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Podiumsdiskussion: „Die freie Universität in Bedrängnis: für Vielfalt und Demokratie, gegen Rassismus“
Den Auftakt an unserem Campus macht am Dienstag, dem 29. Oktober, dieses öffentliche Gespräch. Von 16 bis 18 Uhr werden dabei in Zusammenarbeit mit der Ringvorlesung „Positionen zur postmigrantischen Gesellschaft“ unterschiedliche Perspektiven auf das Thema diskutiert.
Anmeldung: https://eveeno.com/237691984.
Vortrag: „Sprechen über das Verhältnis von Rassismus und Antisemitismus – Wie Resonanzräume und Begegnungen ermöglichen?“
Der nächste Tag hält für Euch einen Einblick in die Arbeit vom Theaterpädagogen und Autor Burak Yilmaz bereit. Von 14 bis 15:30 Uhr spricht er über das Verhältnis von Rassismus und Antisemitismus. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie man Resonanzräume und Begegnungen schaffen kann. Bereits in der Vergangenheit engagierte sich Burak für eine inklusive Erinnerungskultur und setzte sich gegen Antisemitismus und Rassismus ein.
Anmeldung: https://eveeno.com/172986440.
Podiumsdiskussion: „Palestinians and Jews for Peace – Rehumanize“
Der 30. Oktober endet an der RUB mit einem weiteren Panel Talk, welcher von 18 bis 20 Uhr stattfindet. Zey, die queer-feministische Aktivistin und Lehrerin, und Swetlana, die Soziologin mit ukrainisch-russisch-jüdischen Wurzeln, diskutieren den Einfluss des Kriegs in Israel/Palästina auf die Menschen. Die Veranstaltung soll eine Möglichkeit sein, sich von dem emotional stark aufgeladenen Diskurs zu lösen und stattdessen zur Empathie und gegenseitigem Verständnis anzuregen. Das Gespräch wird auf Englisch abgehalten, zur Einführung in die Thematik wird ein Kurzfilm gezeigt.
Anmeldung: https://eveeno.com/260677599.
Vortrag: „Philosophische Kritik des Anti-Anti-Semitismus“
Am Montag, dem 4. November hat die RUB von 14 bis 16 Uhr Besuch von der Université de Lille. Prof. Dr. Elad Lapidot hält einen Vortrag, in dem er kritisch auf den Anti-Anti-Semitismus eingeht. Er ist außerdem das Ergebnis der Kooperation zwischen der Ringvorlesung „Positionen zur postmigrantischen Gesellschaft“ und des Diskussionsforums „(Angst)frei debattieren über den Nahostkonflikt: Wo, wenn nicht an der Universität?“ von dem Institut für Arabistik und Islamwissenschaft.
Anmeldung: https://eveeno.com/340308593.
Workshop: „Ausgrenzung und Diskriminierung in der Hochschullehre“
Dienstag geht es um dieselbe Uhrzeit mit einem Workshop weiter, der für Lehrende interessant werden könnte. Hier werden die verschiedenen Formen der Ausgrenzung und politischen Grenzüberschreitungen, mit denen sich die Lehrenden konfrontiert sehen könnten, besprochen. Im Fokus steht auch der Umgang mit solchen Situationen und Statements. Auch eine Arbeitsphase für die Teilnehmenden ist von den Referent:innen eingeplant. Geleitet wird die Veranstaltung von Dr.’in Claudia Bade und Prof. Dr. Malte Schophaus.
Anmeldung: https://fortbildungsportal.ruhr-uni-bochum.de/kurs?id=2226.
Roman-Lesung: Das Land, das ich dir zeigen will
Der 6. November erwartet Euch mit etwas Abwechslung. Sara Klatt liest an unserer Ruhr-Uni aus ihrem Debütroman Das Land, das ich dir zeigen will.
Vor Jahrzehnten fand ihre Familie Zuflucht in Israel, später reiste sie selbst oft dorthin. Ihr Roman erzählt die Geschichte von S., die sich ebenfalls auf den Weg durch das gegenwärtige Israel macht. Bei ihrer Reise begegnet sie nicht nur den verschiedensten Menschen, sondern stößt auch auf die Erinnerungen an das vergangene Israel. In ihrem Roman nimmt Sara Bezug auf Momente aus ihrer eigenen Biographie.
Anmeldung: https://eveeno.com/290325222.
Schutzraum für Studierende mit palästinensischen Wurzeln
Donnerstag, der 7. November, schafft Paulina Abufhele, eine chilenisch-palästinensische Forscherin und Kulturarbeiterin, einen Safe(r) Space, „der persönliche und kollektive Verarbeitungsprozesse durch Solidarität unterstützt und gemeinschaftlichen Rückhalt erlebbar macht“ und zum Dialog einlädt, erklärt die RUB. Das Treffen findet von 18 bis 20 Uhr statt, die Bekanntgabe des Raumes folgt nach der Anmeldung.
