Warning: Constant WP_DEBUG_DISPLAY already defined in /var/www/html/wp-config.php on line 111 Ostern | BSZ https://bszonline.de Deine Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung Thu, 10 Nov 2022 09:05:12 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 https://bszonline.de/wp-content/uploads/2022/11/cropped-favicon-32x32.jpg Ostern | BSZ https://bszonline.de 32 32 Hoffnungsvoll und kritisch in die Zukunft https://bszonline.de/2022/05/01/hoffnungsvoll-und-kritisch-die-zukunft/ https://bszonline.de/2022/05/01/hoffnungsvoll-und-kritisch-die-zukunft/#respond Sun, 01 May 2022 14:39:56 +0000 https://bszonline.de/2022/05/01/hoffnungsvoll-und-kritisch-die-zukunft/ Ostern ist vorbei, doch die Friedensbotschaft hat gerade in den heutigen Tagen eine Wirkung, die überall nachhallt und den Schrecken der letzten Wochen in Europa nicht vergessen lässt.

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Ostern ist vorbei, doch die Friedensbotschaft hat gerade in den heutigen Tagen eine Wirkung, die überall nachhallt und den Schrecken der letzten Wochen in Europa nicht vergessen lässt. Auch an der RUB gibt es in Folge der Geschehnisse im Osten einige Änderungen. Direkt im ersten Artikel wird über ein neues ukrainisches Netzwerk an der Uni berichtet. Weitere Themen in dieser Ausgabe: die kritischen Wochen (Zeit für Gesellschaftskritik), das Brechen mit Klischees in der Country-Musik und die symbolträchtige Einberufung einer neuen Richterin im Queen‘s CouncilAußerdem noch ein Artikel über eine Protestaktion für bezahlbaren Wohnraum. 

:Die Redaktion

  

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Hoch die Hände, Wochenende! https://bszonline.de/2019/04/15/hoch-die-haende-wochenende/ https://bszonline.de/2019/04/15/hoch-die-haende-wochenende/#respond Mon, 15 Apr 2019 14:35:24 +0000 https://bszonline.de/2019/04/15/hoch-die-haende-wochenende/ Veranstaltungen. Das Osterwochenende naht und man hat einige Tage frei. Doch was wollt Ihr mit Eurer neu gewonnenen Freizeit machen, wenn viele Sachen einfach geschlossen haben? Wir stellen Euch einige Events vor und sagen Euch, wie und wo Ihr Eure Zeit verbringen könnt.

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Veranstaltungen. Das Osterwochenende naht und man hat einige Tage frei. Doch was wollt Ihr mit Eurer neu gewonnenen Freizeit machen, wenn viele Sachen einfach geschlossen haben? Wir stellen Euch einige Events vor und sagen Euch, wie und wo Ihr Eure Zeit verbringen könnt.

Film und Tanz

Gleich zwei Events finden am Freitag dank der Initiative „Religionsfrei im Revier“ im Riff statt. Eigentlich sind gewisse Dinge wie Tanzen oder Filmvorführungen von Monty Pythons „Das Leben des Brian“ aus dem Jahr 1979 am Karfreitag verboten, doch die Initiative bekam eine Ausnahmegenehmigung. Bereits seit sechs Jahren zeigt Religionsfrei im Revier an diesem Feiertag den Film „Das Leben des Brian“, „um gegen die klerikale Bevormundung in unserer Gesellschaft zu protestieren“. Die erste Vorführung hatte eine Bußgeldandrohung in Höhe von 1.000 Euro durch die Stadt Bochum zur Folge. Neben der Genehmigung zum Zeigen des Films bekam die Initiative auch die Erlaubnis für das Tanzen. „Dass die Bezirksregierung nach der Genehmigung der Vorführung eines verbotenen Films im letzten Jahr jetzt auch das Tanzen erlaubt hat, ist für Religionsfrei im Revier ein schöner Erfolg, der am Karfreitag gebührend gefeiert wird. Das Ziel bleibt aber weiterhin, das Feiertagsgesetz vom obersten Gericht als verfassungswidrig eingestuft zu bekommen“, so Religionsfrei im Revier. Nach der Filmvorführung findet der „Tanz gegen das Feiertagsgesetz“ statt.
• Freitag, 19. April ab 18 Uhr. Riff, Bermudadreieck Bochum. Eintritt frei.


