Warning: Constant WP_DEBUG_DISPLAY already defined in /var/www/html/wp-config.php on line 111 Präsenz | BSZ https://bszonline.de Deine Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung Thu, 10 Nov 2022 08:47:43 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 https://bszonline.de/wp-content/uploads/2022/11/cropped-favicon-32x32.jpg Präsenz | BSZ https://bszonline.de 32 32 Wie richtig geknipst wird https://bszonline.de/2022/05/01/wie-richtig-geknipst-wird/ https://bszonline.de/2022/05/01/wie-richtig-geknipst-wird/#respond Sun, 01 May 2022 13:26:24 +0000 https://bszonline.de/2022/05/01/wie-richtig-geknipst-wird/ Das neue Fotospots-Programm zum Sommersemester 2022 ist raus und Ihr könnt Euch auf Exkursionen, Workshops und Kurse freuen. Online und Präsenz wird beides angeboten, also ist für alle Herzenswünsche gesorgt.   

Da die Pandemie-Lage nicht ganz durchsichtig ist, passt sich Fotospots an alles easy an, indem sie eine Mischung aus Online und Präsenz anbieten. Für die Präsenzveranstaltungen sind feste Termine vorgesehen, die „natürlich von den kurzfristigen aktuellen Corona-Einschränkungen“ abhängen.  
Was wird also angeboten? Na ja, beispielsweise der Workshop „Wie Fotografie funktioniert – ein Workshop für Einsteiger:innen“. Dabei geht es darum, dass Du Spaß am Knipsen hast, egal ob mit dem Smartphone oder gar einer coolen Camera – hier wird alles geklärt! Von den Basics Blende, Verschlusszeit und ISO über die Kamerafunktionen wie Autofokus und Weißabgleich und geht dann noch auf Konzepte ein wie dem Autofokus und die Nachbearbeitung deiner Bilder. Das alles wird in einem fünfstündigen Crashkurs abgedeckt.  

Auch der Kurs „Langzeitbelichtung bei Tag und bei Nacht“ geht auf die Funktionen der Kamera ein. Aber ein bisschen Physik-Vibe hat es schon. Denn das menschliche Auge nimmt Sachen nicht in bewegter Form wahr, sondern in Momentaufnahmen und setzt den Zusammenhang dann ineinander. Aber Bewegungen lassen sich mit einer Kamera fixieren und das Bild zeigt uns eine ganz andere Wahrnehmung der Welt. Hier lernt Ihr, was es heißt, länger oder kürzer im Hellen oder Dunklen zu belichten. Dieser Kurs hat ein Einführungsgespräch und dann zwei Foto-Termine in Präsenz und eine Nachbesprechung.  

Aber es gibt nicht nur solche Kurse. Einer namens „Nicht nur Betonplatten – Verkehrssituation an der RUB“ beschäftigt sich mit den baulichen Maßnahmen, die in letzter Zeit vonstattengingen. Die aktuelle Situation soll aus verschiedenen Perspektiven dargestellt werden. 

Ein exquisites Angebot, welches man nicht missen sollte, ist die Exkursion „Fotografierend quer durch Bochum – Ein Foto-Marathon“. Dabei gibt es 15 Themen, die vorgegeben werden und mit jeweils zwei Fotos oder Belichtungen wiedergegeben werden sollen. Dabei ist das Löschen von Bildern nicht erlaubt. Eine Jury wird dann alle Bilder auswerten. Wenn das mal nicht nach Fun klingt.  

    :Lukas Simon Quentin

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Nicht nur hungrig nach Wissen! https://bszonline.de/2021/11/06/nicht-nur-hungrig-nach-wissen/ https://bszonline.de/2021/11/06/nicht-nur-hungrig-nach-wissen/#respond Sat, 06 Nov 2021 10:07:36 +0000 https://bszonline.de/2021/11/06/nicht-nur-hungrig-nach-wissen/ Kommentar. So geht es nicht weiter! Wenn die Studis auf den Campus zurückkehren müssen, dann müssen das auch warme, bezahlbare Speisen.