Anmeldung: https://forms.gle/wrDSXw9aFH8Hz1DCA.
Live-Talk: „Kritik des deutschen Israel/Palästina Diskurses: Berichte aus der politischen Bildungsarbeit“
Am Dienstag, dem 12. November, haben alle Interessierten die Möglichkeit, am Live-Talk mit Ahmad Dakhnous, einem Referenten der politischen Bildung, teilzunehmen. Sein Fokus liegt auf Rassismus- und Antisemitismuskritik, Ankommensprozessen und Flucht/Migration sowie Israel/Palästina. Die Veranstaltung sei laut RUB bemüht, „Einblicke in eine Wahrnehmung der heterogenen palästinensischen und allgemein migrantischen Community zu liefern.“ Fragen sowie eine Diskussionsrunde sind im Anschluss geplant.
Anmeldung: https://eveeno.com/292056645.
Die einzelnen Veranstaltungen sind über die Ruhr-Universität Bochum, die Technische Universität Dortmund und die Universität Duisburg-Essen verteilt – einige finden auch Online statt. Den vollständigen Veranstaltungskalender findet Ihr hier: https://einrichtungen.ruhr-uni-bochum.de/de/ua-ruhr-aktionstage-gegen-antisemitismus-und-rassismus. Die Rauminformation und Zugangsdaten für Online-Veranstaltungen erhaltet Ihr nach der Anmeldung.
:Alina Nougmanov
Kürzlich erst erhob eine Studentin Rassismusvorwürfe gegen die Hochschule Bremen. Ein Vorfall, der förmlich für eine Diskussionswelle in Deutschland sorgte und deutlich zeigt, dass es an vielen Hochschulen und Universitäten Redebedarf und eine große Lücke zu schließen gibt. Passend zu den vergangenen Ereignissen geht die zweite Runde der kooperativen Vortragsreihe „Hochschule & Intersektionalität“, dieses Sommersemester an der RUB in die zweite Runde. In einem Vortrag über „Rassismus und Antirassismus im Hochschulkontext“ erklärte Nezihe Erul, eine Trainerin für Diversity, Empowerment, Rassismus- und Diskriminierungskritik am 20.06 über Zoom, wie man Diskriminierung und Rassismus wahrnehmen kann, wieso dieser oft existiert und welche Folgen solche Erfahrungen bei Betroffenen und besonders bei Student:innen auslösen. In ihrem Vortrag griff Nezihe Erul auf, wie Rassismus- und Diskriminierungserfahrungen den Zugang zu gesellschaftlichen Ressourcen erschweren und verwehren und dass diese nicht nur durch bestimmte Wertevorstellungen, Vorurteile oder emotionale Assoziationen, sondern auch durch eine unbewusste Privilegierung entstehen können. Besonders wichtig ist laut Nezihe Erul, dass viele Betroffen ihre Diskriminierungs- und Rassismus-Erfahrungen nicht wahrnehmen und erkennen können. Das liegt oft an Überlebens- und Dethematisierungsstrategien erklärt Erul anhand von Studien, wie zum Beispiel einer von Prof. Dr. Karim Fereidooni. Oftmals nehmen Betroffene durch Verharmlosung, Verleugnung oder Victim Blaming Diskriminierungserfahrungen gar nicht als solche wahr. Dennoch liegen diese vor und machen „krank“. Betroffene erleben öfter als Nicht-Betroffene Burn-outs, Migräne, Angststörungen, Depressionen oder Schlafstörungen. Psychische Belastungen, die auch bei betroffenen Student:innen existent sind und ihnen das Studium deutlich erschweren.
Rassismus und Diskriminierung zu erkennen ist der erste Schritt, doch wie geht es weiter?
Wie man mit solchen Erfahrungen umgehen könnte, stellte das Autonome BIPoC-Referat der Uni Köln vor. Denn anders als an so manch anderen Universitäten, gibt es nun an der Uni Köln aktive Rassismus- und Diskriminierungskritische Angebote und Hilfe für Betroffene.
