesamten Körper legt. Ich blinzle kurz, mein Blick sucht das Publikum. Der Auftritt beginnt.
Doch um zu verstehen, wie ich überhaupt hierhergekommen bin, muss ich die Geschichte von Anfang an erzählen: Alles begann im Wintersemester an der RUB, genauer gesagt im Musischen Zentrum. Der große abgedunkelte Raum, in dem ich mich auf meinen Auftritt vorbereitet habe, ist mir seit Oktober vertraut. Er diente uns als Proberaum – unserer Seminargruppe, der ich mich im Rahmen des Optionalbereichs dem Kurs „Imagination im Schauspiel“ angeschlossen hatte.
An diesem Ort habe ich in den vergangenen drei Monaten Erfahrungen sammeln dürfen, mit denen ich zuvor kaum Berührungspunkte gehabt hatte. Jeden Mittwoch, von 10 bis 14 Uhr, versammelten wir uns hier, um uns zunächst mit den Theorien der bekanntesten Schauspielmethoden auseinanderzusetzen. Wir präsentierten, analysierten und setzten das Erlernte anschließend in der Praxis um. Im zweiten Teil des Seminars wagten wir uns schließlich daran, als Gruppe ein eigenes Stück zu entwickeln.
Das Besondere? Welche Schauspieltechnik wir nutzen wollten, blieb uns Studierenden jedoch selbst überlassen. Wir durften ausprobieren, improvisieren, kombinieren und so unsere ganz eigene Methode finden. Ehrlich gesagt war es für mich anfangs nicht immer leicht. Ich probierte vieles aus, mal fühlte sich eine Technik besser an, mal eine andere. Es hat eine Weile gedauert, bis ich eine Mischung gefunden hatte, die sich für mich stimmig anfühlte.
Für unsere Aufführung entschied ich mich schließlich, die exzentrische Figur der Wednesday Addams zu verkörpern, die aus der „Addams Family“ bekannt ist. Besonders ihr „handliches“ Haustier, das berühmte „eiskalte Händchen“, wurde zu einem wichtigen Teil meines Kostüms. Das schwarze Gothic-Kleid, das mein Outfit vervollständigte, borgte mir eine Kommilitonin aus dem Seminar, die es einmal zu Halloween getragen hatte.
Doch auch wenn optisch alles stimmte – sich in die Rolle der Wednesday einzufinden, war für mich zunächst eine Herausforderung. Mein Bezug zur Figur stammte hauptsächlich aus der populären Netflix-Serie, die eine sehr subtile Darstellung der eher introvertierten Figur zeigt. Im Theater jedoch gelten andere Gesetze. Hier reicht es nicht, mit feinen Gesichtszuckungen Emotionen zu vermitteln, weil es keine Kamera in Nahaufnahmen einfangen kann. Auf der Bühne muss man die Figur so nach außen transportieren, dass auch die Zuschauer:innen in der letzten Reihe jede Gefühlsregung wahrnehmen können. Das bedeutet schlichtweg: Man muss oft übertreiben. Realistisch ist die Darstellung dabei nicht immer – vielmehr geht es darum, die charakterlichen Eigenheiten einer Figur greifbar zu machen, indem man sie verstärkt.
Nach und nach gelang es mir jedoch immer besser, diesen Zugang zu finden. Besonders geholfen hat mir dabei die Musik. Um in die aggressive, düstere Stimmung meiner Figur zu kommen, hörte ich vor den Proben oft laut Rockmusik.
Und nun ist der Moment also gekommen. Es ist der 29. Januar. Ich stehe hinter dem Vorhang, spüre die Aufregung und warte auf meinen Einsatz. Dann betrete ich die Bühne – und werde zu jemand anderem. Naja, vielleicht nicht direkt. Es dauert immer einen Moment, bis man sich an die Situation gewöhnt hat. Doch ich schaue nicht zu den Zuschauenden hinunter, die uns freundlich anstarren. Stattdessen fokussiere ich mich auf meine Mitspielenden und die einstudierten Abläufe. So kann ich ganz in der Rolle bleiben, ohne mich selbst zu hinterfragen.
Die Zeit vergeht rasend. Zu meiner Erleichterung funktioniert alles so, wie wir es geplant hatten. Über allem steht für mich der Spaß an der Sache, der auf jeden Fall immer da ist. Die drei Monate, die wir als Seminargruppe auf diese Aufführung hingearbeitet haben, haben uns eng zusammengeschweißt. Aus einer neuen Gruppe wurde eine Gemeinschaft, vor der man seine Hemmungen hat fallen lassen. Ich bin unglaublich froh, dass ich mich damals recht spontan für diesen Kurs im Optionalbereich entschieden habe.
