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Beim „Fest der Kulturen“, das sich in diesem Jahr unter der Kooperation zwischen der Stadt Bochum, der Bochumer Veranstaltungs-GmbH und dem Bahnhof Langendreer zum vierten Mal jährt, stehen laut Veranstaltungstext das gemeinsame Miteinander, Feiern, Zuhören, Mitmachen und Kennenlernen im Mittelpunkt. Es wird für jedeN etwas geboten, die kulturelle Vielfalt spielt eine zentrale Rolle und wird zelebriert.
Herausragende KünstlerInnen und AkteurInnen aus verschiedenen Ecken der Welt werden ihre Kunst darbieten. So tritt mit Orlando Julius & the Heliocentrics ein Held der nigerianischen Musik auf – er mischt Rhythm and Blues mit Soul und afrikanischen Beats und macht aus einfachen Melodien geradezu hypnotische Themen. Das Duo Gato Preto, bestehend aus Gata Misteriosa und Lee Bass aus Düsseldorf, mischt Grooves aus verschiedenen Gegenden der Welt und machen eine spannende Mischung aus Favela Funk und Techno, unterlegt mit portugiesischen Lines.
Daneben bietet der Marktplatz auf dem Außengelände der Jahrhunderthalle wieder zahlreiche Möglichkeiten, an den Ständen der verschiedenen Initiativen, Gruppen und Vereine sich auszutauschen und zu informieren. Auch allerlei ausländische Köstlichkeiten werden angeboten. Der IFAK e.V., der Verein für multikulturelle Kinder- und Jugendhilfe und Migrationsarbeit, hat auch in diesem Jahr wieder ein turbulentes und abwechslungsreiches Kinderprogramm im Petto. Finanzielle Unterstützung erhält Ruhr International seit vielen Jahren von der Sparkasse Bochum. Annette Adameit, dortige Kommunikationsleiterin, betont: „Bei Ruhr International kommen an und in der Jahrhunderthalle die unterschiedlichsten Kulturen zusammen, sie feiern und genießen gemeinsam. Dieses friedliche Kennenlernen im gegenseitigen Respekt unterstützen wir gerne“.
Ruhr International versteht sich – laut OrganisatorInnen – als Wegbegleiter zu einer Metropole der kulturellen Vielfalt, des Austausches und der Kommunikation. 2016 hat sich das Festival auf vielfache Weise mit dem Schwerpunkt „Flucht und Kultur“ auseinandergesetzt. 2018 möchte man zeigen, dass das was 2016 noch diskutiert wurde, 2018 bereits gelebt wird.
:Helena Patané
]]>Sich auf dem Weg zu einem Vortrag über den Beitrag des Kulturbetriebs zur Verbesserung der Lage der Geflüchteten machen, während man zu brasilianisch angehauchten Klängen tanzt und Kulinarisches aus aller Welt verschlingt – all das ist möglich an einem Wochenende. Bei der Neuauflage des seit 2012 alle zwei Jahre stattfindenden Festivals mit freiem Eintritt geht es um Kulturen, um den Austausch und um eine gemeinsame Zeit. So stehen dieses Jahr neben Comedians wie Dave Davis, Musikern wie Flavia Coehlo auch drei Theaterstücke, aufgeführt im Prinz-Regent-Theater, auf dem breit angelegten Spielplan.
Schon 1974 startete der Vorgänger „Kemnade International“, nach Standort- und Namenswechsel wurde 2012 dann das erste Mal das heute bekannte Festival initiiert. Für die VeranstalterInnen, zu denen die Stadt Bochum, Bahnhof Langendreer und die Bochumer Veranstaltungs-GmbH gehört, ist eines besonders wichtig: der Einbezug von KünstlerInnen aus allen Ecken der Welt und auch aus der direkten Region.
Das thematische Augenmerk liegt dieses Jahr auf „Migration und Flucht“. Theaterstücke wie „Blige Nathan“, eine Adaption von Lessings „Nathan der Weise“ oder „grubengold“, eine auf die Bühne gebrachte Erzählung über nach Bochum Geflüchtete und die Erlebnisse seit ihrer Ankunft, regen zur tieferen Auseinandersetzung mit dem Thema an. Gruppen wie Sons of Gastarbeita deuten aber auch schon einen möglichen Verbesserungsansatz der Lage an: Der Rückgriff auf bereits gemachte Migrationserfahrungen in der Region. Denn aufgrund dieser ist auch außerhalb des Festivals eine Weltreise durchaus möglich.
:Andrea Lorenz
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