Wilfriede Stallmann eine Mitgründerin des Autonomen BIPoC-Referat erzählte von ihrer (eher schweren) Erfahrung ein solches Referat mitzugründen und durchzusetzen, da viele vor zwei Jahren gar nicht die Relevanz eines solchen Referats anerkennen wollten. Die hilfreichen Angebote, wie rassismuskritische Beratung mit einer Therapeutin, einer Antidiskriminierungsstelle zur Meldung und Erfassung von diskriminierenden Erfahrungen, Empowerment Workshops und kolonialkritischen Stadtrundgängen, stellte Ulascan Koku vor. „Wir wurden förmlich überrannt“, berichtete Ulascan in Bezug auf die Meldestelle und die Beratung. Die Angebote zeigen ganz deutlich, wie viel Raum zur Verbesserung existiert und wie dringend dieser gefüllt werden muss. Laut Nezihe „müssen wir, wenn wir über Rassismus sprechen, gesellschaftliche Machtstrukturen überdenken“ – und damit auch versuchen, die Folgen und Schäden, die durch diesen entstehen, einzudämmen, indem Räume zum Austausch und zur Stärkung geboten werden und Empowermentstrukturen und Community basierte Organisationen finanziell gefördert werden.
:Miena Momandi
Eine Studentin der Hochschule Bremen berichtet auf Instagram von Diskriminierungserfahrungen. Sie habe von einer Professorin zwei Mails mit unterschiedlichen Prüfungsergebnissen bekommen, und auf Nachfrage beim Prüfungsamt sei ihr eine Fälschung vorgeworfen worden. Bei einem Klärungsversuch in einem Gespräch habe die Person, die eigentlich als neutraler „Schiedsrichter“ agieren sollte, der Studentin wegen ihres Kopftuches geraten, den Studiengang zu wechseln. Außerdem sei ihr gedroht worden, sie stünde nun auf „der Roten Liste“. Der AStA der Hochschule Bremen nahm dieser Vorwürfe äußerst ernst und äußerte auch Vermutungen von strukturellen Problemen mit Rassismus an der Institution. Auch das Rektorat kündigt an, die Vorwürfe aufzuarbeiten, sieht die Probleme jedoch eher auf individuellen Ebenen. Die Positionierung zur Vielfalt und gegen Diskriminierung, sowie das Qualitätsmanagement machten ein strukturelles Problem unwahrscheinlich. Diskriminierung sei jedoch weiterhin ein gesamtgesellschaftliches Problem.
Der AStA bemängelte außerdem das Angebot einer Beschwerdestelle. Diese sei zwar eingerichtet, aber jedoch kaum bekannt. Außerdem sei sie identisch mit der Rechtsstelle der Universität. Dass hier ein Interessenkonflikt vorherrscht, stritt Rektorin Katrin Luckey jedoch ab. Vor allem in Unternehmen stehen solche Beschwerdestellen oft in Konflikt mit ihrem eigentlich nach außen vermitteltem Ziel. Statt den Personen, welche mit ihren Erfahrungen an die Stellen herantreten, zu helfen, liegt der Fokus oft darauf, das eigene Unternehmen gegen eventuelle Klagen oder rufschädigende Vorwürfe zu schützen. Eben deshalb kann es auch kritisch gesehen werden, dass dieselbe Stelle, die die Hochschule Bremen rechtlich vertritt, auch als Beschwerdestelle für Betroffene von Benachteiligung dient. Neben den rechtlich vorgesehenen Stellen wären auch unabhängige Ansprechpersonen wichtig, um den Betroffenen einen sicheren und möglichst unvoreingenommenen Weg zu geben, ihre Erfahrungen mitzuteilen und über weitere Schritte informiert zu werden.
:Jan-Krischan Spohr
Als die schwedischen Behörden diese Kundgebungen des Parteichefs Rasmus Paludan gestatteten, kam es zunächst in der Stadt Landskrona zu Krawallen bei denen rund 100 Menschen mit Steinen warfen und Fahrzeuge sowie Mülltonnen in Brand setzten. Nachdem die Kundgebung wegen der Krawalle nach Malmö verlegt wurde, kam es dort ebenfalls zu Protesten. Die Situation entspannte sich am Ostersonntag nicht, in der Stadt Norrköping gab die Polizei Warnschüsse ab und nahm dort rund 20 Menschen fest. Der Polizeichef Anders Thornberg zog am Ostermontag Bilanz und gab an, dass mindestens 26 Polizist:innen verletzt und 44 Menschen festgenommen wurden. Die Polizei vermutet, dass es sich bei den Krawallen nicht um normale Gegendemonstrant:innen handele, sondern kriminelle Gangs hinter den Angriffen stünden. Die Ministerpräsidentin Magdalena Andersson verurteilt die Gewalt und betonte, dass man nicht zur Gewalt greifen dürfe, egal wie man etwas findet. Der rechtsextreme Parteichef Rasmus Paludan plant weiterhin im Sommer an den Parlamentswahlen teilzunehmen.