Essen und Vergnügen

Traditionell gibt es in Bochum die Osterkirmes. Eine Woche lang haben die Bochumer*innen die Gelegenheit, die Festtage mit Essen, Fahrgeschäften oder sonstigen Vergnügungsbuden zu verbringen. Zwar richtet sie sich besonders an Familien, doch auch Studierende werden die Gelegenheit haben, beim Dosenwerfen und Zuckerwatte-Essen wieder zum Kind zu werden. Am Ostersonntag und Ostermontag verteilt der Osterhase
außerdem bunte Eier.
• Samstag, 20. April bis Sonntag, 28. April. Täglich ab 14 Uhr. Festplatz an der Castroper Straße, Bochum.

Poetry Slam

Auch am Ostersonntag muss die Fangemeinde nicht auf ihre monatliche Veranstaltung „Unendlich Viele Affen“ verzichten. Denn trotz Feiertag lädt WortLautRuhr zum 35. Mal ein. Neben den Stammgäst*innen Theresa Hahl, Sebastian 23, Jason Bartsch und Jan-Philipp Zymny ist immer ein*e Überraschungsgäst*in dabei. Vorgetragen werden eigene Texte, Poetry Slams, Songs sowie Texte der bekannten Poetin und Dadaistin Grete-Penelope Mars aus Bochum. Musikalisch begleitet werden sie von elektronischen Beats und Grooves des DJ Jean-Jaques Plastique. Wer noch nie bei diesem Termin am dritten Sonntag des Monats war, hat nun während der Feiertage die Möglichkeit, sich die experimentelle Lesebühne anzuschauen.
• Sonntag, 21. April, 20 Uhr. Riff, Bochum. Eintritt 7 Euro im VVK.


Happy Breakfast Day

Der Kimbap Spot in Bochum hat sich für den Ostermontag etwas Besonderes überlegt: den Happy Breakfast Day. Sieben Stunden lang können sich Besucher*innen von leckeren Frühstücks-Kreationen à la carte, unter anderem dem Blue Cheese Sandwich oder dem Rainbow Porridge Bowl, verwöhnen lassen. Bei schönem Wetter kann man auf der neu eröffneten Sonnenterrasse sitzen und sich den Bauch vollschlagen. Reservierungen werden empfohlen.
• Montag, 22. April, von 10 bis 17 Uhr. Hellweg 21, Bochum. Preise von ca. 5,50 Euro bis 11 Euro.

:Maike Grabow

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Gottes­furcht anzuerziehen ist noch immer Landessache https://bszonline.de/2016/03/29/gottesfurcht-anzuerziehen-ist-noch-immer-landessache/ https://bszonline.de/2016/03/29/gottesfurcht-anzuerziehen-ist-noch-immer-landessache/#respond Tue, 29 Mar 2016 11:28:30 +0000 https://bszonline.de/2016/03/29/gottesfurcht-anzuerziehen-ist-noch-immer-landessache/ „Ehrfurcht vor Gott (…) zu wecken, ist vornehmstes Ziel der Erziehung.“ Aus welchem rückständigen SchurkInnenstaat mag dieses Gesetz wohl stammen? Kaum zu glauben, aber es ist die Verfassung des Landes Nordrhein-Westfalen (Art. 7 Abs. 1). So viel zur Trennung von Staat und Kirche. Die Diskussion um den Einfluss der christlichen Kirchen auf Gesetze und unseren Alltag war an Ostern wieder besonders groß; von Jahr zu Jahr scheint die Diskussion über das „Tanzverbot“ an Karfreitag lauter zu werden. Provokant hat der Verein Religionsfrei im Revier e. V. zum vierten Mal den an den stillen Feiertagen verbotenen Satirefilm „Das Leben des Brian“ gezeigt – parallel dazu ist das Verfahren wegen der Aufführung vom letzten Jahr auf dem Weg zum Bundesverfassungsgericht (BVG).

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„Ehrfurcht vor Gott (…) zu wecken, ist vornehmstes Ziel der Erziehung.“ Aus welchem rückständigen SchurkInnenstaat mag dieses Gesetz wohl stammen? Kaum zu glauben, aber es ist die Verfassung des Landes Nordrhein-Westfalen (Art. 7 Abs. 1). So viel zur Trennung von Staat und Kirche. Die Diskussion um den Einfluss der christlichen Kirchen auf Gesetze und unseren Alltag war an Ostern wieder besonders groß; von Jahr zu Jahr scheint die Diskussion über das „Tanzverbot“ an Karfreitag lauter zu werden. Provokant hat der Verein Religionsfrei im Revier e. V. zum vierten Mal den an den stillen Feiertagen verbotenen Satirefilm „Das Leben des Brian“ gezeigt – parallel dazu ist das Verfahren wegen der Aufführung vom letzten Jahr auf dem Weg zum Bundesverfassungsgericht (BVG).