 
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Kommentar. So geht es nicht weiter! Wenn die Studis auf den Campus zurückkehren müssen, dann müssen das auch warme, bezahlbare Speisen.

In diesem Text wird sich beschwert, es wird gemeckert und gezetert, und das alles auf sehr hohem Niveau. Bevor wir uns aber ins Negative hineinstürzen, möchte ich mit ein paar positiven Dingen anfangen. Präsenz-Kurse sind super. Ich habe das erste Mal seit langem wieder das Gefühlwirklich zu studieren, mit allem Drum und Dran. Die Interaktion und Diskussion mit Kommiliton:innen und Dozierenden und auch das einfache Anwesend sein im gleichen Raum wie die anderen Teilnehmer:innen, hat die Freude und den Lerneffekt, den ich aus meinem Studium ziehe, enorm erhöht. Es gibt weiterhin gute Argumente gegen die Präsenz, und aktuelle Inzidenzen sind auch Grund zur Sorge. Doch die Rückkehr zur Präsenz-Lehre an den Universitäten mit einem guten, inklusiven System war und ist dringend nötig. 

Nun jedoch zum eigentlichen Zweck dieses Textes. Jetzt, wo man wieder mehr Zeit auf dem Campus verbringt, und oft auch Downtime zwischen den Kursen hat, stellt sich wieder die Frage: Wohin mit mir, wenn ich grad keine Veranstaltung hab. Sich auf eine Wiese zu setzen ist langsam keine wirkliche Lösung mehr, der Sommer ist vorbei. Und wenn man bestenfalls dabei noch etwas warmes, bezahlbares Essen will, fehlt zurzeit vor allem eines: Die Mensa. Mehrmals war ich schon in der Situation, dass ich zwischen Veranstaltungen gern etwas essen würde, vom eher dürftigen veganen Angebot des Q-West aber genauso wenig überzeugt wie von dem kaum vorhandenen, und schnell ausverkauften veganen Angebot der Cafeterien. Vielleicht auch, weil meine Erinnerung daran mittlerweile mystischen Charakter bekommen hat, und die Realität nur sehr verzerrt im Gedächtnis geblieben ist, verlangte es mir in diesen Momenten nach genau einer Sache: Einer stabilen Schüssel Nudeln mit vegetarischer Bolognese von der Nudeltheke der Mensa. Darauf einen Löffel Petersilie und dazu ein Stück Brot. Genau die Mahlzeit, die den geschwächten Körper der hart arbeitenden Studierenden mit allen Nährstoffen versorgt, die man braucht, um weiter durchzuhalten. Und eine Frage stellt sich mir, liegt mir auf dem Herzen und dürstet nach Antwort: Wann wieder?

:Jan-Krischan Spohr

 

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Wir wollen doch eh nur Feiern! https://bszonline.de/2021/07/14/wir-wollen-doch-eh-nur-feiern-0/ https://bszonline.de/2021/07/14/wir-wollen-doch-eh-nur-feiern-0/#respond Wed, 14 Jul 2021 06:51:58 +0000 https://bszonline.de/2021/07/14/wir-wollen-doch-eh-nur-feiern-0/ Kommentar. Hallo, wir Studierende versauern immer noch Zuhause vor den Bildschirmen, LG. 

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Kommentar. Hallo, wir Studierende versauern immer noch Zuhause vor den Bildschirmen, LG. 