Schon in Dänemark fordert seine Partei Stram Kurs ein Verbot des Islams und die Ausweisung aller nicht ethnischen Dänen. Bereits 2019 ist Paludan negativ aufgefallen, als er Parallelen zwischen Afrikaner:innen und niederer Intelligenz gezogen hatte und zu 14 Tagen bedingtem Gefängnis verurteilt wurde. Im Juni 2020 wurde er zu drei Monaten Gefängnis verurteilt, weil er erneut rassistische Äußerungen tätigte, zudem wurde ein Einreiseverbot nach Schweden verhängt. Das Einreiseverbot klagte Paludan ein; da er eine schwedische Staatsbürgerschaft besitzt, wurde dieses zurückgezogen. Im Oktober 2020 nahm die Polizei in Berlin Paludan wegen eines Einreiseverbots nach Deutschland fest.
Es bleibt jedoch nicht bei den Ausschreitungen in Schweden, diese Woche kam es in Norwegen ebenfalls zu Krawallen. Ähnlich wie in Schweden, rief im Vorhinein das Bündnis Stopp Islamiseringen AV Norge (Stoppt die Islamisierung Norwegens) zu einer Versammlung auf, bei der ebenfalls gedroht wurde den Koran zu verbrennen. Auch hier ging die Polizei mit Tränengas gegen die mehreren hundert Gegendemonstrierenden vor. Der Außenminister des mehrheitlich muslimischen Inselstaates Malaysien verurteilt die Aktionen in Schweden scharf, diese gingen über die moralischen Grenzen und Normen der Meinungsäußerung hinaus und schüren Hass, der von allen zurückgewiesen werden müsse, die Frieden und ein friedliches Zusammenleben fördern.
:Artur Airich
]]>George Hosato Takei ist vieles – Internierungslagerüberlebender, Geflüchteter, engagierter LGBTQ+-Unterstützer, und vor allem Schauspieler mit einem Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood.
Takei, am 20. April 1937 in Los Angeles, Kalifornien geboren, brachte es rund 30 Jahre später in dem Serienklassiker Star Trek des Produzenten Gene Roddenberry neben Schauspielerikon:innen wie Leonard Nimoy als Commander Spock, William Shatner in der Rolle des Captain J. T. Kirks und Nichelle Nichols als Lieutenant Nyota Uhura in der Rolle des Lieutenant Hikaru Sulu zur Berühmtheit. Star Trek, das damals durch die Zukunftsvisionen Roddenberrys revolutionär erscheint – sprechende Computer, Kommunikator (heute nennen wir sie Handys), Beamen, einer der ersten Fernsehküsse zwischen einer schwarzen Frau und einem weißen Mann und natürlich eine Mannschaft, in der sich Menschen aus unterschiedlichsten Nationen zusammenfinden –, hat seinen Kultstatus, aber eben auch jenen Schauspieler:innen zu verdanken, die schon damals ihrer Zeit voraus waren.
So hat sich beispielsweise Leonard Nimoy während der Serienproduktion dafür eingesetzt, dass das weibliche Crewmitglied Nichelle Nichols das gleiche Gehalt wie ihre männlichen Kollegen erhält. Es wird deutlich: Star Trek war Fortschritt. Und es erscheint nur passend, dass ein engagierter Mann wie George Takei in dieser Serie verwurzelt ist, denn Takei wurde bereits nach seinem Schauspielabschluss an der University of California politisch aktiv und wurde 1973 beinah in den Stadtrat von Los Angeles gewählt. Über die Jahre hat sich sein politisches Engagement zunehmend auf die LGBTQ+-Szene konzentriert: Takei, der sich erst im Oktober 2005 mit 68 Jahren als homosexuell outete, setzt sich bis heute für die Rechte von Homosexuellen ein. Vor allem auf seiner Facebook Seite, die Stand 2022 über 8,5 Millionen Abonnenten hat, teilt und schreibt er Beiträge zu Homosexualität, Rassismus, Diskriminierung und Politik. Auch sein Outing war unter anderem politisch motiviert: Er wollte die Forderungen nach der gleichgeschlechtlichen Ehe unterstützen. Nachdem das Oberste Gericht von Kalifornien das Verbot für die gleichgeschlechtliche Ehe aufgehoben hatte, heiratete Takei seinen Partner und Manager Brad Altman, mit dem er bis heute zusammen ist.
Seit 2020 ist es ihm außerdem ein Anliegen, auf die Kriegsverbrechen während des Zweiten Weltkriegs aufmerksam zu machen. Im Kindesalter war er während des Kriegs mit über 120.000 japanischstämmigen Amerikaner:innen für drei Jahre in einem Internierungslager inhaftiert – sie galten als Enemy Alien, als feindliche Ausländer:innen, da sich Amerika mit Japan im Konflikt befand. Seine Erlebnisse dort verarbeitete Goerge Takei in der seit 2020 erhältlichen Graphic Novel They Called Us Enemy – Eine Kindheit im Internierungslager, in der er sich damit auseinandersetzt, dass seine in Japan lebende Familie nun „Der Feind“ ist. Die Novel wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2021 nominiert und bleibt bis heute aktuell. George Takei bleibt auch mit 85 Jahren nicht müde, mit dem Finger in gesellschaftlichen Wunden zu puhlen und sich dafür einzusetzen, die Welt ein kleines Stück besser zu machen, ebenso wie die Crew des Raumschiffs Enterprise, mit Hikaru Sulu auf der Brücke: „ … to boldly go where no one has gone before … “
In diesem Sinne, Alles Gute und Leben Sie lang und in Frieden, Mr. Takei!
