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Armin Laschet trat somit in die Fußstapfen von Katarina Barley, Dr. Nobert Lammert und Dr. Anton Hofreiter. Der CDU-Politiker referierte im Hörsaalzentrum Ost 10 der Universität vor den interessierten Zuhörer*innen über Europa, die Umwelt und das neue Hochschulgesetz. Wie immer konnten die Teilnehmer*innen der Veranstaltung vorab über Instagram oder vor Ort im Plenum Fragen stellen. Ähnlich wie bei Christian Lindner im Juli 2017
(:bsz 1134) fanden auch bei Armin Laschet mehrere Protestaktionen vor und während der Veranstaltung statt, die den Ministerpräsidenten jedoch nicht aus seinem Konzept brachten.
Lies hier >KLICK< was genau passiert ist und hier >Nochmal KLICK< was Redakteurin Abena dazu zu sagen hat
:Die Redaktion
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]]>INFO:BOX
Ihr konntet beim Protestplenum keine Unterschrift auf die Petition gegen das Hochschulgesetz setzen? Dann könnt Ihr Euch unter openpetition.de/petition/online/lasst-mich-doch-denken gegen das Gesetz aussprechen.
Während die Vorbereitung für die derzeit stattfindende Aktionswoche gegen das geplante Hochschulgesetz auf vollen Touren liefen, verhandelten die gewählten StudierendenvertreterInnen der RUB im Studierendenparlament (StuPa) über ihre Position zu dem Gesetzesentwurf. In der endgültigen Fassung einer Stellungnahme, an der die Mitglieder des StuPa arbeiteten, beziehen die ParlamentarierInnen im Namen der Studierendenschaft deutliche Position gegen das Gesetz. So erklären sie: „Der Wegfall der studentischen Selbstbestimmung und Teilhabe, der Zivilklausel, der Leitlinien für gute Arbeitsbedingungen und die Verschärfung des Leistungszwangs zeugen davon, dass den Regierungsparteien und den Befürworter*innen dieses Gesetzes nicht daran gelegen ist, mündige und selbstbestimmte Bürger*innen zu bilden.“
Obwohl die meisten Änderungen am Entwurf der Stellungnahme aus Formulierungsänderungen bestanden, gab es einige Punkte, über die rege Diskussion herrschte. So wurde zum Beispiel die geplante Abschaffung der Zivilklausel heiß diskutiert. Während die meisten ParlamentarierInnen eine Gefahr in der Forschung für Militärzwecke an öffentliche Universitäten sehen, kritisierten Mitglieder des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) und der Jungen Liberalen (JuLis), dass dies die Forschungsfreiheit einschränke. Ein weiterer Diskussionspunkt war der Einbezug der Kritik an den umstrittenen Online-Self-Assessments, die potenzielle Studierende bei der Fächerwahl dazu verpflichten würden, einen Selbstevaluierungstest zu durchlaufen, falls die jeweilige Hochschule diese einsetzt. KritikerInnen führen an, dass diese Self-Assessments nicht auf einzelne Studienfächer ausgelegt sind und daher abschrecken können. Trotz der Diskussionen um diese Themen wurden beide Abschnitte angenommen. Die überarbeitete Fassung der Stellungnahme wurde mit Gegenstimmen von JuLis und dem RCDS mehrheitlich angenommen.
:Stefan Moll
]]>Schon länger hagelt es Kritik von Studis an dem unter der Ministerin für Kultur und Wissenschaft, Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos), ausgearbeiteten Entwurf eines neuen Hochschulgesetzes (:bsz 1159). Dieses sieht unter anderem die Abschaffung der Zivilklausel, Einführung von Studienverlaufsplanungen oder Eingriffe in studentische Interessenvertretungen vor (:bsz 1157). Unter dem Hashtag #NotMyHochschulgesetz startet das Landes-ASten-Treffen (LAT) NRW in Zusammenarbeit von Studierendenverbänden und der GEW die gleichnamige Kampagne. In der vergangenen Kickoff-Woche gab es erste Aktionen an den einzelnen Hochschulen. Zusätzlich fanden am 23. Juni mit Münster und Köln gleich zwei Demonstrationen statt.
Als „Eingriffe in die Studierfreiheit und die Rückkehr zu früheren undemokratischen Verhältnissen an Hochschulen“ bezeichnet Katrin Lögering, Koordinatorin des LAT, die Veränderungen. Dabei sei nicht eine grundsätzliche Reformierung der Hochschulen das Problem: „Man möchte hin zu mehr Hochschulfreiheit, woran wir auch zunächst einmal nichts auszusetzen haben. Dass dabei aber den Hochschulen Instrumente an die Hand gegeben werden, die massive Einschnitte in die Studierfreiheit zulassen und die studentische Mitbestimmung nicht mehr, wie wir es seit dem Hochschulzukunftsgesetz gewöhnt sind, gesetzlich unterstrichen werden soll, kritisieren wir besonders.“
Noch liefen die Mühlen langsam an, viele Studis wüssten nichts mit dem Thema anzufangen: „Sobald man aber dann mit den Studierenden bei Infoständen oder Infoveranstaltungen in Kontakt tritt und erzählt, was da alles geplant ist, schaut man in staunende und entsetzte Augen.“ Eine besondere Rolle bei der Mobilisierung spiele Social Media: So fahre das LAT eine Doppelstrategie mit Campus-Veranstaltungen und deren Begleitung im Netz. Wichtig sei für Lögering die Aufklärung: „Sobald alle wissen, was da geplant ist, läuft das mit der Mobilisierung wie von selbst.“
Unterstützung erfahren die Studierenden auch von politischer Seite: Matti Bolte (Die Grüne) und Dietmar Bell (SPD) stellten bereits kleine Anfragen im Landtag, Kontakt bestehe zu Mitgliedern verschiedener Parteien.
