Warning: Constant WP_DEBUG_DISPLAY already defined in /var/www/html/wp-config.php on line 111 Oberhausen | BSZ https://bszonline.de Deine Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung Mon, 02 Dec 2024 11:48:31 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.3 https://bszonline.de/wp-content/uploads/2022/11/cropped-favicon-32x32.jpg Oberhausen | BSZ https://bszonline.de 32 32 Die Weihnachtsmarktseason ist eröffnet! https://bszonline.de/2024/12/02/die-weihnachtsmarktseason-ist-eroeffnet/ https://bszonline.de/2024/12/02/die-weihnachtsmarktseason-ist-eroeffnet/#respond Mon, 02 Dec 2024 11:48:31 +0000 https://bszonline.de/?p=25290 In Herne weihnachte gerne

Der Cranger Weihnachtszauber in Herne verzaubert Allemit einer beeindruckenden Mischung aus Attraktionen: Erlebt den fliegenden Weihnachtsmann, die Elfenzaubershow und stimmungsvolle Walking-Acts. Neben traditionellen Marktständen locken ein Märchenwald, kulinarische Köstlichkeiten und eine echte Eisbahn zum Schlittschuhlaufen und Eisstockschießen. Die aufwändige Dekoration sorgt für ein festliches Ambiente, das die Vorfreude auf die Feiertage weckt. Dienstags ist Familientag mit ermäßigten Preisen für Groß und Klein.

Öffnungszeiten:
21.11. - 30.12.2024
Montag – Freitag: 14:00 – 21:45 Uhr
Samstag – Sonntag: 12:00 – 21:45 Uhr
24.12. und 25.12.: geschlossen
Totensonntag: 18:00 – 21:45 Uhr

  1. Weihnachtsfeiertag: 12:00 – 21:45 Uhr

Glitzerndes Lichtermeer in Duisburg

Die Duisburger Innenstadt wird zur Weihnachtszeit in ein funkelndes Paradies verwandelt. Über 100 liebevoll dekorierte Holzhütten und prächtige Lichtinstallationen machen diesen Weihnachtsmarkt zu einem besonderen Erlebnis. Die Stadtwerke-Eislaufbahn bietet 400 Quadratmeter Eislaufspaß, während der Familientag am Montag mit vergünstigten Preisen lockt. Ein Highlight für Kinder: strahlende Karussells und süße Leckereien. Lasst Euch von der magischen Atmosphäre verzaubern!

Öffnungszeiten: 14.11. - 30.12.2024
Montag – Donnerstag: 11:00 – 21:00 Uhr
Freitag – Samstag: 11:00 – 22:00 Uhr
Sonntag: 13:00 – 21:00 Uhr
Totensonntag: geschlossen
24.12. – 25.12.: geschlossen

Festliche Vielfalt erleben am CentrO

Das Centro in Oberhausen lädt Euch ein, durch eine glitzernde Weihnachtswelt mit 140 festlich geschmückten Holzhütten zu schlendern. Auf der Promenade locken Kunsthandwerk, internationale Spezialitäten und das spektakuläre Riesenrad. Besucht die Flachau Alm für ein Hüttenerlebnis oder kauft Geschenke direkt in der Mall. Die liebevolle Dekoration und der Duft von Glühwein und gebrannten Mandeln schaffen unvergessliche Momente.

Öffnungszeiten:
15.11. – 23.12.2024
Montag – Sonntag: 11:00 – 21:00 Uhr
Samstag: 10:00 – 22:00 Uhr
Totensonntag: 18:00 – 21:00 Uhr
23.12.: 11:00 – 20:00 Uhr

Romantische Nostalgie in Hattingen

Hattingen entführt Euch in eine nostalgische Weihnachtswelt. Rund um den Kirchplatz laden Fachwerkhäuser, eine riesige Nordmanntanne und handgefertigte Geschenke zum Verweilen ein. Lasst Euch von der Atmosphäre der St.-Georgs-Kirche verzaubern oder stöbert im Kunsthandwerksmarkt. Das Alte Rathaus wird im Dezember zum riesigen Adventskalender, der jeden Tag ein Türchen öffnet. Genießt weihnachtliche Klänge und den Zauber vergangener Zeiten!