Der Inzidenzwert liegt unter der magischen Zehn. Das Bermuda3eck hat beinahe zu seiner alten Größe zurückgefunden und die Abendstunden in der hiesigen Partymeile werden wieder durch bierverschüttende und zu aus den Bars dringender Musik tanzenden Menschen verschönert. Auf dem Lidl-Parkplatz horten sich die Jugendlichen zusammen, um billigen Alkohol aus noch billigeren Verpackungen zu schlürfen. Es ist eindeutig: Die Vorglüher:innen legen wieder los, der Ansturm auf die wenigen Clubs, welche bereits eröffnet haben, ist im Gange. Vor dem Three Monkeyz zog sich die Schlange am Samstagabend um Mitternacht beinah bis zur Bücherhandlung Janssen. Trotz starkem Regen und offensichtlicher Überfüllung des Clubs. Ausgelassene Stimmung, endlich wieder Party, yeah. Schön und gut, den Partylöwinnen und -löwen sei ihre Euphorie gegönnt. Bisschen genießen, ist ja okay. Nur wenn ich mal Miss Marple spiele und mir die klaren Fakten ansehe – Clubs offen, Uni zu -, dann will mir kein Licht eingehen. Wie ist es bitte möglich, dass wir in Deutschland und teils europaweit wieder dichtgedrängt Schweiß an Schweiß und maskenfrei zur Musik abgehen dürfen, während für die Universitäten nach nun fast drei Semestern (!) immer noch keine zureichenden Konzepte erarbeitet worden sind? Wieso müssen wir Studierende uns immer noch Gedanken darüber machen, wann und wie wir überhaupt in die Uni können, während die kleinsten Clubs ihre Konzepte auf die Beine gestellt haben? Wer pennt da? Es ist mehr als unverhältnismäßig, dass wir uns in einer derartigen Schieflage befinden. Klar, Clubs, cool, aber cooler wär’s, auch mal wieder mit Abstand und Maske in der Mensa zu sitzen – wann wird das möglich sein? Und seit wann ist Party wichtiger als das Studium? Da könnte ich auch die Schulen schließen und das Bällebad eröffnen. So verdammt schwer kann es doch nicht sein, etablierte schulische Konzepte oder solche von ähnlichen oder anderen großen (Bildungs)Institutionen endlich in universitäre Gewässer zu übertragen. 

:Rebecca Voeste

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Wir wollen doch eh nur Feiern! https://bszonline.de/2021/07/14/wir-wollen-doch-eh-nur-feiern/ https://bszonline.de/2021/07/14/wir-wollen-doch-eh-nur-feiern/#respond Wed, 14 Jul 2021 06:51:56 +0000 https://bszonline.de/2021/07/14/wir-wollen-doch-eh-nur-feiern/ Kommentar. Hallo, wir Studierende versauern immer noch Zuhause vor den Bildschirmen, LG. 

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Kommentar. Hallo, wir Studierende versauern immer noch Zuhause vor den Bildschirmen, LG. 

Der Inzidenzwert liegt unter der magischen Zehn. Das Bermuda3eck hat beinahe zu seiner alten Größe zurückgefunden und die Abendstunden in der hiesigen Partymeile werden wieder durch bierverschüttende und zu aus den Bars dringender Musik tanzenden Menschen verschönert. Auf dem Lidl-Parkplatz horten sich die Jugendlichen zusammen, um billigen Alkohol aus noch billigeren Verpackungen zu schlürfen. Es ist eindeutig: Die Vorglüher:innen legen wieder los, der Ansturm auf die wenigen Clubs, welche bereits eröffnet haben, ist im Gange. Vor dem Three Monkeyz zog sich die Schlange am Samstagabend um Mitternacht beinah bis zur Bücherhandlung Janssen. Trotz starkem Regen und offensichtlicher Überfüllung des Clubs. Ausgelassene Stimmung, endlich wieder Party, yeah. Schön und gut, den Partylöwinnen und -löwen sei ihre Euphorie gegönnt. Bisschen genießen, ist ja okay. Nur wenn ich mal Miss Marple spiele und mir die klaren Fakten ansehe – Clubs offen, Uni zu -, dann will mir kein Licht eingehen. Wie ist es bitte möglich, dass wir in Deutschland und teils europaweit wieder dichtgedrängt Schweiß an Schweiß und maskenfrei zur Musik abgehen dürfen, während für die Universitäten nach nun fast drei Semestern (!) immer noch keine zureichenden Konzepte erarbeitet worden sind? Wieso müssen wir Studierende uns immer noch Gedanken darüber machen, wann und wie wir überhaupt in die Uni können, während die kleinsten Clubs ihre Konzepte auf die Beine gestellt haben? Wer pennt da? Es ist mehr als unverhältnismäßig, dass wir uns in einer derartigen Schieflage befinden. Klar, Clubs, cool, aber cooler wär’s, auch mal wieder mit Abstand und Maske in der Mensa zu sitzen – wann wird das möglich sein? Und seit wann ist Party wichtiger als das Studium? Da könnte ich auch die Schulen schließen und das Bällebad eröffnen. So verdammt schwer kann es doch nicht sein, etablierte schulische Konzepte oder solche von ähnlichen oder anderen großen (Bildungs)Institutionen endlich in universitäre Gewässer zu übertragen. 