:Rebecca Voeste
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Es war der 19. September 1991, als Samuel Kofi Yeboah bei einem Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Saarlouis ums Leben kam. Der Anschlag war nur einer in einer langen Liste von rassistischen Gewaltausbrüchen in der BRD in den 90ern. Allein in den Landkreisen Saarlouis und Saarbrücken gab es in den Jahren 1991 und 1992 20 Angriffe auf Unterkünfte. Auch Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen, Mölln, Solingen und Lübeck wurden Schauplatz von Verbrechen gegen Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchteten. Seit 2014 gab es einen weiteren starken Anstieg solcher Taten. Nicht alle dieser Taten wurden aufgeklärt, und Vorwürfe unsauberer Ermittlungen, Blindheit und Desinteresse gegenüber rechtsradikaler Gewalt sowie direkter Verstrickungen der Ermittlungsbehörden ziehen sich als roter Faden durch diese Geschichten. Auch der Anschlag in Saarlouis schien zuerst auf der langen Liste ungeklärter Übergriffe zu landen, denn bereits ein Jahr nach der Tat war die Akte geschlossen. Nun wurde im Sommer 2020 eine Sonderkommission der saarländischen Polizei gegründet, die sich mit dem Fall erneut beschäftigen sollte. Hintergrund sei eine Zeugin gewesen, der gegenüber sich eine Person zu dem Anschlag bekannt hatte. Anfang letzten Jahres gab es soll es in diesem Zuge einige Durchsuchungen bei bereits polizeibekannten Personen der Nazi-Szene gegeben haben – unter anderem bei der von der Zeugin beschuldigten Person. Mit den Durchsuchungen ging scheinbar auch ein große Beschattungsaktion einher: sowohl die Telefone des Verdächtigen wurden abgehört, als auch Fahrzeuge verwanzt und Bewegungen und Treffen observiert. Neben der ursprünglichen Zeugin sollen auch knapp 150 andere Personen aus dem Umfeld des Beschuldigten verhört worden sein. Das schien der Generalbundesanwaltschaft Karlsruhe zu reichen: Am 4. April wurde der Mann von Spezialeinheiten der Polizei verhaftet.
Bisher (Stand 9. April) hat der mutmaßliche Täter sich noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Laut einem Bericht des Saarländischen Rundfunks liegen den Behörden insgesamt wenige Beweise vor. Primäre Aussagen der Zeugin, anderer Personen und wohl auch Mitschnitte von Gesprächen sollen die Basis der Verurteilung bilden. Ob das ausreicht, wird sich erst in den nächsten Wochen zeigen. Neben der Festnahme des Tatverdächtigen gab es in den letzten Wochen auch Durchsuchungen und Festnahmen bei den rechtsradikalen und terroristischen Vereinigungen Combat 18 und Atomwaffen Division. Beide sind seit Längerem als Neonazi-Gruppierungen bekannt und tauchen immer wieder im Kontext rechtsradikaler Aufmärsche und Übergriffe auf. Combat 18 wurde im Januar 2020 verboten – seit mindestens 2012 gab es organisierte Aktivitäten in Deutschland. Einer der Beschuldigten ist Leon R. aus Thüringen. Ein Name, der manchen etwas sagen dürfte: Er gehört zu den Personen, die von der Gruppe um Lina E. angegriffen worden sein soll. Lange bevor nun also auch die Behörden mal wirklich aktiv wurden. Davon kann man wohl halten, was man will.