Auch an der RUB bildet sich unter dem Arbeitstitel „Protestplenum“ eine Bewegung gegen die Novellierung. Entstanden aus der Initiative des FSR Sozialwissenschaft, sammeln sich derzeit auch in Bochum Listen, FSRe und Initiativen, um „wirkungsvollen Protest auf die Beine zu stellen“, erklärt Maria Brinkmeyer. An einem ersten Arbeitstreffen haben bereits über 40 Personen teilgenommen. Neben der Beteiligung an bereits laufenden Demos plane das Plenum am 10. Juli eine eigene Protestaktion auf dem RUB-Campus, „die breite Aufmerksamkeit der Studierendenschaft auf das Protestplenum ziehen, aber vor allem aufklären soll, was den Hochschulen und somit jedem einzelnen Studierenden mit dem neuen Hochschulgesetz droht.“
Wer Fragen hat zu den Aktionen, findet die Antworten unter notmyhochschulgesetz.de.
:Andrea Lorenz
]]>Etwa 100 Menschen versammelten sich unter dem landesweiten Motto #NotMyHochschulgesetz auf dem Schlossplatz in Münster, um ihren Unmut gegen das Hochschulgesetz auf die Straße zu tragen. Anfangs begleitet von Musik der am gleichen Ort stattfindenden Kirmes dauerte es eine Weile, bis alle TeilnehmerInnen den Auftaktort erreicht hatten. Schuld daran trug auch der lange Anreiseweg einzelner TeilnehmerInnen. Erst zwanzig Minuten nach dem geplanten Beginn konnte sich der Protestzug in Richtung der Münsteraner Innenstadt in Bewegung setzen. Neben Studierenden verschiedener NRW-Hochschulen und VertreterInnen der ASten der drei Hochschulen aus Münster beteiligten sich VertreterInnen des AStA der TU Dortmund und des Landes-Asten-Treffens (LAT) sowie Mitglieder der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) an der Demonstration.
Mit Sprechchören wie „Wir sind hier und wir sind laut, weil man uns die Freiheit klaut“ oder „Nicht unser Hochschulgesetz“ zog der Demonstrationszug durch die belebte Innenstadt Münsters. Erstaunte PassantInnen wurden durch das Verteilen von Flugblättern auf den Anlass des Protestmarsches aufmerksam gemacht. Neben Verständnis und Unterstützung sorgte das Auftreten der Studierenden innerhalb der bürgerlichen Öffentlichkeit jedoch auch für Verwunderung und erstaunte Blicke. Bunte Transparente und kreative Plakate sorgten neben den obligatorischen Seifenblasen jedoch für eine entspannte Stimmung. Nur hin und wieder wurde es lauter: Mit Parolen wie „Nicht dem Rektorat vertrauen, auf Widerstand von unten bauen“ wurde Kritik an der abwartenden Haltung der HochschulrektorInnen laut durch die Gassen der Münsteraner Altstadt gerufen. Der Wut der Studierenden wurde mannigfaltig Ausdruck verschafft.
Nach nur dreißig Minuten erreichte der Demonstrationszug den Ort der Abschlusskundgebung. „Wir sind hier, weil das nicht unser Hochschulgesetz ist“, gibt der erste Redner, ein Vertreter des AStA der WWU Münster, von sich. Besonders kritisiert werden die Studienverlaufspläne, die den Hochschulen die Möglichkeit gibt, Studierende nach der Hälfte der Regelstudienzeit eine verbindliche Planung des restlichen Studiums vorschreiben. Aber auch die Möglichkeit zur militärischen Forschung sowie die Wiedereinführung der Anwesenheitspflicht standen auf der Liste kritisierter Punkte. Zu letzterem herrschte – dem Applaus nach – Konsens: „Wir sind gegen die Anwesenheitspflicht, denn zu guten Seminaren geht man freiwillig hin!“
In einem weiteren kritischen Redebeitrag formulierte LAT-Koordinatorin Katrin Lögering die Kritik am Hochschulgesetz: „Das ist kein Hochschulzukunftsgesetz, sondern ein Studierenden-Gängelungs-Gesetz“, resümierte sie. Statt moderner und freiheitlicher Politik erscheine das Vorgehen der schwarz-gelben Landesregierung wie Retropolitik. Man werde sich weder mit dem Status quo, noch mit einer Novellierung des Gesetzes zufriedengeben, gibt Lögering zu bedenken. „Wir werden nicht müde werden, auch für bessere Studienbedingungen zu streiken“, kündigt sie an.
:Justinian L. Mantoan
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