:Rebecca Voeste

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Auf dass Präsenz nicht historisch bleibt https://bszonline.de/2021/06/24/auf-dass-praesenz-nicht-historisch-bleibt/ https://bszonline.de/2021/06/24/auf-dass-praesenz-nicht-historisch-bleibt/#respond Thu, 24 Jun 2021 13:28:22 +0000 https://bszonline.de/2021/06/24/auf-dass-praesenz-nicht-historisch-bleibt/ Hochschulbetrieb. Neuer Sommer, alte Fragen: Wird das nächste Semester in Präsenz stattfinden, und was muss man tun, um dies zu gewährleisten. Verschiedene Akteur:innen setzen dabei verschiedene Schwerpunkte.

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Hochschulbetrieb. Neuer Sommer, alte Fragen: Wird das nächste Semester in Präsenz stattfinden, und was muss man tun, um dies zu gewährleisten. Verschiedene Akteur:innen setzen dabei verschiedene Schwerpunkte.

Der zweite Pandemie-Sommer ist in vollem Gange und sieht ähnlich aus wie der letzte: Niedrige Infektionszahlen ermöglichen Öffnungen und Lockerungen in vielen Bereichen, und Ansätze der „Normalität“, nach der viele sich nun lange sehnten, werden erkennbar. Besonders der Hochschulbetrieb ist jedoch ein Bereich, in dem diese Aussichten und Versprechungen bisher meist Theorie blieben, deren praktische Umsetzung schlussendlich scheiterte. Die Fragen, Ideen und Sorgen der Studierenden, ihrer Vertreter:innen und der Universitäten häufen sich in letzter Zeit erneut, und eine Vielzahl an Initiativen gewannen in den letzten Monaten schnell an Fahrt. Bereits in vergangenen Ausgaben berichteten wir unter anderem von den Forderungen des Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz Peter-André Alt (:bsz 1291) und über die Forderungen des freien zusammenschlusses der studierendenschaften (fzs) (:bsz 1293).
Am 17. Juni erschien ein Artikel auf der Nachrichtenplattform der Ruhr-Universität RUB News. In diesem wurde angekündigt, dass das kommende Wintersemester mit zumindest teilweise in Präsenz stattfindenden Veranstaltungen geplant wird. Veranstaltungen, die „vorrangig der Wissensvermittlung dienen“, sollen dabei weiterhin auch online angeboten werden, womit unter anderem Überschneidungen zwischen Online- und Präsenzangeboten vermieden werden sollen. Die Problematik dieser Überschneidungen, besonders bei Zwei-Fach-Studiengängen, war immer wieder auch auf Sitzungen der Fachschaftsratvertreter:innenkonferenz (FSVK) und des Studierendenparlaments ein Thema, welches die Umsetzung von Hybridsemestern verkomplizierte. Bezüglich einer Impfkampagne für Studierende schließt sich die Ruhr-Universität HRK-Präsident Alt an, und fordert mehr Unterstützung seitens der Politik. Viel erinnert dabei jedoch an ähnliche Aussagen vor dem letzten Wintersemester, welche bis zum eigentlichen Beginn des Semesters an wieder steigenden Infektionen scheiterten. Um das zu vermeiden, sei laut der Initiative „Präsent bleiben“ auch nötig, Tests zur Verfügung zu stellen, und zwar seitens der Länder und Hochschulleitungen, statt diese Verantwortung auf Studierendenschaft und Studierendenwerke abzuladen. Investitionen in Hygienemaßnahme seien außerdem zu planen, um schlussendlich zu erreichen, dass mindestens die Hälfte der Veranstaltungen in Präsenz stattfinden können. Weiterhin fordert die Initiative, dass alle Studiengänge und Fachsemester gleichsam in diese Planungen mit einbezogen werden müssen. Interaktive Formate sollen den Anfang machen, und Raumknappheiten durch lokale Kooperationen lösen, was „auch zur Besserung der ökonomischen Situation von Angestellten des Kultur- und Veranstaltungssektors“ beitrage. Fachschaften und Hochschulgruppen solle bei der Organisation von Konzepten stärker unter die Arme gegriffen werden, unter anderem mit „Muster-Konzepten“, welche von Expert:innen entwickelt werden sollen und die Planung von Präsenzveranstaltung vereinfachen sollen. Schlussendlich solle die „Benachteiligung von Hochschulen in bundesweiten Öffnungskonzepten“ beendet werden.