Neben der finalen Aufführung gehörte auch eine Präsentation über eine Schauspieltheorie zum Leistungsnachweis. Doch wer mit Freude dabei ist, wird dieses Seminar nicht mit klassischem Uni-Stress verbinden. Vielmehr habe ich es als kreative Auszeit vom Uni-Alltag erlebt, die mich als Person auch mutiger gemacht hat. Man lernt, sein Schamgefühl abzulegen.
Ein besonderer Dank gilt auch unserer Dozentin Karin Freymeyer, die uns auf dieser Reise begleitet hat. Für alle, die jetzt neugierig geworden sind: Auch im kommenden Semester bietet Karin Freymeyer wieder ein Schauspielseminar im Optionalbereich an. Unter dem Titel „Körpertechniken“ geht es diesmal darum, Schauspielmethoden gezielt durch den Einsatz des eigenen Körpers zu entwickeln.
Eine Anmeldung ist bereits möglich. Vorerfahrungen sind nicht erforderlich – also traut Euch! Wer Lust hat, neue Menschen kennenzulernen und den Uni-Alltag für ein paar Stunden hinter sich zu lassen, wird in diesem Seminar garantiert auf seine Kosten kommen.
:Levinia Holtz
]]>In den Semesterferien bieten wieder viele Fachschaftsräte Schreibnächte und Coworking an. Dort bieten die Fachschaftsräte neben Motivation in der Gruppe, auch meistens Hilfe bei den eigenen Aufgaben an. Auch gibt es bei solchen Events häufig kostenlos Snacks und Getränke als Angebot. Haltet einfach Ausschau nach Aushängen oder Social Media Posts von euren Fachschaftsräten zu diesen Veranstaltungen.
Wer sich so aber mit Freunden oder einer kleinen Gruppe unabhängig zum Coworking treffen will, der kann auch die Uni Bibliothek nutzen. Im Schreibcafé werdet Ihr allein und als Gruppe beraten und es wird Euch bei Problemen geholfen. Wenn Ihr zum Beispiel nicht wisst, wie Ihr einen Text anfangen sollt, könnt Ihr dort Unterstützung bekommen. Das Schreibcafé könnt Ihr montags bis freitags von 10:00 bis 16:00 Uhr nutzen. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Auf der Website des Zentrums für Wissenschaftsdidaktik könnt Ihr außerdem eine individuelle Schreibberatung vereinbaren. Ebenfalls auf der Website sind Angebote zu verschiedenen Workshops, zum Strukturieren von Texten oder zur Hilfe bei der Arbeit mit Word. Schaut doch mal rein.
:Steven Schöpper
]]>Auch andere Branchen sind betroffen. Momentan laufen beispielsweise Verhandlungen mit der Deutschen Post AG, die die dritte Runde erreicht haben. So gab es bereits Anfang Feburar Warnstreiks in der Postzustellung und -sortierung. Auch Kitas werden am Freitag, dem 14 Februar, bestreikt. Fortschritte in den Verhandlungen zu Journalist:innen mit dem Zeitunsgverlegerband BDZV bleiben ebenso aus. Zu diesen Umständen sagt die stellvertretende Vorsitzende von ver.di: „So hieß es von den Arbeitgebern, die Forderungen der Beschäftigten seien nicht finanzierbar. Diese Sichtweise ist für uns nicht akzeptabel. Nur mit deutlichen Lohnsteigerungen für die Beschäftigten lassen sich die noch immer hohen Lebenshaltungskosten bewältigen.“
:HalimaOkanović
]]>Bei Jugend forscht ist der Name Programm. Bereits seit 1965 gibt es den Wettbewerb, der Schüler:innen und Jugendlichen unter 22 das wissenschaftliche Arbeiten im MINT-Bereich (Mathe, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) näher bringen soll. Jährlich finden Regionalwettbewerbe statt, deren Gewinner:innen sich für Landeswettbewerbe qualifizieren, deren Gewinner:innen sich wiederum für den Bundeswettbewerb qualifizieren. Dabei gibt es die Fachbereiche Arbeitswelt, Physik, Chemie, Biologie, Geologie, Technik und Mathematik/Information.
In den vielen Jahrzehnten, seit das Projekt durch Henri Nannen, den Gründer der Zeitschrift Stern, ins Leben gerufen wurde, haben einige der Gewinner:innen nachhaltig von sich reden gemacht.