:Jan-Krischan Spohr
]]>Die Wurzeln des Black History Month liegen in den USA. Doch auch in anderen Ländern werden jährlich ähnliche Bräuche und thematische Monate, die an die Geschichte der afrikanischen Diaspora und Schwarzer Menschen erinnern sollen, besonders in Ländern, in denen diese sonst kaum Beachtung fanden und finden oder bewusst ignoriert wurden und werden, abgehalten. So wird seit 1978 auch in Großbritannien und seit 2010 in Irland einem Black History Month nachgegangen, dort jedoch nicht im Februar, sondern im Oktober. Die Geschichte des britischen Black History Month beginnt mit Akyaaba Addai-Sebo. Der panafrikanische Aktivist aus Ghana brachte ihn in jenem Jahr ins Rollen, in dem auch die African Jubilee Year Deklaration gestartet wurde, die verlangte, dass die lokale und nationale Regierung die Errungenschaften und den Beitrag von Afrikaner:innen zum kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Leben Londons und des Vereinten Königreichs anerkennt. Eine tiefere historische Bedeutung, warum der Oktober gewählt wurde, ist nicht eindeutig überliefert. Unter der Definition von political blackness werden in Großbritannien alle Menschen zusammengefasst, die aufgrund ihrer Hautfarbe Diskriminierungserfahrungen gemacht haben (könnten). Im Gegensatz dazu positionieren sich die Organisator:innen des Black History Month UK. Sie thematisieren nicht die Geschichte von Menschen mit dunklem Hautton, die asiatischer Abstammung sind, und kritisierten in der Vergangenheit Institutionen dafür, dieser Abgrenzung nicht zu folgen.
Der deutsche Black History Month findet, sich am Beispiel der USA orientierend, wiederum auch im Februar statt, und wurde 1990 das erste Mal in Berlin veranstaltet. Neben der Auseinandersetzung mit Schwarzer Geschichte in den USA und der Apartheid in Südafrika, geht und ging es dabei auch immer um die spezifische Situation von Schwarzen Menschen in Europa, wie diese historisch gewachsen ist und welche Folgen dies heute noch hat. Ein Bewusstsein für die Existenz Schwarzer Menschen in der europäischen Geschichte zu schaffen, die Aufarbeitung von Kolonialverbrechen und Reparationszahlungen, die Rückgabe von Raubkunst, aber auch die Anerkennung von institutionellen und Alltagsrassismus und wie dieser das Leben in Deutschland prägt, gehören zu den Forderungen, die in Deutschland immer wieder geäußert werden.
:Jan-Krischan Spohr
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Ach ja, das Pandemieleben: Es scheint so, als würden wir uns gerne bei den ganzen Horrornachrichten mit Belanglosem berieseln lassen. Da kommt eine Staffel Dschungelcamp, die sonst immer in Australien war, doch dank Coronaauflagen in diesem Jahr nach Südafrika verlegt wurde, doch genau richtig. Doch bevor das Camp überhaupt anfangen kann; schon der erste Skandal! Die ehemalige Are you the One-Kandidatin Christin reiste mit einem vermeintlich gefälschten Impfpass nach Südafrika. So wurde vorab noch hitziger darüber diskutiert, ob es Sinn macht, in Zeiten der Pandemie eine solche Sendung laufen zu lassen. Der zweite Skandal vor dem eigentlichen Start: Lucas Cordalis ist Corona-positiv und kann nicht mit ins Camp einziehen. Während es für die erste Skandalkandidatin noch eine Nachrückerin geben konnte, hoffte man bei Lucas, dass es doch funktionieren sollte. Vergebens! Nun startete das Dschungelcamp am 21. Januar mit einer Lawine an Sendezeit! Denn von der Primetimezeit 20:15, bis knapp 12 Uhr nachts lief die reguläre Folge, ehe es das große Dschungel-Danach gab, was auch fast zwei Stunden ging. Wer nun denkt, dass das zu viel ist, der kennt RTL schlecht! In diesem Jahr ist alles größer, länger und nerviger! So gibt es nach der „Dschungel-Danach“-Sendung noch eine Sendung, wo Leute beim Dschungelcamp Gucken begleitet werden! Wirklich schön! Allgemein scheint der Kölner Sender das Ausschlachten eines Jubiläums verstanden zu haben. Denn sonntags bekommen eingefleischte Fans noch ein „Best-Of“ Dschungel, wo alte Camper:innen über ihre Zeit und ihre Konflikte im Dschungel sprechen! Persönliches Highlight das „Stoptanzen“ von betrunkenen C-Promis zu sehen! Wer hat da nicht gleich Lust, mitzumachen? Dieser Artikel hat schon so viele Zeichen und ich habe noch kein einziges Wort zur jetzigen Staffel verloren! Der Zirkus drum herum ist einfach nur Cringe! Aber nun gut, was geht eigentlich im Camp ab? Wie immer gibt es, wie nennt es der Volksmund so schön, „Zickereien“. Eine war sogar so dramatisch, dass sich good old Germany mal wieder von der besten Seite zeigte! So stritten Janina, ehemalige Geliebte von Dieter Bohlen und Linda, ehemalige Bachelor-Kandidatin, weil sie sich einfach nicht mögen. Alles so gut, soweit! Nur wusste Janina nicht ganz, wann Schluss ist und wusste sich nicht anders zu helfen, als mit der Äußerung „Geh doch zurück in den Busch“ den Streit auf eine andere Ebene zu heben. Diese Aussage wiederholte sie mehrmals und man konnte sehen, dass Linda gebrochen war. Linda ist die einzig Schwarze Person in dieser Staffel und bekam von ihren Mitcamper:innen leichte Unterstützung, dass diese Äußerung rassistisch sei. RTL zog die Reißleine und Janina musste das Camp verlassen. Der eigentliche Skandal? Menschen, die meinten, dass Linda selbst dran schuld sei, dass Janina sie auf diesem Niveau beleidigt habe und das diese Aussage doch gar nicht rassistisch sei.