Verschiedene kleinere Initiativen, sowie deutschlandweite Fachschaftsräte (bisher sieben aus Bochum) und ASten unterstützen den offenen Brief von „Präsent bleiben“ und die darin vorgestellten Forderungen. Nicht dazu gehört die Initiative „Zurück auf den Campus“, die seit einigen Monaten existiert und bei verschiedenen Kundgebungen eine Nähe zu Querdenker:innen und Coronaleugner:innen zeigte.

:Jan-Krischan Spohr

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Warum protestiert man für Präsenz? https://bszonline.de/2021/02/06/warum-protestiert-man-fuer-praesenz/ https://bszonline.de/2021/02/06/warum-protestiert-man-fuer-praesenz/#respond Sat, 06 Feb 2021 11:39:34 +0000 https://bszonline.de/2021/02/06/warum-protestiert-man-fuer-praesenz/ Kommentar. In Frankreich und Griechenland gehen Studierende auf die Straße, um mehr Präsenzunterricht zu fordern. Woher kommen die Forderungen, die im aktuellen Pandemiegeschehen nicht vertretbar wirken?

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Kommentar. In Frankreich und Griechenland gehen Studierende auf die Straße, um mehr Präsenzunterricht zu fordern. Woher kommen die Forderungen, die im aktuellen Pandemiegeschehen nicht vertretbar wirken?

Es wirkt zunächst komisch, dass in Frankreich Studierende auf die Straßen gehen, um für eine Wiederkehr des Präsenzstudiums zu protestieren. Zu aktiv ist das Pandemiegeschehen und zu gefährlich wirkt das Bestreben. Doch als Grundlage für die Proteste muss man etwas genauer auf die Gründe schauen. Denn es geht den französischen Studierenden unter anderem um eine ungleiche Behandlung. Denn während die Schulen in Frankreich weiterhin offen bleiben, müssen Studierende mit der Online-Lehre weiterfahren. Ein solcher Kurs hat neben finanziellen Problemen – viele Studierende haben auch in Frankreich ihre Jobs verloren – auch erhebliche psychische Folgen. Das kann schwer geleugnet werden. In den vergangenen Wochen wurden im Nachbarland mehrere Fälle von Suizid-Versuchen unter Studierenden bekannt. 

Die Protestierenden beklagen den fehlenden Kontakt. Auch in Deutschland sehen wir ähnliche Dynamiken, wie eine aktuelle Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung belegt, in der 86 Prozent der Studierenden angab, dass der fehlende Kontakt zu anderen Studierenden ihre Studiensituation verschlechterte. Doch bisher hat sich hier noch kein nennenswerter Protest zur Öffnung der Unis geäußert. Der Grund dafür zeigt sich, neben einer möglicherweise stärkeren Grundbereitschaft für Proteste in Frankreich, in den Forderungen der Protestierenden. Denn sie leugnen nicht die Pandemie, sondern prangern die ungleiche Behandlung im Bildungsbereich an. Corona zeigt, dass eine einheitliche Regelung für ähnliche Lebensbereiche unerlässlich für den sozialen Zusammenhalt und die Annahme von pandemiebedingten Einschränkungen ist.