1968 gewann Peter Ruzicka in der Kategorie Physik, wurde später bekannter Dirigent, Leiter der Salzburger Festspiele und eine wichtige Person der Kulturlandschaft. Ebenfalls eine Gewinnerin in der Kategorie Physik 1875, Gisela Anton (geb. Glasmachers), erhielt 1995 für ihre Arbeit das Bundesverdienstkreuz. Der Präsident der Freien Universität Berlin, Günther Ziegler, war 1982 Bundessieger im Bereich Mathematik/Informatik. Seit dem Jahr 2000 nehmen in Nordrhein-Westfalen zwischen 1.000 und 2.000 Personen an dem Wettbewerb teil. Während anfangs vor allem Männer teilnahmen, nähert sich der Frauenanteil mittlerweile 50 Prozent an. In der Biologie und Chemie überwiegen mittlerweile sogar weiblicher Teilnehmerinnen, während Technik und Mathemathik/Informatik weiterhin von Männern dominiert wird.
Als erste Uni in Nordrhein-Westfalen wird die Ruhr-Universität Bochum im nächsten Jahr den Landeswettbewerb ausrichten.Die Initiative, den Landeswettbewerbe an die RUB zu holen, geht auf das Alfried Krupp-Schülerlabor der Wissenschaften (AKS) und die Junge Uni zurück. Bisher war Bayer als eines der Patenunternehmer auch Gastgeber der Wettbewerbe.
:Jan-Krischan Spohr
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Auch die Mensa der Ruhr-Uni sowie Bistro und Kaffeebar, versuchen in ihrem Betrieb ein gewisses Maß an Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Besonders die Vermeidung von Müll ist dabei ein wichtiger Aspekt: Neben Lebensmittelresten kommen auch große Mengen an Alufolie und Plastikmüll auf. Ersteres soll seit 2015 unter dem Titel „Zu gut für die Tonne“ vermieden werden. Eine wöchentliche Statistik hält die Speisereste nach und basiert darauf gewisse Maßnahmen. So wird zum Beispiel teilweise 50%-Rabatt auf Speisen wie Salate gegeben, wenn diese abends oder am nächsten Tag noch übrig sind. So werden 25% der Speisereste vermieden.
Um die Nutzung von Alufolie zu verringern, werden seit 2018 bewusst Maßnahmen ergriffen, um Alternativen zu finden. Die Verwendung von Behältnissen mit Deckeln, Schulung der Mitarbeitenden und Analyse von Arbeitsabläufen haben 2019 bereits zu einer 90-prozentigen Verringerung geführt und für die Zukunft steht das Ziel in Aussicht, diese Nutzung vollends zu beenden.
Klarsichtfolie erfüllt ähnlichen Rollen und wird ebenfalls in den letzten Jahren bewusst eingespart. Dort sah man 2019 jedoch nur eine vergleichsweise geringe, wenn auch löbliche Reduzierung um 20 Prozent. Auch Einmalhandschuhe sollen weniger verwendet werden, beispielsweise in der Essensausgabe. In der Mensa werden dadurch 30 Prozent, in Bistro und Kaffeebar 15 Prozent weniger Handschuhe verbraucht. In der Produktion der Lebensmittel setzt das Akafö schon länger besonders auf lokale Produkte und gehört zum „100-Kantinen-Programm“ des Landes NRW, welches die Förderung dieser Produkte als Ziel hat. Neben Einsparnissen im eigenen Betrieb, gibt es auch ein von der AOK und dem Akafö entworfenes „Klima-Kochbuch“ mit Saisonkalender für Gemüse, kostenlos zum Download.
Alles in allem wirkt das Engagement des Akafö löblich, wirft jedoch auch gewisse Fragen auf. Wieso wird erst seit wenigen Jahren besonders darauf geachtet, weniger Einweg-Produkte wie Folien zu benutzen, wenn Lösungsansätze teilweise extrem simpel waren? Das zeigt jedoch auch, dass an vielen Orten noch Raum zur Besserung ist und die Schonung von Ressourcen keine Ausnahme sein sollte.
