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„Ich kenne meine Stadt“, hört man oft von Alteingesessenen Bewohner*innen. Jedoch ist es oftmals so, dass viele nur das attraktive Zentrum der Stadt kennen. Bochum veranstaltet deswegen einen Stadtteilwettbewerb, um den Alteingesessen die ganzen Facetten der Stadt zu zeigen. Und das mit Erfolg! Immer mehr Gebiete senden ihre Ideen und Gestaltungsvorschläge ein. Der Wettbewerb wird von Bochum Marketing initiiert und wird von der Stadt Bochum, sechs Bezirksvertretungen sowie dem Handelsverband NRW Ruhr-Lippe e.V. unterstützt.
Wortromantik in Bärendorf
Wie ein erfolgreiches Projekt realisiert werden kann, könnt Ihr im Weitmarer Stadtteil Bärendorf sehen und erleben. Dort findet ab dem 4. Mai einen Monat lang das Sprachfestival „Poesie trifft Alltag“ statt. Es ist ein interaktives und integratives Festival, welches den Stadtteil aufleben lassen soll. Das besondere an dem Projekt ist, die Alltäglichkeit, die das Leben bestimmt, die zu durchbrechen. Das Ziel ist, durch Poesie dieser Routine zu entkommen. Alles getreu dem Motto: „Im Kiez, aus dem Kiez, für den Kiez.“
Die Initiator*innen sind sich sicher, dass Poesie überall zu finden sei und Bärendorf genau der richtige Ort dafür ist. Zwischen Kohlenstraße und Knoopstraße gibt es vom lyrischen Sparziergang bis zu Hausbesuchen von Poet*innen ein gemischtes Allerlei. Organisiert wird das Poesiefestival von der Spoken-Word-Künstlerin Theresa Hahl, die das Projekt als Intendantin vertritt, den Dramaturgen und Poetry Slammer Sebastian 23 und Elmar Josten, der auch schon den Kunstkiez beim Integrationssommerfest mitarbeitete.
Für den 4. Mai ist eine Begehung der Spazierroute durch Bärendorf geplant. Dort werden Gedichte unter anderem von Bochumer*innen vorgetragen. Anschließend geht es zur Eröffnungsshow um 18 Uhr in der Bakery. Das Poesiefestival ist eine angenheme Vorbereitung auf die anstehende BoBienale, die im Juni startet.
Weitere Informationen und Termine zum Poesiefestival findet Ihr unter: tinyurl.com/PoesiefestivalBochum.
:Abena Appiah
Veilchen sind blau,
das hier ist Schund,
das weiß ich genau.
Manch eineR hatte vielleicht schon mal das Bedürfnis, sich in romantisch verklärten Liebesbotschaften auszudrücken oder sich den Kummer eines besonders demotivierenden Tages von der Seele zu schreiben.
Aus der Verfasserin dieser Zeilen wird trotz obigem Versuch wohl keine Poetin mehr. Aber vielleicht könnt Ihr es am Welttag der Poesie am 21. März mal versuchen.
Das Niveau, auf dem sich die jungen NachwuchsautorInnen bewegen, die von der Literaturwerkstatt Berlin mit dem open mike ausgezeichnet werden (einem Preis, der neben dem Ingeborg-Bachmann-Preis als wichtigste Auszeichnung in der deutschsprachigen Literatur verliehen wird), ist viel höher als unsere präpubertären Ergüsse.
Ins Leben gerufen durch die UNESCO wird der open mike diesjährig zum 16. Mal passend am Poesietag verliehen. Der Preis richtet sich an junge AutorInnen und PoetInnen unter 35 Jahren, die noch keine eigene Buchpublikation haben.