Öffnungszeiten:
25.11. – 22.12.2024
Sonntag – Donnerstag: 12:00 – 20:00 Uhr
Freitag – Samstag: 12:00 – 21:00 Uhr

Dortmunder Tannen leuchten groß

Über 250 festlich geschmückte Stände erwarten Euch in der Dortmunder Weihnachtsstadt. Das Herzstück ist der größte Weihnachtsbaum der Welt, unter dem magische Shows im „Theater der Magie“ stattfinden. Kinder dürfen im Weihnachtsdorf Plätzchen backen und basteln, während Erwachsene an den kulinarischen Ständen schlemmen können. Sammelt den Glühwein-Jahresbecher oder macht ein Selfie am beliebten Selfie-Point.

Öffnungszeiten:
25.11. – 30.12.2024
Sonntag – Donnerstag: 12:00 – 20:00 Uhr
Freitag – Samstag: 12:00 – 21:00 Uhr
24.12. – 25.12.: geschlossen

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Keine Geflüchteten in den Bundestag https://bszonline.de/2021/04/29/keine-gefluechteten-den-bundestag/ https://bszonline.de/2021/04/29/keine-gefluechteten-den-bundestag/#respond Thu, 29 Apr 2021 08:38:07 +0000 https://bszonline.de/2021/04/29/keine-gefluechteten-den-bundestag/ Rassismus. Nach Morddrohungen zieht sich der aus Syrien geflohene Grünen-Bundestagskandidat Tareq Alaows zurück.

 

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Rassismus. Nach Morddrohungen zieht sich der aus Syrien geflohene Grünen-Bundestagskandidat Tareq Alaows zurück.

In seinem Herkunftsland Syrien hatte er Jura studiert und sich beim Roten Halbmond engagiert. Als 2015 dann aber die Einberufung zum Wehrdienst kam, brach er das Studium ab, um aus seiner im Krieg versinkenden Heimat in Richtung Europa zu fliehen. Er kam ins Ruhrgebiet. Bis hierher ist es eine von tausenden Geschichten aus Syrien geflüchteter Menschen. Doch Tareq Alaows war politisch aktiv: In Bochum gründete er die Gruppe Refugee Strike Bochum und brachte sich in die bundesweit agierende Initiative Seebrücke mit ein. Im Januar 2021 stellten ihn die Grünen als Direktkandidat für die Bundestagswahl im September diesen Jahres auf. Damit wäre er der erste Geflüchtete im Parlament der Bundesrepublik geworden. Dafür beantragte er die deutsche Staatsbürgerschaft, wie er im Februar erklärte.

Was folgte, waren massive Drohungen. Einen ersten Shitstorm hatte seine Forderung ausgelöst, die Inschrift „Dem Deutschen Volke“ am Reichstagsgebäude in „Für alle Menschen, die in Deutschland leben“ umzuwidmen. Aus AfD-Kreisen wurde das als „Unverschämtheit gegen das Gastvolk“ (sic!) vonseiten „sogenannter Flüchtlinge“ geschmäht. Alaows ruderte daraufhin zurück. Dabei war es aber nicht geblieben. Es seien anonyme Morddrohungen gegen den 31-Jährigen und seine Familie eingegangen. Um sich und seine Familie zu schützen, gab er daraufhin Ende März bekannt, sich von seiner Kandidatur und zunächst auch aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen. „Wir hätten uns gewünscht, weiterhin mit Herrn Alaows als unseren Bundestagskandidaten für eine humane Asyl- und Migrationspolitik streiten zu können. Leider ist dies aufgrund der angespannten Sicherheitslage nicht mehr möglich“, hieß es von Seiten des Kreis- und Ortsverbandes