Aber auch die derzeitigen Studierendenproteste in Griechenland zeigen, dass die Forderung nach Präsenzunterricht häufig eine Begleiterscheinung eines gesonderten Protestgrundes ist. Denn dort geht es primär um einen Gesetzesentwurf, durch den bis zu 1.000 speziell ausgebildete Polizist:innen, bewaffnet mit Schusswaffen, Schlagstöcken und Tränengas künftig an den Hochschulen patrouillieren sollen. In einem Moment, in dem der gesellschaftliche Zusammenhalt und das Ziehen an einem gemeinsamen Strang wichtig wie fast noch nie ist, wird Studierenden das Leben zusätzlich erschwert. Dass die Bereitschaft, die gesellschaftliche Sicherheit zu schützen, sinkt, wenn das eigene Leben unsicher gemacht wird, ist nicht verwunderlich, auch wenn die konkrete Forderung nach mehr Präsenz im Moment nicht tragbar ist.

:Stefan Moll

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Das Halb-Präsenz-Experiment https://bszonline.de/2020/10/03/das-halb-praesenz-experiment/ https://bszonline.de/2020/10/03/das-halb-praesenz-experiment/#respond Sat, 03 Oct 2020 21:07:39 +0000 https://bszonline.de/2020/10/03/das-halb-praesenz-experiment/ Lehre. Nachdem uns die Pandemie alle ins Home-Office zwang, sollen nun wieder einige Veranstaltungen in Präsenz stattfinden. Wie normal wird das? 

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Lehre. Nachdem uns die Pandemie alle ins Home-Office zwang, sollen nun wieder einige Veranstaltungen in Präsenz stattfinden. Wie normal wird das? 

Gut ein halbes Jahr Pandemie liegt nun schon hinter uns und nach anfänglicher Motivation sich an das ungewohnte Konzept der Zoom-Seminare zu wagen und so vielleicht neue Wege des Studiums zu entdecken, macht sich die Ermüdung breit. Viele vermissen die U35 genauso wie das Zusammenkommen in der Uni und sehnen sich nach dem alten Trott zurück. Eine Rückkehr zur absoluten Normalität ist bei den aktuell steigenden Zahlen wohl noch nicht in Aussicht. Trotzdem macht die RUB wie viele andere Hochschulen einen kleinen Schritt in diese Richtung und lässt, besonders für Erstis, wieder eine begrenzte Menge an Präsenz-Veranstaltungen zu. Sogar an der Wiedereröffnung der Mensa mit neu ausgearbeitetem Hygienekonzept wird gearbeitet, doch wie viel Zukunft hat dieser Versuch im Angesicht eines bedrohlichen Corona-Winters mit eventuell wieder rapide steigenden Infektionszahlen? Mehr dazu hier. 

:Die Redaktion

 

 

 

 

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ut ein halbes Jahr Pandemie liegt nun schon hinter uns und nach anfänglicher Motivation sich an das ungewohnte Konzept der Zoom-Seminare zu wagen und so vielleicht neue Wege des Studiums zu entdecken, macht sich die Ermüdung breit. Viele vermissen die U35 genauso wie das Zusammenkommen in der Uni und sehnen sich nach dem alten Trott zurück. Eine Rückkehr zur absoluten Normalität ist bei den aktuell steigenden Zahlen wohl noch nicht in Aussicht. Trotzdem macht die RUB wie viele andere Hochschulen einen kleinen Schritt in diese Richtung und lässt, besonders für Erstis, wieder eine begrenzte Menge an Präsenz-Veranstaltungen zu. Sogar an der Wiedereröffnung der Mensa mit neu ausgearbeitetem Hygienekonzept wird gearbeitet, doch wie viel Zukunft hat dieser Versuch im Angesicht eines bedrohlichen Corona-Winters mit eventuell wieder rapide steigenden Infektionszahlen? Mehr dazu in dieser Ausgabe. 

:Die Redaktion

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Mensen im neuen Corona-Semester? https://bszonline.de/2020/10/03/mensen-im-neuen-corona-semester/ https://bszonline.de/2020/10/03/mensen-im-neuen-corona-semester/#respond Sat, 03 Oct 2020 20:35:01 +0000 https://bszonline.de/2020/10/03/mensen-im-neuen-corona-semester/ Akafö. Im neuen Semester sollen Veranstaltungen wieder mit Präsenz stattfinden. Doch wie auch Mensa und Q-West wieder genutzt werden können, ist noch unklar. 