Infobox: Was sind „stille Feiertage“?

Neben den „herkömmlichen“ Feiertagen bestimmt jedes Bundesland, welche davon als „stille Feiertage“ gelten. Karfreitag ist einer davon. An diesen herrschen bestimmte Verbote, insbesondere das berüchtigte „Tanzverbot“. Daneben sind zu bestimmten Uhrzeiten oder ganztägig Musikveranstaltungen, Theateraufführungen oder Glücksspiele verboten. Auch die Aufführung bestimmter Filme (siehe unten) ist dann nicht mehr erlaubt. Die stillen Feiertage in NRW sind:
Karfreitag (25. März 2016, 14. April 2017)
Allerheiligen (1. November 2016)
Volkstrauertag (13. November 2016)
Totensonntag (20. November 2016)
 
Im Gespräch mit der „WAZ“ sagt der Repräsentant der katholischen Kirche in Bochum, Stadtdechant Michael Kemper, den Film „Das Leben des Brian“ „öffentlich ausgerechnet am Karfreitag zu zeigen, ist für mich ein Rückschritt an Respekt vor den religiösen Gefühlen anderer Menschen“.
 
BefürworterInnen der Filmvorführung hingegen fragen, warum sich jemand in seinen „religiösen Gefühlen“ gekränkt fühlen sollte, wenn in einem geschlossenen Saal ein Film gezeigt wird. Einer aus einer Liste, in der nicht bloß religionskritische Satiren wie der Monty-Python-Klassiker stehen, sondern auch „Heidi in den Bergen“ oder „Mary Poppins“ (siehe Box unten).

Die Kirchen wollen ihre Macht behalten

„Es geht nicht um religiöse Gefühle, es geht um Einfluss“, sagt André Kasper, parteiloses Mitglied im Bochumer Stadtrat. Religionsfreiheit bedeute auch, NichtchristInnen keine christlichen Ver- und Gebote aufzudrängen.
Die Aktion von Religionsfrei im Revier provoziert durchaus – aber in Richtung Politik. Patrick Breyer, Landtagsabgeordneter der Piratenpartei in Schleswig Holstein sagte: „Dass Kinderfilme, Klassiker, Satire und Kritik im Jahr 2015 auf einem Feiertagsindex stehen, verschlägt mir den Atem. Teilweise entscheidet die FSK sogar ohne jede Prüfung. Die Feiertagszensur von Filmvorführungen ist im Zeitalter von Video und Internet völlig wirklichkeitsfremd und gehört dringend abgeschafft. Solange die Feiertagsruhe nicht öffentlich wahrnehmbar gestört wird, haben Staat und Kirche kein Recht, uns bei der Gestaltung arbeitsfreier Sonn- und Feiertage durch Filmvorführungs-, Tanz- oder Veranstaltungsverbote zu bevormunden.“

Das BVG könnte für etwas mehr Religionsfreiheit sorgen

Die Stadt Bochum hat bereits für die dritte öffentliche „Brian“-Vorführung 2015 ein Bußgeld von 300 Euro verhängt. Der Verein zog daraufhin bis vors Bundesverfassungsgericht. Noch ist nichts entschieden, aber das Urteil könnte die stillen Feiertage kippen.
Nach André Kasper ist diese staatliche Bevormundung nur der offensichtlichste Missstand in Sachen Säkularisierung. „Das Problem ist, dass wir die Trennung von Staat und Kirche nicht hinkriegen“, sagt das Ex-Piratenmitglied. „Religion muss Privatsache sein. Ob du an Jesus glaubst oder an Buddha oder an Schalke 04 – jeder sollte das gleiche Recht haben, seinen Glauben auszuüben.“ Aber eben auch das Recht, nicht zu glauben, fügt er hinzu.
 

Infobox: Was sind nicht feiertagsfreie Filme?

Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) vergibt nicht nur die Altersfreigaben für Filme in Deutschland, sie bestimmt auch, welche Filme nicht dem „ernsten Charakter“ der stillen Feiertage entsprechen. Die Piratenpartei hat eine Liste aller 756 Filme veröffentlicht, die zwischen 1980 und 2015 das Etikett „nicht feiertagsfrei“ erhalten haben. Dies ist eine kleine erlesene Auswahl:
 
1980 Harald Juhnke – Schrecken der Kompanie FSK 12
1980 Zwei Dreschflegel schlagen alles kurz und klein FSK 12
1980 Monty Pythons Das Leben des Brian FSK 16
1982 Animal Farm FSK 6
1984 Quax, der Bruchpilot FSK 6
1985 Police Academy II FSK ab 12
1986 Nackt unter Kannibalen FSK 18
1986 Skandalöse Emanuelle – Die Lust am Zuschauen FSK 18
1995 Mary Poppins FSK 0
2001 Heidi in den Bergen FSK 0
2008 Saw IV Keine Jugendfreigabe
2011 New Kids Nitro FSK 16#
 
(Die Jahreszahl ist das Datum der Aufnahme in die Liste)
 
Die komplette Liste der ver­botenen Filme gibt es hier.

Zum Kommentar zum Thema von Stefanie Lux.
:Marek Firlej
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https://bszonline.de/2016/03/29/gottesfurcht-anzuerziehen-ist-noch-immer-landessache/feed/ 0
Rücksicht statt Verbote https://bszonline.de/2016/03/29/ruecksicht-statt-verbote/ https://bszonline.de/2016/03/29/ruecksicht-statt-verbote/#respond Tue, 29 Mar 2016 11:17:30 +0000 https://bszonline.de/2016/03/29/ruecksicht-statt-verbote/ Am Karfreitag feiern gehen – für manche undenkbar. Andere fühlen sich dagegen vom staatlich vorgeschriebenen Tanzverbot drangsaliert. Dabei schließt doch das Eine das Andere nicht notwendigerweise aus … 

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Am Karfreitag feiern gehen – für manche undenkbar. Andere fühlen sich dagegen vom staatlich vorgeschriebenen Tanzverbot drangsaliert. Dabei schließt doch das Eine das Andere nicht notwendigerweise aus … 
 
An sogenannten „stillen Feiertagen“ wie am Karfreitag gelten je nach Bundesland besondere Einschränkungen – am umstritten­sten das Tanzverbot. So darf zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen ab 18 Uhr am Gründonnerstag bis 6 Uhr am Ostersamstag aus Pietätsgründen nicht öffentlich getanzt werden. Auch Vorführungen von Filmen ohne Feiertagsfreigabe sind verboten. So manch EineR will sich aber nicht à la Kirchenstaat vorschreiben lassen, den Feiertag zu beachten.

Feier-Tag oder Feiertag?

Persönlich stört mich das Verbot eher weniger: Irgendwie habe ich an einem Tag, der dem Gedenken an den Kreuzestod Christi gewidmet ist, keine Lust Party zu machen. Doch für Menschen ohne christlichen Hintergrund ist es unverständlich, warum ihnen Spaßverzicht gepredigt wird.
Der eigentliche Gedanke war wohl auch eher, dass der Feiertag in Ruhe begangen werden konnte. Es sollte sichergestellt werden, dass sich zum Beispiel trauernde Menschen nicht von der ausufernden Party nebenan gestört fühlen. Dass wir dazu staatliche Vorschriften brauchen, ist allerdings auch irgendwie ein Armutszeugnis. 
Wenn in einer (meist gut schallisolierten) Disko gefeiert wird oder im Kino „Das Leben des Brian“ oder ähnlich „anstößige“ Filme laufen, dann stört mich das doch zu Hause oder in der Kirche nicht. Wenn meine NachbarInnen auf die Idee kommen, sich gewaltverherrlichende und religionsverachtende Lieder in Maximallautstärke reinzuziehen oder auf dem Kirchenvorplatz zu protestieren, dann geht mir das aber umso mehr auf den Geist. 
„Stille“ Feiertage sind ja schön und gut – aber dann mit gegenseitiger Rücksichtnahme. Lasst doch die Leute tanzen und gucken, was sie wollen – solange sie die Ruhe und Pietät der anderen in ihren Heimen oder Gottesstätten dabei nicht stören. Auf dass jedeR den Feiertag nach eigenem Gusto (und nicht auf Kosten anderer) feiern kann!
 
:Stefanie Lux
Zum Schwerpunkt-Artikel von Marek Firlej.
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