Wahlrecht und Migration

Das aktive und passive Wahlrecht, also das Recht, Parteien, Listen oder Politiker:innen zu wählen, haben in Deutschland grundsätzlich alle Staatsangehörigen ab 18 Jahren. In den meisten Bundesländern, darunter NRW, sind zu Kommunalwahlen und in einer Hand voll auch zu den Landtagswahlen bereits 16-Jährige mit aktivem Recht zugelassen. Seit dem Vertrag von Maastricht 1992 dürfen alle EU-Ausländer:innen an den Kommunalwahlen ihres jeweiligen Hauptwohnsitzes teilnehmen, sowohl als Wähler:innen als auch als Kandidat:innen für ein Amt. Von sämtlichen Wahlen ausgeschlossen bleiben dagegen Menschen, die weder einen deutschen noch einen EU-Pass besitzen, unabhängig davon, wo ihr Hauptwohnsitz liegt, wie lang sie bereits in Deutschland leben, ob sie die Sprache beherrschen, arbeiten und Steuern zahlen. Das trifft vor allem Geflüchtete, die keine Möglichkeit haben, die deutsche Staatsangehörigkeit zu erlangen, etwa weil ihre Staatsangehörigkeit als nicht geklärt gilt oder eine Aufgabe der anderen Staatsangehörigkeit nicht gewollt oder möglich ist. In den 15 EU-Ländern Belgien, Dänemark, Estland, Finnland, Irland, Litauen, Luxemburg, Niederlande, Portugal, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden und Ungarn dagegen können auch Nicht-EU-Ausländer:innen an Kommunalwahlen teilnehmen. In der DDR nahmen 1989 und 1990 Menschen aus Mosambik, Vietnam und Kuba an den kommunalen Wahlen sowohl mit aktivem als auch passivem Recht teil, ein Jahr später war dies nicht mehr möglich. Heute sind es rund 50 Staaten, die es Ausländer:innen ermöglichen, an Wahlen teilzunehmen, in Chile, Uruguay, Neuseeland und Malawi sogar auf nationaler Ebene.

:Leon Wystrychowski

 

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Das Urgestein der politischen Aktionskunst https://bszonline.de/2020/09/06/das-urgestein-der-politischen-aktionskunst/ https://bszonline.de/2020/09/06/das-urgestein-der-politischen-aktionskunst/#respond Sun, 06 Sep 2020 08:25:17 +0000 https://bszonline.de/2020/09/06/das-urgestein-der-politischen-aktionskunst/ Dokumentaion. „Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien“ zeigt die Kunst des Oberhausener Künstlers, der viele Diskussionen auslöste. 

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Dokumentaion. „Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien“ zeigt die Kunst des Oberhausener Künstlers, der viele Diskussionen auslöste. 

Als Christoph Schlingensief vor zehn Jahren im Alter von 49 Jahren starb, hinterließ er eine Narbe in der deutschsprachigen Kunstlandschaft, die auch heute noch zu spüren ist. Denn vor allem im derzeitigen politischen Klima fragen sich viele, wie Schlingensief weitergemacht hätte. Er war bekannt für seine häufig provokanten, politischen Arbeiten, die den gesellschaftlichen Umgang mit Rechtsextremismus und die Erinnerung an die Nazi-Zeit thematisierten. Aktionen wie „Bitte liebt Österreich“, bei der Schlingensief als Antwort auf die Wahl der rechten FPÖ als zweitstärkste Partei und Koalitionsmitglied der Regierung sowie auf die erste Staffel der Serie „Big Brother“ einen Container installierte, bei dem Zuschauer:innen Asylbewerber:innen aus dem Land herauswählen konnten, haben zu seiner Zeit enorme Aufmerksamkeit auf sich gezogen und klingen auch heute noch nach.  