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Akafö. Im neuen Semester sollen Veranstaltungen wieder mit Präsenz stattfinden. Doch wie auch Mensa und Q-West wieder genutzt werden können, ist noch unklar. 

Mit der Entscheidung, dass das Wintersemester 20/21 nicht auch eine reine Online-Veranstaltung werden soll, wagten die Hochschulen wieder einen ersten vorsichtigen Schritt in Richtung Normalität. Das soll vor allem die Aussichten für Erstsemester attraktiver machen, denen ansonsten wohl eher ein turbulenter Start ins Uni-Leben bevorsteht. Zu einem gewöhnlichen Uni-Alltag gehört auch der Besuch in Mensa oder Q-West. Deshalb war auch seitens des Akafös der RUB eine Wiedereröffnung der Mensa im Laufe des Oktobers geplant, die seit Beginn der Pandemie geschlossen blieb. Da das Q-West schon wieder seit einiger Zeit von Montag bis Freitag ein To-Go-Angebot stellt, soll dessen Betrieb nun noch ausgeweitet werden. Das würde Sitzplätze sowie die Wiedereinführung des Abendbetriebes für das Etablissement in der Nähe der G-Gebäude bedeuten.  

Diese rosigen Aussichten sind nun allerdings gefährdet, denn die Infektionszahlen in NRW und ganz Deutschland steigen nach einer Verschnaufpause seit August wieder. Mit dieser wieder größer werdenden Bedrohung kommt auch ein Stimmungsumschwung auf Seiten der Politik. Für den Oktober sind wieder verschärfte Beschränkungen zu erwarten, die den öffentlichen Raum und damit auch die Hochschulen und deren gastronomische Angebote betreffen. Eine Einhaltung der Coronaschutzverordnung stellte ohnehin schon eine Herausforderung für das Akafö dar, denn die Vielzahl an Beschäftigten und Studierenden verlangen ein hohes Maß an Planung. Sollte diese wieder strenger werden, müsste das vorbereitete Konzept nochmal angepasst werden, um den Betrieb zu ermöglichen. An der Ausarbeitung eines Hygienekonzeptes für diesen Fall arbeitet das Akafö laut eigener Aussage schon mit Hochdruck. Trotz aller Bemühungen könnte dies eine eventuelle Wiederöffnung um einige Zeit nach hinten verschieben. Als ein Teil der Lösung soll auch eine QR-Code-basierte Gästeregistrierung zur Nachverfolgung von Infektionsketten angeboten werden. Ein genaueres Datum für die diversen Maßnahmen kann aufgrund der noch unklaren Bedingungen vorerst noch nicht genannt werden. 

Am 26. Oktober soll das zweite Semester an der Ruhr-Universität unter den erschwerten Bedingungen von Covid-19 starten. Zu Beginn des letzten Sommersemesters kamen noch die Überrumpelung und eine allgegenwärtige verständliche Überforderung dazu, die mittlerweile bis zu einem gewissen Grad überwunden sind. Die Weichen für die Online-Lehre sind schon lange gestellt, auch wenn Studierende wie Lehrende mit gemischten Gefühlen in ihre Zoom-Sitzungen gehen. Viele sehnen sich zurück an den Campus und romantisieren den altbekannten Uni-Alltag, der mit Sicherheit auch nicht immer nur positive Seiten hat. Eine tatsächliche Rückkehr zur völligen Normalität ist derzeit noch nicht in Aussicht, wie steigende Zahlen und die Angst vor einer eventuellen zweiten Welle zeigen und gerade weil während der Pandemie niemals eine völlig sichere Sachlage beim Treffen von Entscheidungen gegeben sein kann, sind schnelle und kurzfristige Reaktionen auf neue Probleme gefordert. Das Studium im Home-Office bleibt unbefriedigend, aber da alle Alternativen bereits im Rahmen der Möglichkeiten ausgeschöpft werden, gilt es vorerst noch, sich an den kleinen Dingen wie einem Abstecher in die Mensa zu erfreuen, um sich wieder wie jemand zu fühlen, der:die
eine Universität besucht.             

  :Henry Klur

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