Dear Whyte People,
als Schwarze Autorin finde ich es sehr belustigend, dass ihr darüber richtet, was rassistisch ist und was nicht! Ja, Linda hat ordentlich mitgestritten, dennoch hat es gar keinen Sinn, das Wort „Bitch“ mit einer rassistischen Äußerung gleich zu stellen! Und wenn euch jemand einfach unsympathisch ist, dann ist es auch okay! Aber Euch selbst in ein misogynes Narrativ einzulassen, weil Linda eh eine „Angry Black Woman“ ist, hat wenig Sinn. Ebenso wird eine Mitcamperin, die sich schnell zu verlieben scheint, als ein „naives Dummchen“ mit Daddyissues abgestempelt. Um in den Worten von Gulia Siegel zu bleiben: „Die Frauen sind alle so anstrengend!“
Der Dschungel wird 15 und alles ist einfach ein bisschen zu viel und einen kleinen Tipp von mir: lasst doch lieber Expert:innen zu kritischen Themen sprechen als D-, E-, F-Promis, die ihr psychologisches Wissen von Instagram-Kacheln haben!
:Abena Appiah
]]>In der Nacht zum Sonntag hat ein Unbekannter einen Schweinskopf am Eingangstor der Selimiye Moschee im Dortmunder Stadtteil Eving befestigt. Der Kopf wurde am nächsten Morgen von einem Kind aus der Gemeinde entdeckt. Der Vorstand der Gemeinde sprach von einer „widerlichen rassistischen Tat“, von der man sich aber nicht einschüchtern lasse. Wie im Judentum, so gilt auch im Islam das Schwein bekanntlich als religiös unrein. Neben der Polizei, die derzeit Zeug:innen sucht, ist auch der Staatsschutz aktiv geworden, der bei Vergehen ermittelt, bei denen ein politischer Hintergrund vermutet wird. Der mutmaßliche Täter ist zwar auf einer Überwachungskamera der Moschee zu sehen, wegen der Dunkelheit zum Tatzeitpunkt aber wohl kaum zu identifizieren. Auf dem Video soll zu sehen sein, wie er mit dem Schweinekopf posiert und Selfies schießt. Laut Polizei „liegt der Verdacht der Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen“ vor. Ermittelt wird wegen „Beleidigung“ und „Störung des öffentlichen Friedens“, nicht aber wegen „Volksverhetzung“. Rassismus ist in der Bundesrepublik ohnehin kein Straftatbestand.
Der Fall in Dortmund reiht sich ein in eine lange und anhaltende Kette von rassistischen Angriffen und Übergriffen gegen Muslim:innen und ihre Präsenz in Deutschland. Offiziell erfolgten allein 2020 mehr als 900 Angriffe auf Muslim:innen und Moscheen, also zwei bis drei pro Tag. Damit liegt die Bundesrepublik im europäischen Vergleich weit vorn. Insbesondere was die Zahl der physischen und verbalen Übergriffe angeht von der Beleidigung über Anrempeln bis hin zum Anspucken, massiven körperlichen Angriffen oder Versuchen, Frauen das Kopftuch herunterzureißen, dürfte es indes eine extrem hohe Dunkelziffer geben. Vor allem weil die Opfer derlei Attacken meist nicht anzeigen, aber auch weil sie von den Beamt:innen häufig nicht ernstgenommen werden. Darüber hinaus lässt sich alltägliche Diskriminierung auf der Straße, in der Schule, beim Einkaufen oder bei der Arbeit quantitativ schwer messen. Als erstes Todesopfer dezidiert antimuslimischer Gewalt in Deutschland gilt Marwa El-Sherbini, die 2009 in Dresden wegen ihres Kopftuchs erstochen wurde. Allerdings hängen antimuslimischer, antitürkischer und antiarabischer Rassismus eng zusammen und lassen sich häufig kaum trennen. So werden auch die zahlreichen Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte, in denen heute vor allem Menschen aus mehrheitlich muslimischen Ländern leben, von vielen genauso als – unter anderem – antimuslimisch-rassistisch gewertet, wie der NSU-Terror oder die Anschläge von Hanau und Halle. Bild und Text :Leon Wystrychowski
]]>Am frühen Morgen des 1. November starb der 25-jährige Giorgos Zantiotis in Wuppertal, nachdem ihn die Polizei festgenommen und von seiner Schwester Maria getrennt hat. Diese erfährt von seinem Tod erst Stunden später. Laut Polizei habe der junge Mann nach einer Blutabnahme „plötzlich das Bewusstsein“ verloren und sei anschließend verstorben. Fremdverschulden? Natürlich keines. Ein von der Schwester aufgenommenes Video, auf dem man sowohl sieht, wie Beamte auf ihrem Bruder knien, als auch hört, wie ein Kollege sie auffordert, das Filmen einzustellen, war da bereits an griechische Freunde gegangen – zum Glück. Das Video landete bald auf der griechischen Version des linken Plattform Indymedia und fand so den Weg zurück nach Deutschland: Aktivist:innen und Journalist:innen griffen es auf und hakten bei der Polizei nach, die eine Meldung über den Todesfall für nicht notwendig erachtete. So wurde Giorgos’ Tod erst nach rund einer Woche öffentlich bekannt.