Nun erschien die Dokumentation „Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien“ von Bettina Böhler. Der Film verfolgt die Lebensstationen des Film- und Theatermachers von klein auf. Dabei werden hauptsächlich Ausschnitte seiner Arbeiten und Interviews mit dem Künstler verwendet. So liefert die Dokumentation einen guten, umfassenden Überblick auf das Werk Schlingensiefs und ist besonders für Personen geeignet, die mit seiner Kunst kaum vertraut sind, aber sich beispielsweise für politische Aktionskünstler:innen wie das Peng!-Kollektiv oder das Zentrum für Politische Schönheit interessieren. Schade ist, dass der Film selten Zeit für einen tieferen Blick auf eine Kunstaktion oder eine tiefere Diskussion seiner sehr kontroversen Kunstform zulässt. Auch ein Blick auf Schlingensief abseits von seiner Kunst lässt der Film vermissen. Einzig die Beziehung zu seinen Eltern wird durch Kommentare des Künstlers über seine Familie ein wenig beleuchtet. 

 Termin:Tipp 

„Schlingensief – In das SchweiIn das Schweigen hineinschreien“ läuft noch an mehreren Terminen im Endstation Kino.

• Donnerstag, 3. September bis Montag 7. September sowie Mittwoch, 9. September, 20 Uhr. Endstation Kino, Wallbaumweg 108 Bochum. Eintritt 9€, erm. 7,50€.  

:Stefan Moll

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Oberhausen, Essen – Letzte Saisons 2020 https://bszonline.de/2019/11/12/oberhausen-essen-letzte-saisons-2020/ https://bszonline.de/2019/11/12/oberhausen-essen-letzte-saisons-2020/#respond Tue, 12 Nov 2019 16:01:28 +0000 https://bszonline.de/2019/11/12/oberhausen-essen-letzte-saisons-2020/ Theater. Schlechte Nachrichten für alle, die gerne im Ruhrgebiet ins Musical gehen. Zwei Instanzen sagen erstmal Adé NRW.

Traurig, aber wahr. Bald ist Schluss mit Popcorn-Musicals im Ruhrgebiet. Wie Stage Entertainment verkünden ließ, ist März 2020 das Ablaufdatum für die beiden Musical-Spielhäuser Metronom Theater Oberhausen und  Colosseum Theater  Essen. Zumindest unter der Stage Entertainment-Führung werde es kein Folgeprogramm auf den Bühnen der beiden Spielhäuser geben, weil sich die Ruhrgebietsstandortefinanziell nicht lohnen. Trotz zu häufig leerer Publikumssitze stand man laufend hohen Produktionsgebühren gegenüber. Dafür gibt es in Hamburg allein mittlerweile vier Stage-Häuser, denn generell scheinen doch noch genug Leute in Musicals zu gehen, nur im Ruhrgebiet nicht. Stage zieht das Fazit: Abzug.

Im Metronom Theater kann man sich also noch gut ein halbes Jahr „Tanz der Vampire“ anschauen, bevor sich hier 88 Mitarbeiter*innen dann in der generell mit Jobs sehr rar gesäten Musical-Industrie neu umsehen müssen. Doch es hat sich angebahnt, denn bis auf an Wochenenden, Feiertagen und besonderen Spartagen haben die Musicals zuletzt nur wenig Besucher*innen in die Häuser gelockt. Es was zur Spielzeit von Tarzan schon äußerst schwierig war, die durch die, ganzen Schwing- und Spring-Installationen besonders hohen Produktionskosten zu decken, lockte man mit diesem allseits bekannten Disney-Programm zumindest noch viele Familien ins Theater, denn man machte schlicht Programm für Jung und Alt. Es war schwierig, aber belebt, bevor es dann mit dem Nachfolger „Bat out of Hell“ einfach zu leer blieb. Man freute sich in Oberhausen zwar über die erste Deutschlandpremiere Jim Steinmans, jedoch genoß das Stück fast keinerlei Bekanntheit und auch Meat Loaf, Wappentier und der Verfasser der meisten Lieder des Musicals, vermutlich einfach zu wenigen ein Begriff. Auch das Übersetzen der englischen Songtexte hatte für viele Besucher*innen nicht funktioniert. Für all diese Zutaten und Werbeplakate  die, wie für das 66. Iron Maiden „Best Of“-Album gestaltet wurde, fand man einfach kein Publikum im Ruhrgebiet. Die Stühle blieben leer.