:Jan-Krischan Spohr
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Auch heute noch sind Universitäten, insbesondere in den höheren Entscheidungsebenen, von fehlender Diversität. Wie geprägt weiß und männlich dominiert Hochschulleitungen noch sind, zeigte zuletzt eine Auswertung des Centrums für Hochschulentwicklung (:bsz 1282). Doch die Probleme beginnen nicht dort: Hochschulen sind durch ihre hierarchischen Strukturen von Grund auf schwerer für marginalisierte Personen zugänglich. Diesem Problem widmet sich das Schwarze Bildungkollektiv „KARFI“, das Workshops und Vorträge unter anderem zu antirassistischer Sensibilisierung in Bildungseinrichtungen anbietet. So auch in einem Workshop, der mithilfe des Gleichstellungsbüros Philologie organisiert wurde und Fragen beantwortete wie: Wie kann Solidarität mit Menschen, die Rassismus erfahren, aussehen? Wie können weiße Personen ihre Position reflektieren? Welche Handlungsmöglichkeiten gibt es? Nicht immer seien die Antworten eindeutig, doch eine klare Möglichkeit liegt für weiße Personen darin, aktiv die eigene Machtposition zu erkennen und zu nutzen, um diese Macht mit marginalisierten Personen zu teilen, beziehungsweise diese an sie abzugeben, erklären Nadine Golly und Laura Digoh von KARFI. In Universitäten könne dies bedeuten, aktiv Texte von PoC-Autor:innen (People of Color) zu zitieren oder aktivistisch organisierte Menschen in Seminare einzuladen. „Wir können nicht auf alte, weiße Männer warten!“ bekräftigt Nadine Golly. Denn diese haben aus einer privilegierten Position heraus kein eigenes Interesse, dies zu tun, so die Refrerentinnen. Um effektiv antirassistische Haltungen und marginalisierte Personen zu bestärken, sei es wichtig, als PoC/BPoC die Institutionen selbst in zentralen Stellen zu besetzen.
Der Bekämpfung von Rassismus im Hochschulkontext stehen jedoch viele institutionelle Hürden im Weg. Zu diesem Schluss kam auch ein Papier der Bundes-Antidiskriminierungsstelle, das im April 2020 veröffentlicht wurde. In diesem wird insbesondere kritisiert, dass das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), das Angestellten Diskriminierungsschutz verspricht, nicht für Studierende gilt. Da das AGG ein Bundesgesetz ist, hat es dazu zwar nicht die Befugnis, doch die Bundesländer können den Diskriminierungsschutz für Studierende in ihre Hochschulgesetze übernehmen. Manche haben dies bereits getan, Nordrhein-Westfalen jedoch noch nicht. Aber auch bei bestehendem Schutz fehlt eine entsprechende Kontrolle, beispielsweise ob die Universitäten die nötigen Beschwerdestellen eingerichtet haben, deren genaue Ausgestaltung diesen überlassen ist.
Der Workshop wurde vom dezentralen Gleichstellungsbüro der Fakultät Philologie organisiert und findet im Rahmen des Lore-Agnes-Projekts „Gender & Diversity in Lehre und Studium“ statt. Außerdem hat das Gleichstellungsbüro eine neue Website mit weiteren Infos.
:Stefan Moll
]]>Für viele RUB-Studierende wird demnächst eine Ära vorbei gehen. Denn mit dem Ende der Amtszeit des aktuellen Rektors Prof. Axel Schölmerich wird dieser das Zepter übergeben. Mit dem Mediziner und Präsidenten der Universität Maastricht Prof. Martin Paul wurde nun die Nachfolge bekannt gegeben, die durch die Hochschulwahlversammlung bestehend aus Senat und Hochschulrat gewählt wurde. Paul wird das Amt im November antreten und ist der erste externe Rektor, der in die Position berufen wurde. „Ich fühle mich geehrt, dass die Ruhr-Universität Bochum mich zu ihrem Rektor gewählt hat, und freue mich, meine Erfahrungen aus Maastricht und anderen internationalen Wissenschaftssystemen in Deutschland einbringen zu können“, sagt Martin Paul. „Für mich ist es eine spannende Herausforderung, zu den Zielen beizutragen, die sich die Universität gesetzt hat und die an das solide Fundament anknüpfen, das die RUB auszeichnet: eine international anerkannte Hochschule mit starker Bindung an die eigene Region und dem Willen zu Innovation und Reform.“
Die Sprecher:innen der Hochschulgremien zeigen sich ebenfalls erfreut über die Entscheidung. „Mit Martin Paul gewinnen wir einen hochrenommierten Wissenschaftler mit einem internationalen Netzwerk und breiten Erfahrungen in Heidelberg, Harvard, an der Charité in Berlin und als Hochschulmanager und langjähriger Präsident der Universität Maastricht. Mit seinem beeindruckenden Gespür für die strategischen Handlungsfelder der RUB wird er die Universität auf ihrem erfolgreichen Weg weiterbringen. Ich bin zuversichtlich, dass er die RUB gut in den kommenden bundesweiten Wettbewerb der Exzellenzstrategie führen wird“ begründete Birgit Fischer, Vorsitzende des Hochschulrats der RUB und der Findungskommission für die Rektorwahl die Entscheidung. Paul ist seit 2016 Teil des Expertengremiums der Exzellenzstrategie, auf die sich die RUB zuletzt zwei Mal vergeblich bewarb.
Auf den sozialen Medien zog die Entscheidung jedoch teilweise Kritik. So wurde bedauert, dass erneut ein Kandidat mit einem traditionellen, männlichen und weißen Hintergrund gewählt wurde.
:Stefan Moll
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