Seither fanden in Wuppertal bereits zwei Demonstrationen statt. Auch in Hamburg, Frankfurt, Berlin und Leipzig kam es zu Protesten. Die Demonstrierenden, darunter Giorgos’ Schwester, fordern Aufklärung. Der Fall beschäftigt auch die griechische Politik: Die linke Syriza und die Kommunistische Partei (KKE) forderten von Athen, Druck auf Berlin auszuüben. Der griechische Botschafter hat eine Klärung von NRW-Innenminister Reul (CDU) verlangt. Ob dieser der Aufforderung nachkommen wird, bleibt fraglich.
Es gibt genug Untersuchen, die belegen, dass Polizeigewalt in Deutschland alltäglich ist und zugleich kaum geahndet wird. Die Gründe reichen vom engen Verhältnis zwischen Politik, Justiz und Polizei, über die gute Lobby letzterer bis hin zur Tatsache, dass Polizist:innen bestens dazu in der Lage sind, Beweise zu unterschlagen oder zu fälschen sowie Kläger:innen und Zeug:innen einzuschüchtern. Auch im Fall Giorgos verbreitet die Polizei längst ihre Version der Geschichte, wonach der Tote entweder alkoholisiert gewesen sei oder aber unter Drogen gestanden habe. Allerdings war der bisherige Alkoholtest negativ und die Behauptung, er habe Drogen genommen, stützt sich auf eine angebliche Aussage der Schwester, die dies aber bestreitet. Rückendeckung bekamen die Beamt:innen sowohl von der Staatsanwaltschaft als auch von Reul persönlich. Dieser erklärte bei einer gut 10-minütigen Anhörung am 11. November im Landtag, dass man diese „Tragödie“ nicht „breit treten“ solle. Er sprach außerdem den „traumatisierten“ Beamt:innen sein Mitgefühl aus.
„Wir kennen das alles“, kommentiert Araz Ardehali von der Wuppertaler Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und Migrant:innen. „Wir kennen die Fälle Adel B. und Amed Ahmad und wir wissen um die rassistischen Übergriffe der Essener Polizei, um nur in NRW zu bleiben.“ Allein in Wuppertal ist Giorgos nur das dritte mutmaßliche Todesopfer von Polizeigewalt in den letzten zwei Jahren: Im Dezember 2019 erschossen Beamt:innen einen 25-Jährigen, der mit einem Hammer Autos beschädigt und Passant:innen bedroht haben soll. Im Juni diesen Jahres drangen Polizist:innen in die Wohnung eines mutmaßlich psychisch Kranken ein und erschossen den 35-Jährigen mit einer Maschinenpistole, angeblich in Notwehr. In all diesen Fällen bekamen die verdächtigten Polizist:innen trotz gegenteiliger Beweise volle Rückendeckung von oben. Nicht bei allen Todesopfern von Polizeigewalt handelt es sich um von Rassismus betroffene Menschen, ihr Anteil ist aber auffällig hoch. Für Ardehali sind die Konsequenzen aus dieser Sachlage klar: „Sollen Migranten noch die Polizei rufen? Ich würde sagen Nein. Denn dann sind wir in Gefahr. Wenn wir wollen, dass wir und unsere Kinder sicher sind, dann müssen wir dieses System bekämpfen! Konkret heißt das, alles daran zu setzen, dass Herr Reul nicht mehr regiert und dass klare und deutliche Konsequenzen gezogen werden: Zerschlagung aller rassistischen Strukturen in den Behörden, volle visuelle Überwachung von Behörden und Polizei und Bereitstellung dieser Daten für die Familien der Opfer.“
:Leon Wystrychowski
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