Aber liegt das am Ruhrgebiet? Alexander Klaws, erster DSDS-Star und damaliger Oberhausen Tarzan-Darsteller, sieht den Grund woanders. Zumindest machte er seine Meinung vergangene Woche via Social Media deutlich und sprach davon, dass man das Publikum einfach zu sehr hinters Lichts führen wolle. Er nennt vor allem Probleme wie das Ersetzen von Orchestern durch fünf Personen-Bands, überteuertes und falsches Marketing sowie die viel zu hohen Eintrittspreise. „Wir erleben gerade, was passiert, wenn man schlicht am falschen Ende spart, oder teilweise dem Publikum versucht wird ein Toyota als Ferrari zu verkaufen“, so der Schauspieler und Sänger. Doch das Stage Prinzip ist einfach: einheitliche Lobbys, Säle, Teppiche, Arbeitsgarderoben, Kunstgemälde, Snacks und vor allem einheitliches auberginen-rot, damit man direkt weiß, wo man ist. Ein bisschen zu sehr Franchise hatte das ganze dann aber vielleicht doch für das Ruhrgebiet. Man möchte doch ins Theater und nicht zu McDonalds. Denn Musical-Tourismus in Hamburg oder Berlin scheint zu funktionieren, weil die Leute nur kurz zu Besuch sind. Im Ruhrgebiet lag das Problem vermutlich eher daran, dass sich die Leute bei Stage vermutlich nie ganz Zuhause gefühlt haben. Denn, dass Musicals auch über Jahrzehnte konsequent im Ruhrgebiet die Ränge füllen können, beweist uns seit 30 Jahren Starlight-Express in Bochum.         
                  

  :Christian Feras Kaddoura
 

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Eine Tour wie ein Raubzug https://bszonline.de/2016/10/31/eine-tour-wie-ein-raubzug/ https://bszonline.de/2016/10/31/eine-tour-wie-ein-raubzug/#respond Mon, 31 Oct 2016 15:37:05 +0000 https://bszonline.de/2016/10/31/eine-tour-wie-ein-raubzug/ Lauft um Euer Leben! Die Wikinger sind wieder unterwegs in Europa. Und sie haben ihren Feldzug in Oberhausen begonnen! Doch, was ist das? Statt zu flüchten, pilgerten vergangenen Freitag Tausende freiwillig zum Ort des Gemetzels. Denn es handelte sich dabei um den Europatourauftakt der schwedischen Viking-Metal-Band Amon Amarth. Viking Metal? Wir werfen einen Blick auf ein umstrittenes Subgenre zwischen Geschichte, Mythologie und dem Dünkel der Volkstümelei.

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Lauft um Euer Leben! Die Wikinger sind wieder unterwegs in Europa. Und sie haben ihren Feldzug in Oberhausen begonnen! Doch, was ist das? Statt zu flüchten, pilgerten vergangenen Freitag Tausende freiwillig zum Ort des Gemetzels. Denn es handelte sich dabei um den Europatourauftakt der schwedischen Viking-Metal-Band Amon Amarth. Viking Metal? Wir werfen einen Blick auf ein umstrittenes Subgenre zwischen Geschichte, Mythologie und dem Dünkel der Volkstümelei.

„Raise your horns for the brave fallen friends – We will meet in Valhalla again”, dröhnt der gewaltige Johann Hegg, Sänger von Amon Amarth, von der Bühne. Es sind die Schlussverse aus dem Lied „Raise Your Horns” vom aktuellen Album „Jomsviking“. Die Texte der Band behandeln archaische Ideale, den Kampf, Heldenmut, Männlichkeit, eingebettet in Szenarien aus der Welt der Wikinger und ihrer Götter. Odin, Thor, Walhalla und Ragnarök sind wichtige Schlagworte. Damit sind Amon Amarth nicht allein.

