Warning: Constant WP_DEBUG_DISPLAY already defined in /var/www/html/wp-config.php on line 111 Ruhr Ding | BSZ https://bszonline.de Deine Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung Thu, 10 Nov 2022 08:44:09 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 https://bszonline.de/wp-content/uploads/2022/11/cropped-favicon-32x32.jpg Ruhr Ding | BSZ https://bszonline.de 32 32 Das Ruhr Ding tut seine Dinge in Deiner Stadt https://bszonline.de/2019/06/18/das-ruhr-ding-tut-seine-dinge-deiner-stadt/ https://bszonline.de/2019/06/18/das-ruhr-ding-tut-seine-dinge-deiner-stadt/#respond Tue, 18 Jun 2019 18:31:11 +0000 https://bszonline.de/2019/06/18/das-ruhr-ding-tut-seine-dinge-deiner-stadt/ Kunst. Wer sich in vergangenen Tagen an der Jahrhunderhalle oder dem Tor 5 aufgehalten hat, der hat es wahrscheinlich bereits kurz bewundern können.

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Kunst. Wer sich in vergangenen Tagen an der Jahrhunderhalle oder dem Tor 5 aufgehalten hat, der hat es wahrscheinlich bereits kurz bewundern können.

Der große Hund ist nicht Atréju. Auch wenn ich das dachte! Erst wurde mir berichtet das Atréju gar nicht der Hund ist, sondern Fuchur und im Anschluss, dass das Ganze sowieso nichts mit der Unendlichen Geschichte zu tun hat. Shattered my world. Dennoch gibt es viel zu bestauenen bei der Materialverwaltung on Tour, einer von 22 Stationen mit Kunstprojekten, die sich im Zuge der Urbanen Künste Ruhr und dem Ruhr Ding: Territorien in Bochum, Dortmund, Essen und Oberhausen, von Anfang Mai bis Ende Juni, ereignen. An der Jahrhunderhalle gibt es gleich zwei Kunstinstallationen. Direkt an Tor 5 die Materialverwaltung und ein kurzes Stück dahinter eine Betonoper mit Namen „Die Taube“. Bei der Materialverwaltung on Tour kann man verschiedenste Materialien und Requisiten abgeben, bestaunen, leihen oder auch kaufen. Zudem finden hier eine Vielzahl an Workshops und Veranstaltungen statt.                                                                            

:Die Redaktion

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Stadtverändernde Kunst im öffentlichen Raum für alle https://bszonline.de/2019/06/18/stadtveraendernde-kunst-im-oeffentlichen-raum-fuer-alle/ https://bszonline.de/2019/06/18/stadtveraendernde-kunst-im-oeffentlichen-raum-fuer-alle/#respond Tue, 18 Jun 2019 14:08:49 +0000 https://bszonline.de/2019/06/18/stadtveraendernde-kunst-im-oeffentlichen-raum-fuer-alle/ KulturRuhr. Die Betonoper „Die Taube“ ist eins von 22 Kunstprojekten, das im Zuge des Ruhr Ding stattfindet. Künstlerin Suse Weber bezieht hierfür fast zwei Monate den Westpark.

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KulturRuhr. Die Betonoper „Die Taube“ ist eins von 22 Kunstprojekten, das im Zuge des Ruhr Ding stattfindet. Künstlerin Suse Weber bezieht hierfür fast zwei Monate den Westpark.

Arbeit, die verbindet. Genau das gibt es gerade an der Jahrhunderhalle, gleich hinter der Materialverwaltung on Tour, zu bestaunen. Wobei die Arbeit hier nicht nur Arbeit, sondern vor allem auch Kunst ist, selbst wenn es schon zu Verwechslungen kam. „Es haben sich hier mal Kletterer abgeseilt und gefragt, ob wir auch Klettern, wegen unserer orangenen Kostümbänder.“ Künstlerin Suse Weber scheut keinen Kontakt. Denn so entsteht bei Kunst- und Laufpublikum natürlich auch direkt die Auseinandersetzung mit der Kunstinstallation und der Frage nach dem „Was macht ihr da?“ Von Vollblutfans bis Teenager, die sich zuerst von ihrer Knutschecke verdrängt gefühlt haben, gehen die Leute nämlich reihenweise auf die Künstler*innen an der Betonoper zu. „In Bochum schaut man sich noch in die Augen. Auf diesem Platz begegnet man sich sehr unvoreingenommen.“ Suse Weber ist gebürtige Leipzigerin und lebt mittlerweile in Berlin, fühlt sich aber auch in Bochum wohl. „Die Menschen sind hier sehr menschlich miteinander.“
Selbst nach anfänglichen Flaschenwürfen von Zuschauer*innen, die sich später als die Teenager herausstellten, die ihre Knutschecke verloren glaubten, löste sich dieser Konflikt nach einem direkten Gespräch mit ihnen und einer Erläuterung des Projekts ganz schnell. Darüber hinaus hatte ein Herr den Betonoper Künstler*innen sogar angeboten, ihnen Fahrräder auszuleihen, brachte ihnen Kuchen vorbei und als er privat in den Urlaub reisen wollte, kam er zuvor noch bei ihnen vorbei, um zu fragen ob sie vorher noch etwas von ihm brauchen.
„Im ersten Moment hatte ich eher mit der Reaktion gerechnet, dass seitens der Stadt Bochum, aus technischen Gründen, vielleicht Ablehnung da sein könnte. Aber es ist ein sehr guter Ort für das Projekt und die Planung. Ich konnte im Vorfeld die Probleme mit Straßen- und Stadtplanung minimieren.“ Das Konzept von Suse Weber ist nämlich sehr detailliert und umfangreich und mit über einem halben Jahr Vorlauf geschehen. „Nur die Feuerwehr kam einmal bei uns zum Turm gestürmt und sagte, dass hier eigentlich immer ihre Übungen machen“, dort stehen allerdings mittlerweile die Musiker*innen, die die Betonoper vertonen.
Rund um das Werk von Suse Weber wird viel kollaboriert. Sie arbeitet hier mit mehreren verschiedenen Musiker*innen zusammen, die aufeinander aufbauend auch im ständigen Prozess des Samplens und Weiterverwertens stehen und die Oper mitgestalten. Teilweise arbeiten die Musiker*innen mit Aufnahmen von Taubengeräuschen und ähnlichen Soundbits, manchmal komponieren sie nur nach Zeichnungen von Suse Weber und übersetzen diese dann musikalisch oder aber sie schreiben und editieren Algorithmen, die dann eine Livekomposition am Rechner generieren. Suse Weber wünscht sich auch den künstlerischen Konflikt in ihren Zusammenarbeiten mit anderen Künstler*innen, denn so baue man immer ein kleines Risiko ein, um selbst lebendig zu bleiben. Während der Arbeit an „Die Taube“ wird nämlich fortwährend weiter recherchiert, dazu gelernt und neu entdeckt. Das Projekt entstand in Kooperation mit dem Studiengang Szenische Forschung der Ruhr Universität Bochum von dem ein paar Studierende auch als Tänzer*innen an der Betonoper mitwirken. Bis zum 30. Juni könnt Ihr Euch noch ein Bild von dem visuellen und musikalischen Treiben machen und dem Prozess der Betonoper und ihrer wechselnden Themen beiwohnen.             

:Christian Feras Kaddoura

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