Weltweite Faszination

Als erste Band des Abends traten Grand Magus, ebenfalls aus Schweden, auf. Auch sie nehmen sich des Wikingerthemas an, wenngleich weniger martialisch. (Die Amis von Testament als zweite Band des Abends rockten den Saal ebenfalls, allerdings ohne Wikinger.) Florian Heesch, Professor für Populäre Musik an der Uni Siegen, hat 2011 bei einer einfachen Online-Recherche weltweit allein 600 Bands entdeckt, „deren Namen sich aus der nordischen Mythologie ableiten.“ Und dann gibt es eben noch unzählige Bands wie Amon Amarth und Grand Magus, die sich zwar des Themas Wikinger, GermanInnentum, nordische Mythologie annehmen, aber keinen einschlägigen Namen tragen.

Doch sind diejenigen, die Thorshämmer um den Hals hängen haben, runenbedruckte T-Shirts tragen, sich in Internetforen Odinstochter oder TiwazThurisaz nennen, nicht Nazis?

Die Wikinger waren freundliche Gesellen – Nazis sind einfach dumm

„Bei uns geht es um die Geschichte der Wikinger und kein Stück um Politik“, sagte Olavi Mikkonen, seines Zeichens Axtschwinger, pardon Gitarrist bei Amon Amarth, 2008 in einem Interview mit „metalnews.de“. „Die Wikinger als Volk waren sogar sehr freundliche Gesellen und vor allem anderen Kulturen gegenüber sehr offen. Deswegen sind solche Menschen, die diese Symbole aus falschem Grund tragen, auch einfach dumm, weil sie gar nicht wirklich wissen, was sie da tun.“

Zwar hat man auch in Skandinavien im 19. und 20. Jahrhundert aus nationalistischen Gründen auf alte Mythen zurückgegriffen, doch wurden sie nicht so pervertiert wie unter den NationalsozialistInnen. Leider hat man sich in Deutschland nach dem Krieg von all dem distanziert, weshalb die Deutungshoheit über die nordischen Mythen den Neonazis überlassen wurde.

Einige wenige schwarze Bandschafe missbrauchen weiterhin die nordische Mythologie für rechte Propaganda. Bands wie Amon Amarth und Grand Magus (und vielen andere) gehen spielerisch, unpolitisch an das Thema heran. So können Tausende von Menschen die Turbinenhalle zum Erbeben bringen und eines der besten Konzerte des Jahres erleben, ohne auch nur einen Gedanken an Rechtsextremismus zu verschwenden.

:Marek Firlej

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STEAG vor massiven Stellenstreichungen https://bszonline.de/2016/09/19/steag-vor-massiven-stellenstreichungen/ https://bszonline.de/2016/09/19/steag-vor-massiven-stellenstreichungen/#respond Mon, 19 Sep 2016 15:15:39 +0000 https://bszonline.de/2016/09/19/steag-vor-massiven-stellenstreichungen/ Der Energiekonzern STEAG hat angekündigt, bis zu 1.000 von 6.200 Stellen abbauen zu wollen. Die Opposition wirft dem Bochumer Rat vor, politisch falsch entschieden zu haben, als er 2014 dafür stimmte, den Konzern durch die Ruhrgebietskommunen aufzukaufen.

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Der Energiekonzern STEAG hat angekündigt, bis zu 1.000 von 6.200 Stellen abbauen zu wollen. Die Opposition wirft dem Bochumer Rat vor, politisch falsch entschieden zu haben, als er 2014 dafür stimmte, den Konzern durch die Ruhrgebietskommunen aufzukaufen.

Noch vor zwei Jahren hatte der Bochumer Rat für die endgültige Übernahme des Energiekonzerns STEAG gestimmt und somit bis heute 200 Millionen Euro in die Firma investiert. Der Konzern kündigte nun an, dass man aufgrund der nicht zu erwartenden Gewinne im kommenden Jahr mit einem Stellenabbau reagieren werde. Grund sei weiterhin die Energiewende, so STEAG-Chef Joachim Rumstadt. Es ist die Rede von bis zu 1.000 betroffenen Stellen. Zusätzlich stehen Kraftwerkschließungen im Raum. 

STEAG besitzt acht Steinkohlekraftwerke in Deutschland und gehört seit 2014 durch die Entscheidung des Bochumer Rats den Ruhrgebietskommunen, darunter Bochum und Oberhausen. Die Linke Bochum wirft der Stadt eine nicht durchdachte Energiepolitik vor.

        :lor

 
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Mit Isomatten und Schlafsäcken gegen Rassismus https://bszonline.de/2016/08/08/mit-isomatten-und-schlafsaecken-gegen-rassismus/ https://bszonline.de/2016/08/08/mit-isomatten-und-schlafsaecken-gegen-rassismus/#respond Mon, 08 Aug 2016 17:03:22 +0000 https://bszonline.de/2016/08/08/mit-isomatten-und-schlafsaecken-gegen-rassismus/ „Sommer, Sonne, Antirassismus“ – unter diesem Slogan läuten diverse Jugendantifa-Gruppen aus dem Ruhrgebiet das dreitägige Camping- und Vernetzungsevent in Oberhausen ein. Vom 17. – 20. August können sich junge Menschen mit denselben Interessen kennenlernen und austauschen.

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„Sommer, Sonne, Antirassismus“ – unter diesem Slogan läuten diverse Jugendantifa-Gruppen aus dem Ruhrgebiet das dreitägige Camping- und Vernetzungsevent in Oberhausen ein. Vom 17. – 20. August können sich junge Menschen mit denselben Interessen kennenlernen und austauschen.

Ins Druckluft, in dem sonst Konzerte, Partys und Vorträge verschiedenster Art stattfinden, halten diesen August junge AktivistInnen Einzug. In einem mehrtägigen Camp können sich insbesondere junge Interessierte mit Antirassismus beschäftigen, interne Strukturen festigen, FreundInnen finden, alte Bekannte wiedertreffen und sich gemeinsam weiterbilden. 

Unterbringung ist im Gebäude, mitbringen muss man nur eine Isomatte und einen Schlafsack. In zwei Schlafräumen, einem gemischtgeschlechtlichen und einem für weibliche Teilnehmende, kann jedeR den eigenen Bedürfnissen entsprechend schlafen. Unterstützt wird das AntiRa-Camp unter anderem von  Refugees welcome, der DGB, dem AStA der Uni DuE, sowie weitere Organisationen. Für (vegane) Mahlzeiten ist gesorgt, aber auch SelbstversorgerInnen sind willkommen. Der ganze Aufenthalt ist kostenlos.

Das Programm ist vielseitig

Aber es soll nicht nur um Spaß gehen. Neben kreativen und aktiven Workshops wird auch über ernste Themen referiert und diskutiert. Über namhafte (rechtsorientierte und gewaltbereite) Gruppierungen wie Pegida oder HoGeSa informieren am Donnerstag die Referenten Mark Haarfeldt und Peter Römer. Abends kann man sich von Ingo Elbe in die Staatskritik einführen lassen. Zwischen den ernsten Themen lockern unter anderem ein Graffiti-Workshop oder eine Einheit zur Pressearbeit den Tag auf. Die weiteren Tage sind ähnlich strukturiert, mit Workshops zur Organisation solcher Veranstaltungen oder Selbstverteidigungskursen (gemischtgeschlechtlich und „für weiblich definierte Menschen“ wie es auf der Homepage heißt) und Vorträgen zur Geschichte der Antifa, Kritik am Kapitalismus oder die Elemente des Rassismus (beide von Referent Markus Reiß) ist wohl für jedeN etwas dabei.

:Kendra Smielowski

 

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